Über Crashgefahren und Gewinnchancen und warum die Deutschen schlechte Anleger sind

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Der Wahnsinn geht weiter – Crashgefahren und Gewinnchancen am Rentenmarkt
  2. Die Deutschen sind schlechte Geldanleger – Machen Sie es besser!
  3. Ultrasonic AG – Börsenkrimi

 

›› Der Wahnsinn geht weiter
– Crashgefahren und Gewinnchancen am Rentenmarkt
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder Wahnsinn an den Finanzmärkten geht weiter. Weil die Zinsen von den Notenbanken immer weiter gedrückt werden, gehen Anleger und Investoren immer höhere Risiken zu immer niedrigeren Renditen ein. Ursprünglich war es mal so, dass man für höhere Risiken mit höheren Renditen entschädigt wurde. Dieses „Gesetz“ ist aber von den Notenbanken im Kampf gegen die Krisen ausgesetzt worden.

Anleger akzeptieren sogar negative Renditen

So fiel zum Beispiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am Dienstag wieder unter die Marke von 1,0 Prozent. Im Handelsverlauf lag sie zwischenzeitig bei nur noch 0,990 Prozent. Die Umlaufrendite nähert sich derweil wieder ihrem Rekordtief bei 0,74 Prozent, nachdem sie im Jahr 2011 noch bei 3,20 Prozent lag.

Umlaufrendite auf Rekordtief

Zweijährige Papiere rentieren weiterhin auf negativem (!) Niveau. Eine Auktion vom Mittwoch vergangener Woche zur Aufstockung einer Bundesschatzanweisungen mit Fälligkeit am 16. September 2016 (ISIN DE0001137479) brachte den Investoren eine Durchschnittsrendite von -0,07 Prozent. Anleger sind also bereit, dafür zu bezahlen, dass sie der Bundesregierung Geld leihen dürfen. Und sie reißen sich förmlich darum - die Auktion war 2,3fach überzeichnet.

Der deutsche Staat ist Profiteur, der Sparer Verlierer der Geldpolitik

Zweifelsohne dürften bei Wolfgang Schäuble die Champagner-Korken knallen. Denn der deutsche Staat ist damit der große Profiteur der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Dagegen sind die deutschen Sparer ganz klar die Verlierer.

Spanien - Es geht noch kurioser

Auch die Regierung in Madrid will einen Nutzen aus der günstigen (bzw. irrsinnigen) Situation auf den Kapitalmärkten ziehen. Spanien hat erstmals Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 50 Jahren (!!) ausgegeben. Wie das dortige Wirtschaftsministerium bereits am 28. August mitteilte, brachte die Anleihe, die mit 4 Prozent im Jahr verzinst und im Oktober 2064 fällig wird, dem Staat eine Milliarde Euro in die Kasse.

Und am vergangenen Donnerstag hat Spanien den Anlegern für dreijährige Staatspapiere mit einer Verzinsung von im Schnitt 0,565 Prozent so wenig Rendite wie noch nie gezahlt. Insgesamt nahm das Land damit 3,57 Milliarden Euro ein. Die Überzeichnung betrug hier das 1,9fache.

Die Anleger scheinen völlig vergessen zu haben, dass auch das Gesamtvolumen der Staatsschulden in Spanien ein Rekordniveau erreicht. Es überschritt kürzlich die Marke von einer Billion Euro, was nahezu 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht.

Marktteilnehmer setzten weiterhin auf die EZB

Offenbar setzen die Marktteilnehmer weiterhin darauf, dass die EZB angesichts schwacher Konjunkturzahlen weitere geldpolitische Maßnahmen ergreifen wird. Die Zinsen sind unnatürlich niedrig. Würde(n) die Notenbank(en) nicht massiv in den Markt eingreifen, lägen die Zinsen deutlich höher, weil der Markt dann wieder für die hohen Risiken, die sich unter anderem aus der nach wie vor weltweit hohen Staatsverschuldung ergeben, Entschädigung in Form von höheren Renditen verlangen würde. Doch weil die Notenbanken quasi die Rückzahlung der Investitionen garantiert, ist das Risiko eines Ausfalls gering, die Furcht der Anleger gering und die Zinsen entsprechend niedrig.

