5 Billionen Euro Geldvermögen, doch Ihre Altersvorsorge ist in Gefahr! +++ Jenoptik: +55% in 3,5 Monaten – Und jetzt?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. 5 Billionen Euro Geldvermögen – Doch Ihre Altersvorsorge ist in Gefahr!
  2. Jenoptik AG (Aktienanalyse) – +55% in 3,5 Monaten – Und jetzt?

 

›› 5 Billionen Euro Geldvermögen
– Doch Ihre Altersvorsorge ist in Gefahr!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefwie die Deutsche Bundesbank bereits am Montag, den 19. Januar 2015, mitteilte, hat das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland im dritten Quartal 2014 gegenüber dem Vorquartal um 28 Milliarden Euro zugenommen und ist damit erstmals auf über 5 Billionen Euro (5.011 Mrd. Euro) gestiegen.
(Da die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte im selben Berichtsquartal vergleichsweise kräftig wuchsen, stieg das Netto-Geldvermögen lediglich um 18 Mrd. Euro auf 3.430 Mrd. Euro.)

Trotz rekordtiefer Zinsen horten die Deutschen ihr Geld auf Bankkonten

Trotz rekordtiefer Zinsen wurde mit 17 Mrd. Euro rund die Hälfte der Mittel in Bankeinlagen (einschließlich Bargeld) investiert, wobei allein 16 Mrd. Euro und damit fast der gesamte Betrag den besonders liquiden Sichteinlagen (einschl. Bargeld) zuflossen. Hinsichtlich der Anlageformen setzte sich damit der bereits seit Längerem zu beobachtende Trend hin zu liquiden und risikoärmeren Anlagen fort.

Die Zinsen werden noch viele Monate auf niedrigem Niveau verharren

Offenbar haben die privaten Haushalte eine hohe Risikoaversion. Doch die Zinsen sind auf einem Rekordtief und die jüngst beschlossenen weiteren Konjunkturmaßnahmen (unter anderem Staatsanleihenkäufe) der Europäischen Zentralbank (EZB) belastet die Renditen von Bankguthaben und risikoarmen Investments noch weiter – und zwar noch mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre lang.

Ihre Altersvorsorge ist in Gefahr!

Die Mini-Zinsen in Europa haben immer drastischere Folgen und Deutschland steckt längst in der Zinsfalle. Für Anleger erweist sich die Suche nach lukrativen Erträgen auf ihr Erspartes zunehmend als Herausforderung. Die Renditen vieler deutscher Staatsanleihen befinden sich schon längere Zeit auf historischen Tiefständen und real verlieren Investoren damit Geld.

Und für viele Formen der Altersvorsorge stellt der anhaltende Niedrigzins massive Bedrohung dar. Die Menschen in Deutschland müssen sich die Fragen stellen, ob Lebensversicherungen ihre Garantien tatsächlich erfüllen werden und ob Tages- und Festgelder wirklich dauerhaft sicher sind?

Die Deutschen sind schlechte Geldanleger – Machen Sie es besser!

Bereits in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 24. September 2014 berichteten wir, dass die Deutschen schlechte Anleger sind und im Vergleich zum Beispiel zu den US-Amerikanern auf viel Geld verzichten („Die Deutschen sind schlechte Geldanleger – Machen Sie es besser!“). In dem Artikel konnten Sie lesen, dass sich laut Analyse der Allianz durch eine höhere Aktienquote das Brutto-Geldvermögen US-amerikanischer Haushalte im vergangenen Jahr mehr als doppelt so stark (mit 11,7 Prozent) erhöhte wie das der Westeuropäer (5,2 Prozent).

Nehmen Sie Ihre Finanzen selbst in die Hand!

Es ist besser sich eine Stunde mit seinem Geld zu beschäftigen, als einen Tag dafür arbeiten zu müssen. In der aktuellen Situation sollte man das vorhandene Geldvermögen nicht aufs Sparbuch oder schlechtverzinste Konten packen, sondern es in höherrentierliche Anlageformen wie Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere investieren.

Wie das geht, zeigen wir Ihnen ganz konkret in unserem Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“. Bilden Sie unser Musterdepot einfach 1:1 nach. Erfahren Sie, welche Wertpapiere man meiden sollte, welche Aktien aktuell in ein Depot gehören und welche Investments noch Kurspotential bieten. Das Beste: Sie können uns einen Monat lang kostenlos testen. Melden Sie sich jetzt hier an!


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Jenoptik AG (Aktienanalyse)
– +55% in 3,5 Monaten – Und jetzt?
von Sven Weisenhaus

Trotz wirtschaftlich und politisch schwieriger Rahmenbedingungen hat der Jenoptik-Konzern im Geschäftsjahr 2014 seine Profitabilität nahezu auf dem Vorjahresniveau gehalten. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) lag nach vorläufigen Berechnungen bei über 51 Mio. Euro (im Vorjahr 52,7 Mio. Euro). Der Konzernumsatz lag mit rund 590 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert (im Vorjahr 600,3 Mio. Euro).

Dennoch konnte der Konzern damit eine EBIT-Marge von circa 8,7% erzielen (im Vorjahr. 8,8%). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag vorläufig mit rund 76 Mio. Euro leicht über Vorjahr (74,8 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug rund 46 Mio. Euro (im Vorjahr 47,2 Mio. Euro).

