DAX & S&P500 - Darum steht uns eine volatile Seitwärtsphase bevor +++ Trader-Treffen in Köln

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Trader-Treffen in Köln mit Sven Weisenhaus, Bernd Raschkowski und Jochen Steffens
  2. Marktanalyse – Darum steht uns eine volatile Seitwärtsphase bevor
  3. DAX – Die Herbstkorrektur ist noch nicht beendet
  4. S&P500 – Volatil im Trendkanal seitwärts
  5. Volatilität – Erst vom Anstieg, nun vom Rückfall profitieren
  6. Termine der kommenden Woche

 

›› Trader-Treffen in Köln
mit Sven Weisenhaus, Bernd Raschkowski und Jochen Steffens
von Geldanlage-Brief-Team

Hinweis:

Am kommenden Mittwoch, den 29.10.2014, findet in Köln ein Trader-Treffen inklusive kleinem Vortrag statt. Beginn ist um 19.00 Uhr.

Ihr Chefredakteur, Sven Weisenhaus, wird in dem Vortrag darstellen, welche Anlagekategorien aktuell (noch) die höchsten Renditechancen bieten.

Anschließend wird es ab ca. 20:00 Uhr die Gelegenheit geben, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Neben Herrn Sven Weisenhaus wird auch der Profi-Trader, Anlagecoach und freie Wirtschaftsjournalist Bernd Raschkowski sowie der Geschäftsführer der Stocksteet GmbH Jochen Steffens an diesem Erfahrungsaustausch teilnehmen.

DAX - Chartanalyse

Veranstalter des Trader-Treffens ist die Xing-Gruppe "Börsengruppe 'Bulle & Bär' Köln.

Falls Sie Lust haben, daran teilzunehmen, senden Sie uns eine kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Wir werden Ihnen dann den genauen Veranstaltungsort, ein alteingesessenes Brauhaus in Köln, mitteilen.


Ihr
Team von www.geldanlage-brief.de

 



›› Marktanalyse
– Darum steht uns eine volatile Seitwärtsphase bevor
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefin dieser Woche kursierten Meldungen, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) noch mehr Geld in die Märkte pumpen will und daher als nächste Stufe ein Kauf von Unternehmensanleihen anstehen könnte. Möglicherweise werde sie sich in der Sitzung Anfang Dezember offiziell damit beschäftigen.

Eine Art „Quantitative Lockerung“

Durch den Ankauf solcher Wertpapiere würde die EZB das Angebot verknappen und die Renditen drücken. Niedrigere Zinsen könnten die Wirtschaft stimulieren. Ein Kauf von Unternehmensanleihen wäre eine Quantitative Lockerung, aber eben (noch) nicht mit Staatsanleihen. Damit könnte die EZB die rechtliche Problematik, die aktuell beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) geprüft wird (wir berichteten), umschiffen.

Der zusätzliche Nutzen darf bezweifelt werden

Allerdings besteht für die großen Unternehmen, die derartige Anleihen begeben, gar keine Kreditklemme. Betroffen sind eher kleine und mittlere Unternehmen. Und auf dieses Segment zielt der bereits beschlossene ABS-Kauf (ABS = asset backed securities = forderungsbesicherte Wertpapiere).
Erst am Montag hat die EZB mit dem Kauf von Covered Bonds wie Pfandbriefen begonnen. Demnächst wird sie auch die umstrittenen ABS-Kreditverbriefungen kaufen.
Wir schließen uns daher der Meinung der Bundesbank an und halten eine Diskussion über immer neue geldpolitische Maßnahmen der EZB zum aktuellen Zeitpunkt für voreilig.

Perfekt durch die Kursturbulenzen gekommen

An den Aktienmärkten hat diese Meldung dennoch zu Kursgewinnen geführt. – Erst der doppelte Hinweis (12. Oktober und 15. Oktober) , trotz einstürzender Aktienkurse nicht in Panik zu geraten, dann der Ausblick, dass Kaufkurse in Sicht sind („Marktanalyse – Kaufkurse in Sicht“) – und nun steht der DAX, nach einem Tief bei ca. 8.350 Punkten, schon wieder im Bereich der runden 9.000er Marke.

