Darum droht Ihnen die Altersarmut! +++ paragon AG - Ein Hoch auf paragon!

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Staatsquote hoch, Rentenniveau runter - Ihnen droht die Altersarmut!
  2. Aktienanalyse - paragon AG - Ein Hoch auf paragon!

 

›› Staatsquote hoch, Rentenniveau runter
- Ihnen droht die Altersarmut!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefwussten Sie, dass Ihr gesamtes Einkommen, welches Sie bis gestern um 1:09 Uhr erzielt haben, an den Staat geflossen ist? Zumindest rein statistisch gesehen war dies so.

Einkommensbelastungsquote im Jahr 2014 bei 51,5 Prozent!

Gestern, am Dienstag den 8. Juli, war der Steuerzahlergedenktag 2014. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler arbeiten die Bundesbürger erst seit gestern exakt 1:09 Uhr wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit liegt die volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2014 bei 51,5 Prozent.

Die Hälfte des morgendlichen Kaffees trinkt der Staat mit

Wie sehr uns der Staat belastet, machen vielleicht folgende Beispiele aus dem täglichen Leben klar:
Der Kaffeepreis setzt sich aus dem Nettopreis, der Kaffeesteuer und der Mehrwertsteuer zusammen. Für das Pfund Kaffee, das z. B. im Supermarkt 3,49 Euro kostet wird rund 1,10 Kaffesteuer und 0,56 Euro Umsatzsteuer fällig. Damit machen die Steuern fast die Hälfte des Kaffeepreises aus.
Der Strompreis ist auch in diesem Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Schuld daran ist der Staat: Rund 52 Prozent des Strompreises entfallen auf mittlerweile acht (!) staatliche Abgaben. Der deutsche Stromsteuersatz für private Haushalte beträgt mehr als das 20fache des EU-Mindeststeuersatzes. Das Aufkommen aus der Stromsteuer beträgt derzeit sieben Milliarden Euro.

Wir haben kein Einnahmenproblem

Und diese Staatsquoten sind das eigentliche Problem in Deutschland. Wir haben sicherlich kein Wachstumsproblem – in einem extrem schwierigen europäischen Umfeld gilt die Deutsche Wirtschaft als der Musterknabe.
Wir haben daher auch kein Einnahmeproblem, denn die Steuerquellen sprudeln nur so vor sich hin und der Staat denkt sich immer neue Wege aus, um den Steuer- und Beitragszahler noch stärker zu belasten.

Der Staat „frisst sich immer fetter“

Durch immer neue Gesetze müssen die Staatsdiener immer neue Aufgaben übernehmen, so dass es immer mehr Mitarbeiter im öffentlichen Dienst gibt, immer mehr Ressourcen gebündelt werden und damit immer mehr Gelder im Staatsapparat verschwinden bzw. von ihm umverteilt werden. Das, was am Ende für den Bürger heraus kommt, soll auf immer mehr Menschen verteilt werden. Das System der Umverteilung kostet immer mehr Geld der Steuer- und Beitragszahler und trifft damit letztendlich jeden - auch die Geringverdiener.

Rentenniveau sinkt immer weiter - Jeder Dritte hat Angst vor Altersarmut

So ist zum Beispiel das Rentenniveau in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Während vor gut 30 Jahren noch rund 60 Prozent des durchschnittlichen Nettogehalts vor Steuern übrig blieben, ist es heute nicht einmal mehr die Hälfte, wie Zahlen der Deutschen Rentenversicherung belegen. Ein Drittel der Deutschen fürchtet sich angesichts dieser Situation vor Altersarmut.

Rentenniveau sinkt
(Quelle: LBS)

Private Vorsorge wird immer wichtiger – doch woher nehmen?

Für das Auskommen im Alter reicht die gesetzliche Rente kaum noch aus, private Vorsorge wird immer wichtiger. Der Trendindikator 2014, eine Studie von TNS Infratest unter anderem im Auftrag der LBS, zeigt: Die meisten Deutschen sind sich dessen bewusst. So geben etwa zwei Drittel der insgesamt rund 2.000 Befragten an, privat vorsorgen zu müssen, um ihren aktuellen Lebensstandard im Alter halten zu können.

