Kursrisiken steigen - Setzen Sie auf günstig bewertete Aktien! +++ Diverse Aktien im Fundamental-Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Kursrisiken steigen - Setzen Sie auf günstig bewertete Aktien!
  2. Aktienanalysen - Kurspotentiale sind vielfach ausgereizt

 

›› Marktanalyse
- Kursrisiken steigen - Setzen Sie auf günstig bewertete Aktien!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Berichtssaison ist inzwischen in vollem Gange. Diverse Unternehmen haben bereits ihre aktuellsten Geschäftszahlen vorgelegt, viele werden noch folgen. In den vergangenen Tagen haben wir vor diesem Hintergrund eine Reihe von börsennotierten Unternehmen analysiert und dabei einige interessante Perlen entdeckt, deren Aktien aktuell noch recht günstig erscheinen und entsprechendes Kurspotential aufweisen. Einige davon sind auch bereits in unser „Geldanlage Premium Depot“ gewandert.

Kaum noch Kaufkurse zu finden

Bei den meisten Unternehmen, die wir uns in den vergangenen Tagen (und Wochen) angesehen haben, konnten wir jedoch keine Kaufkurse entdecken. Die Aktien sind entweder fair oder bereits zu hoch bewertet.

Zu den Unternehmen bzw. Aktien, die wir kürzlich unter die Lupe genommen haben und bei denen wir keine Kaufkurse feststellen konnten, gehören beispielsweise Bertrandt (WKN 523280), STRATEC Biomedical Systems (WKN 728900), Basler (WKN 510200) oder Fresenius (WKN 578560). Im Chart zeigt sich dazu auch bereits, dass auf Sicht von einem Monat hier kein Blumentopf mehr zu gewinnen war bzw. sogar herbe Verluste eingesteckt werden mussten.

Kursentwicklung auf Sicht von einem Monat

Im nachfolgenden Beitrag zeigen wir Ihnen noch weitere Aktien, bei denen wir zu den aktuellen Kursen NICHT kaufen oder halten würden.

Wer nicht liefert wird hart bestraft

Was mit solchen Aktien passieren kann, wenn die Geschäftszahlen den Anlegern nicht schmecken, haben jüngst die Unternehmen Drägerwerk (WKN 555063 und 555060), Software AG (WKN 330400) oder Wincor Nixdorf (WKN A0CAYB) gezeigt. Diese wurden vom Markt mit Kursverlusten von zwischenzeitig deutlich mehr als 10 Prozent abgestraft, weil die Geschäftsziele nicht erreicht werden (konnten).

Auch im weiteren Verlauf der Berichtssaison wird sich zeigen, ob die Kursanstiege, die wir in der Vergangenheit bei vielen Aktien gesehen haben, in dieser Höhe gerechtfertigt sind oder ob es weitere enttäuschte Anleger geben wird, die aus ihren überteuerten Aktien fliehen.

Unser Tipp für Sie:

Setzen Sie vor diesem Hintergrund möglichst (nur) auf Unternehmen, deren Aktien fundamental unterbewertet sind. Denn dies hat zwei bedeutende Vorteile:

  1. Wenn der Gesamtmarkt in eine stärkere Korrektur übergeht, könnten Aktien dieser Unternehmen durch deren bereits relativ günstige Bewertung vor stärkeren Kursverlusten verschont bleiben.
  2. Sollte es aufgrund einer stärkeren Gesamtmarktkorrektur zu Kursverlusten in den ausgewählten Aktien kommen, könnte man diese sogar noch nachkaufen, sofern die anstehenden Geschäftsberichte keine negativen Überraschungen beinhalten.

Anders sieht es bei Aktien aus, die zuletzt bereits sehr weit gelaufen und/oder überteuert sind. Häufig geraten diese Werte in einer Gesamtmarktkorrektur besonders stark unter die Räder, weil viele Anleger ihre Gewinne realisieren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Aktienanalysen
- Kurspotentiale sind vielfach ausgereizt
von Sven Weisenhaus

Die Berichtssaison zum 2. Quartal bzw. zum 1. Halbjahr 2014 ist angelaufen und es zeigt sich, ob die Kursanstiege, die wir in der Vergangenheit bei vielen Aktien gesehen haben, in dieser Höhe gerechtfertigt sind oder ob es unter anderem nach Drägerwerk, Software AG und Wincor Nixdorf weitere enttäuschte Anleger geben wird, die aus ihren überteuerten Aktien fliehen.

