Darum könnte der DAX schon Mitte Juni bei 10.200 stehen +++ DAX, Dow Jones, K+S, Gerresheimer und LVMH im Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Möge die Korrektur noch möglichst lange anhalten!
  2. Stimmung der Anleger im Keller – DAX könnte schon Mitte Juni bei 10.200 stehen
  3. Aktienanalysen – DAX, Dow Jones, K+S, Gerresheimer und LVMH im Check
  4. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- Möge die Korrektur noch möglichst lange anhalten!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefvor einer Woche lautete der Titel der Hauptausgabe unseres Börsendienstes „Geldanlage Premium Depot“: „Neue Korrektur voraus? - Depot ist darauf vorbereitet“. Heute können wir tief durchatmen und sagen: „Ja, die Korrektur hat tatsächlich stattgefunden und sie fiel sogar sehr heftig aus, aber unser Musterdepot hat dies völlig unbeschadet überstanden.“

Heftige Kursverluste von rund 5% in DAX und Nasdaq

Der DAX rauschte von 9.721 Punkten im Hoch am vorangegangenen Freitag bis im Tief an diesem Freitag bei 9260 Zählern um rund 460 Punkte bzw. 4,74% in den Keller. Auch die US-Indizes mussten (endlich) deutlichere Kursabschläge verkraften. Am härtesten traf es dabei den Nasdaq100, der vom Freitag vor einer Woche bis zum Freitag dieser Woche um rund 5% leichter wurde.

Musterdepot übersteht Korrektur relativ unbeschadet

Da wir in unserem Geldanlage-Premium-Depot mit wenigen Aktien nur ganz begrenzt auf steigende Kurse gesetzt haben, mit einem Short auf den S&P500 und einem Volatilitäts-Trade aber von fallenden Kursen profitieren, hat unser Musterdepot den Kursrutsch nahezu unbeschadet überstanden.

Bei weiter sinkenden Kursen werden wir mehr und mehr von „short“ auf „long“ wechseln. Möge die Korrektur daher noch möglichst lange anhalten, damit wir viele günstige Kaufkurse bekommen und uns die anschließend wieder steigenden Kurse satte Gewinne bescheren!

DAX folgt exakt unseren Erwartungen

Vielleicht haben Sie auch die Elliott-Wellen-Analyse zum DAX hier im „Geldanlage-Brief“ am Mittwoch gelesen?! Wir wiesen nach den ersten starken Verlusten von Montag und Dienstag auf die Gefahr einer weiteren Abwärtswelle hin, die den Index locker noch auf 9.200 durchreichen konnte.

DAX - Elliott-Wellen-AnalyseGrund für diese Annahme war die Elliott-Wellen-Theorie, wonach man die jüngste Aufwärtsbewegung, die den DAX von Mitte März bei unter 9.000 Punkten auf 9.700 am vergangenen Freitag geführt hat, 5-gliedrig zählen konnte (grüne Zahlen im Chart).

In der Elliott-Wellen-Theorie ist dies ein Anzeichen für eine abgeschlossene Aufwärtsbewegung, auf die stets eine Korrektur folgt, die häufig in drei Wellen abläuft (rote Buchstaben im Chart).

Da wir bis zum Zeitpunkt der Analyse am Mittwoch nur eine Abwärtswelle (A) und eine Gegenbewegung (Welle B) gesehen hatten, sollten im Rahmen der noch ausstehenden Welle C weitere Kursverluste folgen (roter Pfeil). Diese hat es nun genau wie prognostiziert gegeben. Bis zum Erreichen unseres Kursziels von 9.200 Punkten fehlten nur noch knapp 50 Zähler.

Auf der Suche nach den Gründen für Kursbewegungen

Begründet wurden die heftigen Kursausschläge der letzten Tage mit der angeblichen Interpretation der Aussagen der US-Notenbank Fed durch die Märkte. Zunächst soll der Markt die Aussagen von Janet Yellen dahingehend interpretiert haben, dass die Zinsen etwas früher als erwartet angehoben werden. Dann veröffentlichte die US-Notenbank ihr Sitzungsprotokoll, aus dem die Anleger herausgelesen haben sollen, dass gar nicht über Zinsanhebungen diskutiert wurde.

Doch was immer Sie dazu in den Medien gelesen haben, es ist absoluter Nonsens. Die Medien suchen immer nach Gründen, womit sie Kursbewegungen erklären können.