Dennoch schieben 65 Prozent der 14- bis 29-Jährigen private Vorsorgemaßnahmen auf die lange Bank. Bei den 30- bis 49-Jährigen ist es fast jeder Zweite.
Verwundert dürfte dies nicht, denn woher soll man das Geld für die eigene Vorsorge auch nehmen, wenn ein großer Teil des Einkommens an den Staat geht und somit immer weniger für die eigenen Bedürfnisse und damit auch für die private Altersvorsorge übrig bleibt?!

Und wie Anlegen in Zeiten niedrigster Zinsen?

Und selbst wenn man etwas auf der hohen Kante hat, so haben die Schuldenexzesse der Regierungen dazu geführt, dass die Zentralbanken die Zinsen massiv senken mussten und somit auf Sparguthaben kaum noch ein realer Wertzuwachs zu erzielen ist!

Wir haben ein Ausgabenproblem

Und damit zeigt sich eines sehr deutlich: Nein, wir haben kein Einnahmenproblem, wir haben ein Ausgabenproblem! Es sollte ein Umdenken stattfinden: Wir brauchen nicht mehr Staat und nicht noch mehr Umverteilung - wir brauchen weniger Staat und damit weniger Ineffizienz und weniger Ressourcenverschwendung.

Niedrigeres Einkommen + höhere Ausgaben = potentielle Altersarmut

Aber wir wären nicht der Geldanlage-Brief, wenn wir nur über Probleme reden und keine Lösungen anbieten würden. Und so gibt es eine Gruppe von Menschen, die im aktuellen Umfeld besonders stark profitieren: Immobilienbesitzer.

Im Bundesdurchschnitt zahlen Mieterhaushalte laut Statistischem Bundesamt monatlich 441 Euro Bruttokaltmiete. Ein ordentlicher Betrag, den Eigentümer Monat für Monat mehr im Portemonnaie haben – mit steigender Tendenz.
Und dies kommt vor allem im Alter zum Tragen, denn einerseits werden die Einnahmen dann geringer sein, weil die Rente in der Regel deutlich geringer ausfällt als das letzte Gehalt, und andererseits werden die Mieten stetig steigen, womit sich die Ausgaben erhöhen. – Das Ergebnis für Mieter im Rentenalter: niedrigeres Einkommen + höhere Ausgaben = potentielle Altersarmut.

Immobilienbesitzer profitieren doppelt

Schuld daran ist ebenfalls die aktuelle Geldpolitik der Notenbanken, die Immobilien im Preis steigen lässt und gleichzeitig in vielen Ballungsgebieten zu deutlichen Mieterhöhungen geführt hat. Doch wer profitiert von dieser Entwicklung gleich doppelt? Richtig, die Immobilienbesitzer. Denn durch die steigenden Immobilienpreise steigt der Wert des eigenen Vermögens und durch die steigenden Mieten können Vermieter auch noch höhere Einnahmen erzielen. Die Lücke zwischen Renten- und Einkommenshöhe kann so geschlossen werden.

Mit den eigenen vier Wänden eine sichere Altersvorsorge

Kein Wunder, dass laut der oben erwähnten Studie „Trendindikator 2014“ 61 Prozent der Eigentümer von Immobilien angeben, genau abschätzen zu können, wie gut sie im Alter versorgt sein werden. Bei den Mietern ist der Anteil mit 45 Prozent deutlich geringer. Zudem sind 84 Prozent der Eigentümer davon überzeugt, dass sie sich mit ihren eigenen vier Wänden für eine sichere Altersvorsorge entschieden haben.

Werden Sie zum Immobilienbesitzer!

Entsprechend lautet unser Rat: Werden Sie zum Immobilienbesitzer!
Die Rahmenbedingungen für den Sprung in die eigenen vier Wände sind derzeit gut. Die Zinsen für Immobilienkredite sind nach wie vor sehr niedrig.

