Keine Panik +++ DAX auf 8.200, S&P500 auf 1.800 und ein langfristiger Fahrplan für den Bund Future

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse - Keine Panik!
  2. Chart-Check: DAX - Darum könnte der DAX bis auf 8.200 Punkte fallen
  3. Chart-Check: S&P500 - Zweite Welle könnte den S&P500 auf 1.800 Punkte spülen
  4. Chart-Check: Bund Future - Massive Übertreibung - Langfristiger Fahrplan
  5. Termine der kommenden Woche

 

›› Marktanalyse
- Keine Panik!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefspüren Sie so langsam Panik in sich aufsteigen? Wenn ja ist dies ein sehr gutes Zeichen. Es dürfte vielen ähnlich gehen. Und genau dies ist meist ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Korrektur bald ein Ende findet oder zumindest unterbrochen wird.

Viele Probleme waren schon lange bekannt

Natürlich haben wir es gerade mit vielen Problemen zu tun. Argentinien ist pleite, in Portugal kriseln Banken, am Gaza-Streifen herrscht Krieg, Russland beschließt Gegensanktionen und die USA fliegen Luftangriffe im Irak. Doch machen wir uns nichts vor. Dass Russland Reaktionen zeigen würde, war zu erwarten. Und selbst die Möglichkeit einer Luftunterstützung durch die USA stand schon lange im Raum. Daher sollte sich nun niemand überrascht zeigen. Sämtliche Krisenherde waren auch vor den aktuellen Kursverlusten schon da.

Bereits vor einer Woche konnten Sie Folgendes hier an dieser Stelle lesen: „Die geopolitischen Krisen (Ukraine, Sanktionen gegen Russland, Gaza etc.) wurden schon längere Zeit als Belastungsfaktor für die Börsen angesehen. Die Kurse zeigten sich jedoch relativ unbeeindruckt. Auch die Staatspleite Argentiniens, die bereits längere Zeit wie ein Damokles-Schwert über den Märkten hing, konnte den Kursen nichts anhaben.

Auslöser der Kursverluste

Doch was hat dann die Verluste ausgelöst? Ob die Tatsache, dass die Ebola-Epidemie in Westafrika von den Seuchen-Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen als internationaler Gesundheitsnotfall eingestuft worden ist, oder die Autorisierung von Angriffen der US-Luftwaffe im Irak zum Schutz amerikanischer Militärangehöriger und bedrohter Minderheiten nun das Fass zum Überlaufen gebracht hat, darüber darf spekuliert werden.

Tipp24 AG - ChartDass auch die vielen enttäuschenden Unternehmensmeldungen ein Grund gewesen sein könnten, dazu hatten wir in der Vergangenheit hinreichende Beispiele geliefert. Möchten Sie ein weiteres, dann schauen Sie sich mal Tipp24, WKN: TPP024, an.

Für uns ist relativ klar, dass einzelne Unternehmensmeldungen die jeweiligen Aktien zu Fall brachten und eine Häufung dessen letztlich zu einer rein charttechnische Reaktion am Gesamtmarkt geführt hat, die eine logische Konsequenz auf die vorangegangenen starken Kursgewinne ist.

Und nicht zu vergessen unser Hinweis auf das fast schon typische Verhalten am jeweiligen Ende der US-amerikanischen QE-Programme. „Jedes Mal, nachdem ein QE (Quantitative Easing) auslief, stürzten die Kurse ab“, schrieben wir vor einer Woche dazu.

Sommermonate

Vielleicht macht es Sinn, Sie auch noch einmal an das typische Verhalten in Sommermonaten zu erinnern. Der August gilt nicht umsonst als schwacher Börsenmonat. Die aktuellen Verkäufe treffen auf geringes Handelsvolumen. In der Vergangenheit hat diese Kombination schon oft zu heftigen Kurskapriolen geführt.