Crashgefahren am Rentenmarkt

Zweifelsohne wird der Tag kommen, an dem entweder die Geldpolitik fehl schlägt und Schlimmeres nicht mehr verhindert werden kann oder sich Erfolge einstellen und die Notenbanken ihre Programme wieder zurückfahren können. In beiden Fällen wird es zu steigenden Zinsen und damit fallenden Anleihekursen kommen, wobei im ersten Szenario ein Crash droht und in der zweiten Variante ein geordneterer Ablauf mit über einen längeren Zeitraum kontinuierlich leicht anziehenden Zinsen und ebenso moderat fallenden Anleihekursen zu erwarten ist.

Beispiel USA

Bestes Beispiel für letzteres sind die USA. Dort hat die Notenbank Federal Reserve (Fed) den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik begonnen und dabei ein sehr behutsames Vorgehen an den Tag gelegt. Zuvor gab es klare Anzeichen dafür, dass die Geldpolitik gefruchtet hat, was sich in einer deutlichen Erholung der US-Konjunkturdaten ablesen lässt.

Die zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen rentieren daher inzwischen wieder bei 2,54 Prozent, nachdem sie im Juli noch ein Tief bei 1,47 Prozent markiert hatten.

Rendite 10-jähriger Anleihen in den USA

Gewinnchancen am Rentenmarkt

Doch wie kann man nun von solchen Entwicklungen profitieren? Natürlich wird man von steigenden Zinsen unmittelbar profitieren, wenn man über Sparguthaben zum Beispiel auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten verfügt. Für risikobereitere Anleger oder Trader ist dies aber natürlich uninteressant. Hier könnte sich ein Blick auf den Bund Future lohnen, den man an der Börse direkt oder indirekt handeln kann und bei dem man sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen kann.

Bund Future - Übertreibung

Bereits in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 31. August berichteten wir in Bezug auf den September-Kontrakt des Bund Futures von einem „Kursverlauf wie zu Zeiten des Neuen Marktes!“ Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kurs am 28. August ein Hoch bei 151,83 Punkten markiert. (Inzwischen ist dieser Kontrakt ausgelaufen und der Dezember-Kontrakt (siehe Chart) gilt, der allerdings rund 2 Prozentpunkte unter seinem Vorgänger notiert.) Die Warnung kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn in den darauffolgenden Tagen fiel der Kurs im Tief auf 147,63 zurück. Mit dem angeratenen Short-Trading hätte man also bereits Gewinne erzielen können.

Nach der Trendwende ist mit Short-Trading viel Geld zu verdienen

Wir wiederholen daher aus der Analyse vom 31. August: „Nach der Trendwende ist mit Short-Trading viel Geld zu verdienen.“ Wenn der Bund Future nun sein Hoch bei 149,85 Punkten nicht mehr überbieten kann und stattdessen unter das jüngste Tief fällt, dann könnte man bereits von einer Trendwende oder zumindest einer Topbildung ausgehen. In diesem Fall kann man über geeignete Wertpapiere Short-Trades eingehen und von fallenden Kursen profitieren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


P.S.: Sie wollen zukünftig von solchen Analysen profitieren? Sie wollen wissen, mit welchen Wertpapieren man bei steigenden Zinsen bzw. einem fallenden Bund Future Gewinne erzielen kann? Dann melden Sie sich zu unserem Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ an und bilden Sie unser Depot einfach 1:1 nach. Erfahren Sie, welche Wertpapiere man meiden sollte, welche Aktien aktuell in ein Depot gehören und welche Investments Kurspotential bieten. Das Beste: Sie können uns 3 Wochen lang kostenlos testen. Melden Sie sich jetzt hier an!

