Aktien, Anleihen oder Gold? – 2015 dürften Aktionäre die meiste Freude haben +++ Alphaform AG (Update)

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Aktien, Anleihen oder Gold? – 2015 dürften Aktionäre die meiste Freude haben
  2. Studie von Sal. Oppenheim – Zinswende bietet Anlegern Chancen bei Aktien
  3. Alphaform AG (Update) – Grossauftrag deckt zwei Drittel des Börsenwerts ab!

 

›› Aktien, Anleihen oder Gold?
– 2015 dürften Aktionäre die meiste Freude haben
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Kölner Privatbank Sal. Oppenheim kommt in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass eine Zinswende (Anmerkung der Redaktion: die wir zumindest in den USA in diesem Jahr erleben werden), Anlegern die besten Chancen bei Aktien bietet.

Im Rahmen der Studie untersuchte das Bankhaus die historische Entwicklung verschiedener Anlagen bei steigendem Zins. Demnach können Aktienanleger von einem Zinsanstieg profitieren, während Anleihen in solchen Phasen lediglich unterdurchschnittliche Erträge abwerfen. Und Gold hat laut der Studie nur in Phasen inflationsbedingter Zinsanstiege Potenzial.

Trendwende durch Zinswende?

Angesichts der bereits sehr weit gestiegenen Kurse auf den Aktien- und Anleihemärkten und der anhaltenden Schwäche beim Goldpreis, dürften sich viele Anleger die Frage stellen, ob die hohen Kurse nicht vielleicht bald einbrechen, wenn die US-Notenbank Fed die erste Zinserhöhung vornimmt und damit die Zinswende endgültig einleitet. Und sie könnten die Überlegung anstellen, dass dann der Goldpreis vielleicht wieder zu alter Stärke zurückfinden könnte, wenn um ihn herum die Kurse der anderen Anlageklassen auf breiter Front abbröckeln.

Studie von Sal. Oppenheim liefert wertvolle Informationen

Zu diesen Fragen und Überlegungen liefert die Studie von Sal. Oppenheim wertvolle Informationen, weshalb wir Ihnen nachfolgende die Pressemitteilung des Unternehmens widergeben.


Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Studie von Sal. Oppenheim
– Zinswende bietet Anlegern Chancen bei Aktien

Angesichts der allseits erwarteten Zinswende dürften Anleger im laufenden Jahr an Aktien die meiste Freude haben. Wer sich Anleihen und Rohstoffe ins Portfolio legt, sollte sich genau überlegen, bei welchen wirtschaftlichen Vorzeichen er zu welchen Investments greift. Die Entwicklung der verschiedenen Anlageklassen kann nämlich in Zeiten steigender Zinsen je nach Konjunkturerwartungen sehr unterschiedlich ausfallen. Dies sind die Ergebnisse einer Studie des Kölner Bankhauses Sal. Oppenheim, die sich mit der historischen Entwicklung der Finanzmärkte in Deutschland und den USA in Zinsanstiegsphasen beschäftigt. Untersucht wurde, wie sich Aktien, Rentenpapiere und Rohstoffe in Phasen entwickelten, in denen der Nominalzins nachhaltig anstieg.

Zinswende treibt Aktien an – zumindest bei steigenden Konjunkturerwartungen

„Auf der Aktienseite ergab unsere Analyse, dass Anleger eine Zinswende nicht fürchten müssen, solange die Konjunkturerwartungen ansteigen“ sagt Dr. Philipp Finter, Leiter Research Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim und einer der Autoren der Studie. Deutsche Titel (gemessen am CDAX) kletterten um annualisiert 8,1 % pro Jahr, wenn Zinsen und Konjunkturerwartungen stiegen. In den USA legte der S&P 500 in solchen Phasen mit +15,3 % sogar deutlich stärker zu als im Durchschnitt des Gesamtzeitraums der Studie (+10,7 %).

Ergebnisse der Sal. Oppenheim-Studie

Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man Phasen unter die Lupe nimmt, in denen sich die Konjunkturerwartungen verschlechterten. In diesem Fall gab es immerhin noch +5,5 % p.a. Wertsteigerung beim S&P 500, beim CDAX nur noch 0,1 % p.a.. Vergleichbares gilt – bei höheren Schwankungen – für Aktien aus Schwellenländern.

Anleihen unter Druck – aber sichere Häfen bei sinkenden Konjunkturerwartungen

Bei festverzinslichen Wertpapieren drücken steigende Zinsen naturgemäß auf den Ertrag. So lag der historische Ertrag von US-Staatsanleihen in längerfristigen Zinsanstiegsphasen mit 2,2 % p.a. deutlich unter dem durchschnittlich en Ertrag im Gesamtzeitraum von 6,9 % p.a.. In Deutschland betrug der durchschnittliche Ertrag von Staatsanleihen im Umfeld steigender Zinsen nur 0,7 % p. a. gegenüber durchschnittlich 6,0 % p. a. im Gesamtzeitraum.