DAX - Chartanalyse

Besser hätte man Sie wohl kaum durch das aktuelle Börsengeschehen geleiten können.

Das Musterdepot hat mächtig profitiert

Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass wir uns im „Geldanlage Premium Depot“ entsprechend verhalten haben. So wurden in die fallenden Kurse hinein „Versicherungen“ (S&P500-Short und VIX-Long) plangemäß aufgelöst und dafür neue Trades, die von steigenden Kursen profitieren (VIX-Short), ins Depot geholt. Dadurch haben wir in dieser Woche von den Kurserholungen mächtig profitiert – das Musterdepot legte auf Wochensicht zeitweise um mehr als 400 Euro zu.

Es könnte stürmisch bleiben

Es könnte aber sein, dass die typische Herbstkorrektur noch nicht vollständig beendet, sondern erst die Hälfte geschafft ist. Wir gehen nicht davon aus, dass die Jahresendrallye bereits begonnen hat. Zwar sehen wir keine (signifikanten) neuen Tiefs mehr, es dürfte aber noch einige Tage lang stürmisch bleiben.

Das saisonale Muster setzt sich im Kursverlauf fort

Vielleicht erinnern Sie sich noch, wie wir uns in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vor einer Woche über die Suche der Medien nach Nachrichten, die den Absturz des DAX um 300 Punkte hätten erklären können, amüsierten. Wir kamen zu dem simplen Fazit, dass es sich einfach nur um die typische September/Oktober-Korrektur handelte.

Betrachtet man die aktuellen Kursentwicklungen, insbesondere auch der US-Indizes (S&P500 im rechten Chart der folgenden Grafik), und vergleicht man diese mit dem saisonalen Verlauf (linker Chart in der Grafik, das blaue Rechteck im linken Chart ist zu vergleichen mit dem rechten Chart), dann setzt sich das saisonale Muster mit dem aktuellen Anstieg fort.

S&P500 - saisonaler Verlauf vs. aktueller Verlauf

Demnach kommt es regelmäßig nach einer ersten Abwärtswelle zu einer deutlichen Kurserholung, auf die aber dann noch eine zweite Abwärtsbewegung Richtung Monatsende Oktober folgt. Was uns nun fehlt, ist also noch ein zweiter Kursrutsch, bevor es in die Jahresendrallye geht.

Die Augen der Börsianer richten sich auf die US-Notenbank Fed

Auch vor dem Hintergrund, dass die US-Notenbank Fed wohl in der kommenden Woche das vollständige Ende der Anleihekäufe verkünden wird, gehen wir davon aus, dass die US-Indizes nicht jetzt schon zu alter Stärke zurückfinden werden. Denn nach dem Ende eines jeden QE-Anleihekaufprogramms kam es unmittelbar danach zu Kursverlusten an den Aktienmärkten – so gesehen auch in den Jahren 2010 und 2011. Entsprechend könnte die zweite Abwärtswelle im Anschluss an die Notenbankentscheidung am Mittwoch einsetzen.

Volatile Seitwärtsphase für die kommenden Wochen erwartet

Insgesamt können wir für die kommenden Wochen eine sich fortsetzende volatile Seitwärtsphase an den Aktienmärkten vorstellen, bei der die jüngsten Tiefs nicht mehr (signifikant) unterschritten werden. Es wird daher nach der Sitzung der US-Notenbank Fed spannend, wie die Märkte dieses Mal auf das QE-Ende reagieren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› DAX Chartanalyse
– Die Herbstkorrektur ist noch nicht beendet
von Sven Weisenhaus

Dem DAX ist es zwar inzwischen gelungen, (vorerst) in seine mehrmonatige Seitwärtsrange (blaues Rechteck im folgenden Chart) zurückzukehren und die runde Marke von 9.000 Punkten zu erreichen (und zeitweise zu überbieten), doch nach dem Bruch des seit Oktober 2011 (!) gültig gewesenen Aufwärtstrends, der zeitgleicht mit dem Ausbruch aus der Seitwärtsrange erfolgte, ist ihm eine Rückkehr in diesen Trendkanal noch nicht wieder geglückt (roter Kreis).

