Achtung! - US-Indizes crashen regelmäßig im September

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - USA oder Europa - Welcher Markt hat Recht?
  2. DAX Chartanalyse - Entwarnung erst bei über 9.600 Punkten
  3. S&P500 Chartanalyse – US-Indizes crashen regelmäßig im September
  4. Volatilität (VIX) - Über 20% Gewinn bei fallender Volatilität
  5. Termine der kommenden Woche

 

›› Marktanalyse
- USA oder Europa - Welcher Markt hat Recht?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Aktienmärkte haben sich in dieser Woche sehr stabil entwickelt. An den US-Börsen führten die Kursgewinne teilweise sogar zu neuen Hochs. Hier kann man kaum von einer Korrektur sprechen, sondern lediglich von einer kleinen Unterbrechung im Aufwärtstrend.

Unterschiedliches Marktverhalten

In Europa kam es zumindest zu einer ordentlichen Gegenbewegung. Aber im DAX haben wir zum Beispiel noch viel Platz bis zu dem vorangegangenen Hoch bei über 10.000 Punkten. Ähnlich sieht es im EuroStoxx50 und anderen Indizes auf unserem Kontinent aus. Daher kann man klar behaupten, dass wir uns hier noch in einer Korrektur befinden.

DAX und EuroStoxx50 in einer Korrektur

Neue Hochs oder neue Tiefs?

Vor dem Hintergrund, dass die Aktien hierzulande sehr oft den US-Märkten folgen, stellt sich nun natürlich die Frage, welcher Markt denn nun Recht hat. Korrektur oder nicht? Neue Hochs oder neue Tiefs?
Natürlich kann Ihnen diese Fragen niemand mit Sicherheit beantworten, höchstens im Nachhinein. Aber man kann sich anhand der vorliegenden Informationen eine Meinung bilden und sich mit seinen Investments sinnvoll positionieren.

Das „Geldanlage Premium Depot“ ist auf alles vorbereitet

Wir haben beides getan. Unserer Meinung nach wird es zu einem erneuten Einbruch der Aktienmärkte kommen. Und unsere Depotstrategie ist so ausgerichtet, dass wir sowohl steigenden als auch fallenden Kursen etwas Positives abgewinnen können. In dieser Woche gab es auch keine Ereignisse oder Meldungen, die etwas Wesentliches an unserer bisherigen Einschätzung hätten ändern können.

Der Plan der US-Notenbank Fed

Zum letzten Treffens des „Federal Open Market Committee“ (FOMC) wurde (aus dem FOMC-Bericht vom Mittwoch) zum Beispiel lediglich bekannt, dass sich die Diskussion innerhalb des Komitees nicht mehr darum drehte, ob eine Zinserhöhung angebracht wäre, sondern ob man in Anbetracht der gestiegenen Inflation und der schneller als erwartet verlaufenden Verbesserung am Arbeitsmarkt mit den Zinserhöhungen schon eher beginnen sollte, um zu verhindern, dass die Ziele der US-Notenbank bezüglich der Arbeitslosigkeit und Inflation übertroffen werden.

Doch dies ändert nichts an unserer Erwartung, dass die Leitzinsen nicht vor Mitte 2015 angehoben werden. Das Ende der Anleihenkäufe wird nach jüngsten Aussagen der Fed-Chefin Yellen im Oktober sein. Insofern lesen wir aus dem FOMC-Bericht lediglich eine klare Botschaft an den Markt, dass dessen „Fed-Funds“-Ratenerwartungen denen der US-Notenbank hinterherhinken.

Euro und Aktienmärkte haben Abwärtspotential

Daraus ergeben sich Risiken für den Aktienmarkt und den Wechselkurs des Euro zum US-Dollar – beide haben (weiteres) Abwärtspotential. Da dies unseren bisherigen Erwartungen entspricht und unser Musterdepot entsprechend positioniert ist, ergibt sich daraus für uns derzeit kein Handlungsbedarf.

Geopolitische Entwicklungen können Problem für Aktienmärkte darstellen

Auch nicht durch die Meldung, wonach am Freitag erste russische Lastwagen mit Hilfslieferungen laut Separatisten in Luhansk angekommen sind, die Ukraine dies als russische Invasion bezeichnet und sich die NATO alarmiert über die wachsende Anzahl russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine zeigt. Denn auch dass die geopolitischen Entwicklungen ein Problem für die Aktienmärkte darstellen können, haben wir bereits mehrfach erläutert und hinreichend in unserem Depot berücksichtigt.

