Fed ändert Kriterien für Zinserhöhungen +++ Chart-Check: S&P500, Gold, Bund Future und Öl

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Fed ändert Kriterien für Zinserhöhungen
  2. Chart-Check - Chartanalysen zu S&P500, Gold, Bund Future und Öl
  3. Termine der kommenden Woche

›› Marktanalyse
- Fed ändert Kriterien für Zinserhöhungen
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefam Mittwoch legte mit Janet Yellen erstmals eine Frau als Präsidentin der US-Notenbank die geldpolitischen Weichenstellungen in der Pressekonferenz im Anschluss an die FOMC-Sitzung dar. Wie erwartet (siehe Geldanlage-Brief vom Mittwoch) reduzierte die Fed die Anleihenkäufe um 10 Mrd. auf 55 Mrd. US-Dollar pro Monat und beließ den Leitzins bei 0-0,25%.

Zielwert für die Arbeitslosenquote wurde aufgegeben

Einzige Änderung: Der Zielwert von 6,5% für die Arbeitslosenrate wurde aufgegeben. Doch auch die wurde im Vorfeld so erwartet (siehe ebenfalls Geldanlage-Brief vom Mittwoch). Denn die Fed erwartet die Arbeitslosenquote bereits in diesem Jahr bei nur noch 6,1% bis 6,3%. Die Zinsen sollen aber bis 2015 auf dem aktuellen Niveau bleiben, weshalb die Anpassung der „forward guidiance“ notwendig wurde.

Ereignisse der Woche laufen unspektakulär über die Bühne

Abgesehen von zwischenzeitig stärkeren Kursbewegungen verdauten die Märkte die Fed-Sitzung recht schnell. Auch der große Verfallstag am Freitag lief recht unspektakulär über die Bühne. Die wichtigsten Aktienindizes konnten die Woche mit Kursgewinnen abschließen.

Angst war der Boden für wieder steigende Kurse

Vor einer Woche war uns aufgefallen, dass sich durch den Bruch der 9.000er Marke bereits sehr schnell Panik verbreitet hatte. Wir werteten dies positiv, weil Angst unter Anlegern und Investoren die Wahrscheinlichkeit steigen ließ, dass damit der Boden für wieder steigende Kurse gelegt wurde. Wir rieten Ihnen daher, unbedingt Ruhe zu bewahren.

Kaufkurse in Gewinne verwandelt

Zudem berichteten wir, dass wir die Kursverluste für unser Musterdepot im Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ genutzt haben, um bereits im Gewinn verkaufte Positionen deutlich billiger zurückzukaufen.

DAX Kursverlauf der WocheDer DAX konnte mit einem Plus von rund 300 Punkten bzw. 3,16% ordentlich Boden gutmachen. Er folgte damit nicht nur der „Panik-Theorie“, sondern auch weiterhin unserer Erwartung einer längeren Phase zwischen 9.000 und 10.000 Punkten.

Die DAX-Long-Position, die wir bei 8.970 Punkten ins Musterdepot geholt hatten (siehe „Einzelanalyse – DAX voll im Plan unseres Elliott-Wellen-Szenarios“), konnten wir nach nur 4 Tagen mit einem Gewinn von über 10% bereits wieder verkaufen.

DAX dürfte weiterhin unserem Plan folgen

In der kommenden Woche gilt es, unseren Plan konsequent weiter zu verfolgen. Eine DAX-Long-Position, die sich noch in unserem Depot befindet, wird von weiter steigenden Kursen profitieren. Und sollte der DAX erneut in Richtung 9.000 Punkte fallen, dann nutzen wir die Kaufkurse wieder für weitere Schnäppchenkäufe.

Vielleicht überlegen Sie sich ja doch einmal, die Trades im „Geldanlage Premium Depot“ 1:1 mitzumachen?! Einfacher kann man mit der Börse kein Geld verdienen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus



›› Chart-Check
- Chartanalysen zu S&P500, Gold, Bund Future und Öl
von Sven Weisenhaus

S&P500

Der S&P500 tendiert weiterhin im Bereich seiner oberen Trendkanalbegrenzung (roter Kreis im Chart). Da diese mit jedem Tag weiter ansteigt, hat auch der Index im Zeitablauf immer wieder leichtes Potential nach oben.

