DAX: Elliott-Wellen und Saisonalität zeigen dunkle Wolken auf +++ Dow Jones, FMC, Credit Suisse und Microsoft im Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Aktienanalysen - DAX, Dow Jones, FMC, Credit Suisse und Microsoft im Check
  2. Einzelanalyse - DAX: Elliott-Wellen und Saisonalität zeigen dunkle Wolken auf

 

›› Aktienanalysen
- DAX, Dow Jones, FMC, Credit Suisse und Microsoft im Check
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefIhr Chefredakteur des Geldanlage-Briefs, Sven Weisenhaus, hat in der vergangenen Woche noch ein (zweites) Interview für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF gegeben. In der Sendung „Börse Live“ ging es am Donnerstag um eine Bewertung der charttechnischen Lage der Indizes DAX und Dow Jones.

Charttechnisch interessante Konstellationen, spannende Entwicklungen und günstige Bewertungen

Daneben wurde über Aktien gesprochen, bei denen es charttechnisch interessante Konstellationen, zum Teil auch fundamental spannende Entwicklungen oder günstige Bewertungen gibt.

Günstig bewertet erscheint uns zum Beispiel Fresenius Medical Care (FMC), bei Microsoft gibt es im Bereich mobile Betriebssysteme eine spannende Entwicklung und bei Credit Suisse haben wir es mit einem engen Kurskorridor zu tun, der bald zu einer dynamischen Entwicklung führen kann.

Wir haben daher die Aussagen aus dem Interview für Sie niedergeschrieben und geben Ihnen diese inklusive der dazu passenden Charts nachfolgend wider.

Frage 1: EZB
Der denkwürdige Donnerstag mit der EZB-Entscheidung von Mario Draghi heute um 13:45 Uhr. Was erwarten Sie denn?

Ich glaube nicht, dass es eine Zinssenkung geben wird. Die EZB wird ihre abwartende Haltung beibehalten.

Frage 2: DAX
Wir schauen jetzt erst mal auf den DAX, wie er vielleicht reagieren könnte. Wobei die Charttechnik wahrscheinlich da nicht wirklich drauf schaut?

Charttechnisch haben wir es im DAX derzeit mit zwei relevanten Entwicklungen im DAX zu tun. Da wären einerseits Seitwärtskonsolidierungen (gelbe Rechtecke im folgenden Chart), die im Rahmen der jüngsten Aufwärtsbewegung stattgefunden haben, hier im Chart mit gelben Rechtecken markiert. Und diese Konsolidierungen sprechen anschließend für weiter steigende Kurse. Demnach hätten wir also weiteres Kurspotential nach oben.

DAX - Target-Trend-Chart

Aber wir sehen auch, dass wir es mit einer größeren bzw. längerfristigen Flaggenformation zu tun haben. Und im Rahmen dieser Formation haben wir es mit fallenden Kursen zu tun.

Insofern haben wir hier eine Patt-Situation aus charttechnischer Sicht, so dass letztendlich die EZB heute den Ausschlag geben könnte.

Frage 3: DAX
Was oder welches Szenario ist denn für Sie wahrscheinlicher? Kann das die Charttechnik in irgendeiner Form voraussagen?

Aufgrund der Patt-Situation gibt es hier überhaupt keinen Hinweis darauf, in welche Richtung es weitergehen könnte. Wir haben natürlich Chartmarken, an denen man sich orientieren kann. Also wenn beispielsweise die 9.633 Punkte heute nachhaltig nach oben hin überwunden werden können, dann ist dies ein klares Anzeichen dafür, dass wir zunächst noch weiter Luft nach oben haben. Sollte es unter 9.575 Punkte gehen, dann spricht das eher dafür, dass wir es mit weiter fallenden Kursen zu tun haben werden.

Frage 4: Dow Jones
Dann wollen wir auf den amerikanischen Markt schauen und auf den Dow Jones. Der hat ja so kurz vor seinem Allzeithoch dann geschlossen. 16.588 das Allzeithoch, wird er das knacken können heute vielleicht?