 



›› Die Deutschen sind schlechte Geldanleger
– Machen Sie es besser!
von Sven Weisenhaus

Trotz der Minizinsen, die aufgrund der Inflation zu realen Wertverlusten führen, brachten die meisten Europäer im Jahr 2013 (wieder) einen großen Teil ihres Ersparten zur Bank. Die Westeuropäer hielten nach den Angaben im „Global Wealth Reports“ des Versicherungskonzerns Allianz Ende 2013 fast ein Drittel ihres Geldvermögens in Form von Sicht-, Termin- und Spareinlagen. Nur 27 Prozent wurden in Wertpapiere investiert.

Nordamerikaner sind die besseren Anleger

Zum Vergleich: 54 Prozent des Geldvermögens von Nordamerikanern steckt in Aktien & Co., aber nur 13 Prozent in Bankeinlagen. Dadurch erhöhte sich das Brutto-Geldvermögen amerikanischer Haushalte im vergangenen Jahr mehr als doppelt so stark (mit 11,7 Prozent) wie das der Westeuropäer (5,2 Prozent).

Insbesondere Kursgewinne an Börsen erhöhen das Vermögen

Rund um den Globus summierte sich der Geld-Vermögensbestand laut der Studie der Allianz, die am Dienstag in Frankfurt vorgestellt wurde, auf 118 Billionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen demnach um 9,9 Prozent und damit so stark wie seit 2003 nicht mehr. Dabei haben insbesondere kräftige Kursgewinne an den Börsen das Geldvermögen privater Haushalte in aller Welt auf ein neues Rekordniveau getrieben. Das in Form von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren gehaltene Vermögen erzielte sogar ein Plus von 16,5 Prozent auf 45 Billionen Euro.

Der Vermögenszuwachs 2013 lag insgesamt auch deutlich über dem Plus der beiden Vorjahre von 8,3 Prozent (2012) und 2,8 Prozent (2011). Zudem übertraf er das langfristige Durchschnittswachstum von 2001 bis 2013 - jährlich 5,2 Prozent - klar.

(Immobilien, Ansprüche auf die gesetzliche Rente oder Vermögensgegenstände wie Autos oder Kunst sind in der Statistik nicht enthalten.)

Jeder Deutsche besitzt 44.280 Euro

Dabei waren auch die Deutschen mit einem Brutto-Geldvermögen von 5,153 Billionen Euro (+4,0 Prozent) 2013 so reich wie nie. Jeder Deutsche besaß durchschnittlich ein Netto-Geldvermögen von 44.280 Euro. Damit lag Deutschland im internationalen Vergleich auf dem 16. Platz.

Trotz höherer Renditen zogen Europäer Geld aus Aktien ab

Obwohl Aktien und festverzinsliche Wertpapiere eine deutlich höhere Rendite (16,5 Prozent in 2013) bieten als andere Vermögensformen, zogen vor allem Europäer Geld aus den lukrativen Anlagen ab. Während lediglich in den USA frisches Geld in nennenswerter Höhe in Aktien oder andere Wertpapiere floss, reduzierte sich der Bestand an Wertpapieren in Westeuropa (ohne die Schweiz) nach den Angaben der Allianz um etwa 45 Milliarden Euro oder rund 110 Euro pro Kopf.

Deutsche Privatanleger machen um Aktien einen weiten Bogen

Offenbar machen deutsche Privatanleger um Aktien noch immer einen weiten Bogen. Nach Informationen der Bundesbank halten sie nur 11,8 Prozent der deutschen Aktien. Institutionelle Investoren aus dem Ausland greifen dagegen beherzt zu. Fast zwei Drittel - 63,7 Prozent - der Marktkapitalisierung des Dax entfallen inzwischen auf Halter aus dem Ausland. Betrachtet man alle deutschen Aktiengesellschaften, ergibt sich ein ähnliches Bild wie beim Dax. Laut Bundesbank befanden sich zuletzt 57 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung in den Händen ausländischer Investoren. Inländische Anleger hielten knapp 43 Prozent, wobei der Löwenanteil auf institutionelle Investoren, also vor allem Investmentfonds, Banken, Versicherungen und Pensionskassen entfiel.

