Achtung: Morgen EZB und US-Arbeitsmarktdaten! +++ Alphaform AG - Zielmarke: 100 Mio Euro

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Der Kampf der EZB gegen Deflation wird noch Monate anhalten
  2. Aktienanalyse - Alphaform AG - Zielmarke: 100 Mio Euro!
  3. Immobilen als Geldanlage - Modernisieren lohnt sich, wenn diese Fehler vermieden werden

 

›› Marktanalyse
- Der Kampf der EZB gegen Deflation wird noch Monate anhalten
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefZinssenkung auf ein neues Rekordtief, erstmals Strafzinsen für Banken und milliardenschwere Geldspritzen, um die Kreditvergabe in den Krisenländern anzukurbeln. Aus diesen Komponenten bestand das Feuerwerk der Geldpolitik, welches die Europäische Zentralbank (EZB) auf der letzten Notenbanksitzung Anfang Juni zündete. Knapp vier Wochen später entscheidet am morgigen Donnerstag der EZB-Rat abermals über den geldpolitischen Kurs.

Wirkung der EZB-Maßnahmen wird abgewartet

Derart spektakuläre Beschlüsse wie beim letzten Mal sind nun nicht zu erwarten. Zumal wichtige Teile des Pakets wie die beiden insgesamt 400 Milliarden Euro schweren Geldspritzen gegen die Kreditklemme in Südeuropa zwar bereits beschlossen sind, aber erst in den nächsten Monaten in die Märkte injiziert werden.

Daher wird die EZB erst einmal abwarten und die Daten der kommenden Wochen beobachten, um die tatsächliche Wirkung der bisherigen Maßnahmen genau einschätzen zu können. Denn über Erfahrungswerte aus der Vergangenheit verfügt die Notenbank aufgrund der Einmaligkeit einzelner Beschlüsse (negativer Einlagezins) nicht.

Inflation bleibt in Mai und Juni auf sehr niedrigem Niveau

Auf die Inflation, das eigentliche Ziel der EZB, haben die Aktionen bislang zumindest noch nicht durchgegriffen. In der Eurozone lag die Jahresrate der Konsumentenpreise im Mai nur bei 0,5 Prozent (April: 0,7 Prozent). Das ist neben dem März-Wert der niedrigste Stand seit Herbst 2009. Die monatliche Inflationsrate betrug sogar nur -0,1 Prozent.

Entwicklung der Inflation im Euroraum und der EUDAX - kurzfristige Elliott-Wellen-Analyse
(Quelle: Eurostat)

Die Daten der Statistikbehörde Eurostat zeigen zudem, dass die Kernrate (ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel) mit 0,8 Prozent zwar den zweitniedrigsten Wert seit dem Bestehen der EZB im Jahr 1999 aufweist (nach Februar 2010: 0,7 Prozent), die Kernrate damit aber oberhalb der Gesamt-Inflation liegt. Dies war im Oktober 2013 das erste Mal seit dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise wieder der Fall und hat sich zuletzt verstärkt.

Kerninflation höher als Inflation
(Quelle: Statista)

Die erste Schnellschätzung von Eurostat für die Inflation im Juni geht von einem unveränderten Wert aus. Auch hier soll die jährliche Preisrate im Euroraum also bei nur 0,5 Prozent liegen.

Rückgang der Erzeugerpreise der Industrie

Hinzu kommt, dass auch die Erzeugerpreise der Industrie im Mai sowohl im Euroraum als auch in der EU28 im Vergleich zum Vormonat April um 0,1 Prozent gefallen sind. Bereits im April waren die Preise in beiden Gebieten um 0,1 Prozent zum Vormonat gesunken.

Verheerender ist aber sogar noch der Blick auf die Jahresrate. Hier gingen die Erzeugerpreise der Industrie im Mai 2014 gegenüber Mai 2013 im Euroraum um ganze 1,0 Prozent und in der EU um 0,9 Prozent zurück.

