Crashartige Korrektur! +++ DAX, S&P500, Öl, EUR/USD und Gold im Chart-Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Konsolidierung oder Korrektur? - Crashartige Korrektur!
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu DAX, S&P500, Öl, EUR/USD und Gold
  3. Termine der kommenden Woche

 

›› Marktanalyse
- Konsolidierung oder Korrektur? - Crashartige Korrektur!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefnun ist sie also da, die lang ersehnte Korrektur. Wieder einmal kam Sie überraschend und heftig, ja sogar crashartig. Immer dann, wenn die Angst vor Kursverlusten gering ist, kommt es häufiger zu solch dynamischen Abwärtsbewegungen, wie wir sie in dieser Woche gesehen haben.

Wenn keiner damit rechnet…

Dass die Nervosität der Anleger zuletzt extrem gering war, ließ sich unter anderem an den sehr geringen Schwankungen in diversen Märkten ablesen und entsprechend auch an den Volatilitätsindizes, die auf Rekordtiefs notierten.

So zum Beispiel der VIX (siehe Chart), der die erwartete Schwankungsbreite des US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 anzeigt. Dieser notierte Anfang Juli mit einem Stand von unter 12 Punkten noch extrem niedrig und zeigte damit eine absolute Sorglosigkeit der Anleger an. Im Zuge der aktuellen Korrektur ist der Volatilitätsindex nach oben gesprungen.

Volatilitätsindex VIX

Mit Volatilitätsindizes gegen fallende Aktienkurse absichern

Dass die Volatilitätsindizes ein perfektes Instrument sind, um sich kurzfristig gegen fallende Aktienkurse abzusichern, hatten wir Ihnen in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 1. Juni erklärt. Damals schrieben wir auch, dass wir uns im „Geldanlage Premium Depot“ bereits mit einer Long-Position auf den VIX für eine nun jederzeit mögliche Korrektur gerüstet hatten.

Und genau diese Position ist alleine in dieser Woche um über 45 Prozent angestiegen (siehe folgender Chart), wodurch Verluste in anderen Positionen des Depots fast vollständig ausgeglichen wurden.

Trade auf den Volatilitätsindex VIX

Besser zu früh als zu spät!

Rückblickend betrachtet waren wir vielleicht etwas früh dran mit unseren Warnungen, doch angesichts der herben Verluste, die nun so viele Aktien innerhalb kürzester Zeit hinnehmen mussten, zeigt sich endlich eindeutig, wie richtig wir damit lagen.

Beruhigung der Märkte abwarten

Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren und eine Beruhigung der Märkte abzuwarten. Erst dann wird sich zeigen, ob es sich wieder nur um kleinere Korrekturen innerhalb der Abwärtstrends handelt oder sich die Kursverluste noch weiter fortsetzen.

Konsolidierung oder Korrektur? - Frage beantwortet!

In jedem Fall ist nun die Frage der letzten Wochen, ob wir es mit einer Konsolidierung oder einer Korrektur zu tun bekommen, endlich beantwortet. Doch was hat die Abwärtsbewegung eigentlich ausgelöst?

Eine Vielzahl an enttäuschenden Geschäftszahlen aus Deutschland

Die geopolitischen Krisen (Ukraine, Sanktionen gegen Russland, Gaza etc.) wurden schon längere Zeit als Belastungsfaktor für die Börsen angesehen. Die Kurse zeigten sich jedoch relativ unbeeindruckt. Auch die Staatspleite Argentiniens, die bereits längere Zeit wie ein Damokles-Schwert über den Märkten hing, konnte den Kursen nichts anhaben. Doch womit wohl die wenigsten Anleger wirklich gerechnet hatte, ist die Vielzahl an enttäuschenden Geschäftszahlen (nicht nur) aus Deutschland.

Anleger strafen Unternehmen massiv ab

Einige Beispiele hatten wir Ihnen bereits in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom vergangenen Mittwoch genannt, als wir schrieben: „Was mit solchen Aktien passieren kann, wenn die Geschäftszahlen den Anlegern nicht schmecken, haben jüngst die Unternehmen Drägerwerk (WKN 555063 und 555060), Software AG (WKN 330400) oder Wincor Nixdorf (WKN A0CAYB) gezeigt. Diese wurden vom Markt mit Kursverlusten von zwischenzeitig deutlich mehr als 10 Prozent abgestraft, weil die Geschäftsziele nicht erreicht werden (konnten).

