Diese Woche hat die Weichen für Kursverluste gestellt +++ Chart-Check: DAX, Nikkei, Gold und Silber

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Diese Woche hat die Weichen für Kursverluste gestellt
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, Nikkei, Gold und Silber
  3. Termine der kommenden Woche


›› Marktanalyse
- Diese Woche hat die Weichen für Kursverluste gestellt
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefnun liegen die wichtigen Ereignisse dieser Woche, die US-Arbeitsmarktdaten und insbesondere die EZB-Sitzung, also hinter uns. Und da die Erwartungen der Mehrheit in allen Punkten getroffen wurden, wandelte sich die zuvor mit Spannung erwartete Woche letztlich in ein Non-Event.

Alle Erwartungen wurden erfüllt

Zunächst traf am Mittwoch der ADP-Bericht zum US-Arbeitsmarkt recht exakt die Erwartungen, am Donnerstag behielt die EZB ihre abwartende Haltung bei und beließ die Leitzinsen unverändert (wie von uns erwartet) und am Freitag lag der offizielle US-Arbeitsmarktbericht nur minimal neben der Konsensschätzung.

Zwar kam es um die Veröffentlichungstermine herum teils zu kräftigeren Kursbewegungen, doch letztlich pendelten die Aktienmärkte weitestgehend unter geringer Volatilität nur leicht aufwärts.

Diese Woche könnte die Weichen auf Kursverluste gestellt haben

Erst am Freitag kam es am späten Nachmittag bis zum Handelsende zu starken Kursverlusten an den US-Märkten. Und so könnte diese Woche, auch wenn sie angesichts der in weiten Teilen geringen Kursdynamik als Non-Event gewertet werden kann, dennoch die Weichen gestellt haben – und zwar für neue Kursverluste.

Charttechnisch kann einem angst und bange werden

Der Grund für unsere pessimistische Haltung: Werfen Sie nur einen Blick auf den langfristigen (logarithmischen) Chart des Dow Jones.

Dow Jones - langfristige Chartanalyse

Da kann einem angst und bange werden, wenn man die (rote) Trendlinie betrachtet, die man auf die Hochs aus den Jahren 2000 und 2007 legen kann.

Die Trends an den Aktienmärkten, die am Ende der Finanzkrise Anfang 2009 begonnen haben, sind extrem weit gelaufen. In unseren Analysen zum S&P500 haben wir hier bereits mehrfach auf diesen Umstand hingewiesen. Und der US-Index ist schon wieder bis an die obere Trendkanallinie gelaufen und von dort am Freitag nach unten hin abgeprallt (siehe roter Kreis im folgenden Chart).

S&P500 - langfristige Chartanalyse

Nicht alles auf eine Karte setzen

Natürlich sollte man deswegen jetzt nicht gleich alles verkaufen und massiv auf Short-Positionen setzen. Man würde sich gegen extrem starke Trends stellen - zumal im S&P500 erst ein neues Allzeithochs gebildet wurde - und man könnte sich dadurch leicht die Finger verbrennen, wenn sich die Aufwärtsbewegungen doch noch fortsetzen. Doch sollte man auf die Warnzeichen jetzt richtig reagieren und sich entsprechend positionieren.

Das Depot jetzt richtig positionieren

Wir erwarten stärkere Verluste an den Aktienmärkten und haben daher sogar überlegt, neue Short-

Positionen auf den DAX oder den S&P500 in unser „Geldanlage Premium Depot“ aufzunehmen. Doch da wir im DAX derzeit schon nicht mehr long sind, im S&P500 bereits eine Short-Position eingegangen sind und ein Trade auf den Volatilitätsindex VIX ebenfalls von fallenden Kursen profitieren würde, sind wir mit unserer aktuellen Depot-Struktur restlos zufrieden.

