DAX hat Aufwärtspotential +++ EUR/USD neigt (noch) zur Schwäche

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse – DAX gelang deutliche Outperformance
  2. DAX – Es ist noch Aufwärtspotential vorhanden
  3. EUR/USD – Der Wechselkurs neigt (noch) zur Schwäche
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Marktanalyse
– DAX gelang deutliche Outperformance
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefvor einer Woche schrieben wir hier an dieser Stelle, dass das Kursverhalten im DAX durchaus positiv zu werten war, weil die Bullen nach einem starken Anstieg im Rahmen einer Konsolidierung Kraft für den nächsten Aufwärtsimpuls sammeln konnten. Dies sprach für eine baldige Fortsetzung der Kursgewinne.

Tatsächlich haben sich in den vergangenen fünf Handelstagen die Aufwärtsbewegungen an den Aktienmärkten nach der knapp zweiwöchigen Konsolidierungsphase fortgesetzt. Von Wochenbeginn an ging es kontinuierlich und zeit- bzw. teilweise recht dynamisch nach oben.

DAX gelingt deutliche Outperformance

„Teilweise“ deshalb, weil dem deutschen Aktienindex DAX gegenüber den US-Indizes eine deutliche Outperformance gelungen ist. Während Dow Jones und S&P500 nur minimal zulegen konnten, sprang der DAX um mehr als 5% in die Höhe.

Aktienindizes im Vergleich
(erstellt mit: Ariva.de)

Massive Kursgewinne im Depot

Aufgrund dieser Marktkonstellation gelang es unserem „Geldanlage Premium Depot“, ohne dass wir auch nur eine einzige Änderung im Verlauf der Woche vornehmen mussten, um mehr als 800 Euro im Wert zu steigen.

Mit Blick auf die US-Indizes bleiben wir skeptisch

Diese Entwicklung ist natürlich sehr erfreulich, doch wir glauben nicht, dass sich dieser Trend nun unverändert so fortsetzen wird. Denn mit Blick auf die US-Indizes muss man einfach skeptisch bleiben. Dort haben wir extrem steile Aufwärtsbewegungen gesehen, die bislang kaum korrigiert wurden. Entsprechend schwach entwickelten sie sich zuletzt im Vergleich zum DAX. Es scheint so, als würde ihnen langsam aber sicher die Puste ausgehen.

Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir uns täuschen. Denn wir hätten nichts dagegen, wenn wir in einer Woche erneut über einen Wertzuwachs im Depot von mehr als 800 Euro berichten könnten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhau

 



›› DAX (Chartanalyse / Elliott-Wellen-Analyse)
– Es ist noch Aufwärtspotential vorhanden
von Sven Weisenhaus

Der DAX ist aus seiner Seitwärtskonsolidierung, in der er sich seit Ende Oktober befand (Elliott-Welle 2 im folgenden Chart), nach oben ausgebrochen. Auf Wochensicht hat er fast 500 Punkte zulegen können und notiert nun bei über 9.700 Zählern.

DAX - Chartanalyse / Elliott-Wellen-Analyse

Damit ist der Index genau unserer Erwartung gefolgt (siehe grüner Pfeil im Chart). Denn vor einer Woche hatten wir das Kursverhalten als „übergeordnet durchaus positiv“ gewertet, weil es dem Index mit der Seitwärtsbewegung gelang, „den vorangegangenen Kursanstieg zu konsolidieren und Schwung für den nächsten Anstieg zu holen. Und dabei konnte er bislang auch noch die Rückkehr in den Aufwärtstrendkanal (blaue Trendlinie) verteidigen.“ Der Index hat sich mit Blick auf den Chart quasi an der unteren Trendkanallinie nach oben hin abgestoßen.

Unser Elliott-Wellen-Szenario, wonach die seit Ende Oktober laufende Konsolidierung die Welle 2 eines neuen 5-gliedrigen Aufwärtstrends bildete und womit sich an deren Ende die Aufwärtsbewegung im Rahmen der Welle 3 fortsetzen sollte, läuft wie auf Schienen.

Dieses bullische Szenario war bislang solange möglich, wie das Tief der WelleC nicht unterschritten wurde. Inzwischen kann man diese „make-or-break“-Marke auf das Tief der Welle 2 legen. Das heißt, fällt der DAX unter sein jüngstes Korrekturtief (und damit aus dem Aufwärtstrendkanal heraus), müsste man das Elliott-Wellen-Szenario überdenken. Es macht also Sinn, hier den Stopp bei DAX-Long-Trades zu platzieren.