Das ewige Geheimnis der Märkte

Was die Kursverluste wirklich ausgelöst hat, wird für immer ein Geheimnis bleiben. Um dieses Geheimnis zu lüften, müsste man schon jeden Börsianer der Welt nach seinen Beweggründen fragen – ein schwieriges Unterfangen. Doch die Gründe können uns eigentlich egal sein. Letztendlich ist nur wichtig, dass die Bewertungen auf ein Niveau zurückkehren, auf dem sich Käufe lohnen und Kursgewinne in Aussicht stehen.

In unserem „Geldanlage Premium Depot“ haben wir in den vergangenen beiden Handelswochen die Hände aufgehalten und in diesem Zeitraum sieben Neuaufnahmen getätigt. Die Kurse dieser Kandidaten hatten von Ihren Hochs der vergangenen vier Wochen deutlich abgegeben, so dass wir sie mit einem Rabatt von bis zu 24,55 Prozent billig einsammeln konnten.

Im selben Zeitraum verkauften wir die gleiche Anzahl an Depotpositionen (7 Trades), die allesamt im Plus lagen und erzielten damit für unsere Kunden einen zusätzlichen Gewinn in Höhe von 651,85 Euro bzw. rund 10 Prozent bezogen auf das dafür eingesetzte Kapital (6.521,64 Euro) – und das, während die Märkte ringsherum einbrachen!

Sie sehen, das „Geldanlage Premium Depot“ ist nicht nur die richtige Strategie für Ihr Vermögen, sondern auch durchaus für den kleineren Geldbeutel geeignet.

Keine Panik!

Auch jetzt gilt es, wie schon vor einer Woche, Ruhe zu bewahren und eine Beruhigung der Märkte abzuwarten. Erst anhand der Stärke der Gegenbewegung kann man ablesen, wie es zukünftig weiter gehen kann.

Kaum etwas Neues von der EZB

Derweil tagte in dieser Woche die Europäische Zentralbank (EZB). Der EZB-Rat bestätigte die Erwartungen der Märkte, als er beschloss, die Geldpolitik unverändert zu belassen. Auf der Pressekonferenz nach dem Treffen wiederholte EZB-Präsident Mario Draghi im Wesentlichen das bereits Gesagte.

Neues gab es lediglich in Sachen quantitativer Lockerung. Draghi erklärte, dass die EZB einen Berater beauftragt habe, ein rechtssicheres Ankaufprogramm für forderungsbesicherte Wertpapiere zu entwerfen. Damit konkretisiert die EZB Ihre diesbezüglichen Planungen. Dennoch wird die EZB diesen Weg nur beschreiten, wenn sich der mittelfristige Ausblick ändert. Das wird aber wohl frühestens im nächsten Jahr der Fall sein wenn klar ist, wie die bisherigen Maßnahmen wirken, die erst Ende Dezember vollständig ausgeführt sein werden.

Auch die japanische Zentralbank hält am bisherigen Plan fest

Neben der EZB (und der US-Notenbank Fed) hält eine weitere Zentralbank am bisherigen Kurs unverändert fest: Die Bank von Japan beendete in dieser Woche ihr zweitägiges geldpolitisches Treffen und nahm ebenfalls keinerlei Änderungen an ihrer Politik vor (wie vom Markt erwartet). Die Japaner erklärten im dazugehörigen Statement, dass sich die Wirtschaft des Landes weiterhin moderat erholt habe und die Inflationserwartungen insgesamt zu steigen schienen.

Ausblick

Eine Korrektur in den Sommermonaten ist nicht ungewöhnlich und wir hatten Sie in den vorangegangenen Ausgaben bereits frühzeitig auf mögliche Kurskapriolen hingewiesen. Wir bleiben kurzfristig vorsichtig, sind langfristig aber absolut bullisch.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

P.S.: Wenn Sie sich kurzfristig noch für ein kostenloses Probe-Abonnement des „Geldanlage Premium Depot“ anmelden, dann können Sie unsere Neuaufnahmen noch zu den aktuell günstigen Kursen schnell nachkaufen. Wer weiß, wie lange wir diese Schnäppchenkurse noch sehen!