Kursentwicklung auf Sicht von 4 Monaten

Nachfolgend erhalten Sie stichpunktartige Analysen zu den Unternehmensberichten, die im Zeitraum vom 1. bis 23. Juli 2014 veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Auswahl bestimmter Unternehmen, sondern um alle Gesellschaften, die laut dem Terminkalender der Börse Frankfurt in diesem Zeitraum ihre aktuellen Zahlen bekanntgegeben haben.

Die Analyse der Berichte wird zeigen, dass es kaum noch unterbewertete und damit kaufenswerte Aktien gibt und dass erst eine deutliche Korrektur am gesamten Aktienmarkt dazu führen wird, dass wieder ordentliches Kurspotential vorhanden ist und man erneut breit in den Markt einsteigen kann.

8. Juli 2014

CropEnergies
WKN: A0LAUP, Aktienkurs: 4,8 Euro, Marktbewertung: 418 Mio. Euro
1.Quartal 2014: Umsatzwachstum, Gewinnrückgang
Ausblick Geschäftsjahr 2014/15: Umsatzanstieg auf 850 bis 900 Mio. €, operatives Ergebnis in einer Bandbreite von -30 bis +20 Mio. Euro erwartet
Bewertung: KUV mit 0,5 zwar günstig, das KGV mit mindestens 20 aber bei sinkenden Gewinnen bzw. gar drohenden Verlusten aber deutlich zu teuer.
Kein Kauf

10. Juli 2014

Gerresheimer
WKN: A0LD6E, Aktienkurs: 53,28 Euro, Marktbewertung: 1,67 Mrd. Euro
1. Quartal 2014: sehr positive Geschäftsentwicklung
Ausblick Geschäftsjahr 2014: Umsatzwachstum in Höhe von 4 bis 6 Prozent (2013: 1,266 Mrd. Euro), EBITDA von 250 Mio. bis 265 Mio. Euro (2013: 250 Mio. Euro)
Bewertung: Gewinn 2013 68,5 Mio. Euro, selbst bei einer möglichen Gewinnsteigerung um 20% auf 82,2 Mio. Euro wäre die Aktie mit einem KGV2014 von über 20 ambitioniert oder zumindest fair bewertet
Erst ab 45 Euro ein Kauf (-15,5 Prozent)

Südzucker
WKN: 729700, Aktienkurs: 14,09 Euro, Marktbewertung: 2,88 Mrd. Euro
1. Quartal 2014: Umsatz liegt mit 1.773 Mio. Euro um 10 % unter Vorjahr (1.979 Mio. Euro), operatives Ergebnis sinkt deutlich auf 96 Mio. Euro (Vorjahr 220 Mio. Euro)
Ausblick Gesamtjahr 2014/15: Konzernumsatz 7,0 Mrd. Euro (Vorjahr 7,5 Mrd. Euro), operatives Konzernergebnis rund 200 Mio. Euro (Vorjahr 622 Mio. Euro)
Bewertung: KUV 2014: 0,41, KGV 2014: 19 (bei angenommenen 0,74 Euro je Aktie) bzw. 14,7 (bei optimistischen 0,96 Euro je Aktie), beide KGVs sind bei rückläufigen Gewinnen zu hoch
Kaufen erst ab 10 Euro (-28,6 Prozent)