Auch hier sieht man im Bereich von unter 16.505 Punkten, dass es zunächst zu einer Korrektur gekommen ist, die jetzt nach oben hin aufgelöst wurde. Also der Sprung auf über 16.505 Punkte spricht hier eher für weiter steigende Kurse.

Dow Jones - Chartanalyse

Das heißt, das Allzeithoch wäre jetzt noch zu knacken. Wenn dies gelingt, dann haben wir es hier mit längerfristigen Aufwärtstrendkanälen zu tun und einem Kurspotential bis auf über 17.000 Punkte.

Ich weiß nicht, wie stark sich die amerikanischen Märkte noch an europäischen Ereignissen orientieren - das tun sie ja in der Regel selten - von daher haben wir es hier eher mit einem bullishen Szenario zu tun.

Frage 5: Dow Jones
Ich habe im Chart kein Abwärtspotential gesehen. Also das ist kein Szenario?

Doch, durchaus! Wenn wir es jetzt mit einem Rückfall unter 16.505 Punkten zu tun bekommen, dann hätten wir es mit einem Fehlausbruch zu tun, und das würde Abwärtspotential bis auf 15.900 Punkte bringen - da verläuft derzeit ein etwas kurzfristigerer Aufwärtstrendkanal, hier im Chart gelb eingezeichnet. Und darunter sieht man, dass weiteres Abwärtspotential vorhanden wäre, weil wir es dann mit zwei weiteren, etwas längerfristigen Aufwärtstrends zu tun hätten.

Frage 6: Fresenius Medical Care (FMC)
Wir gucken noch auf eine Aktie, auf Fresenius Medical Care. Wie schaut es denn hier aus?

Da schwächelte zuletzt die Ergebnisentwicklung. Und diese fundamentale Entwicklung kann man auch im Chart ablesen. Wir haben hier einen sehr steilen Aufwärtstrend gehabt seit dem Ende der Finanzkrise 2009, der bis 2012 angehalten hat. Seitdem konsolidiert die Aktie etwas abwärts.

Fresenius Medical Care - Chartanalyse

Aber das könnte man auch als Flaggenformation bezeichnen, und diese wird langfristig nach oben aufgelöst. Das heißt, wir haben es hier mit einer Konsolidierung im Aufwärtstrend zu tun.

Ich hatte diese Aktie hier schon einmal analysiert und damals gesagt, bei 45 Euro würde ich hier zugreifen. Zwischenzeitig wurde das Kursziel fast erreicht. Wenn es noch mal ein Stück abwärts geht im Rahmen der Flagge, dann heißt es für mich „Kaufen!“.

Hier ist auch die fundamentale Bewertung noch vollkommen in Ordnung. Hier liegt noch Potential nach oben vor. Wir haben ein KUV von unter 1 und das KGV bei nur rund 11. Also hier kann man noch wirklich zugreifen.

Frage 7: Fresenius Medical Care (FMC)
Bis wohin geht das Potential nach oben?

Weit über 60. Wenn die Flagge nach oben hin aufgelöst wird, dann setzt sich der Aufwärtstrend, der vor der Flagge stattgefunden hat, fort – da lag das Hoch bei ziemlich genau 60 Euro – und wenn die Aktie wieder Schwung aufnimmt, dann sollte dieses Hoch locker überwunden werden.

Frage 8: Credit Suisse
Dann gucken wir noch auf die Bankenlandschaft. Commerzbank, Deutsche Bank – die waren gesucht hier in Deutschland. Ist die Credit Suisse auch ein Kauf?

Wo Sie die Deutsche Bank erwähnen, die läuft schon seit Ewigkeiten nur seitwärts. So eine Bewegung lässt sich in der Credit Suisse auch ablesen. Wir haben hier ein Seitwärtsgeschiebe, kurz zuvor hatten wir eine kleinere Aufwärtsbewegung, die recht dynamisch ablief. Hier könnte man also auch von einer Konsolidierung sprechen innerhalb des Aufwärtstrends bzw. innerhalb eines gerade begonnenen Aufwärtstrends, weil wir es hier mit einer Trendwende zu tun haben könnten, die im Sommer 2012 gestartet ist.