 



›› Chart-Check: DAX
- Darum könnte der DAX bis auf 8.200 Punkte fallen
von Sven Weisenhaus

Der DAX hat inzwischen unser Kursziel aus der (Elliott-)Welle C vollständig abgearbeitet (siehe roter Pfeil im Chart). Damit hat er fast das untere Ende des seit Oktober 2011 (!) gültigen Trendkanals (blau) erreicht. Dessen Trendlinie verläuft aktuell bei ca. 8.830 Punkten. Hier könnte nun eine Gegenbewegung einsetzen oder gar die Korrektur bereits ihr Ende finden.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Letzteres erwarten wir allerdings nicht. Eine Gegenbewegung ist aber nun sehr gut möglich und wir hoffen darauf.

Mit Blick auf einen längerfristigen (folgenden) DAX-Chart, den wir hier zuletzt am 29. Juni gezeigt hatten, könnte sich auch eine übergeordnete Welle 4 bilden (roter Pfeil), die in Form einer ABC-Korrektur abläuft. Das Kursziel daraus beziffern wir auf ca. 8.200 Punkte.

DAX - aufsteigendes Dreieck

Nachdem wir nun bereits einen Kursrutsch von rund 1.000 Punkten gesehen haben (Welle A), könnte es nach diesem Szenario bald eine Gegenbewegung geben (Welle B), auf die dann der nächste 1.000-Punkte-Rutsch folgt, der die Welle C ausbildet und das Kursziel von 8.200 Punkten aus diesem Chart abarbeitet.

Wir halten dieses sehr bärischen Szenario erst einmal nur im Hinterkopf, warten aber nun zunächst die kurzfristige Entwicklung ab. Wie oben geschrieben, wird man sehen wo die Reise hingeht, wenn sich der Markt etwas beruhigt hat. Auf die Art und Weise der Gegenbewegung kommt es an!

 



›› Chart-Check: S&P500
- Zweite Welle könnte den S&P500 auf 1.800 Punkte spülen
von Sven Weisenhaus

Genau wie der DAX hat auch der S&P500 unser Kursziel (hier 1.900 Punkte) vollständig abgearbeitet.

S&P500 - Chartanalyse

Auch hier ist nun eine Gegenbewegung genauso gut möglich, wie eine weitere Abwärtsbewegung – oder eine Kombination aus beidem. DAX und US-Indizes passen also sehr gut zusammen.

Die im Chart dunkelgrünen Aufwärtslinien können der Grundstein für die Gegenbewegung sein. Da aber das untere Ende des seit Oktober 2011 (!) gültigen Aufwärtstrends noch nicht erreicht ist, besteht hier weiteres Abwärtspotential bis auf rund 1.800 Punkte.
Auch hier würde, genau wie in unserem bärischen DAX-Szenario, die zweite Abwärtswelle der ersten bisherigen gleichen - was für ein Zufall - oder doch nicht?!

Am Freitag haben wir jedenfalls passend dazu aus unserem „Geldanlage Premium Depot“ eine erste Short-Position auf den S&P500 mit einem Gewinn von 14,29 Prozent nach nur 28 Tagen Haltedauer verkauft (Rendite p.a.: 470,12 Prozent). Mit einer zweiten, noch vorhandenen Short-Position auf den S&P500 würden wir von der oben beschriebenen zweiten Abwärtsbewegung profitieren.

Weil der Aufwärtstrend bereits sehr lange anhält und daher extrem reif ist, wäre sogar weiteres Abwärtspotential vorhanden. Doch soweit wollen wir jetzt noch nicht denken. Warten wir erst einmal ab, was an der aktuellen Unterstützung (dunkelgrüne Aufwärtslinien) passiert.

Schon jetzt haben aber die beiden Short-Positionen auf den S&P500 dazu beigetragen, dass unser Gesamtdepot fast vollständig vor den aktuellen Kursverlusten an den Aktienmärkten verschont geblieben ist. Jetzt ist nur noch eine übrig, aber auch weniger Abwärtspotential vorhanden. Und zudem hat uns die am Freitag verkaufte Position nicht nur eine Absicherung, sondern sogar einen netten Gewinn eingebracht.