11. Juli 2014

InVision
WKN: 585969, Aktienkurs: 56,29 Euro, Marktbewertung: 125,8 Mio. Euro
Halbjahr 2014 (vorläufig): EBIT um 254 Prozent auf 1,9 Millionen Euro gesteigert (1. Halbjahr 2013: 0,538 Mio. Euro), Gesamtumsatz mit 6,2 Millionen Euro um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert (1. Halbjahr 2013: 6,453 Mio. Euro)
Ausblick Gesamtjahr 2014: Steigerung des EBIT von mindestens 125 Prozent auf mehr als 4 Millionen Euro erwartet
Bewertung: KUV 2013: 9,25 (!), KGV 2013: 80 (!), KGV 2014 (von Redaktion geschätzt): ca. 35 Angesichts des hohen Gewinnwachstums ist das KGV nicht zu hoch. Doch dieses Wachstum dürfte bereits nächstes Jahr aufgrund der schwachen Umsatzentwicklung deutlich zurückgehen, weshalb die Aktie nicht günstig erscheint
Spekulativ

Maternus Kliniken
WKN: 604400, Aktienkurs: 0,31 Euro, Marktbewertung: 6,5 Mio. Euro
Geschäftsjahr 2013: Restrukturierung des Unternehmens deutlich langsamer als erwartet, Konzernumsatz um 0,3 Mio. Euro auf 113,6 Mio. Euro zurückgegangen, EBITDA um 4,7 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro gesunken, EBIT nach 1,3 Mio. im Vorjahr um 5,2 Mio. auf -3,9 Mio. Euro, Gewinn -12,9 Mio. Euro nach -8,3 im Vorjahr, EPS -0,61 Euro nach -0,4 Euro im Vorjahr
Bewertung: Umsatz seit 2009 kaum verändert, negatives Eigenkapital (-32,3 Mio. Euro)
Kein Kauf

14. Juli 2014

YOC
WKN: 593273, Aktienkurs: 2,05 Euro, Marktbewertung: 5,86 Mio. Euro
Geschäftsbericht 2013: Umsatz -45 Prozent von 34,6 auf 19 Mio. Euro, Jahresüberschuss -10,5 Mio. Euro nach -11,30 Mio. Euro
Bewertung: negatives Eigenkapital, hohe Verluste
kein Kauf

15. Juli 2014

Ahlers
WKN: 500970, Aktienkurs: 10,62Euro, Marktbewertung: 147 Mio. Euro
Ausblick Gesamtjahr 2013/2014: Umsatz +5 bis 6 Prozent (2012/2013: 246,70 Mio. Euro), Konzernergebnis etwa in Höhe des Vorjahres (2012/2013: 5,6 Mio. Euro)
Bewertung: KGV mit über 26 bei nur konstantem Gewinn zu teuer
Kein Kauf

SinnerSchrader
WKN: 514190, Aktienkurs: 3,54 Euro, Marktbewertung: 40,9 Mio. Euro
9-Monats-Bericht 2014: Umsatz +21 Prozent von 30,7 Mio. Euro auf 37,3 Mio. Euro, EBIT von -63.000 auf 2,1 Mio. Euro, EPS von -0,04 auf 0,08 Euro
Ausblick Geschäftsjahr 2013/2014: Umsatz von mehr als 46 Mio. Euro, EBITDA 3 Mio. Euro
Bewertung: KUV 0,89, KGV 32 (bei einem geschätzten EPS von 0,11 Euro), ungewisse Geschäftsentwicklung, unstetige Gewinnentwicklung, Aktie hat sich innerhalb eines Jahres bereits verdoppelt, weshalb viel positives bereits eingepreist ist
Kein Kauf

Wilex
WKN: A11QVV, Aktienkurs: 3,115 Euro, Marktbewertung: 97,4 Mio. Euro
Halbjahr 2014: Umsatzerlöse lagen mit insgesamt 1,7 Mio. Euro 78 Prozent unter dem Vorjahr (7,6 Mio. Euro). Der Periodenfehlbetrag betrug 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie (EPS) verschlechterte sich um 27 Prozent auf -0,14 Euro (Vorjahr: -0,11 Euro)
Bewertung: KUV: 57 (!), KGV: negativ
Kein Kauf