Die Fed hat ihre Strategie in keinem Punkt verändert

Fakt ist, dass die Fed datenbezogen handelt. Das heißt, nur wenn es die wirtschaftliche Entwicklung in den USA zulässt, werden die Anleihekäufe weiter reduziert und im Anschluss daran die Zinsen angehoben. Und dabei wird es bleiben, egal was die Medien meinen für zusätzliche Informationen aus irgendwelchen Aussagen, Marktreaktionen oder Papieren herauslesen zu können.

(Nicht umsonst beobachten und analysieren wir hier im „Geldanlage-Brief“ kontinuierlich die Wirtschaftsdaten, denn nur dadurch lässt sich auf das Verhalten der Notenbanken Fed und EZB schließen, was uns mehrfach sehr gut gelungen ist.)

Es handelte sich um rein charttechnisch bedingte Kursbewegungen

Und Fakt ist auch, dass wir im DAX Mitten in einer Seitwärtskonsolidierung stecken, in der die Kurse nun mal steigen und dann auch wieder fallen. Und in den USA haben wir es ausschließlich mit einer technischen Reaktion auf die vorangegangenen Kursgewinne zu tun. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

In diesem Zusammenhang erwähne ich auch gerne noch einmal die charttechnischen Warnsignale, die wir aus dem langfristigen Chart des Dow Jones und dem mittelfristigen Chart des S&P500 abgelesen haben und über die wir vor genau einer Woche hier berichteten („Marktanalyse - Diese Woche hat die Weichen für Kursverluste gestellt“).

Zeitgleich hatten wir über unsere Positionierung im Geldanlage-Premium-Depot berichtet. Zahlreiche Leser meldeten sich daraufhin zu einem kostenlosen 3-wöchigen Probe-Abo an und wurden so, bei Befolgung unserer Trades, vor den aktuellen Kursverlusten bewahrt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


P.S.: Für unsere Leser des „Geldanlage Premium Depot“ konnten wir alleine im März 7 Trades durchführen, von denen 7 im Gewinn endeten. Dadurch haben wir einen zusätzlichen Ertrag in Höhe von 694,20 Euro erzielt (bei jeweils 1.000 Euro Kapitaleinsatz pro Trade).
Bezogen auf den Einsatz von 7.000 Euro bedeutet dies eine Rendite von 10% nach nur einem Monat.
Und auch der April hat mit einem ersten Trade, der uns eine Rendite von 12,04% innerhalb von nur 15 Tagen brachte, bereits gut begonnen.
Sie sollen auch von solchen Investments profitieren? Dann melden Sie sich hier zu einem kostenlosen Probe-Abonnement an!

 



›› Stimmung der Anleger im Keller
– DAX könnte schon Mitte Juni bei 10.200 stehen
von Sven Weisenhaus

Ohne Zweifel hat es in der abgelaufenen Handelswoche mächtig gerappelt in der Kiste. Der DAX eröffnete gleich am Montag mit einer großen Abwärtslücke und so lag selbst der Höchstkurs dieser Woche mit 9.608,12 Punkten schon knapp 90 Zähler unter dem Schlusstand der Vorwoche (9.695,77).

DAX - Wochenverlauf

Verheerende Wochenbilanz des DAX

Die Gesamtbilanz fällt noch verheerender aus: Das Tief der Woche lag rund 4,5% unter dem Vorwochenschlusskurs und insgesamt verlor der DAX mit minus 3,92% auch nicht viel weniger.

Damit folgte der DAX einer Sentiment-Analyse, die ich am vergangenen Montag für das „Trader-Sentiment“ erstellt habe. Demnach passten die roten Vorzeichen aus dem Späthandel vom vorangegangenen Freitag zum bullishen Sentiment. Entsprechend hatte man mit fallenden Kursen zu rechnen.

DAX folgt der Sentiment-Analyse, Sentiment folgt dem DAX

Und so wie der DAX dieser Analyse gefolgt ist, folgten nun die Teilnehmer der Stimmungsumfrage „Trader-Sentiment“, an der jeder kostenlos teilnehmen kann, wieder in ihrer prozyklischen Art dem DAX. Die Stimmung ist von einer Bullenquote von 53,33% vor einer Woche auf nun nur noch 42,12% eingebrochen.

Stimmung der Anleger

Stimmung auf 27-Wochen-Tief

Mit 57,88% Bären erreicht das Umfrageergebnis aktuell sogar ein 27-Wochen-Tief. Anders ausgedrückt war die Stimmung seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr so schlecht wie an diesem Wochenende. Zuletzt war die Stimmung am 7. Oktober 2013 mit 42,11% Bären noch pessimistischer.