S&P500 - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Wochenkerzen

Im Gegenzug wird dadurch aber auch das Abwärtspotential immer größer und der Trend immer reifer. Wir erwarten daher, dass der S&P500 bald wieder stärkere Kursverluste hinnehmen muss.

Im Chart sind allerdings auch viele Linien zu sehen, die als Unterstützung bereitstehen. Die Bären haben also keine leichte Aufgabe vor sich, wenn Sie gegen die Bullen endlich auch mal mehr Boden gutmachen wollen.

Das Chance/Risiko-Verhältnis zwischen Short- und Long-Positionen war schon einmal so schlecht und es hat anschließend zu starken Kursverlusten geführt. Eine Wiederholung ist sehr wahrscheinlich – die Frage ist nicht ob, sondern wann. Im „Geldanlage Premium Depot“ sind wir bereits auf Kursrückgänge im S&P500 vorbereitet.

Gold

Der Goldpreis hat in dieser Woche durch die weitere Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed ordentlich auf den Deckel bekommen. Die Verluste beliefen sich im Maximum auf über 5%, allerdings blieb der Kurs noch innerhalb eines kurzfristigen Aufwärtstrends (siehe Chart).

Gold - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Vor diesem Hintergrund hätte der Teilverkauf eines Gold-ETF, den wir für unsere Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“ am 13. März mit einem Gewinn von 25% vorgenommen haben, kaum besser getimet sein können. Denn nur zwei Handelstage später begann die Abwärtsbewegung.

Langfristig erwarten wir von den Goldaktien noch sehr viel mehr, doch nun muss man erst einmal abwarten, wo sich der Goldpreis hinbewegt.

Aus Sicht der Elliott-Wellen kann man die Aufwärtsbewegung seit dem Tief bei ca. 1.180 US-Dollar als 5-gliedrige Aufwärtsbewegung zählen (siehe folgender Chart), womit dieser Trend als abgeschlossen angesehen werden kann. Die aktuelle Korrektur ist daher nicht weiter verwunderlich.

Gold - Elliott-Wellen-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Gold, Candlestick-Chart, Stundenkerzen

Und da Korrekturen gemäß der Elliott-Wellen-Theorie in einer ABC-Formation ablaufen, könnte es nach einer kleinen Aufwärtsbewegung (Welle B) noch einmal zu einer kräftigen Abwärtswelle (Welle C) kommen.

Man könnte allerdings auch die bisherige Abwärtsbewegung 3-gliedrig zählen, wegen einer kleinen Seitwärtskonsolidierung am 18. März. Daher empfiehlt sich, wie oben bereits geschrieben, derzeit eine abwartende Haltung.

Bund Future

Der Bund Future hat uns in dieser Woche so richtig Freude bereitet. Genau wie Gold hat er unter der Notenbanksitzung der Fed mächtig gelitten. Von knapp 144 ging es auf fast 142 Punkte abwärts.

Bund Future - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Bund Future, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Damit bestätigte sich ein weiteres Mal das gegenläufige Verhalten von Aktien- und Rentenmarkt. Während der DAX in dieser Woche ordentliche Gewinne vorweisen kann, fanden Verkäufe am Rentenmarkt statt.

Ein steigender Bund Future wurde durch die Entwicklungen in der Ukraine begünstigt, weil deutsche Anleihen als sicherer Hafen gelten. „Doch politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine“, hieß es hier vor einer Woche, und so hielten wir diesen Effekt für nur temporär. Wir sahen genügend Anzeichen dafür, dass der Bund Future zuletzt zu hoch notierte.

Eine Short-Position, die wir im „Geldanlage Premium Depot“ bereits eingegangen waren, hatten wir sogar ausgebaut und hier darüber berichtet. „Damit werden wir kurzfristig noch höhere Gewinne erzielen, wenn es bald wieder zu einem Rücksetzer im Bund Future kommt“, lautete unser Plan und wir forderten Sie auf, uns bei diesem relativ sicheren Trade zu begleiten, durch einen 3-wöchigen kostenlosen Test unseres Börsendienstes „Geldanlage Premium Depot“.