17. Juli 2014

SAP
WKN: 716460, Aktienkurs: 60,67 Euro, Marktbewertung: 74,6 Mrd. Euro
Halbjahr 2014: Umsatz +2 Prozent von 7,66 auf 7,85 Mrd. Euro, Gewinn nach Steuern 1,09 Mrd. Euro nach 1,244 Mrd. Euro (-12 Prozent), Ergebnis je Aktie (EPS) 0,91 Euro nach 1,04 Euro
Ausblick Gesamtjahr 2014: Umsatz 15,87 bis 16,2 Mrd. Euro (2013: 14,787 Mrd. Euro), Betriebsergebnis zwischen 5,8 und 6,0 Mrd. Euro (+ 9,5 Prozent, 2013: 5,48 Mrd. Euro)
Bewertung: KUV: 4,6, KGV: 12,4, das KGV ist zwar nicht hoch, angesichts des Gewinnwachstums von 9,5 Prozent aber auch nicht billig
kaufenswert erscheinen Kurse unter 55 Euro (-9 Prozent)

18. Juli 2014

Villeroy & Boch (Vorzugsaktien)
WKN: 765723, Aktienkurs: 13,25 Euro, Marktbewertung: 186,1 Mio. Euro
Halbjahr 2014: positive Entwicklung in Umsatz und Ergebnis
Ausblick Gesamtjahr 2014: Konzernumsatz zwischen 3 und 5 Prozent Wachstum (2013: 745,30 Mio. Euro), operatives Ergebnis soll überproportional ansteigen um mehr als 5 Prozent (2013: 43,20 Mio. Euro, EPS 0,93)
Bewertung: KUV 0,24, KGV 13,25 (bei einem geschätzten EPS von 1,00 Euro), das KGV ist bei einem Gewinnwachstum von nur 5 Prozent zu teuer
Kauf erst ab 9 Euro (-32 Prozent)

21. Juli 2014

Teles
WKN: 745490, Aktienkurs: 0,306 Euro, Marktbewertung: 7,13 Mio. Euro
Halbjahr 2014: Umsatz verglichen mit dem Vorjahr um 3 Prozent gesteigert, Betriebsergebnis -737.000 (1. Halbjahr 2013: -549.000)
Ausblick Gesamtjahr 2014: weiteres Wachstum erwartet ein ausgeglichenes Betriebsergebnis angestrebt
Bewertung: Negatives Eigenkapital in Höhe von -10 Mio. Euro, Vermögenswerte 4 Mio. Euro, Verbindlichkeiten 14 Mio. Euro
Kein Kauf

22. Juli 2014

Sartorius
WKN: 716560 (St) und 716563 (Vz), Aktienkurs: 94,73 Euro und 88,91 Euro, Marktbewertung: 1,77 Mrd. Euro
Halbjahr 2014: Auftragseingang wechselkursbereinigt +8,9 Prozent, Konzernumsatz +7,8 Prozent, operativer Konzerngewinn +4,8 Prozent
Ausblick Gesamtjahr 2014: wechselkursbereinigter Anstieg des Umsatzes von 8 bis 10 Prozent (2013: 887,30 Mio. Euro), Erhöhung der EBITDA-Marge auf rund 20 Prozent (EPS 2013: 3,09 Euro)
Bewertung: KUV 2014: 1,81, seit 2010 sinkendes Gewinnwachstum von 34 auf 8 Prozent, bei angenommenem Wachstum von ambitionierten 20 Prozent (= EPS 3,70) würde das KGV immer noch bei über 27 liegen
Kauf erst ab 75 Euro (ca. -25 Prozent)

KTG Energie
WKN: A0HNG5, Aktienkurs: 13,32 Euro, Marktbewertung: 80 Mio. Euro
Halbjahr 2013/2014: Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 49 Prozent auf 32,1 Mio. Euro gesteigert. EBITDA um 57 Prozent auf 9,9 Mio. Euro, EBIT um über 37 Prozent auf 5,6 Mio. Euro und Ergebnis nach Steuern von 0,1 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro verbessert
Ausblick Gesamtjahr 2014/2014: Umsatz über 65 Mio. Euro, EBITDA 19,5 bis 20,5 Mio. Euro, EBIT von 12,0 bis 12,5 Mio. Euro
Bewertung: KUV: 1,23, KGV (EPS2014 auf 0,33 Euro geschätzt): 40, Das hohe KGV ist bei einem angenommenen Gewinnwachstum (EPS) von 50 Prozent nicht zu hoch, die Aktie aber auch nicht mehr gerade günstig bewertet
Kurspotential von 20 Prozent auf 16 Euro