Auf Stimmungstief folgte ein 8-Wochen-Kursanstieg

Interessant zu wissen ist vielleicht, dass damals in den darauffolgenden 8 Wochen der DAX in jeder Handelszeit auf Wochensicht einen Gewinn verbuchen konnte (siehe linker grüner Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Anstieg nach Stimmungstief

Würde dem DAX dieses Kunststück noch einmal gelingen, dann könnte er vom aktuellen Niveau aus gesehen bis Mitte Juni auf 10.200 Punkte ansteigen.

Hält sich der DAX weiterhin an den Vorjahresverlauf?

In diesem Zusammenhang verweise ich auf den Kursverlauf zum Jahreswechsel 2012/2013 (siehe folgender Chart), denn dieser ähnelt extrem dem aktuellen Kursverhalten des DAX zum Jahreswechsel 2013/2014.

DAX - Kursverlauf zum Jahreswechsel 2012/2013

Was nun noch fehlt, damit die Kursverläufe fast identisch wären, ist lediglich der Anstieg auf 10.200 Punkte, dann wäre der Vergleich perfekt.

Kursverläufe wiederholen sich immer wieder

Ist es nicht verblüffend, wie sich die Kursverläufe immer wieder wiederholen?! Dieses Phänomen ist übrigens die Grundlage für die Elliott-Wellen-Theorie, mit der wir hier im „Geldanlage-Brief“ schon die ein oder andere sehr präzise Prognose veröffentlichen konnten (siehe DAX-Prognose oben in der „Marktanalyse“).

DAX bis Juni auf 10.200 Punkte?

Und angesichts des aktuell erreichten Stimmungstiefs ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass die Anleger tatsächlich die 10.000 Punkte-Marke im DAX früher sehen als viele (aktuell 57,65%) derzeit erwarten.

Zumal wir es im DAX, wo wir gerade schon bei der Elliott-Wellen-Theorie sind, mit einer ABCDE-Formation zu tun haben könnten (siehe folgender Chart). Bei dieser Formation handelt es sich um eine Konsolidierung im Trend, bei der nach Abschluss des Kursmusters die Trendrichtung fortgesetzt wird.

DAX - Elliott-Wellen

Auf den DAX bezogen bedeutet dies, dass nach Abschluss der aktuell laufenden Welle E wieder steigende Kurse folgen. Ein Erreichen von 10.200 Punkten ist also auf absehbare Zeit durchaus möglich. Ob dies Mitte Juni bereits der Fall sein wird, ist allerdings fraglich. Zumal die Welle E noch durchaus das Tief der Welle C unterschreiten könnte. In diesem Fall hätten wir es mit dem aus der Elliott-Wellen-Theorie bekannten „expanding triangle“ (auseinanderlaufendes oder umgekehrtes Dreieck) zu tun.

expanding triangle in der Elliott-Wellen-Theorie
Abbildung: „expanding triangle“ aus der Elliott-Wellen-Theorie

 



›› Das "Geldanlage Premium Depot"
- Die richtige Strategie für Ihr Vermögen

Seit dem 15. November 2013 haben unsere Abonnenten des "Geldanlage Premium Depot"die Möglichkeit, unsere Trades 1:1 nachzubilden. Dadurch konnten die Leser bereits 16 Trades durchführen, von denen 15 Trades im Gewinn und nur ein einziger im Verlust endete. Letztlich haben die Abonnenten dadurch

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›› Aktienanalysen
– DAX, Dow Jones, K+S, Gerresheimer und LVMH im Check
von Geldanlage-Brief-Team

Ihr Chefredakteur des Geldanlage-Briefs, Sven Weisenhaus, hat in dieser Woche wieder ein Interview für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF gegeben. In der Sendung „Börse Live“ ging es am Donnerstag um eine Bewertung der charttechnischen Lage der Indizes DAX und Dow Jones sowie der Aktien von K+S, Gerresheimer und LVMH.
Wir haben die Aussagen in diesem Interview für Sie niedergeschrieben und geben Ihnen diese nachfolgend inklusive der dazugehörigen Charts wider.

Frage 1: DAX
Lassen Sie uns einen Blick auf den DAX werfen. Der Wochenstart ist nicht so glücklich gelaufen, allerdings lief es gestern etwas besser. Was sagt die Charttechnik?