Niedrigzinspolitik belastet deutsche Privathaushalte und entlastet Südeuropäer

Aus dem Weltvermögensbericht der Allianz geht ebenfalls hervor, dass die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer kräftigen Umverteilung innerhalb des Euroraums geführt hat. Während die Niedrigzinspolitik die Privathaushalte in Deutschland etwa 23 Milliarden Euro gekostet hat seit dem Jahr 2010, wurden die Spanier gleichzeitig um 54 Milliarden Euro entlastet, die Italiener um 39 Milliarden Euro, die Franzosen um 19 Milliarden Euro, die Portugiesen um 16 Milliarden Euro und die Griechen um 13 Milliarden Euro.

Ein Grund dafür ist, dass in den südeuropäischen Ländern der Grad der privaten Verschuldung höher ist. In diesen Ländern sind, anders als in Deutschland, flexible Zinsen bei Hypothekendarlehen verbreitet. Und wenn der Leitzins sinkt, dann spüren dies die dortigen Schuldner durch Zinsentlastungen schnell, während bei den meist sehr langfristigen Hypothekendarlehen in Deutschland der Zinseffekt deutlich langsamer wirksam wird.
Profitiert haben also von den drastischen Zinssenkungen der EZB die Schuldner, während die Gläubiger erhebliche Zinseinbußen erlitten haben.

Fazit

Die Analyse der Allianz, die Sie hier als PDF-Dokument einsehen können, zeigt also sehr deutlich, dass die Deutschen schlechte Anleger sind. Weil die Mehrzahl lieber zur Miete wohnt, statt sich kreditfinanziert Eigenheim zu beschaffen, profitieren Sie von den niedrigen Zinsen nicht in dem Maße, wie es die Südländer tun. Und das vorhandene Geldvermögen stecken sie lieber aufs Sparbuch oder schlechtverzinste Konten, anstatt es in höherrentierliche Anlageformen wie Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere zu investieren.

Empfehlen Sie uns bitte weiter

Wie gut dass es solche Informationsdienste wie den „Geldanlage-Brief“ gibt, der einerseits die Aktienkultur und das Verständnis für Geld und Wirtschaft in Deutschland stärken möchte und seine Leser dabei andererseits gleichzeitig über lukrative Anlageformen und Trading-Möglichkeiten informiert.

Tun Sie Ihren Verwandten und Bekannten einen Gefallen: Leisten Sie Aufklärungsarbeit. Weisen Sie auf die Notwendigkeit von höher rentierlichen Investitionen hin – auch im Hinblick auf das Problem der Demographie und der Altersvorsorge, die durch das aktuelle Zinsumfeld geringer ausfallen könnte als erwartet (Stichwort: Garantieverzinsung). Oder empfehlen Sie uns einfach weiter.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


P.S.: Sie wollen zukünftig von unseren konkreten Investment-Tipps profitieren? Dann melden Sie sich zu unserem Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ an und bilden Sie unser Depot einfach 1:1 nach. Erfahren Sie, welche Wertpapiere man meiden sollte, welche Aktien aktuell in ein Depot gehören und welche Investments noch Kurspotential bieten. Das Beste: Sie können uns 3 Wochen lang kostenlos testen. Melden Sie sich jetzt hier an!

 



›› Ultrasonic AG
– Börsenkrimi
von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LRDie Ultrasonic AG (WKN 856099) ist die deutsche Holdinggesellschaft der Ultrasonic Gruppe. Ultrasonic entwickelt, produziert und vertreibt Sandalen, Slipper und Schuhsohlen und hat eine eigene „Urban Footwear“ Markenkollektion von hochwertigen Markenschuhen für den chinesischen Markt kreiert. Diese unter der eigenen Marke Ultrasonic vertriebene Urban Footwear Kollektion ist speziell für die Bedürfnisse der anspruchsvollen Mittelschicht in Chinas Großstädten konzipiert. Das Markenschuhsortiment reicht von einer „Casual" über eine „Outdoor" bis hin zu einer „Business" Linie, die in Ultrasonic Markenshops zusammen mit ausgewählten Accessoires angeboten werden. Die Produktionsanlagen befinden sich in der chinesischen Provinz Fujian.