Unser Plan ging auf und so konnten wir am vergangenen Mittwoch den Short-Trade mit einem Gewinn von über 18% nach nur 6 Tagen abschließen. Der Test des Dienstes hat sich also für die Leser, die unserer Aufforderung gefolgt sind, voll bezahlt gemacht. Theoretisch haben Sie alleine mit diesem einen Trade ein komplettes 6-Monats-Abo verdient.

Öl

Am Mittwoch der vorangegangenen Woche haben die USA erstmals seit 1990 Öl aus ihrer strategischen Reserve am Markt angeboten. Dies erfolgte vermutlich, um gegenüber Russland im Krim-Konflikt Einfluss auf die Energiemärkte zu demonstrieren.

Hinzu kommt, dass der Irak so viel Öl wie zuletzt vor 35 Jahren produziert. Mittlerweile ist das Land die Nummer zwei der Opec-Förderländer. Lediglich Saudi-Arabien produziert noch (wesentlich) mehr Erdöl. Während der Irak rund 11,3% des Erdöls der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zu Tage bringt, ist es bei Saudi-Arabien rund ein Drittel.

Der Iran ist inzwischen mit 9,3% auf Rang 4 abgerutscht. Allerdings kündigte das Land an, seine Förderung von derzeit 2,8 Millionen Barrel je Tag auf bis zu 4 Millionen Barrel je Tag anheben zu wollen. Der iranische Ölminister sagte sogar laut einem Bericht der FAZ: „Unter allen Umständen werden wir 4 Millionen Barrel erreichen, selbst wenn der Ölpreis dadurch auf 20 Dollar pro Barrel fällt“. Damit droht der Iran der Opec einen Preiskrieg an.

Momentan werden in der Opec täglich 30,5 Millionen Barrel gefördert. Das ist mehr als der von der Internationalen Energieagentur (IEA) geschätzte Bedarf an Opec-Öl von 29,7 Millionen Barrel je Tag.

Mehr Angebot erzeugt gewöhnlich fallende Preise. Und wenn der Bedarf sogar niedriger ist als das Angebot, führt das oftmals zu einer Preiskorrektur nach unten.

Wir sehen in den Ölsorten Brent und WTI übergeordneten Seitwärtsbewegungen. Im Brent läuft die Range von ca. 113 bis auf 100 US-Dollar und im WTI sehen wir eine Bandbreite von 103 bis 92 US-Dollar (siehe Chart).

Ölpreis der Sorte WTI - Chartanalyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) Ölpreis WTI, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Da sich der WTI-Ölpreis derzeit im oberen Bereich seiner Range aufhält, passen die fundamentalen Grüne für fallende Kurse zur charttechnischen Situation.

Im „Geldanlage Premium Depot“ setzen wir bereits mit einer entsprechenden Short-Position auf fallende Ölpreise und konnten damit bereits zwei Mal hohe Gewinne für unsere Leser erwirtschaften.



›› Termine der kommenden Woche

(KW 13: Handelswoche vom 24.03. bis 28.03.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 24.03.2014

  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe März
  • 09:30 - DE Dienstleistungsindex März
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone März
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone März
  • 13:30 - US Chicago Fed National Activity Index Februar


Dienstag, 25.03.2014

  • 10:00 - DE ifo Geschäftsklimaindex März
  • 14:00 - US Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex Januar
  • 15:00 - US Verbrauchervertrauen März
  • 15:00 - US FHFA Hauspreisindex Januar
  • 15:00 - US Verkäufe neuer Häuser Februar


Mittwoch, 26.03.2014

  • 08:10 - DE GfK Konsumklima Studie April
  • 13:30 - US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Februar


Donnerstag, 27.03.2014

  • 10:00 - EU Geldvolumen Eurozone Februar
  • 13:30 - US BIP 4. Quartal
  • 13:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 15:00 - US Anstehende Hausverkäufe Februar


Freitag, 28.03.2014

  • 08:00 - DE Außenhandelspreise Februar
  • 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung März
  • 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone März
  • 14:30 - US Persönliche Auslagen Februar
  • 14:30 - US Persönliche Einkommen Februar
  • 14:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan März

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