Erzeugerpreise im Euroraum und der EU

Das Problem dabei ist, dass sich die Preisentwicklung auf Ebene der Erzeuger meist zeitversetzt auf die Verbraucherpreise auswirken. Entsprechend muss man mit einem anhaltenden Druck auf die Inflation rechnen, was der EZB gar nicht gefallen dürfte.

Vor diesem Hintergrund sollte jedem klar sein, warum es die EZB nicht bei einer einfachen Zinssenkung belassen hat, sondern weitere Maßnahmen beschloss, die erst in den kommenden Monaten ihre Wirkung entfalten. – Der Kampf gegen die Deflation wird sich noch über Monate hinziehen.

Das Problem der Inflation wird durch den Geld- und Kreditmarkt verschärft

Und das Problem der Inflation wird durch die mangelnde Kreditvergabe sowie das geringe Wachstum der Geldmenge noch verschärft. Denn wenn die Banken keine Kredite vergeben und das Geld der EZB damit nicht im Wirtschaftskreislauf ankommt, kann keine Inflation entstehen. Dass dies derzeit so ist, belegen folgende Zahlen:

Das Wachstum der Buchkredite an den privaten Sektor in der Eurozone enttäuschte im Mai erneut mit einer Schrumpfung um 2,0 Prozent (April: -1,8 Prozent). Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt März bis Mai 2014 lag der Rückgang der Buchkredite ebenfalls bei 2,0 Prozent. Immerhin ist hier eine minimale Verbesserung zu sehen, denn im Zeitraum Januar bis März 2014 bzw. November 2013 bis Januar 2014 lagen die entsprechenden Dreimonatsdurchschnitte bei der Kreditvergabe an den privaten Sektor noch bei -2,2 bzw. -2,3 Prozent.

Die Jahreswachstumsrate der weit gefassten Geldmenge M3 konnte im Mai nur leicht auf 1,0 Prozent zulegen, nach 0,7 Prozent im April. Der Dreimonatsdurchschnitt der Jahresänderungsraten von M3 im Zeitraum von März bis Mai 2014 lag bei 0,9 Prozent, verglichen mit 1,0 Prozent in der Zeit von Februar bis April 2014.

In dem Juni-Monatsbericht der EZB hieß es folgerichtig: „In den letzten Monaten war zwar eine Stabilisierung des Kontraktionstempos zu verzeichnen, bislang gibt es aber noch keine eindeutigen Anzeichen einer Trendwende.“.

Den Worten Draghis gilt erhöhte Aufmerksamkeit

Zwar werden morgen, wie oben beschrieben, keine neuen Maßnahmen der EZB erwartet, doch sollte man den Worten Draghis vor dem Hintergrund der hier genannten Daten, die aktuell im Fokus der EZB-Maßnahmen stehen, erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Ein Hinweis auf mehr Liquidität könnte noch einmal etwas beflügeln. Doch ich wiederhole unsere Aussage vom 25. Juni: „Die Kurse können sich nicht ewig von der Realwirtschaft abkoppeln.“

US-Arbeitsmarktbericht steht etwas im Schatten der EZB

Aufgrund des Feiertags in den USA am kommenden Freitag wird der monatliche US-Arbeitsmarktbericht in dieser Woche nicht wie sonst üblich am Freitag sondern bereits morgen veröffentlicht. Doch dieser dürfte ein wenig im Schatten der EZB-Sitzung stehen. Dennoch sollte man auch diese Daten, die morgen um 14:30 Uhr veröffentlicht werden, genau verfolgen.

Angst vor frühzeitiger Zinsanhebung der Fed kann den Aktienmarkt belasten

Einige Anleger haben jüngste Kommentare der Federal Reserve dahin gedeutet, dass die Wirtschaft anspringt. Der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, rechnet daher bereits Ende des ersten Quartals 2015 mit der ersten US-Zinsanhebung seit 2006. Sollten die Arbeitsmarktdaten stark ausfallen, könnten sich die Befürchtungen der Anleger vor einer früheren Zinsanhebung der Fed verstärken und dies den Aktienmarkt belasten.