Credit Suisse - Chartanalyse

Wenn die Marke von 25 Euro, vielleicht ein Stückchen höher, gebrochen werden kann, dann besteht weiteres Potential nach oben. Allerdings haben wir hier auch eine klare Marke die gehalten werden muss bei 21,8 Euro. Wenn die gebrochen wird, dann könnte es noch mal dynamisch nach unten gehen, weil dann der Aufwärtstrend beendet worden wäre.

Wir haben es hier mit einem leicht steigenden Dreieck zu tun, was man auch als bearishe Formation werten könnte.

Frage 9:
Also ein enger Korridor, hier ist also Vorsicht geboten?!

Ja, hier sind klar sehr enge Chartmarken, die man im Auge behalten kann. Und wenn die gebrochen werden, egal ob nach oben oder nach unten, dann könnte eine neue dynamische Bewegung auf jeden Fall anstehen.

Frage 10: Microsoft
Dann wollen wir noch auf Microsoft schauen. Der Vorstandsvorsitzende baut ja kräftig um und das Unternehmen aus. Zeigt das denn auch Wirkung im Chart?

Ich will Microsoft mal als Sparkasse bezeichnen, denn hier ist lange Zeit nicht viel passiert. Microsoft hat einige Trends verschlafen und entsprechend hat sich auch die Aktie über Jahre in einem breiten Korridor nur seitwärts bewegt. Jetzt erkennt man einen Ausbruch auf über 25 Euro, der bereits auf 30 Euro geführt hat.

Microsoft - Chartanalyse

Daran kann man erkennen, die Anleger haben wieder Hoffnung, dass sich Microsoft so langsam bewegt. Im Tablet-Markt soll das Betriebssystem kostenlos, ähnlich wie Android, angeboten werden. Hier will Microsoft unbedingt Marktanteile hinzugewinnen – und das ist auch dringend nötig bei Marktanteilen von aktuell glaube ich nur 3% im mobilen Betriebssystemmarkt.

Allerdings keilt sich die Aufwärtsbewegung ein. Also rein aus charttechnischer Sicht sieht die Aufwärtsbewegung nicht richtig schön aus. Hier könnte es noch mal einen stärkeren Rücksetzer geben, der so bis auf 26 Euro zurückführen kann.

Aber grundsätzlich scheint die Bewegung derzeit aufwärtsgerichtet zu sein, so dass man bei 26/27 Euro durchaus wieder zuschlagen kann.

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Sie können sich das Interview auch HIER in voller Länge ansehen. Wir hoffen, dass Sie die daraus gewonnenen Informationen erfolgreich und gewinnbringend umsetzen können.

Sollten Sie dabei Hilfe benötigen, dann steht Ihnen unser Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ dazu bereit. Hier haben wir unseren Lesern bereits mitgeteilt, wie man die Situation im DAX und in den US-Indizes derzeit ausnutzen kann. Und die Aktie von Fresenius Medical Care könnte ein Kandidat für unser Musterdepot sein – allerdings nicht zu jedem Preis.

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›› Einzelanalyse
– DAX: Elliott-Wellen und Saisonalität zeigen dunkle Wolken auf
von Sven Weisenhaus

Im DAX sind wir derzeit nicht investiert im Musterdepot des „Geldanlage Premium Depot“. Wir haben erst auf tieferen Niveaus Kauf-Orders im Markt, da wir noch weiter fallende Kurse erwarten. Und dies hat durchaus gute Gründe, wie wir unseren Abonnenten bereits in der Hauptausgabe des „Geldanlage Premium Depot“ am Freitag berichteten. Zu diesem Zeitpunkt hatte es den 300-Punkte-Rutsch im DAX noch gar nicht gegeben, weshalb wir unsere Leser genau rechtzeitig auf die Gefahr neuer Kursverluste hinwiesen.