Börsenkrimi

Lange Zeit war es ruhig um die chinesische Gesellschaft. Los ging es dann vor wenigen Wochen: Vorstandschef und COO waren offenbar verschwunden. Allein zurückgelassen wurde Finanzchef Chi Kwong Clifford Chan. Aber es geht noch weiter: Auch große Teile der liquiden Mittel in China und Hongkong sind verschwunden. Über die genaue Summe werden keine Angaben gemacht. Die Buchhaltung hat aber herausgefunden, dass das Geld offenbar transferiert wurde. Transferiert, also nicht mehr zugänglich für Ultrasonic. Die deutsche Holding hat noch Zugriff auf einen Betrag im sechsstelligen Eurobereich. Dadurch sind die Zahlungsverpflichtungen zunächst abgedeckt.

Nun, hätte man da nicht schon Erfahrungen mit Youbisheng Green Paper gemacht: Auch hier verschwanden die Manager und das Geld. Die Insolvenz ließ nicht lange auf sich warten.

Die Kursentwicklung

Die Kursentwicklung bei Ultrasonic entspricht dem überraschend negativen Newsflow: Der Kurs brach kurzzeitig von 7 Euro auf 1 Euro ein.

Ultrasonic AG - Kursverlauf

In den letzten Tagen kam es allerdings zu einer Kursverdreifachung auf 3 Euro. Der Grund: Der verschwundene Vorstandschef Wu, der angeblich große Geldsummen unterschlagen haben soll, ist wieder aufgetaucht. Der CEO hat „Sina“ aus China ein längeres Video-Interview gegeben, das angeblich in seiner Heimatstadt im Süden Chinas aufgezeichnet wurde. Darin bestreitet Wu jede kriminelle Intention, er habe kein Geld entwendet. Er habe sich in Hongkong sowie auf den Philippinen aufgehalten. Sein Handy habe er verloren und war daher über die Vorfälle nicht informiert. Allerdings ist weiterhin ungeklärt, wo sich die transferierten Millionen befinden.

Einschätzung

Allein das Auftauchen des CEO rechtfertigt nach unserer Meinung keinen Kursaufschlag auf 3 Euro. Sollten tatsächlich die Gelder wieder auftauchen, würden wir die Aktie nur mit 4 Euro preisen. Denn selbst hier bliebe die Frage offen, wie sich der Vorfall auf das operative Geschäft auswirken wird, also auf die Geschäftskunden, Mitarbeiter, etc. Das heißt, selbst für hartgesottene Zocker wird die Luft nach oben dünn. Das Totalverlustrisiko bleibt allerdings bestehen. Wir empfehlen daher, die Aktie Ultrasonic mit der WKN 856099 bestenfalls zu beobachten.


Aktienkurs:
3 Euro
Aktienanzahl in Mio.: 12,7
Börsenwert in Mio.: 38,1 Euro
WKN: A1KREX


Risikohinweis, Haftungsausschluss
Alle veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältigen Recherchen. Trotz größter Sorgfalt bei der Informationsbeschaffung und Erstellung kann nicht für die Richtigkeit der Daten, Informationen, Charts und Tabellen garantiert werden. Die dargestellten Informationen dienen lediglich der Information der Leser. Die Analysen stellen keinesfalls eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Ausdrücklich weisen wir auf die im Wertpapiergeschäft vorhandenen Risiken hin, bei denen auch ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann.

Liebe Leser,

der Newsletter "Börse-Intern" (ehemals "Geldanlage-Brief") ist Ihre kostenlose Informationsquelle zur Börse, den Aktienmärkten und Finanzen.

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie sind kostenlos dabei!




Datenschutzhinweise anzeigen...