Der Beschäftigungsbericht des Personaldienstleisters ADP, der eine Schätzung über die im Juni neugeschaffenen Stellen in der Privatwirtschaft der USA abgibt und damit ein solider Vorlaufindikator für die morgigen offiziellen Arbeitsmarktdaten darstellt, lieferte heute schon mal ein Signal in diese Richtung. Denn demnach ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA im Juni um stolze 281.000 gestiegen, nach „nur“ 179.000 im Vormonat.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Gastbeitrag
- Alphaform AG - Zielmarke: 100 Mio Euro!
von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LRDie Alphaform AG (WKN 548795) ist ein Entwicklungsdienstleister, der High-Tech-Prototypen und Nischenprodukte in kleiner Stückzahl für internationale Unternehmen aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie herstellt.

Lange bevor neue Produkte in Serie hergestellt werden können, werden Testteile, so genannte Prototypen, benötigt. Die gängige Herstellung von Prototypen ist bis heute handwerklich geprägt, kostenintensiv und mit technischen Einschränkungen verbunden.

Alphaform revolutioniert Herstellung von Prototypen

Die Alphaform AG revolutioniert durch ihre Kombination aus Beratung, Projektmanagement und Hochtechnologien die Herstellung von Prototypen und damit den Entwicklungs- und Produktentstehungsprozess von Investitions- und Konsumgütern. Alphaform verfügt über ein breites Technologie-Portfolio wie Elektronik, Telekommunikation und Medizintechnik.

Geschäftsentwicklung 1. Quartal 2014

Das Unternehmen meldete für das 1. Quartal 2014 einen um 14,4% auf 7,5 Mio. Euro gestiegenen Umsatz im Vergleich zum selben Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Steuern betrug -0,3 Mio. Euro. Das negative Ergebnis wurde vor allem durch Restrukturierungskosten verursacht, zu denen auch Beraterkosten und Einmalaufwendungen für die durchgeführte Kapitalerhöhung gehörten.
Die Kapitalerhöhung wurde am Februar 2014 durchgeführt. Sie brachte dem Unternehmen einen Mittelzufluss von 1,8 Mio. Euro.

Alphaform AG - Geschäftszahlen

Bei der Feinguss-Tochter MediMet in Stade haben die im letzten Jahr ergriffenen vertrieblichen Maßnahmen erste Früchte getragen: Der Umsatz der Tochter im 1. Quartal 2014 zeigte mit 1,9 Mio. Euro wieder eine steigende Tendenz. Die Tochtergesellschaften in Skandinavien und Großbritannien stabilisierten sich auf hohem Niveau.

Ambitionierte Ziele!

Der neue Chef Hanns-Dieter Aberle hat sich hohe Ziele gesteckt. So will er im Jahr 2019 über 100 Mio. Euro Umsatz erwirtschaften und ab 2015 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden. Läuft es weiter planmäßig, so beabsichtigt Aberle in der zweiten Jahreshälfte Details zu seiner Wachstumsstrategie bekannt zu geben.

„Das Jahr 2014 wird ganz im Zeichen der Wiedergewinnung unserer operativen Ertragskraft stehen. Wir werden in den vor uns liegenden Quartalen Schritt für Schritt unser Ergebnis verbessern“, so Aberle. Das operative Ergebnis für 2014 soll dabei positiv ausfallen. Wegen anfallender Kosten aus der Neustrukturierung soll der Fehlbetrag bei 1 Mio. Euro liegen. Der Jahresumsatz soll von 26 auf 30 Mio. Euro ansteigen.

Einschätzung

Alphaform zählt zu den wenigen Nebenwerten, welche von der guten Marktstimmung noch nicht richtig partizipieren konnten. Allerdings sollten sämtliche Aktien, welche eine relative Schwäche zeigen, kritisch hinterfragt werden.