Drägerwerk, Software AG und Wincor Nixdorf, 1 Monat
(erstellt mit: Ariva.de) Kursverlauf 1 Monat

In einer Sondermeldung, die wir unseren Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“ am Freitag geschickt hatten, nannten wir weitere Namen: „Jüngst hat es zum Beispiel SMA Solar erwischt, weil das Unternehmen statt eines Gewinns einen Verlust erwartet. Mehr als 13 Prozent verlor der Aktienkurs am Mittwoch und fiel damit auf Jahrestief. Osram enttäuschte am selben Tag die Anleger – die Aktie verlor weit mehr als 8 Prozent. Nur einen Tag später verlor Adidas rund 15 Prozent an Marktwert. Zuvor war bereits Solarworld dran, deren Aktien allein seit Donnerstag vergangener Woche rund 12 Prozent abgeben mussten.

SMA Solar, Osram, Adidas und Solarworld, 5 Tage
(erstellt mit: Ariva.de) Kursverlauf 5 Tage

In der anschießend verschickten Hauptausgabe schrieben wir zu dem Thema noch, dass anscheinend weitere Unternehmen hinzuzukommen, bei denen das erreichte Aktienniveau nicht gerechtfertigt war. „Jüngstes Beispiel ist Fuchs Petrolub aus dem MDAX, dessen Aktien von über 30 auf 27 Euro um rund 10 Prozent abrauschten, weil der Schmierstoffhersteller seine Gewinnziele fürs Gesamtjahr gesenkt hatte“, hieß es dazu.

Fuchs Petrolub, 5 Tage
(erstellt mit: Ariva.de) Kursverlauf Fuchs Petrolub, 5 Tage

Und bereits am Donnerstag schrieben wir den Lesern, dass an diesem Tag unzählige Werte Kursverluste von 5 Prozent und mehr hinnehmen mussten: „Im DAX waren es zwei, im MDAX drei, im SDAX ganze elf und im TecDAX immerhin noch neun. Gewinner gab es dagegen nur wenige. Im TecDAX nur einen einzigen, im SDAX fünf, im MDAX zwei und im DAX vier. Die vier deutschen Indizes vereinen 160 Unternehmen. Und von diesen konnten nur 12 Aktien Gewinne verbuchen. So etwas kommt nicht sehr oft vor“.

Kurse kehren zu einem fairen Bewertungsniveau zurück

Die Börsen waren gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) längst nicht mehr günstig bewertet, in den USA noch weniger als in Deutschland. Doch weil nun wohl diverse Gewinnerwartungen drastisch gesenkt werden müssen, steigt die KGV-Bewertung, ohne dass es dazu weiter steigender Aktienkurse bedurfte. Im Umkehrschluss müssen die Notierungen daher nun fallen, um zum ursprünglichen KGV zurückzukehren.

Für uns ist dies, neben einer rein charttechnischen Reaktion auf die vorangegangenen starken Kursgewinne, aktuell die plausibelste Erklärung für die jüngst sehr starken Verluste – die Berichtssaison läuft einfach zu enttäuschend.

Am Ende von QE stürzen die Kurse ab

Und dann sieht das Ganze auch noch so aus, als würden wir eine Wiederholung dessen erleben, was in der Vergangenheit stets ablief, wenn zu es einer Beendigung der jeweiligen QE-Programme der Fed kam. - Jedes Mal, nachdem ein QE (Quantitative Easing) auslief, stürzten die Kurse ab.

Fed beschloss am Mittwoch eine erneute Reduzierung der Anleihekäufe

Dieses Mal sind die Börsen etwas früher dran, denn auf der jüngsten Notenbanksitzung der Fed in dieser Woche wurde zwar beschlossen, die Anleihekäufe (QE) erneut zu reduzieren, doch mit einer Senkung um 10 Mrd. US-Dollar werden immer noch monatlich Assets im Wert von 25 Mrd. US-Dollar gekauft. - Man lernt offenbar aus der Vergangenheit, doch geholfen hat dies nicht. Als die ersten durch den Ausgang wollten, folgte schnell die Masse. Und so kam es zu dem Ausverkauf, weil die Anleger panisch wurden.