23. Juli 2014

Daimler
WKN: 710000, Aktienkurs: 64 Euro, Marktbewertung: 68,6 Mrd. Euro
2. Quartal 2014: Umsatz +6 Prozent auf 31,5 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 29,7 Mrd. Euro), EBIT um 12 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro, Konzernergebnis bei 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr 4,6 Mrd. inkl. Sondereffekte)
Ausblick Gesamtjahr: Konzernabsatz und EBIT sollen deutlich gesteigert werden
Bewertung: KUV: ca. 0,6, KGV: unter 10
Kaufen

STRATEC Biomedical Systems
WKN: 728900, Aktienkurs: 38,36 Euro, Marktbewertung: 451,6 Mio. Euro
Halbjahr 2014: Umsatzerlöse 69,1 Mio. Euro (+14,9 Prozent), Ergebnis je Aktie 0,82 Euro (+46,4 Prozent)
Ausblick Gesamtjahr 2014: gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 deutlich steigenden Umsatz bei einer leicht steigenden EBIT-Marge, die mittelfristige Finanzprognose sieht für die Jahre bis 2017 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Umsatzerlöse in Höhe von 8 bis 12 Prozent auf Basis der erzielten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 vor
Bewertung: KUV 2014 3,15, KGV 2014 22,5 (bei einem angenommenen EPS von 1,7 Euro) 22,5
Kauf erst ab 34 Euro (-11,4 Prozent), besser noch 30 Euro oder 28 Euro (-21 bzw. -27 Prozent)

Fazit - Was Sie daraus für Ihre Investments ableiten können

Schauen wir uns zum Abschluss die Ergebnisse der fundamentalen Aktienanalysen noch einmal im Überblick an:

  1. CropEnergies - Kein Kauf
  2. Maternus Kliniken - Kein Kauf
  3. YOC - kein Kauf
  4. Ahlers - Kein Kauf
  5. SinnerSchrader - Kein Kauf
  6. Wilex - Kein Kauf
  7. Teles - Kein Kauf
  8. InVision - Spekulativ
  9. KTG Energie - spekulatives Kurspotential von ca. 20 Prozent
  10. SAP - kaufenswert erscheinen Kurse unter 55 Euro (-9 Prozent)
  11. Gerresheimer - Kauf erst ab 45 Euro (-15,5 Prozent)
  12. Sartorius - Kauf erst ab 75 Euro (ca. -25 Prozent)
  13. Südzucker - Kaufen erst ab 10 Euro (-28,6 Prozent)
  14. Villeroy & Boch - Kauf erst ab 9 Euro (-32 Prozent)
  15. STRATEC Biomedical Systems - Kauf erst ab 34 Euro (-11,4 Prozent), besser noch 30 Euro oder 28 Euro (-21 bzw. -27 Prozent)
  16. Daimler - kaufen

Von den 16 untersuchten Unternehmen erscheinen uns ganze 7 als nicht kaufenswert. Das bedeutet knapp 44 Prozent - also fast die Hälfte – ist uns unabhängig vom Aktienkurs keine Investition wert. Zwei Unternehmen würden wir nur aus spekulativen Aspekten ins Depot holen. Und bei weiteren 6 Aktien müssten die Kurse um mindestens 9 Prozent (bis zu 32 Prozent) fallen, damit wir hier zugreifen würden. Wobei die Kurse dann noch nicht zwingend günstig sind, sondern zum Teil erst auf dem dann erreichten Niveau fair bewertet wären. Bei lediglich einer Aktie sehen wir uneingeschränkt Kurspotential.