DAX - Chartanalyse

Und so besteht die Gefahr, dass es sich lediglich um einen Retest des Ausbruchs handelt, der DAX an den Widerstandslinien letztlich scheitert und wieder deutlich zurückfällt.
Dies passt zu unserer aktuellen Befürchtung, dass die typische Herbstkorrektur noch nicht vollständig beendet, sondern erst die Hälfte geschafft ist. Wir gehen nicht davon aus, dass die Jahresendrallye bereits begonnen hat.
Zwar sehen wir keine (signifikanten) neuen Tiefs mehr, insbesondere nicht im DAX, es dürfte aber noch einige Tage lang stürmisch bleiben.

Doch im Falle erneuter Kursrücksetzer würden wir unserem Plan nur immer näher kommen, weitere DAX-Long-Positionen zu sehr günstigen Kursen aufzunehmen, bevor die Elliott-Welle 4 endet und uns die Welle 5 auf aktuell kaum vorstellbare Höhen bringt (siehe folgender Chart).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Wir hatten am 11. Juli sowie am 1. und 7. August jeweils eine DAX-Long-Position in fallende DAX-Notierungen hinein gekauft. Am 8. und 15. August sowie am 19. September hatten wir diese in steigende Kurse hinein wieder veräußert. Wir hatten also mit 3 DAX-Positionen gearbeitet.

Aktuell halten wir eine DAX-Position im Depot, die wir bei 9.175 Punkten eingekauft haben. Eine zweite wollen wir bei weiteren Kursrückgängen kaufen und haben dazu am 16.10. bereits eine Limit-Kauf-Order platziert.

Kommt es zu dem Szenario, wonach es im Rahmen der Elliott-Welle 4 noch zu tiefen Kursen von ca. 8.200 oder 8.100 Punkten kommt (roter Pfeil im Chart), dann könnten wir auch noch die dritte Position zu extrem günstigen Kursen zurückkaufen.

Sie sehen also, dass wir die ehemaligen DAX-Positionen gut verkauft haben (die letzte bei 9.800 DAX-Punkten) und nun deutlich tiefer/billiger wieder zurückkaufen können (die erste bei 9.175 DAX-Punkten). Unser vorsichtiges Vorgehen macht sich bezahlt und sollte sich am Ende der Korrektur dann in einem neuen Aufwärtstrend auch in Form von hohen Gewinnen auszahlen.

Wenn Sie wissen möchten, welches Niveau, auf dem unsere Limit-Kauf-Order ausgeführt wird, wir anstreben und mit welchem Wertpapier auch Sie Gewinne im DAX erzielen können, dann testen Sie das „Geldanlage Premium Depot“ doch 3 Wochen lang im kostenlosen Probe-Abonnement.

 



›› S&P500 Chartanalyse
– Volatil im Trendkanal seitwärts
von Sven Weisenhaus

Deutlich stärker als im DAX verlief die Gegenbewegung im S&P500. Nachdem die dortige Abwärtsbewegung kurz vor der unteren Trendkanallinie ein Ende fand und damit unser Kursziel fast erreicht wurde, folgte eine starke Aufwärtsbewegung, die den Kurs weit über 1.900 Punkte zurückkatapultierte.

S&P500 - Chartanalyse

Auch hier könnte es sich, ähnlich wie im DAX, lediglich um einen Retest des Ausbruchs aus dem Aufwärtstrend (dicke grüne Linie, roter Kreis) handeln, auf den wieder fallende Kurse folgen.

Doch durch den aktuell starken Anstieg ist es zumindest unwahrscheinlicher geworden, dass es im S&P500 zu signifikanten neuen Tiefs kommt. Ein erneutes Ansteuern der unteren Trendkanallinie ist aber möglich.