Ordentliche US-Arbeitsmarktdaten – Fed dürfte an ihrem Plan festhalten

Zumal die Fed angesichts der jüngsten Arbeitsmarktdaten vom Freitag an ihrem bisherigen Plan festhalten wird und spätestens im Oktober dann tatsächlich das QE-Programm beendet sein dürfte. Der ADP-Beschäftigungsreport fiel mit einer Zahl von 218,000 zwar niedriger als erwartet aus (die Marktprognosen hatten auf 230.000 getippt), aber die Zahl liegt weiterhin über der Marke von 200.000. Zumal ein gewisser Rückschlag von den 281.000 des Vormonats unvermeidlich wohl war.

Der offizielle Arbeitsmarktbericht von heute bestätigte den ADP-Bericht. Demnach lag die Zahl der neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Juli bei 209.000. Erwartet wurden auch hier 230.000, nach 288.000 zuvor.

neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA
(Quelle: Markt-Daten.de) neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA

Die Arbeitslosenquote beträgt im Juli 6,2%. Erwartet wurden 6,1% nach 6,1%.

Arbeitslosenquote in den USA
(Quelle: Markt-Daten.de) Arbeitslosenquote in den USA

Frühjahrsdelle vollständig aufgeholt

Und auch die BIP-Daten geben der Fed den nötigen Spielraum für das Ende von QE3,5. Denn nicht nur die Zahlen für das 2. Quartal übertrafen alle Erwartungen bei Weitem - das Wachstum lag bei +4,0 Prozent, während die die Prognose nur auf +3,0 Prozent lautete - sondern auch das 1. Quartal und die Zahlen der gesamten zweiten Hälfte des vergangenen Jahres wurden nach oben revidiert. Damit stieg das reale US-BIP-Wachstum im Jahre 2013 von 2,6 Prozent auf 3,1 Prozent.

BIP in den USA
(Quelle: Markt-Daten.de) Bruttoinlandsprodukt in den USA

Darüber hinaus wuchs der Kern-Index für den Individualkonsum im 2. Quartal („PCE-Deflator“) auf einer annualisierten Basis um 2,0 Prozent, womit das Federal Open Market Committee (FOMC) bereits eines seiner zwei Ziele erreicht hat.

Die bessere Wirtschaftslage und die höhere Inflation spiegelten sich sodann auch im FOMC-Statement wieder. So war diesem zu entnehmen, dass sich die Inflation nun in Richtung ihrer Zielmarke bewegt, und dass die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt sich verbessert haben.

Ausblick

Entsprechend könnten sich die Märkte im Hinblick auf das Ende von QE noch etwas belastet zeigen, letztlich erwarten wir aber, dass sich die US-Wirtschaft nun endlich selbst trägt, ein weiteres QE-Programm also nicht nötig sein wird, und die Märkte dies letztlich auch erkennen und positiv werten werden. Denn eine sich selbsttragende Wirtschaft ist langfristig gesehen besser für die Aktienmärkte als eine liquiditätsgetriebene Rallye ohne solides Fundament in Form von Wirtschaftswachstum.

Wir sind also entsprechend nur kurzfristig skeptisch und hatten zum Glück einige Depot-Positionen rechtzeitig mit einem StopLoss abgesichert. So waren am Donnerstag die Aktien von E.ON und ein Discount-Zertifikat auf die Allianz mit jeweils rund 10 Prozent Gewinn aus dem Depot geflogen. E.ON ist seitdem vom Verkaufskurs bei 14,35 Euro auf 13,595 Euro kräftig abgestürzt – um 5,3 Prozent in nur zwei Tagen.

EON - Chartanalyse

Und auch das Allianz-Zertifikat (unterer Teil im folgenden Chart) ist nach dem Verkauf deutlich zurückgekommen, weil die Aktie (oberer Teil im Chart) ebenfalls kräftig abgerutscht ist.