Alphaform - Chartanalyse

Wir sind gespannt, inwieweit der Vorstand sein Umsatzziel von 100 Mio. Euro in den kommenden Jahren umsetzen kann. Falls dies gelingt, wäre Alphaform ein Unternehmen mit einem zukünftigen Umsatzwachstum von jährlich 27%.
Der heutige Börsenwert liegt nur bei 15 Mio. Euro. Der Nebenwert wird damit trotz der noch niedrigen Umsatzbasis nur mit der Hälfte des Jahresumsatzes bewertet. Die Aktie ist ein spekulativer Kauf.

Alphaform AG - Daten

 



›› Immobilen als Geldanlage
- Modernisieren lohnt sich, wenn diese Fehler vermieden werden
von Geldanlage-Brief-Team


Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie hoch die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen wirklich sind und wieviel Geld Hausbesitzer regelmäßig für künftig anfallende Maßnahmen zurücklegen sollten, um ihr Haushaltsbudget nicht über die Gebühr zu belasten. Darüber hinaus informieren wir Sie über die neuen Anforderungen der Energieeinsparverordnung, die ab 1. Mai in Kraft tritt.


Die Energiewende hat bereits in vielen deutschen Haushalten Einzug gehalten. Laut Angaben der LBS, der Bausparkasse der Sparkassen, hat etwa jeder zweite Hausbesitzer in den vergangenen Jahren modernisiert, jeder zehnte plant für dieses Jahr (weitere) energetische Maßnahmen. Damit sich die Modernisierung lohnt, sollten aber einige Dinge beachtet werden.

EnEV 2014 – Energetische Vorschriften für Immobilienbesitzer werden strenger

Die Durchführung solcher Maßnahmen ist nicht immer freiwilliger Natur. So gilt es auch, die höheren Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV), die seit 1. Mai 2014 in Kraft ist, einzuhalten.

Für Neubauten steigen die Energieeffizienzanforderungen ab 1. Januar 2016 um 25 Prozent gegenüber den bisher geltenden Standards der EnEV 2009. Gleichzeitig muss die Wärmedämmung von neuen Gebäuden um durchschnittlich 20 Prozent verbessert werden.

Für Besitzer von Bestandsimmobilien gelten ebenfalls einige neue Regeln. So wird die bereits bestehende Austauschpflicht für alte Heizkessel ab 1. Mai 2014 ausgeweitet: Mussten bisher nur Gas- und Ölheizkessel ausgewechselt werden, die vor 1978 eingebaut wurden, gilt dies künftig für alle Heizkessel, die vor 1985 installiert wurden oder älter als 30 Jahre sind.
Es gibt allerdings auch Ausnahmen: So sind Brennwertkessel und Niedertemperatur-Heizkessel von der Austauschpflicht ausgenommen. Auch selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser sind in der Regel nicht betroffen. Lediglich beim Verkauf einer Immobilie ist der neue Eigentümer verpflichtet, den alten Heizkessel innerhalb von zwei Jahren zu erneuern.

Energieausweis wird Pflicht - Einstufung in Effizienzklassen

Zudem erhält der Energieausweis im Zuge der Novelle mehr Gewicht. Basierend auf ihren energetischen Kennwerten werden Häuser und Wohnungen künftig in Effizienzklassen von A+ für besonders sparsam bis zu H für einen hohen Verbrauch eingeteilt. Beim Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie müssen die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Ausweis bereits in der Immobilienanzeige angegeben werden. Bei Besichtigungsterminen ist der Vermieter oder Verkäufer wie bisher verpflichtet, den Energieausweis vorzulegen. Kommt es zum Vertragsabschluss, muss der Ausweis - im Original oder als Kopie - übergeben werden.