Die Zeit ist derzeit die höchste Hürde

Trotz der Kursgewinne in dieser Woche und teils neuen Hochs (USA) haben diverse Indizes noch wichtige Hürden zu überwinden, bevor man von einem endgültigen Ende der Korrektur sprechen kann. Eine der größten Hürden dürfte dabei die Zeit sein, denn die saisonal schwächste Phase des Jahres liegt erst noch vor uns.

Insbesondere im September müssen die US-Indizes oft am meisten Federn lassen, wie der durchschnittliche Verlauf des Dow Jones der vergangenen 30 Jahre exemplarisch zeigt (weitere saisonale Charts finden Sie auf www.seasonalcharts.de).

Dow Jones - saisonaler Verlauf

Der DAX beginnt seine korrektive Phase übrigens saisonal betrachtet (siehe folgender Chart) früher als die US-Indizes. Genau wie in diesem Jahr bereits gesehen, starten hierzulande die Kursverluste gewöhnlich bereits im Juli und halten bis Ende September an. Daher ist es keineswegs ungewöhnlich, dass der DAX auch aktuell deutlich schwächer notiert als die US-Indizes.

DAX - saisonaler Verlauf

Wir trauen daher der aktuellen Entwicklung nicht und rechnen fest mit einer erneuten Korrektur, die das Ausmaß der vorangegangenen sogar übersteigen könnte.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› DAX Chartanalyse
- Entwarnung erst bei über 9.600 Punkten
von Sven Weisenhaus

Vor einer Woche schrieben wir, dass sich die Gegenbewegung im DAX fortsetzen kann, solange sich der DAX auf seinem bis dahin erarbeiteten Niveau hält. Der DAX konnte sich halten und die Gegenbewegung setzte sich fort. Dabei stieg der Kurs über das 38,20-Prozent-Fibonacci-Retracement.

DAX - Fibonacci-Marken

Viel gewonnen hat der Index damit aber noch nicht. Entwarnung gibt es nach wie vor erst, wenn der DAX auf über 9.600 Punkte zulegen kann. Denn dort hätte er mehr als 61,8 Prozent der vorangegangenen Abwärtsbewegung aufgeholt, weshalb erst dann nach der Fibonacci-Technik die Korrektur beendet wäre.

Bis dahin kann es noch zu einer zweiten Abwärtsbewegung kommen, die entweder zu einer Bodenbildung bei 8.900 Punkten führt oder zu einer zweiten Abwärtswelle, die der ersten in Umfang und Dynamik ähnelt. Dann würde der einen Bereich von ca. 8.400 Punkten ansteuern, wie wir es im langfristigen Elliott-Wellen-Szenario erwartet haben.

DAX - langfristige Elliott-Wellen-Analyse

Weil insbesondere die US-Indizes bislang nur wenig korrigiert haben, was durchaus Kapitalflüssen von Europa in die USA geschuldet sein kann, sehen wir noch keinen neuen Aufwärtstrend im DAX sondern erwarten eine erneute Abwärtswelle am Ende der noch laufenden Gegenbewegung.

Es bleibt also dabei, dass wir nach dem 1.000-Punkte-Kursrutsch, der die (Welle A) im langfristigen Elliott-Wellen-Szenario gebildet haben könnte, nach der Gegenbewegung (Welle B) noch eine Abwärtswelle C erwarten. Ob diese nun bis auf 8.200, 8.300 oder 8.400 Punkte rutscht oder bereits frühzeitiger endet, bleibt abzuwarten.

(Wenn Sie wissen möchten, wie Sie von dieser Entwicklung profitieren können, egal ob es nun weiter aufwärts oder noch einmal kräftig abwärts geht, dann testen Sie uns doch einfach eine Zeitlang. Sie können sich auf unserer Homepage für ein kostenloses Probe-Abonnement des „Geldanlage Premium Depot“ anmelden.)