Allianz - Trade und Chartanalyse

Langfristig sind wir aber absolut bullisch. Und dies spiegelt sich auch in den jüngsten Käufen wider, die wir nach den herben Kursverlusten für unser „Geldanlage Premium Depot“ zu deutlich günstigeren Preisen vorgenommen haben.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu DAX, S&P500, Öl, EUR/USD und Gold
von Sven Weisenhaus

DAX

Am Freitag haben wir zum Beispiel einen neuen DAX-Long-Trade ins Depot aufgenommen. Dieser wurde möglich, weil der Index unserem Elliott-Wellen-Szenario weiter gefolgt ist, wonach es zu einer zweiten Abwärtselle (C, siehe roter Pfeil im Chart) kommen sollte.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Natürlich hatten wir nicht mit einer solchen Abwärtsdynamik gerechnet, wohl aber mit einem Erreichen eines Kursniveaus von 9.200 Punkten. Und genau in diesem Bereich wurde eine Limit-Kauf-Order ausgeführt, die wir bereits Anfang Mai unseren Lesern nahegelegt hatten.

Wir würden sogar noch weiter fallende Kurse begrüßen, auch wenn wir dann in einigen Depotpositionen zwischenzeitig Verluste erleiden würden. Denn wir haben unter anderem noch eine weitere Limit-Kauf-Order auf den DAX im Markt, die ausgeführt wird, wenn der Index auf ca. 9.040 Punkte fällt.

Zu erwähnen bleibt noch, dass wir auch noch einen Alpha-Trade aus einem DAX-Long und einem Short auf den S&P500 im Depot haben. Damit wollen wir mit fallenden Kursen im S&P500 Gewinne erzielen, diese dann durch den Verkauf des S&P500-Short realisieren und dadurch mit dem verbleibenden zweiten DAX-Long noch weiter auf die Long-Seite wechseln. Diese Strategie geht bislang zu 100 Prozent auf.

S&P500

In den vorangegangenen Ausgaben mussten wir immer wiederholen, dass der Kampf im S&P500 um die obere Linie des Trendkanals (roter Kreis im Chart) anhält und ein Kursrutsch auf 1.900 Punkte überfällig ist, weil der seit Oktober 2011 (!) gültige Aufwärtstrend einfach zu lange anhält und daher zu reif ist. Nun können wir endlich berichten, dass es diesen Kursrutsch gegeben hat und die grüne Aufwärtstrendlinie wie erwartet angesteuert wurde.

S&P500 - Chartanalyse

Noch wurde die Marke von 1.900 Punkten und damit unser Kursziel, welches wir mit dem oben genannten Short-Trade angepeilt haben, nicht vollständig erreicht, wir sind aber mit einem aktuellen Gewinn von bereits über 10 Prozent sehr nah dran (Ziel: 14,29 Prozent).

Diese Bewegung, die wir mit dem S&P500-Short aus dem Alpha-Trade handeln wollten, ist nicht mehr als nur eine kleine Gegenbewegung. Der Index hat noch sehr viel mehr Abwärtspotential. Eine größere Korrektur könnte den Index sogar auf unter 1.800 Punkte drücken, ohne dass der Aufwärtstrend gebrochen würde. Dies ist auch unser nächstes Kursziel.

Schon jetzt haben aber die insgesamt zwei Short-Positionen auf den S&P500 dazu beigetragen, dass unser Gesamtdepot fast vollständig vor den jüngsten Verlusten an den Aktienmärkten verschont geblieben ist.

Öl

Auch unser Trade auf die Ölsorte WTI entwickelt sich in die gewünschte Richtung. Nach einer kleinen Gegenbewegung auf die bereits vorangegangenen Kursrückgänge setzte sich die Abwärtsbewegung fort.

Öl - Chartanalyse

Der Preis der Ölsorte WTI (blau im Chart), auf den unsere Short-Position abzielt, ist wieder deutlich unter 100 US-Dollar gerutscht und verblieb damit in seiner engeren Seitwärtsrange (dunkelblau im folgenden Chart). Er markierte sogar ein neues Zwischentief, womit weitere Kursrückgänge zu erwarten sind.

WTI-Ölpreis- Chartanalyse

Es besteht eine hohe Chance, dass diese enge Seitwärtsrange kursbestimmend bleibt und das untere Ende der Range angesteuert wird. Wir halten daher an dem Short-Trade auf die Öl-Sorte WTI fest und hoffen, dass der untere Bereich der Seitwärtsrange weiter Stück für Stück angesteuert wird, es also weiter in Richtung der Unterstützungen bei ca. 90 US-Dollar geht.