Auch unserer längerfristigen Betrachtungsweise (siehe folgender Chart) ist das aktuelle Kurverhalten des DAX zuträglich. Demnach war der DAX aus einem aufsteigenden Dreieck ausgebrochen und mit dem Kursrutsch auf 8.350 Punkte ist lediglich der Rücksetzer im Rahmen der übergeordneten Welle 4 erfolgt (roter Pfeil).

DAX - langfristige Chartanalyse

Somit deutet alles darauf hin, dass unsere Elliott-Wellen-Analysen passen und wir somit langfristig noch sehr viel höhere Kurse sehen könnten im Rahmen der Welle 5.

Wir haben allerdings nach wie vor die Befürchtung, dass die Jahresendrallye noch nicht begonnen hat. Zwar sehen wir keine signifikanten neuen Tiefs mehr, insbesondere nicht im DAX, es dürfte aber noch einige Tage lang stürmisch bleiben. Eine volatile Seitwärtsphase, wie wir sie bereits seit Oktober 2013 sehen, dürfte uns auch in den kommenden Wochen erwarten. Sprich: Wir rechnen noch einmal mit stärkeren Kursrückgängen, insbesondere in den US-Indizes.

 



›› EUR/USD (Chartanalyse / Elliott-Wellen-Analyse)
– Der Wechselkurs neigt (noch) zur Schwäche
von Sven Weisenhaus

Im Euro hatte sich im kurzfristigen Bereich eine Dreiecksformation gebildet (siehe folgender Chart), die für den nächsten Kursimpuls entscheidend sein konnte. Doch der Kurs hat sich nicht daran gehalten und tendiert weiterhin seitwärts. Jüngst ist er aber in Folge schwacher Einkaufsmanagerdaten wieder kräftig gesunken, was jegliche Ambitionen einer stärkeren Gegenbewegung vermissen lässt.

EUR/USD - Chartanalyse

Insbesondere wenn es zu einem Ausbruch unter das bisherige Tief kommt, müsste man kurzfristig noch mit weiter fallenden Notierungen rechnen. Doch der immer schwächer werdende Euro wird sich längerfristig positiv auf den Außenhandel der Eurozone und damit stimulierend auf die Konjunktur auswirken. Dies könnte bald wieder Investoren nach Europa ziehen, die damit dann den Euro zum US-Dollar treiben. Vor diesem Hintergrund kann die Abwärtsbewegung im Euro nicht ewig laufen und auch die deutliche Outperformance des DAX in dieser Woche erklärt werden.

Entsprechend macht auch unsere Erwartung an eine stärkere Gegenbewegung nach wie vor Sinn, die wir auch auf eine charttechnische Analyse nach der Elliott-Wellen-Methode stützen.

EUR/USD - Elliott-Wellen-Analyse

Innerhalb der blauen Rechtecke haben drei Abwärtsbewegungen stattgefunden. Nun wäre aus Sicht der Elliott-Wellen zu erwarten, dass es nach der 5-gliedrigen Abwärtsbewegung zu einer ABC-Gegenbewegung kommen sollte. Diese könnte den Kurs durchaus bis auf 1,30 US-Dollar steigen lassen. Die Frage ist also nur, von welchem Niveau aus diese Bewegung startet.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 48: Handelswoche vom 24.11. bis 28.11.2014)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen
Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 24.11.2014

  • 08:00 - DE Bauhauptgewerbe September
  • 10:00 - DE ifo Geschäftsklimaindex November
  • 14:30 - US Chicago Fed National Activity Index Oktober

Dienstag, 25.11.2014

  • 08:00 - DE BIP 3. Quartal
  • 14:30 - US BIP 3. Quartal
  • 15:00 - US Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex September
  • 16:00 - US Verbrauchervertrauen November
  • 16:00 - US Verkäufe bestehender Häuser Oktober
  • 16:00 - US FHFA Hauspreisindex September

Mittwoch, 26.11.2014

  • 08:00 - DE Außenhandelspreise Oktober
  • 14:30 - US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Oktober
  • 14:30 - US Persönliche Auslagen Oktober
  • 14:30 - US Persönliche Einkommen Oktober
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan November
  • 16:00 - US Anstehende Hausverkäufe Oktober
  • 16:00 - US Verkäufe neuer Häuser Oktober

Donnerstag, 27.11.2014

  • 09:55 - DE Arbeitsmarktdaten November
  • 10:00 - EU Geldvolumen Eurozone Oktober
  • 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung November
  • 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone November
  • 15:45 - US Einkaufsmanagerindex Chicago November

Freitag, 28.11.2014

  • 08:00 - DE Einzelhandelsumsatz Oktober
  • 11:00 - EU Vorabschätzung Inflation Eurozone November
  • 11:00 - EU Arbeitslosigkeit Oktober

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