Volle Auftragsbücher lassen positiv in die Zukunft blicken

Nach einem leicht schwächeren Jahr 2014 könnte die Jenoptik AG ab diesem Jahr wieder voll durchstarten. Denn das Unternehmen ist mit vollen Auftragsbüchern in das Jahr 2015 gestartet:

Der Jenoptik-Konzern erhielt im Geschäftsjahr 2014 Aufträge in einem Umfang von rund 590 Mio. Euro. Der Auftragseingang lag damit nach vorläufigen Berechnungen auf Höhe des Umsatzes und leicht über dem Vorjahr (im Vorjahr 575,3 Mio. Euro). Dabei sind im Auftragseingang 2014 zu erwartende Großaufträge aus den Bereichen Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & Zivile Systeme noch nicht gebucht.

Ein ursprünglich für 2014 geplantes internationales Großprojekt für Verteidigungstechnik musste aufgrund von Verzögerungen beim Kunden in das Geschäftsjahr 2015 verschoben werden. Für das im Herbst erworbene britische Unternehmen Vysionics wurden nur die Auftragseingänge der Monate November und Dezember berücksichtigt. Entsprechend liegt der Auftragseingang deutlich über den offiziell genannten 590 Mio. Euro liegen.

Der Auftragsbestand des Jenoptik-Konzerns betrug Ende 2014 über 420 Mio. Euro (31.12.2013: 411,4 Mio. Euro) und schafft damit die Voraussetzungen für das prognostizierte Wachstum im laufenden Geschäftsjahr.

Vorstand geht von „deutlichem Wachstum“ aus

„Unser Ausblick für 2015 ist positiv“, so Jenoptik-Chef Michael Mertin. Auf Basis der soliden Auftrags- und Projektpipeline sowie der positiven Effekte aus der Akquisition im Bereich der Verkehrssicherheit geht der Vorstand für 2015 von einem deutlichen Wachstum aus. So soll der Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr zwischen 650 und 690 Mio. Euro liegen. Darüber hinaus werden sich die Maßnahmen aus den fortgeführten Projekten zur Konzernentwicklung positiv auf die Ertragsqualität auswirken: Die operative Ergebnis-Marge (EBIT-Marge) wird in einer Bandbreite von 8,5 bis 9,5% gesehen. Beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erwartet der Vorstand eine überproportionale Steigerung.

Jenoptik will bis 2018 profitabel wachsen

Auch in den kommenden Jahren soll der Jenoptik-Konzern weiter profitabel wachsen. Der Konzern strebt bis 2018 an, den Umsatz auf rund 800 Mio. Euro zu erhöhen und eine durchschnittliche EBIT-Marge von etwa 9 bis 10 Prozent über die Zyklen zu erreichen.

Bewertung: Nach +55% in 3,5 Monaten nur noch eine Halteposition

Bei einem Aktienkurs von über 12 Euro ist Jenoptik mit rund 700 Mio. Euro bewertet. Mit Blick auf den 2015 angepeilten Umsatz ist das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von über 1 nicht mehr gerade günstig. Erfüllt der Konzern aber die Gewinnprognosen, dann ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 15 zumindest nicht zu teuer.

Die Aktie ist inzwischen aber charttechnisch massiv überkauft durch den Anstieg von 8,05 Euro im Oktober 2014 auf rund 12,50 Euro im jüngsten Hoch bzw. um über 55% innerhalb von nur knapp 3,5 Monaten.

Jenoptik AG - Chartanalyse

Die fundamentale und die charttechnische Analyse machen zusammengenommen diese Aktie inzwischen lediglich noch zu einer Halteposition. Wir raten eher dazu, die Aktie unter dem jüngsten Ausbruchsniveau bei 11,90 Euro (grüne Linie im Chart) abzusichern. Denn nach dem rasanten Anstieg und dem erreichten Bewertungsniveau ist der Kurs anfällig für stärkere Rücksetzer.

Unsere Leser und Abonnenten konnten mit Jenoptik hohe Gewinne erzielen

Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass wir die Aktie von Jenoptik diverse Male hier im Geldanlage-Brief besprochen hatten. Am 05. November 2014 sprachen wir zuletzt über die Gründe für den Kursrückgang von über 13 auf nur noch knapp 8 Euro im Zeitraum von Juni bis Oktober 2014.

Bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 19% errechneten wir ein PEG (price-earnings-growth-ratio) von knapp 0,6, womit die Aktie aus unserer Sicht beim damaligen Besprechungskurs von rund 9 Euro durchaus noch über Kurspotential verfügte. Inzwischen hat die Aktie, wie eingangs beschrieben, bis auf knapp 12,50 Euro zugelegt. Wer unseren Analysen gefolgt ist, konnte somit bis zu 55% Kursgewinn erzielen.

Auch unsere Abonnenten des Geldanlage Premium Depot konnten Gewinne erzielen, weil wir die Aktie in unserem Musterdepot halten. Wir hatten die Aktie zwar bereits innerhalb des Abwärtstrends eingekauft, weshalb es hier zwischenzeitig zu Verlusten kam, entscheiden ist aber, was letztlich beim Verkauf herauskommt. Und da die Aktie in unserem Musterdepot aktuell im Gewinn notiert und wir bereits einen Gewinnsicherungsstopp platziert haben, kann hier nichts mehr anbrennen – ein Gewinn ist uns und unseren Abonnenten sicher!


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