Derweil gibt es neue Anzeichen für sinkende Notierungen von fundamentaler Seite. Am 23. März berichteten wir hier im „Geldanlage-Brief“ bereits über gute Gründe für längerfristig fallende Ölpreise, weshalb wir langfristig auf diese fundamentalen Daten und damit auf fallende Notierungen setzten. Nun hat sich ein mit Öl vollbeladener Tanker aus Texas auf eine bedeutende Reise in Richtung Südkorea gemacht. Mit seinem Auslaufen wird zum ersten Mal seit den 1970er Jahren wieder nicht raffiniertes amerikanisches Öl ohne Einschränkungen aus den USA ins Ausland verkauft. Laut dem Wallstreet Journal könnte der beispiellose Boom der amerikanischen Ölproduktion eine Schwemme an Ultraleichtöl nach sich ziehen. Seit Ende 2011 hat sich laut offiziellen Daten die US-Ölproduktion um rund 48 Prozent auf etwa 8,4 Millionen Barrel pro Tag erhöht.

EUR/USD

Der EUR/USD-Wechselkurs hat unser Kursziel von 1,34 US-Dollar (roter Pfeil Nr. 2 im Chart) vollständig erreicht und notierte sogar knapp unter dieser Marke.

EUR/USD - Chartanalyse

Im „Geldanlage Premium Depot“ hatte dies am Mittwoch Konsequenzen. Da unser Kursziel erreicht war, verkauften wir unseren Euro-Trade, der auf fallende Notierungen setzte, mit einem Gewinn von über 15 Prozent nach nur 26 Tagen Haltedauer

Wir erwarten nun eine Gegenbewegung auf die vorangegangenen Kursrückgänge, sehen den Euro dann aber weiter abwärts tendieren.

Gold

Der Goldpreis macht weiterhin keine Freude und schwankt lediglich um die 1.300 US-Dollar-Marke leicht abwärts. Es besteht aber nach wie vor die Chance, dass wir damit lediglich die Korrekturwellen A, B und C gesehen haben. Im besten Fall sollte danach die nächste 5-gliedrige Aufwärtsbewegung folgen, womit wir es lediglich mit einer zwischengeschalteten Konsolidierung zu tun hätten.

Gold - Chartanalyse

Dieses Szenario ist solange wahrscheinlich, wie das 61,80-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 1.280 US-Dollar nicht unterschritten wird. Mit Blick auf den Chart zeigt sich, dass der Kurs diese Marke gerade so halten konnte.

Ein erneuter Anstieg würde zum saisonalen Verlauf passen, den wir bereits am 6. Juli ins Spiel gebracht hatten und wonach es im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre insbesondere ab Juli bis zum Jahresende zu steigenden Notierungen kam. Damit wäre bis Jahresende sogar ein optimistisches Kursziel von 1.392,08 US-Dollar denkbar. Dort lag das Hoch der vorangegangenen Aufwärtsbewegung, die von Ende 2013 bis März 2014 lief.

Vorsichtshalber haben wir zu unserem Gold-ETF im „Geldanlage Premium Depot“ eine Stopp-Order in den Markt gelegt und uns damit 20 Prozent Gewinn gesichert. Unser Gold-ETF (grüner Kursverlauf im folgenden Chart) liegt bei über 20 Prozent im Plus. Gold hingegen kann nur einen Gewinn von ca. 6 Prozent seit Depotaufnahme (18.12.2013) vorweisen.

Gold - Trade per ETF

Die Outperformance des Gold-ETF zum Goldpreis dürfte langfristig noch größer werden.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 32: Handelswoche vom 04.08. bis 08.08.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 04.08.2014

11:00 - EU Erzeugerpreise Industrie Juni

Dienstag, 05.08.2014

09:55 - DE Dienstleistungsindex Juli
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juli
11:00 - EU Einzelhandel Juni
16:00 - US Industrieaufträge Juni
16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Juli

Mittwoch, 06.08.2014

12:00 - DE Auftragseingang Industrie Juni
14:30 - US Handelsbilanz Juni

Donnerstag, 07.08.2014

11:00 - DE ifo Wirtschaftsklima Euroraum 3. Quartal
12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe Juni
13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
13:45 - EU EZB Sitzungsergebnis
14:30 - EU EZB PK zur Ratssitzung
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
21:00 - US Verbraucherkredite Juli

Freitag, 08.08.2014

08:00 - DE Umsatz verarb. Gewerbe Juni
08:00 - DE Außenhandel Juni
08:00 - DE Insolvenzen Mai
16:00 - US Großhandel Juni

 


 

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