Dürr und GESCO - So lassen sich mit diesen beiden Aktien hohe Gewinne erzielen

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Dürr AG – Trotz Seitwärtsbewegung sind Gewinne von bis zu 30% möglich
  2. GESCO AG – Reduzierung der Prognose führt zu höherer fundamentalen Bewertung

 

›› Dürr AG
– Trotz Seitwärtsbewegung sind Gewinne von bis zu 30% möglich
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefnachdem wir vor einer Woche aufgrund einer Leseranfrage ein Update zu den Aktien von Jenoptik („Jenoptik AG – Kursverluste erhielten doch noch ein Gesicht“) und QSC („QSC AG – Nach 70% Kursrückgang einsteigen?“) geliefert hatten, knöpfen wir uns heute die Dürr AG vor, die ebenfalls bereits mehrfach Thema hier im Geldanlage-Brief war.

Update zur Dürr AG

Die Aktien von Dürr hatten wir unter anderem in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 26. Februar 2014 thematisiert, nachdem ich dem DAF (Deutsches Anleger Fernsehen) ein Interview gegeben hatte und darin neben dem DAX, Fresenius und BASF auch zu Dürr meine Einschätzung abgab (siehe „Aktienanalyse - DAX, Fresenius, BASF und Dürr im Check“).

Fahnenstange im Chart von Dürr

Schon Ende November hatte ich in einem DAF-Interview eine Fahnenstange im Chart von Dürr gesehen, weil sich der Kurs sowohl in 2012 als auch in 2013 glatt verdoppelt hatte. „Der Kurs war von 10 Euro im Jahr 2010 auf über 66 Euro angestiegen und das Ganze ging für mich zu schnell“, war dazu in der Analyse vom 26. Februar zu lesen.

Seitwärtsbewegung unterhalb von 66 Euro erwartet

Und weiter: „Allerdings hatten wir bei Dürr das Phänomen, dass der Kurs eigentlich nur in die fundamentale Entwicklung hineingewachsen ist und insofern das erreichte Kursniveau als fair anzusehen war. Man sieht jetzt auch, dass der Kurs unterhalb von 66 Euro seitwärts tendiert. Ich erwarte, dass diese Seitwärtstendenz noch anhält. Die Luft wird so langsam aus dem Ballon gelassen und der Kurs kann sich auf seinem fairen Niveau einpendeln. Also keine größeren (Kurs-)Rückschläge bei Dürr, aber eben auch keine großen Kursgewinne.

Schaut man sich vor diesem Hintergrund die Kursentwicklung von Dürr an, dann hätte die damalige Analyse nicht treffender ausfallen können. Denn der Kurs setzte seine Seitwärtstendenz tatsächlich fort und pendelte sich auf dem aus meiner Sicht fairen Kursniveau unterhalb von 66 Euro ein (blaues Rechteck im Chart).

Dürr AG - Chartanalysen

Dürr hat am Donnerstag vergangener Woche, dem 06.11.2014, seinen Zwischenbericht über die ersten 9 Monate des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Dieser ist recht positiv ausgefallen.

Hoher Auftragseingang

So konnte laut dem Geschäftsbericht der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2014 um 7,3% auf 1,9 Mrd. Euro gesteigert werden. Im dritten Quartal knüpften die Bestellungen mit einem Plus von 30,3% gegenüber dem Vorjahr an die hohe Dynamik des zweiten Quartals 2014 an. Im Gesamtjahr 2014 wird der Auftragseingang voraussichtlich das obere Ende der Zielspanne von 2,3 bis 2,5 Mrd. Euro erreichen.

Trotz Umsatzrückgang lag das Ergebnis über der Unternehmensprognose

Das EBIT (Ergebnis von Zinsen und Steuern) verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 11,7% auf 149,8 Mio. Euro, obwohl der Umsatz wegen kundenseitiger Projektverzögerungen um 6% zurückging. Die EBIT-Marge lag bei 9,1% (Vorjahr: 7,7%) und damit über dem Zielkorridor von 8,0 bis 8,5% für das Gesamtjahr.

Ergebnisprognose erhöht, Umsatzerwartung gesenkt

Die Prognose wurde daher angehoben und lautet nun für das Gesamtjahr 2014 auf eine EBIT-Marge von rund 9%. Beim Umsatz rechnet der Konzern zum Jahresende allerdings nun mit 2,3 Mrd. Euro statt der zuvor erwarteten 2,4 Mrd. Euro.

Fundamentale Bewertung

Bei einer aktuellen Bewertung von 2,05 Mrd. Euro errechnet sich aus diesen Zahlen ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 0,9, was noch etwa 10% Kurspotential zulässt.

Bei einem geplanten Umsatz in Höhe von 2,3 Mrd. Euro und einer erwarteten EBIT-Marke von 9,0% sollte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Gesamtjahr bei 207 Mio. Euro liegen. Dies wäre eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (203 Mio. Euro) von knapp 2%. Das Gewinnwachstum ist also nicht gerade atemberaubend.

Kann das Ergebnis je Aktie aber ebenfalls leicht gesteigert werden, so würde sich bei erwarteten 4,13 Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp über 14 errechnen. Das ist nicht gerade günstig.

HOMAG-Übernahme

Allerdings muss man die zukünftigen Chancen berücksichtigen, die sich durch die HOMAG-Akquisition eröffnen. Analysten schätzen, dass sich hierdurch das EBIT in 2015 um ca. 50 Mio. Euro erhöhen könnte. Dadurch soll das Ergebnis je Aktie um mehr als 10 Prozent steigen. Erwartet werden 4,64 Euro je Aktie in 2015. Daraus errechnet sich ein günstigeres KGV von 12,76, was dann schon besser zum Gewinnwachstum passt.