Wir befinden uns im DAX im Moment in einer Seitwärtskonsolidierung, die sich sehr schön ausgebildet hat. Ich habe allerdings dazu einen Chart mitgebracht, in dem die Elliott-Wellen zu sehen sind. Demnach kann man die vorangegangene Aufwärtsbewegung 5-gliedrig zählen, was in der Elliott-Wellen-Theorie immer für einen abgeschlossenen Aufwärtstrend spricht, auf den normalerweise eine ABC-Korrektur - also eine 3-gliedrige Abwärtsbewegung - folgt.

DAX - Elliott-Wellen

Wir haben hier bislang die Wellen A und B zählen können, insofern müsste noch eine Abwärtswelle C folgen.

Frage 2: DAX
Und diese Welle C dürfte ca. bis 9.200 Punkte gehen, wenn ich das im Chart richtig gesehen habe?

So ist es. Das wäre ein plausibles Kursziel, wobei die Kurse auch durchaus noch bis auf die vorangegangenen Tiefs gehen könnten. Das heißt, dir runde Marke von 9.000 oder sogar noch etwas tiefer wäre auch denkbar.

Frage 3: Dow Jones
Schauen wir auch mal auf den Dow Jones. Auch da lief es gestern wieder etwas freundlicher im Anschluss an die Worte von Janet Yellen vom Sitzungsprotokoll. Was sagt denn hier die Charttechnik?

Mir gefällt der Dow Jones insgesamt deutlich besser als der DAX aktuell. Wir haben es in beiden Indizes nur mit Konsolidierungen zu tun bislang, also keineswegs mit Trendwenden oder ähnlichem, aber der Dow Jones sieht insgesamt freundlicher aus. Wir sind zuletzt am Allzeithoch aus dem Jahr 2013 bei 16.588 Punkten gescheitert, aber wir haben noch keine tieferen Tiefs markiert.

Dow Jones - Chartanalyse

Im DAX sieht die Situation etwas anders aus, weil wir dort eben schon unter 9.000 Punkte gefallen waren und damit ein neues Zwischentief markiert haben. Beim Dow Jones war dies bislang nicht der Fall, weshalb man hier von einem stärkeren Aufwärtsdrang sprechen kann.

Wir befinden uns zudem noch in einem intakten Aufwärtstrend. Sollte daher das Allzeithoch bei 16.588 Punkten möglichst dynamisch und dann nachhaltig gebrochen werden, hätten wir enormes Aufwärtspotential bis auf 17.000 Punkte.

Frage 4: K+S
Kommen wir zum nächsten Thema, der Aktie von K+S. Man könnte eigentlich meinen, wenn man zurückblickt auf den Winter, der ja nun hoffentlich auch vorbei ist, dass K+S zumindest mit Salz hier kein gutes Geschäft machen konnte. Aber dennoch, die Zahlen sprechen sich positiv aus, denn in den USA gab es einen starken Winter. Was sagt hier die Charttechnik?

Die K+S-Aktie hatten wir auch in unserem Depot, haben allerdings Teilgewinne bei 26 Euro mitgenommen und sind dann letztendlich, als die Zahlen veröffentlicht wurden, bei 22 Euro - immerhin noch mit einem Gewinn von 10% - rausgeflogen.

K+S - Chartanalyse

Das sind auch alles Kursniveaus, zu denen ich die Aktie aktuell nicht mehr anfassen würde. Wir haben gesagt dass die Aktie bei 23 Euro rund 10% zu teuer ist. Die Zahlen waren einfach verheerend, man hat zudem die Aktionäre verschreckt, indem die Dividende massiv gekürzt wurde von 1,40 Euro auf nur noch 25 Cent.

Auch die Charttechnik sieht hier nicht sonderlich freundlich aus, weil wir einfach nicht vernünftig nach oben kommen, seit den massiven Kursrücksetzern, die wir im Herbst 2013 gesehen haben. Die Erholungstendenzen fallen einfach zu schwach aus.

Wir haben natürlich eine solide Unterstützung bei 22 Euro, ich würde trotzdem erst bei 20 Euro oder sogar knapp darunter zugreifen. Dort liegt eine leicht aufwärtstendierende Trendlinie. Doch insgesamt gefällt mir der Chart nicht, denn es sieht stark nach einer Seitwärtstendenz aus bis wieder neue bessere Zahlen veröffentlicht werden, aber das kann noch dauern.