Daher sind wir bei der Marktanalyse zu dem Fazit gekommen, dass unser Depot genau richtig aufgestellt ist und ausreichend profitiert, sollte es zu fallenden Kursen kommen – durch den Short auf den S&P500 und den Trade auf die Volatilität. Gleichzeitig haben wir aber mit einigen Aktien und einem BRIC-Zertifikat genügend aussichtsreiche Werte im Depot, um bei weiter steigenden Kursen ebenfalls Gewinne zu erzielen. - So funktioniert sinnvolles Investieren mit einer klaren (Anlage-)Strategie.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


P.S.: Für unsere Leser des „Geldanlage Premium Depot“ konnten wir alleine im März  7 Trades durchführen, von denen 7 im Gewinn endeten. Dadurch haben wir für unsere Leser einen zusätzlichen Ertrag in Höhe von 694,20 Euro erzielt (bei jeweils 1.000 Euro Kapitaleinsatz pro Trade).
Bezogen auf den Einsatz von 7.000 Euro bedeutet dies eine Rendite von 10% nach nur einem Monat.
Und auch der April hat mit einem ersten Trade, der uns eine Rendite von 12,04% innerhalb von nur 15 Tagen brachte, bereits gut begonnen.
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›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, Nikkei, Gold und Silber
von Geldanlage-Brief-Team

Ihr Chefredakteur des Geldanlage-Briefs, Sven Weisenhaus, hat in dieser Woche wieder ein Interviews für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF gegeben. In der Sendung „Börse Live“ ging es am Dienstag um eine Bewertung der charttechnischen Lage der Indizes DAX und Nikkei sowie der Rohstoffe Gold und Silber.

Wir haben die Aussagen in diesen Interviews für Sie niedergeschrieben und geben Ihnen diese nachfolgend wider.

Frage 1 - DAX:
Der DAX ist gestern leicht im Minus geschlossen. Wenn man sich das erste Quartal anschaut, dann konnte er nur leicht ins Plus gehen. Wie sieht das fürs zweite Quartal und den heutigen Tag aus?

Noch kann es im DAX ein Stück nach oben gehen. Der DAX hat zwar den Großteil der vorangegangenen Kursverluste wieder aufgeholt, ich gehe allerdings nicht davon aus, dass damit die Korrektur bereits beendet ist.

3 Szenarien sind jetzt möglich. Das naheliegende, welches zum aktuellen Punktestand von 9.600 passt, ist eine Flaggenformation, deren oberes Ende nun erreicht ist. Und damit droht eine weitere Abwärtsbewegung.

DAX - Chartanalyse

Selbst wenn der DAX noch etwas weiter steigt, bleibt die Alternative einer breiten Seitwärtsbewegung, die vom bisherigen Allzeithoch bis auf 9.000 Punkte reicht.

Und selbst wenn es dem DAX gelingt, auf 10.000 Punkte zu steigen, würden wir noch mit einem stärkeren Rücksetzer rechnen.

Grund für die pessimistische Erwartung sind die US-Indizes, die bislang kaum korrigiert haben und bei denen somit noch Abwärtspotential vorhanden ist. Lediglich der Nasdaq100 hat bereits stärkere Kursverluste hinnehmen müssen und die dort begonnene Korrektur könnte als Vorläufer gelten.

Frage 2 - DAX:
Was glauben Sie, wann können wir die 10.000, wenn überhaupt, denn erreichen?

Das kann ganz schnell gehen. Es sind ja nur noch etwas mehr als 4% die dem DAX fehlen. Und eine solche Distanz kann der DAX in 2, 3 oder 4 Tagen überwinden.

Wenn die Märkte kurzfristig noch einmal Gas geben, dann kann die Marke also sehr schnell erreicht sein. Dazu müssten aber zunächst die kurzfristigen Widerstände gebrochen werden. Da wäre zunächst eine Marke bei 9.633 Punkten zu nennen. Da sehen wir einen horizontalen Widerstand aus der Target-Trend-Analyse. Ansonsten hätten wir die Flaggenformation, die man nach der klassischen Chartanalyse erkennen kann.

Frage 3 – Nikkei:
Wir wollen auf den japanischen Markt blicken und hier auf den Nikkei, der leicht im Minus war. Wie schaut es da aus. Ist hier noch Potential?

Wir befinden uns in einem Spannungsfeld in Japan. Der langfristige Blick auf den Nikkei zeigt einen breiten, leicht abwärts gerichteten Trendkanal, dessen oberes Ende aktuell bei ca. 15.600 Punkten verläuft. Die untere Trendlinie liegt erst bei 7.000 Punkten, wo auch eine horizontale Unterstützung verläuft.