 



›› S&P500 Chartanalyse
- US-Indizes crashen regelmäßig im September
von Sven Weisenhaus

Im Gegensatz zum Dow Jones (17.000) und Nasdaq100 (4.000) hat der S&P500 noch nicht seine wichtige runde Marke - in diesem Fall die 2.000 Punkte (rote Linie im Chart) - überschritten. Vollständig über den Berg sind die US-Indizes also noch nicht. Zumal derS&P500 auch lediglich erneut das obere Ende seines Aufwärtstrendkanals angesteuert hat (roter Kreis).

S&P500 - Chartanalyse

Die US-Indizes haben, wie oben bereits beschrieben, nur eine sehr kleine Korrektur vollzogen die keineswegs ausgereicht hat, um die sehr reifen Trends zu bereinigen. Der S&P500 hatte lediglich unser erstes Korrektur-Kursziel von 1.900 Punkten vollständig abgearbeitet.

Mit der aktuellen Stärke der US-Indizes hatten wir definitiv nicht gerechnet. Aber aufgrund der bevorstehenden saisonal schwachen Phase gehen wir davon aus, dass noch eine weitere Abwärtsbewegung folgen wird, die das Tief der vorangegangenen unterbieten sollte.

S&P500 - saisonal

Mit der noch vorhandenen Short-Position auf den S&P500 in unserem Depot würden wir von einer solchen Bewegung profitieren.

(Wollen Sie auch Gewinne in fallenden Märkten erzielen? Dann handeln Sie unsere Trades vom „Geldanlage Premium Depot“ einfach nach. Probieren Sie es 3 Wochen lang im kostenlosen Probe-Abonnement aus.)

 



›› Volatilität (VIX)
- Über 20% Gewinn bei fallender Volatilität
von Sven Weisenhaus

Die Anleger zeigen sich weiterhin sehr sorglos. Ablesbar ist dies zum Beispiel am Volatilitätsindex VIX, der sich auf dem Niveau von 13,5 Punkten eingependelt hat.

Volatilitätsindex VIX

Wie vor einer Woche bereits geschrieben, ist genau dies der Nährboden für eine zweite Korrekturwelle. Denn wenn die Anleger sich schnell wieder in Sicherheit wiegen, könnte eine erneute Korrektur die Märkte überraschen und damit „bereinigen“.

Vor einer Woche berichteten wir Ihnen bereits über einen Trade in unserem Depot, mit dem wir von einer sinkenden Volatilität Gewinne erzielen. Da wir nun wieder eine höhere Volatilität erwarten, haben wir diesen Trade am Donnerstag geschlossen und einen Gewinn von 20,41 Prozent nach nur 16 Tagen für unsere Leser erzielt. Wir werden diesen Trade zu günstigeren Kursen zurückkaufen, sobald der VIX ein bestimmtes Niveau erreicht hat.

(Wenn Sie wissen möchten, welches Niveau wir anstreben und mit welchem Wertpapier auch Sie solche Gewinne erzielen können, dann testen Sie das „Geldanlage Premium Depot“ doch 3 Wochen lang im kostenlosen Probe-Abonnement.)

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 35: Handelswoche vom 25.08. bis 29.08.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 25.08.2014

  • 16:00 - US FHFA Hauspreisindex Juni
  • 16:00 - US Verkäufe neuer Häuser Juli

Dienstag, 26.08.2014

  • 14:30 - US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
  • 15:00 - US Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex Juni
  • 16:00 - US Verbrauchervertrauen August

Mittwoch, 27.08.2014

  • 08:10 - DE GfK Konsumklima Studie September

Donnerstag, 28.08.2014

  • 09:55 - DE Arbeitsmarktdaten August
  • 10:00 - EU Geldvolumen Eurozone Juli
  • 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung August
  • 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone August
  • 14:30 - US BIP 2. Quartal
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US Anstehende Hausverkäufe Juli

Freitag, 29.08.2014

  • 08:00 - DE Einzelhandelsumsatz Juli
  • 08:00 - DE Großhandelsumsatz 2. Quartal
  • 08:00 - DE Bauhauptgewerbe Juni
  • 08:00 - DE Außenhandelspreise Juli
  • 11:00 - EU Vorabschätzung Inflation Eurozone August
  • 11:00 - EU Arbeitslosigkeit Juli
  • 14:30 - US Persönliche Einkommen Juli
  • 14:30 - US Persönliche Auslagen Juli
  • 15:45 - US Einkaufsmanagerindex Chicago August
  • 15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan August

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