Frage 5: Gerresheimer
Worauf sollten die Anleger bei Gerresheimer achten?

Ganz kurzfristig agierende Anleger können auf dem aktuellen Niveau sogar direkt zuschlagen. Wir haben eine solide Unterstützung bei 44,47 Euro. Hier hat ein Aufwärtstrend seit 2009 stattgefunden, der lupenrein ausschaut.

Gerresheimer - Chartanalyse

Das einzige, was drohen könnte, sollte es noch zu einer Gesamtmarktkorrektur kommen, die aus meiner Sicht ja sehr wahrscheinlich ist, dann besteht die Möglichkeit, dass diese Aktie aus dem Aufwärtstrend herausfällt.

Aber ich habe hier einen Chart mitgebracht, in den die Fibonacci-Retracements eingezeichnet sind. Wir haben hier nach der klassischen Charttechnik eine Unterstützung bei 40 Euro und knapp darunter liegt bereits das 38,20%-Retracement bei 38,50 Euro. Also in diesem Bereich könnte man schon wieder zuschlagen, wenn der Aufwärtstrend brechen sollte.

Ansonsten hat die Aktie aktuell durchaus ein Potential auf zurück bis auf 55 Euro.

Frage 6: LVMH
Herr Weisenhaus, lassen Sie uns über etwas Luxus sprechen – über die Aktie von LVMH. An uns Frauen kann es ja nicht liegen, Louis Vuittons mögen wir ja alle, aber die Chinesen mögen den Cognac, den luxuriösen Schnaps nicht, also gab es hier nicht so gute Nachrichten. Was sagt denn die Charttechnik?

Ja, der Chart sieht auch nach nicht so guten Nachrichten aus. Wir haben hier einen sehr massiven Widerstand, den man auf die Hochs legen kann. Dieser verläuft aktuell bei 154 Euro. Und wir sehen, dass nach einer Aufwärtsbewegung, die 2009 gestartet ist und sehr dynamisch und ordentlich verlief, jetzt der Kurs eher seitwärts bis leicht aufwärts tendiert, aber mit vielen Überschneidungen.

LVMH - Chartanalyse

Und bei Überschneidungen wären wir wieder beim Thema Elliott-Wellen. Sie sind bei Elliott-Wellen-Analysten nicht so gerne gesehen, weil sie dafür sprechen, dass es sich um ein Abschlussmuster mit einer anschließend dynamischen Abwärtswelle handeln könnte.

Man sieht hier auch im Chart, dass man sehr viele unterschiedliche Aufwärtstrendlinien einzeichnen kann, die sich immer mehr abflachen. Also auch hier erkennt man rein charttechnisch, dass die Aufwärtsbewegung ermüdet.

Ich sage mal ganz konkrete Marken: Wenn die 120er-Marke nach unten gebrochen wird, dann müsste man wahrscheinlich mit einer dynamischen Abwärtsbewegung bis auf 100 Euro rechnen. Das wäre schon eine ganz ordentliche Korrektur. Ansonsten, wenn noch mal die 140er Marke nach oben hin gebrochen werden kann, da liegt das vorangegangene Hoch, dann könnte man durchaus davon ausgehen, dass ein neues höheres Hoch markiert wird und dann wäre die rote Trendlinie wieder das Kursziel.

Sie können sich das Interview auch HIER in voller Länge ansehen.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 16: Handelswoche vom 14.04. bis 18.04.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 14.04.2014
  • 11:00 - EU Industrieproduktion Februar
  • 14:30 - US Einzelhandelsumsatz März
  • 16:00 - US Lagerbestände Februar
Dienstag, 15.04.2014
  • 11:00 - EU Außenhandel Februar
  • 11:00 - DE ZEW Konjunkturerwartung April
  • 14:30 - US Verbraucherpreise März
  • 14:30 - US NY Empire State Index April
  • 15:00 - US Internationale Kapitalströme Februar
  • 16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex April
Mittwoch, 16.04.2014
  • 11:00 - EU Inflation März
  • 14:30 - US Wohnbaugenehmigungen März
  • 14:30 - US Wohnbaubeginne März
  • 15:15 - US Kapazitätsauslastung März
  • 15:15 - US Industrieproduktion März
  • 20:00 - US Beige Book
Donnerstag, 17.04.2014
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US Philadelphia Fed Index April
Freitag, 18.04.2014
  • Karfreitag – diverse Börsen geschlossen, keine wichtigen Termine

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