Charttechnik lieferte klares Anzeichen für neue Abwärtswelle

Die Charttechnik lieferte uns ein erstes klares Anzeichen für eine mögliche neue Abwärtswelle. Zwar hatte der deutsche Leitindex die Gefahr einer Flaggenformation (rot im folgenden Chart) überwinden können, doch bestand mit dem erreichten Kursniveau von rund 9.700 Punkten die neue Möglichkeit einer Seitwärtsphase (blau).

DAX - Seitwärtsphase

Entsprechend sollten auch in diesem Fall sinkende Kurse folgen, die es inzwischen tatsächlich bereits gegeben hat.

Elliott-Wellen sagen weiteren Kursrutsch voraus

Zwar hat sich der DAX nach seinem Kursrutsch auf 9.400 Punkte bereits wieder leicht erholt, mit Notierungen von aktuell rund 9.500 Zählern, doch besteht die Gefahr einer weiteren Abwärtswelle, die den Index locker noch auf 9.200 durchreichen kann. Grund für diese Annahme ist die Elliott-Wellen-Theorie.

Die jüngste Aufwärtsbewegung, die den DAX von Mitte März bei unter 9.000 Punkten auf 9.700 am vergangenen Freitag geführt hat, kann man 5-gliedrig zählen (grüne Zahlen im folgenden Chart). In der Elliott-Wellen-Theorie ist dies ein Anzeichen für eine abgeschlossene Aufwärtsbewegung.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Anschließend folgt gemäß dem Grundmuster der Elliott-Wellen immer eine ABC-Korrektur – also eine Gegenbewegung, die in drei Wellen abläuft (rote Buchstaben im Chart).
Da wir bislang nur eine Abwärtswelle (A) und eine Gegenbewegung (Welle B) gesehen haben, könnte es im Rahmen der möglicherweise noch ausstehenden Welle C noch zu weiteren Kursverlusten kommen (roter Pfeil).

Was könnte die Kursverluste verhindern?

Und die Frage ist letztlich, was nach der EZB-Sitzung und den US-Arbeitsmarktdaten die Kurse wieder nach oben treiben könnte?! Sicher, die Bilanzsaison hat in den USA bereits wieder begonnen, doch anhand erster weniger Daten wird man noch keinen Trend ablesen können, ob die Unternehmen in der Lage sind, die in sie gesteckten Erwartungen zu erfüllen. Hier muss man also erst noch ein paar Tage abwarten.

Saisonalität – Zwischenwahljahre sind schlechte Börsenjahre für den DAX

Diese Frage nach dem neuen Kurstreiber erhält auch noch mehr Brisanz, wenn man sich den durchschnittlichen DAX-Verlauf in Zwischenwahljahren (wir haben derzeit ein solches Jahr) seit 1958 anschaut.

DAX - Saisonalität der US-Zwischenwahljahre

Dieser Verlauf passt zu der positiven Entwicklung, die wir im März dieses Jahres gesehen haben. Der April gehört zwar durchschnittlich betrachtet in Zwischenwahljahren auch eher noch zu den guten Monaten, aber gewöhnlich findet dort lediglich eine Toppbildung statt. Dies passt zu der Seitwärtsbewegung, die sich im DAX inzwischen etabliert hat.

Das fundamental nicht mehr billige Kursniveau könnte zu starken Kursverlusten führen

Sollte die Berichtssaison also eher negativer ausfallen als erwartet, sich die Krim-Krise verschärfen oder gar ein völlig neues Störfeuer aufkommen, dann könnte das Kursniveau, welches insbesondere in den US-Indizes bereits zu fundamental recht hohen Bewertungen geführt hat, zu einer Kursentwicklung tendieren, wie wir sie in dem Durchschnitts-Chart der Zwischenwahljahre sehen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

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