Dennoch hat die Aktie ein ordentliches Niveau erreicht. Die Seitwärtsbewegung dürfte wohl noch etwas anhalten.

Trotz Seitwärtsbewegung sind Gewinne von bis zu 30% möglich

Dies bedeutet nun aber nicht, dass man mit den Aktien von Dürr keine Gewinne erzielen kann. Im Gegenteil: Die Seitwärtsbewegung ermöglicht sogar Gewinne von bis zu 30%. Das beste Beispiel dazu hat kürzlich unser Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ geliefert:

Am 7. Oktober hatten wir die Aktien von Dürr zu einem Kurs von 53,40 Euro ins Depot geholt. Nur 35 Tage später konnten wir für unsere Abonnenten einen Gewinn in Höhe von 15% erzielen, weil wir nach dem rasanten Kursanstieg der vergangenen Tage gestern zu 61,41 Euro ausgestiegen sind. Dies entspricht einer Rendite p. a. von 329,53%.

Dürr AG - Trade im Rahmen der Seitwärtsphase

Sollte es noch einmal zu fallenden Kursen kommen, dann würden wir die Seitwärtsrange erneut ausnutzen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


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›› GESCO AG
– Reduzierung der Prognose führt zu höherer fundamentalen Bewertung
von Sven Weisenhaus

Auch die GESCO AG, über die wir im Geldanlage-Brief bislang noch nicht berichtet haben, hat in der vergangenen Woche Zahlen veröffentlicht. Damit einher ging leider eine Anpassung der Geschäftsprognose, die zwar den Aktienkurs nicht (mehr) belastete (siehe folgender Chart), dafür aber zu einer Verschlechterung der fundamentalen Bewertung führte.

GESCO AG - Chartanalyse

Restrukturierungsfälle führten zu Ergebnisrückgang

Laut der Unternehmensmeldung vom Dienstag, den 06.11.2014, in der vorläufige Daten gemeldet wurden, beliefen sich im ersten Halbjahr 2014

  • der Auftragseingang auf 226,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 211,9 Mio. Euro),
  • der Konzernumsatz auf 220,1 Mio. Euro (217,8 Mio. Euro) und
  • der Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter auf 5,5 Mio. Euro (8,6 Mio. Euro).

Der Rückgang im Ergebnis war durch die beiden Restrukturierungsfälle MAE Maschinen- und Apparatebau Götzen GmbH und Protomaster GmbH insbesondere im zweiten Quartal deutlich belastet.

Schwaches Halbjahresergebnis kann nicht mehr ausgeglichen werden

Im anschließenden dritten Quartal 2014 lagen

  • der Auftragseingang bei rund 113 Mio. Euro (113,3 Mio. Euro) und
  • der Konzernumsatz bei rund 116 Mio. Euro (119,5 Mio. Euro).

Auf dieser Basis passte das Unternehmen den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2014/2015 an. Der Vorstand geht nun von einem Konzernumsatz zwischen 455 Mio. und 460 Mio. Euro aus (bislang 470 Mio. Euro). Beim Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter rechnet das Unternehmen nun mit 14,5 Mio. bis 15,0 Mio. Euro (bislang 17,5 Mio. Euro).

Ursachen für die Plananpassung sind im Wesentlichen die konjunkturbedingt geringere Auslastung, Auftragsverschiebungen sowie Änderungen im Auftragsmix, die zu Lasten der Marge gehen. Zudem wird die Restrukturierung der Protomaster GmbH das Konzernergebnis stärker als erwartet belasten. In Summe führen diese Faktoren dazu, dass das schwache Ergebnis des ersten Halbjahres nicht wie erwartet im zweiten Halbjahr ausgeglichen werden kann.

Fundamentale Bewertung

Das Unternehmen wiegt an der Börse derzeit 233,4 Mio. Euro. Bei einem erwarteten Umsatz im lufenden Geschäftsjahr von mindestens 455 Mio. Euro errechnet sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von günstigen 0,5. Aber:

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt nun durch die reduzierte Erwartung eines Konzernüberschusses von nur noch 14,5 bis 15,0 Mio. Euro bei über 15,5. Und bei seit dem Jahr 2012 rückläufigen Gewinnen ist uns dies zu teuer.

Damit haben wir auch die Gründe dafür ermittelt, dass sich die Aktie seit Mitte 2011 lediglich seitwärts bewegt. Genau wie bei den Aktien von Dürr könnte man diese Range natürlich zum Traden nutzen.

Gewinne rechtzeitig gesichert

Vor diesem Hintergrund können wir dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen. Denn für das „Geldanlage Premium Depot“ haben wir genau diese Tradingstrategie umgesetzt. Wir hatten die Aktien bereits am 10.10.2014 gekauft zu einem damaligen Kurs von 65 Euro. Bezogen auf den aktuellen Kurs von rund 70 Euro liegen wir immerhin mit mehr als 7% im Gewinn. Und weil wir bereits am vergangenen Freitag einen StopLoss in den Markt gelegt haben, der uns zumindest die Gewinne in Höhe von rund 7% sichert, kann uns bei den Aktien von Gesco schon nichts schlimmes mehr passieren. Im Idealfall steigt der Kurs noch etwas weiter, so dass wir den StopLoss nachziehen können.


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