Eventuell erfolgt dies im Rahmen einer volatilen Seitwärtsbewegung unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 Punkten. Denn der längerfristige Chart (unten) zeigt, dass in dem US-Index noch eine Menge Korrekturpotential vorhanden ist.

S&P500 - langfristige Chartanalyse

So wäre eine volatile Seitwärtsphase denkbar, wie wir sie im Zeitraum von Anfang 2010 bis Ende 2011 gesehen haben.

 



›› Volatilität
– Erst vom Anstieg, nun vom Rückfall profitieren
von Sven Weisenhaus

Vor genau einer Woche berichteten wir Ihnen, dass wir nach einem Volatilitäts-Long-Trade inzwischen mit einem Short-Trade in unserem „Geldanlage Premium Depot“ auf eine abnehmende Volatilität setzen.

Die Vergangenheit hatte gezeigt, dass das entsprechende Wertpapier ein geeignetes Instrument dazu ist, weil es über einen langen Zeitraum eine positive Rendite aufweist, während es bei Faktor-Long-Zertifikaten (z. B. WKN CZ851Q) tendenziell eher stetig nach unten geht.

Und mit dem Short-Papier konnten wir schon einmal einen ordentlichen Gewinn erzielen. Es dauerte nur 16 Tage bis am 21.08.2014 ein Ertrag von 20,41% realisiert wurde. Kurz zuvor fiel der VIX von über 16,5 auf knapp 13,5 Punkte um ca. 18% zurück.

Einen derart schnellen Gewinn erwarteten wir dieses Mal nicht, allerdings sahen wir in diesem Wertpapier ein besseres Produkt als in dem Faktor-Long-Zertifikat, auch angesichts der aktuell deutlich angestiegenen Notierung des VIX.

Tatsächlich ist durch die Kurserholung im S&P500 dieser Woche der Volatilitätsindex VIX bereits deutlich zurückgefallen. Vom Hoch bei 23,80 ist er auf aktuell nur noch 17,55 Punkte abgerutscht.

Volatilitätsindesx VIX

Das Faktor-Long-Zertifikat (WKN: CZ851Q), welches wir bei über 2 Euro verkauft hatten, notiert dadurch aktuell nur noch bei 1,54 Euro (-25%). Der Verkauf war damit gut getimet. Zeitgleich ist unser Short-Trade von 455,18 Euro vor einer Woche auf aktuell rund 500 Euro bzw. knapp 10% angestiegen.
Damit haben wir, was die Volatilitätstrades angeht, ein perfektes Händchen bewiesen.

Uns würde auch ein erneuter Anstieg in der Volatilität nicht stören. Wir würden dann diese Short-Position eher noch nachkaufen.

(Wenn Sie wissen möchten, mit welchem Wertpapier auch Sie solche Gewinne erzielen können, dann testen Sie das „Geldanlage Premium Depot“ doch 3 Wochen lang im kostenlosen Probe-Abonnement.)

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 44: Handelswoche vom 27.10. bis 31.10.2014)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen
Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 27.10.2014

  • 10:00 - EU Geldvolumen Eurozone September
  • 16:00 - US Anstehende Hausverkäufe September


Dienstag, 28.10.2014

  • 08:00 - DE Außenhandelspreise September
  • 14:30 - US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter September
  • 15:00 - US Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex August
  • 16:00 - US Verbrauchervertrauen Oktober


Mittwoch, 29.10.2014

  • 20:00 - US Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis


Donnerstag, 30.10.2014

  • 09:55 - DE Arbeitsmarktdaten Oktober
  • 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung Oktober
  • 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone Oktober
  • 14:30 - US BIP 3. Quartal
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)


Freitag, 31.10.2014

  • 08:00 - DE Einzelhandelsumsatz September
  • 11:00 - EU Arbeitslosigkeit September
  • 11:00 - EU Vorabschätzung Inflation Eurozone Oktober
  • 14:30 - US Persönliche Einkommen September
  • 14:30 - US Persönliche Auslagen September
  • 14:30 - US Arbeitskosten 3. Quartal
  • 15:45 - US Einkaufsmanagerindex Chicago Oktober
  • 15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan Oktober

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