 



›› Chart-Check: Bund Future
- Massive Übertreibung - Langfristiger Fahrplan
von Sven Weisenhaus

Sichere Häfen wie Gold und Anleihen sind angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen deutlich gestiegen, insbesondere nachdem der US-Präsident grünes Licht für die Luftangriffe im Irak gegeben hatte. Offenbar treten Anleger wieder in ein risikovermeidendes Marktverhalten ein.

Dieses Anlegerverhalten zeigt sich besonders auch am deutschen Rentenmarkt, in den Anleger zuletzt wieder in Scharen flüchteten. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten auf nur noch 1,05 Prozent. Zwischenzeitlich hatten sie bei 1,023 Prozent sogar ein neues Allzeittief erreicht.

Bezogen auf den Bund Future bedeutet dies, dass das Hoch der Vorwoche von 148,78 Punkten noch einmal sehr deutlich überboten wurde. 149,84 Punkte heißt nun das neue Hoch und die Übertreibung lässt sich immer mehr am extremen Kursverlauf ablesen.

Bund Future - Chartanalyse

In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen einen längerfristigen Fahrplan vorstellen, den wir unseren Lesern des „Geldanlage Premium Depot“ bereits weit vor der aktuellen Korrektur am Aktienmarkt präsentiert hatten:

Der bis vor zwei Wochen noch anhaltende gleichzeitige Aufschwung von Aktien- und Rentenmärkten war aus unserer Sicht der Sondersituation durch die Liquidität der EZB zuzurechnen. Doch solche Entwicklungen sind stets nur temporärer Natur. Wir erwarteten daher, dass mindestens einer der beiden Märkte eine andere Richtung einschlagen wird, damit wieder der typische Gegenlauf zwischen Aktien- und Rentenmarkt hergestellt wird.
Inzwischen wissen wir ja, dass der Aktienmarkt die Gegenrichtung eingeschlagen hat.

Wir erwarten, dass die Aktienmärkte nach der Korrektur wieder nach oben drehen, während sich an den Rentenmärkten eine nachhaltige Trendwende (in einen Abwärtstrend) abzeichnet. Diese Entwicklung hält dann solange an, bis der Rentenmarkt wieder höhere Renditen verspricht als der Aktienmarkt.

Aktuell bietet der Rentenmarkt in Deutschland nur etwas mehr als 1 Prozent Rendite, während der Aktienmarkt eine Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent verspricht. Entsprechend stark kann der Aktienmarkt nach der aktuellen Korrektur steigen und der Rentenmarkt (Bund Future) fallen, bis sich diese Renditen angleichen und ein Gleichgewicht hergestellt ist.

Mit Short-Spekulation wird im Bund Future noch sehr viel Geld zu verdienen sein – wenn eine Trendwende erfolgt. Dies bleibt abzuwarten.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 32: Handelswoche vom 11.08. bis 15.08.2014)

Sie können die „Termine der Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 11.08.2014

  • Keine wichtigen Termine

Dienstag, 12.08.2014

  • 11:00 - DE ZEW Konjunkturerwartung August

Mittwoch, 13.08.2014

  • 08:00 - DE Verbraucherpreise Juli
  • 11:00 - EU Industrieproduktion Juni
  • 14:30 - US Einzelhandelsumsatz Juli
  • 16:00 - US Lagerbestände Juni

Donnerstag, 14.08.2014

  • 08:00 - DE BIP 2. Quartal
  • 11:00 - EU Inflation Juli
  • 11:00 - EU BIP 2. Quartal
  • 14:30 - US Einfuhrpreise Juli
  • 14:30 - US Ausfuhrpreise Juli
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

Freitag, 15.08.2014

  • 14:30 - US Erzeugerpreisindex Juli
  • 14:30 - US NY Empire State Index August
  • 15:00 - US Internationale Kapitalströme Juni
  • 15:15 - US Kapazitätsauslastung Juli
  • 15:15 - US Industrieproduktion Juli
  • 15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan August

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