Fundamentales Bewertungsniveau bei vielen Aktien nicht mehr günstig

Natürlich handelt es sich bei den oben besprochenen Werten nur um einen kleinen Auszug der deutschen börsennotierten Unternehmen. Doch an diesen Beispielen zeigt sich bereits eindrucksvoll, dass das fundamentale Bewertungsniveau sehr vieler Aktien nicht mehr als günstig angesehen werden kann. Diverse Kurse haben enorme Anstiege hinter sich und befinden sich damit auf einem Niveau, auf dem heftige Korrekturen einkalkuliert werden müssen.

Seitwärtsbewegungen wegen ausgereiztem Kurspotential

Nicht nur im DAX oder im EuroStoxx50, sondern auch in anderen Aktienmärkten, wie den US-Indizes, finden derzeit nicht ohne Grund lediglich Seitwärtsbewegungen, Anzeichen von Toppbildungen oder gar bereits Korrekturen statt. Das Kurspotential ist ausgereizt. Was nun noch die Kurse treiben könnte, ist die Liquidität der Notenbanken, doch diese Entwicklung wäre nicht mehr „gesund“.

Würden Sie in einem solchen Markt derzeit ungefiltert Aktien kaufen?

Würden Sie in einem solchen Markt derzeit ungefiltert Aktien kaufen? Für uns lautet die Antwort auf diese wichtige Frage: Nein! Wir kaufen für das „Geldanlage Premium Depot“ ausschließlich Aktien, wenn diese (auch) fundamental betrachtet Kurspotential haben.

Bereits seit Februar 2014 skeptisch – zu Recht!

Genau diese Antwort haben wir übrigens auf die gleiche Frage bereits in einer Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 26. Februar 2014 gegeben, als wir Ihnen schon damals Gründe für unsere abwartende Haltung lieferten.

Damals hatten wir über ein Interview für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF berichtet, in dem ich den DAX sowie die Aktien von Fresenius, BASF und Dürr besprochen hatte. Der DAX stand zu diesem Zeitpunkt bei 9.700 Punkten, Fresenius bei 120 Euro, BASF bei über 83 und Dürr bei über 60 Euro. Heute pendelt der DAX immer noch um die 9.700er Marke, Fresenius steht leicht tiefer bei 108 Euro, BASF bei 80 Euro und Dürr notiert leicht höher, wobei zwischenzeitig Kurse von nur noch 55 Euro markiert wurden.

Kursentwicklung seit dem 25. Februar
(erstellt mit: Ariva.de) Kursentwicklung seit dem 25. Februar

Der Markt gibt seit Monaten einfach nicht viel her

Die Entwicklung der Aktien aus dem DAF-Interview vom 25. Februar 2014 (siehe Chart) sowie die oben analysierten Geschäftszahlen zeigen, dass Aktienengagements derzeit wenig Gewinne versprechen. Der DAX tendiert im Prinzip sogar bereits seit Dezember 2013 bzw. seit mehr als 8 Monaten (!) nur seitwärts. Viele Aktien tun es ihm gleich. Und diese Entwicklung ist angesichts der erreichten Bewertungsniveaus (siehe oben) auch verständlich.

Die Gefahr von Kursverlusten ist höher als die derzeitigen Chancen

Die heute besprochenen Aktien stehen dabei nur exemplarisch für viele weitere, in denen die Situation ähnlich ist: Hohe Kursgewinne haben zu hohen Bewertungen geführt, weshalb die Gefahr von Kursverlusten derzeit höher als das Gewinnpotential ist. Zudem ist in diversen Märkten die Volatilität so gering, dass die Kursbewegungen kaum gewinnbringend genutzt werden können, ohne große Risiken einzugehen (z. B. mit hochgehebelten Wertpapieren).

Man muss nicht immer im Markt investiert sein

Gehen Sie auf der Jagd nach den letzten paar Prozentpünktchen Plus nicht zu hohe Risiken ein und tappen Sie nicht in die „Spesen-Falle“! In einem Markt, in dem derzeit vieles kurzfristig nur seitwärts tendiert und in dem das Risiko für Kursverluste die Chancen übersteigt, ist einfach Geduld angesagt. Man muss nicht immer im Markt investiert sein.


Ich wünsche allen Lesern ein erfolgreiches Händchen an der Börse!
Ihr
Sven Weisenhaus

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