Und hierzu können wir Ihnen ganz konkrete Tipps geben bzw. Faustformeln nennen:

  • Wenn Sie Geldvermögen besitzen, welches aber derzeit nur eine geringe Rendite (< 2 bis 3 Prozent) erwirtschaftet, dann sollten Sie damit eine Immobilie erwerben und diese bar bezahlen.
  • Wenn Sie Geldvermögen besitzen und damit (Zins-)Erträge erwirtschaften können, dann sollten Sie eine Immobilie kaufen, diese aber nur dann bar bezahlen, wenn die Zinsen einer alternativen Kreditfinanzierung höher sind als die Renditen Ihrer Geldanlagen.
  • Wenn Sie KEIN Geldvermögen besitzen, dann sollten Sie sich eine Immobilie kaufen und diese kreditfinanzieren. In diesem Fall sollte der monatliche Zinsaufwand für den Kredit Ihre monatliche Kaltmiete (oder eine Kaltmiete, die in Ihr Budget passt) nicht übersteigen.

Immobilien sind nicht nur etwas für Reiche! Lassen Sie sich beraten!

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema oder zum Immobilienkauf haben, so stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktdaten finden Sie hier oder nutzen Sie unser Kontaktformular.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Gastbeitrag
- paragon AG - Ein Hoch auf paragon!
von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LRGeschäftsmodell

Die paragon AG (WKN 555869) hat sich seit ihrer Gründung 1988 im ostwestfälischen Delbrück schrittweise zu einer anerkannten Marke unter den Automobilzulieferern entwickelt.
Der seit 2000 börsennotierte Direktlieferant trägt mit innovativen Entwicklungen zur Verbesserung von Gesundheit, Komfort, Kommunikation und Effizienz beim Autofahren bei.
Das Engagement geht weit über Sensoren und Lösungen für den Innenraum hinaus. Zunehmend öffnet sich paragon auch für höherwertige Systeme, beispielsweise in den Bereichen Elektromobilität und Karosserie-Kinematik.

Wachstum intakt

Im 1. Quartal 2014 konnte paragon eine starke Umsatzentwicklung mit +15,2% auf 19 Mio. Euro verzeichnen. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf das dynamische Wachstum im Bereich Akustik mit +36%.
Akustische Lösungen stellen sicher, dass Sprache ohne Qualitätsverlust vom Ausgangspunkt zum Zielort übertragen wird. Weltweit einmalig ist das Gurtmikrofon belt-mic®, das durch den geringen Sprechabstand eine bislang unerreichte Sprachqualität bietet.
Aufgrund von höheren Material- und Personalkosten hat sich das EBIT wie erwartet um 33% auf 0,6 Mio. Euro reduziert.

paragon AG - Geschäftszahlen

Kursentwicklung

Seit dem Börsengang war der Sensorspezialist unser Top-Favorit unter den damaligen „Neuer Markt“-Aktien. Jahrelang - von 2000 bis 2006 - haben wir die Aktie zum klaren Kauf empfohlen. Wer paragon damals kaufte, konnte kräftige Gewinne einfahren – im Gegensatz zu den Totalverlusten der meisten damaligen „Neuer Markt-Perlen“.

Ende 2006 zum Kurs von 13 Euro haben wir die Aktie erstmals mit „sell“ eingestuft, da wir in den Folgejahren mit einem Ergebniseinbruch rechneten. Wir stellten daraufhin unser Research ein. In 2009 notierte paragon nur mehr bei 1 Euro.

paragon AG - Chart

Firmengründer und Mehrheitsaktionär Klaus Dieter Frers hat allerdings Rückgrad bewiesen und fand den Weg zurück zu alter Stärke, was auch die erfreuliche Kursentwicklung auf aktuell 15,7 Euro verdeutlicht. Somit wird der Wert mit dem knappen Jahresumsatz und einem KGV von 15 gehandelt. Damit ist paragon in etwa fair gepreist.

Wir trauen es dem Vorstand allerdings zu, einen seiner interessantesten Geschäftsbereiche wie beispielsweise Akustik in eine höhere Umsatzdimension zu hieven. Sollte dies gelingen, sollte man paragon neu bewerten. Die Aktie könnte dann das historische Hoch vom Jahr 2005 mit Kursen über 20 Euro überwinden. Wir nehmen die Aktie somit wieder erstmals auf unsere Watchlist.

Fazit

Limitierter und spekulativer Tradingkauf bei Kursen von über 20 Euro. Ein Hoch auf paragon!

paragon AG - Kennzahlen

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