Nikkei - langfristige Chartanalyse

Auch hier befinden wir uns also eher im oberen Bereich und könnten starke Kursverluste hinnehmen müssen. Angesichts der enormen Verschuldung des Landes sollte man diese langfristige charttechnische Situation im Auge behalten.

Kurzfristig haben wir es aber mit stabilen Kursen und einer engeren Seitwärtsrange zwischen 14.000 und 15.000 Punkten zu tun.

Nikkei - kurzfristige Chartanalyse

Diese Range spiegelt das Spannungsfeld zwischen extrem expansiver Geldpolitik der japanischen Notenbank und der immer weiter wachsenden Verschuldung des Landes wider.

Mit der Notenbank im Rücken kann man bei fallenden Kursen also immer wieder auf wieder steigende Notierungen innerhalb der engeren Seitwärtsrange setzen. Langfristig muss man aber vorsichtig sein.

Frage 4 – Gold:
Dann wollen wir noch auf Gold schauen. Leicht im Plus haben wir es gesehen unter der 1.300-Punkte-Marke. Kann es da noch mal darüber gehen?

Der begonnene Aufwärtstrend ist zwar charttechnisch gebrochen, nach den Fibonacci-Marken ist die Aufwärtsbewegung aber noch intakt. Denn bislang wurden lediglich exakt 50% der vorangegangenen Aufwärtsrallye korrigiert.

Gold - kurzfristige Chartanalyse

Das ist noch eine normale Korrektur. Kritisch wird es beim Goldpreis erst bei 1.262 US-Dollar. Dort liegt das 61,80%-Retracement und erst darunter würde die Aufwärtsbewegung als beendet gelten. Wir haben aber auch noch eine horizontale Unterstützung bei 1.250 US-Dollar, wenn es aber darunter geht, dann sieht es düster aus für Gold.

Langfristig erwarte ich nur eine Seitwärtsbewegung im aktuellen Bereich zwischen 1.100 und 1.400 US-Dollar. Zwar wird die massive physische Nachfrage immer wieder steigende Kurse bringen, doch jeden Monat wird die Fed nun eine weitere Reduzierung der Anleihekäufe verkünden, was immer wieder den Goldpreis belasten wird.


Frage 5 – Gold:
Sehen Sie denn auch 3-stellige Notierungen im Goldpreis?

Wenn dann nur ganz kurz. Die 1.000 US-Dollar-Marke wird sehr häufig erwähnt und kann auch durchaus angesteuert werden. Wenn wir unter 1.250 US-Dollar fallen, dann müsste zumindest das Erreichen vom Niveau des Doppeltiefs noch einmal einkalkulieren. Man könnte dann dort ein Dreifachtief markieren, sollte es aber darunter gehen, dann kann es sehr schnell dynamisch werden und dann kann es auch kurzzeitig unter 1.000 US-Dollar gehen. Ich würde diese Kurse dann aber in jedem Fall für Schnäppchenkäufe nutzen.


Frage 6 – Silber:
Wollen wir noch einen ganz kurzen Blick auf Silber werfen. Wir schaut es hier aus?

Auch ganz bearish. Wir haben hier eine Abwärtslinie, die man auf die Hochs legen kann, womit sich ein intakter Abwärtstrend ergibt. Bei Silber sehe ich eine Preisrange von 18,50 bis 25 US-Dollar.

Silber - kurzfristige Chartanalyse

Dazu muss der langfristige Abwärtstrend überschritten werden, dann würde eine Menge Aufwärtspotential freigesetzt Dazu muss Gold aber mitziehen. Bis auf 25 US-Dollar wären es vom aktuellen Niveau dann immerhin 25% Potential.

Sie können sich das Interview auch HIER in voller Länge ansehen.

 



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›› Termine der kommenden Woche

(KW 15: Handelswoche vom 07.04. bis 11.04.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 07.04.2014

12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe Februar
21:00 - US Verbraucherkredite März


Dienstag, 08.04.2014

08:00 - DE Umsatz verarb. Gewerbe Februar


Mittwoch, 09.04.2014

08:00 - DE Außenhandel Februar
16:00 - US Großhandel Februar


Donnerstag, 10.04.2014

13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
14:30 - US Einfuhrpreise März
14:30 - US Ausfuhrpreise März
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)


Freitag, 11.04.2014

08:00 - DE Verbraucherpreise März
14:30 - US Erzeugerpreisindex März
15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan April

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