Aufwand kann sich lohnen

Mit energetischen Umbaumaßnahmen kann man vor diesem Hintergrund die eigene Immobilie sowohl für Miet- als auch für Kaufinteressenten attraktiver machen. Entsprechend kann sich für die Modernisierer der Aufwand lohnen: Rund 80 Prozent der befragten Immobilieneigentümer sind laut LBS-Hausbesitzertrend mit dem Ergebnis ihrer Maßnahmen zufrieden. Mehr als die Hälfte stellt deutliche Energieeinsparungen fest. Darüber hinaus wissen etwa zwei Drittel der Eigentümer den gestiegenen Wohnkomfort und die Wertsteigerung ihrer Immobilie zu schätzen.

Doch es gibt Fehler, die man bei der Planung und Umsetzung der Modernisierungsmaßnahmen unbedingt vermeiden sollte, damit sich die Maßnahmen wirklich lohnen und nicht zu einem finanziellen Desaster werden:

Ganzheitlich planen und Geld sparen

Damit bei der Modernisierung des Eigenheims ein optimales Ergebnis erzielt wird, sollten Immobilienbesitzer grundsätzlich ganzheitlich planen und Umbaumaßnahmen sinnvoll verknüpfen. Denn isolierte Einzelmaßnahmen verfehlen oftmals den gewünschten Effekt. So kann eine neue Heizungsanlage noch so effizient sein – ist das Haus schlecht gedämmt, geht die erzeugte Wärme über Wände und Dach verloren.

Handwerker und Energieberater um Rat fragen

Welche Maßnahmen die höchsten Energieeinsparungen ermöglichen und welche sich am besten kombinieren lassen, können insbesondere Handwerker und Energieberater einschätzen. Zimmermänner, Stuckateure oder Maler arbeiten häufig mit Wärmedämmverbundsystemen und kennen sich entsprechend aus. Anhand der Bausubstanz der Immobilie können sie ein optimales Maßnahmenpaket schnüren.

Hilfreich ist zudem das Urteil von zertifizierten Energieberatern oder Architekten. Sie helfen Eigentümern auch bei der Beauftragung und Koordination der Handwerker sowie bei der Qualitätssicherung der durchgeführten Arbeiten.

Finanzieller Aufwand wird häufig unterschätzt

Rat von Experten sollte man sich auch bei der Kalkulation der Kosten holen. Denn der finanzielle Aufwand wird von vielen deutlich unterschätzt, wie der aktuelle LBS-Hausbesitzertrend 2014 zeigt:

Voll-Wärmedämmungen, Fenster-Dreifachverglasungen und Solaranlagen zählen zu den beliebtesten Modernisierungsmaßnahmen. Knapp ein Drittel der Hausbesitzer, die eine Modernisierung planen, will in Zukunft die Dämmung der Immobilie verbessern, 22 Prozent planen eine Fenster-Dreifachverglasung, 16 Prozent möchten sich eine Solaranlage anschaffen.

Während die Befragten aber zum Beispiel für eine Voll-Wärmedämmung im Schnitt 20.900 Euro einplanten, betrug der tatsächlich aufgewendete Betrag durchschnittlich 28.100 Euro, also 7.200 Euro mehr. Ähnlich weit gehen Vorstellung und Realität bei Solaranlagen zur Warmwassergewinnung auseinander. Hier planten die Eigentümer im Schnitt mit 16.600 Euro, die tatsächlichen Kosten betrugen 27.000 Euro.

Kosten der Modernisierung
(Quelle: LBS)

Unser Tipp: 10 Euro pro Quadratmeter und Jahr kalkulieren

„Damit Modernisierungsmaßnahmen das Haushaltsbudget nicht über Gebühr strapazieren, ist es für Immobilienbesitzer sinnvoll, rechtzeitig Rücklagen zu bilden“, rät Sabine Schmitt von der LBS. „Mit einem Bausparvertrag können Hausbesitzer gezielt vorsorgen. Wer zehn Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr einzahlt, schafft eine gute finanzielle Basis für anfallende Gewerke.

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