EZB wieder im Fokus – Morgiger Langfristtender hat zentrale Bedeutung +++ B+S Banksysteme noch nicht abgehoben

Inhalt dieser Ausgabe

  1. EZB schon wieder im Fokus – Der morgige Langfristtender hat zentrale Bedeutung
  2. Gastbeitrag: B+S Banksysteme AG – Noch nicht abgehoben!

 

›› EZB schon wieder im Fokus
– Der morgige Langfristtender hat zentrale Bedeutung
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefnachdem die Europäische Zentralbank (EZB) bereits das Highlight der vergangenen Woche war, steht sie nur eine Woche später schon wieder im Fokus der Anleger. Denn morgen kommt der Zuteilung des zweiten Langfristtenders (TLTRO) eine zentrale Bedeutung zu.

EZB wartet die beschlossenen Maßnahmen ab

Zweifelsohne bestätigte Mario Draghi am Donnerstag letzter Woche in der Pressekonferenz nach der Zinssitzung, dass die Notenbänker „Gewehr bei Fuß“ stehen und wenn nötig weitere geldpolitische Maßnahmen durchführen werden, um im Euroraum der drohenden Deflationsgefahr und dem schwachen Wirtschaftswachstum entgegenzuwirken. Doch trotz einer Anpassung der makroökonomischen Projektionen nach unten – die Erwartungen an die zukünftige Inflation und das Wirtschaftswachstum wurden gesenkt (wir berichteten am vergangenen Samstag ausführlich) – entschieden die EZB-Experten, die bereits geschlossenen Maßnahmen und deren Wirkung erst einmal abzuwarten.

Zweitem Langfristtender kommt zentrale Bedeutung zu

Mit Blick auf die von der EZB geplante Ausweitung der EZB-Bilanzsumme um ca. eine auf rund drei Billionen Euro kommt der morgigen Zuteilung des zweiten Langfristtenders eine hohe Bedeutung zu. Das Volumen sollte im Idealfall und nach Draghis Wunsch deutlich höher ausfallen als beim ersten TLTRO vom September, bei dem sich die Banken nur 82,6 Mrd. Euro von der Zentralbank abholten.

Mehr wird nicht genug sein

Dass die Banken sich mehr Liquidität besorgen werden, als im September, gilt quasi als sicher. Denn beim ersten Tender hinderte noch der bevorstehende Stresstest die Banken an einem beherzten Zugreifen. Auch wenn diese Blockade nun hinter uns liegt, glauben wir dennoch, dass ein wahrscheinliches Mehr bei weitem nicht hoch genug sein wird, um die geplante Bilanzausweitung in greifbare Nähe zu rücken.

Im März 2015 werden die EZB-Projektionen für 2017 präsentiert

Allerdings rechnen wir trotzdem erst frühestens zum Ende des 1. Quartals 2015 mit einem Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen, um das Bilanzziel doch irgendwie zu erreichen. Dabei könnte der März als wahrscheinlichster Termin gelten, weil dann die Währungshüter erstmals ihre Wachstums- und Inflationsprognosen für 2017 präsentieren werden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Gastbeitrag: B+S Banksysteme AG
– Noch nicht abgehoben!
von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LRDie 1982 in Salzburg gegründete B+S Banksysteme AG (WKN 126215) mit Hauptsitz in München entwickelt und vertreibt Softwarelösungen für Banken und das Finanzmanagement. Tochtergesellschaften sind in Österreich und in der Schweiz seit vielen Jahren etabliert. B+S beschäftigt über 60 Spezialisten.

Durch die Teamgestaltung mit fachlichen Experten wie Finanzspezialisten und Controllern und technischen Spezialisten wie Informatiker, Mathematiker und Organisationsprogrammierer, ist eine übergreifende Qualitätssicherung sowohl im Bereich Software Engineering als auch fachliche und technische Qualitätssicherung möglich.

Die Technologie

Die B+S-Produkte sind plattformunabhängig und mittels Standardschnittstellen flexibel integrierbar und mehrsprachig. Die B+S Standardsoftware ermöglicht es ihren Kunden, schneller und flexibler auf veränderte Marktsituationen zu reagieren sowie IT-Strukturen technisch wie betriebswirtschaftlich gezielt anzupassen und auszubauen.

Die Software ist optimiert für Geschäfts- und Privatbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Versicherungen, Spezialinstitute, Finanzholdings und Wertpapierbörsen. B+S bietet eine umfassende Produktpalette für den gesamten SEPA-Zahlungsverkehr, das Kreditgeschäft, Treasury und Trading und Risikomanagement mit der Abbildung aller Basel II Anforderungen sowie für das Electronic-Banking an.

1. Quartal 2014/15

B+S konnte im 1. Quartal 2014/15 einen Umsatz von 1,5 Mio. Euro verzeichnen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 1,7 Mio. Euro Umsatzerlöse realisiert. Bei den Umsätzen des 1. Quartals handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze aus bestehenden Wartungs- und ASPVerträgen.

In den nächsten zwei Quartalen werden diese fixen Umsätze durch diverse Projektabrechnungen ergänzt. Die Personalkosten lagen ähnlich wie im Vorjahr bei rund 1 Mio. Euro. Im Quartalsvergleich schwächte sich das operative Ergebnis von +136 Tsd. Euro auf -27 Tsd. Euro ab, das Periodenergebnis war von 34 Tsd. Euro auf -119 Tsd. Euro rückläufig.

Veränderungen in der Vermögensstruktur ergaben sich zum 30.09.2014 im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Hier ist ein deutlicher Rückgang von über 1 Mio. Euro auf 356 Tsd. Euro zu verzeichnen. Die liquiden Mittel sind von 0,9 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro angestiegen.

B+S Banksysteme - Geschäftszahlen

Einschätzung

Banken stehen immer stärker unter dem Druck, Performance zu zeigen. Das heißt, dass sie sich auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren müssen. Software für das klassische Bankgeschäft gehört in der Regel nicht dazu. Hier können sich die Banken auch nicht gegenüber ihrem Wettbewerb differenzieren.

Daher tummelt sich B+S mit ihrer Standardsoftware in einem attraktiven Markt, der nämlich die gesamte Bankenlandschaft betrifft. Denn überall dort, wo die Margen den höchsten Druck erleben, kommt es auf effiziente Lösungen an. Der Börsenwert der B+S-Aktie liegt bei unter 10 Mio. Euro.

Das Chartbild verdeutlicht, dass die Aktie seit Jahren ein Schattendasein führt. Trotz des operativen Verlustes betrachten wir das Chancen-Risko-Verhältnis als günstig. Limitiert kaufen!

B+S - Kursverlauf

B+S Banksysteme - Kennzahlen


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