Positive Konjunkturerwartungen wirkten sich zusätzlich negativ auf die Performance von Staatsanleihen aus. Die durchschnittliche Wertentwicklung sank auf -0,4 % bzw. -0,7 % p.a.. In Phasen negativer Konjunkturerwartungen wurden Staatsanleihen ihrem Ruf als „sicherer Hafen“ dagegen gerecht und wiesen historisch eine mittlere Wertentwicklung von 5,5 % (US-Treasuries) und 2,3 % pa. (Bundesanleihen) auf. Staatsanleihen der Schwellenländer zeigten qualitativ ähnliche Ergebnisse.

„Anleihe-Investoren werden sich im Umfeld der erwarteten Zinswende auf unterdurchschnittliche Erträge einstellen müssen“, sagt Dr. Philipp Finter. „Das gilt im Besonderen für die betrachteten Staatsanleihenmärkte: Die inzwischen deutlich gefallenen Renditeniveaus bieten wenig Puffer gegen einen Zinsanstieg.“ Derzeit liegt die Duration am Markt mit 6,2 Jahren (US-Staatsanleihen) beziehungsweise 7,2 Jahren (Bundesanleihen) deutlich über dem Durchschnitt bisheriger Phasen steigender Zinsen. „Im jetzigen Umfeld werden zinstragende Staatspapiere unter einer nachhaltigen Zinserhöhung also niedrigere Erträge abwerfen als in der Vergangenheit“, so Finter weiter. Auch vor diesem Hintergrund dürfte die US-Notenbank sehr behutsam agieren. Der Zinsanstieg in Deutschland dürfte zudem durch die sehr expansive Geldpolitik der EZB und das weniger robuste Konjunkturumfeld limitiert werden. Das Verlustrisiko für Anleger in Bundesanleihen wird dadurch begrenzt.

Gold nur in Phasen inflationsbedingter Zinsanstiege mit Potenzial

Auf den ersten Blick haben Rohstoffe (gemessen am Goldman Sachs Commodity Index und am Goldpreis) in der Vergangenheit von US-Zinsanstiegen zwar profitiert. Rohstoffe (bzw. Gold) stiegen um 18,5 % (15,7 %) p.a. – im Vergleich zu 9,7 % (9,8 %) p.a. im Gesamtzeitraum.

Ergebnisse der Sal. Oppenheim-Studie

Eine nachgelagerte Fallunterscheidung ergab jedoch, dass sich die überdurchschnittliche Wertentwicklung auf Phasen inflationsbedingter Zinsanstiege konzentriert. Hier wurden Rohstoffe bzw. Gold mit einer durchschnittlichen Performance von über 30 % p. a. ihrer Rolle als Inflationsschutz gerecht. Ob die Rohstoffmärkte diese überdurchschnittliche Wertentwicklung jedoch in Zeiten steigender US-Zinsen und schwacher Inflation wiederholen können, ist unwahrscheinlich – auch vor dem Hintergrund tiefgreifender struktureller Veränderungen am Ölmarkt.

 



›› Alphaform AG (Update)
– Grossauftrag deckt zwei Drittel des Börsenwerts ab!
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserinnen und Leser,

die Alphaform AG (WKN 548795) war schon mehrfach Thema hier im Geldanlage-Brief. Zuletzt berichteten wir am 19. November 29014 unter der Überschrift „Alphaform AG – Kursanstieg: 56%, Kurspotential 400%“, dass die Analysten von Close Brothers Seydler ihr Kursziel von 3,80 auf 4,00 Euro anhoben, dass der Auftragseingang um 89% zulegte und im Oktober ein Rekordauftrag einging, und wir berichteten über eine Kapitalerhöhung und eine Gewinnwarnung.

Inzwischen hat Herr Lohmer die weiteren Entwicklungen analysiert und am 25.02.3015 ein Update zu der Aktie erstellt, welches wir Ihnen nachfolgend gerne zukommen lassen.


Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre
Ihr Team von www.geldanlage-brief.de

 

von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LRGeschäftstätigkeit

Die Alphaform AG ist ein Entwicklungsdienstleister, der High-Tech-Prototypen und Nischenprodukte in kleiner Stückzahl für internationale Unternehmen aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie herstellt.

Lange bevor neue Produkte in Serie hergestellt werden können, werden Testteile, so genannte Prototypen, benötigt. Die gängige Herstellung von Prototypen ist bis heute handwerklich geprägt, kostenintensiv und mit technischen Einschränkungen verbunden.

Die Alphaform AG revolutioniert durch ihre Kombination aus Beratung, Projektmanagement und Hochtechnologien die Herstellung von Prototypen und damit den Entwicklungs- und Produktentstehungsprozess von Investitions- und Konsumgütern. Alphaform verfügt über ein breites Technologie-Portfolio wie Elektronik, Telekommunikation und Medizintechnik.

Geschäftszahlen

Der Dienstleister für industriellen 3D-Druck steigerte mit den Neunmonatszahlen 2014 im Vergleich zur selben Vorjahresperiode den Umsatz um 11% auf 21,8 Mio. Euro. Das Wachstum beruht auf Erfolgen in den Geschäftsbereichen Additive Manufacturing Metal und Rapid Tooling sowie Feinguss/Precision Casting.

Im Geschäftsbereich Additive Manufacturing Plastic am Standort Feldkirchen zeigten sich im Verlauf des 3. Quartals allerdings Verzögerungen bei der Auftragsbearbeitung: Gebraucht erworbene Maschinen benötigten deutlich mehr Anlaufzeit, um in der erforderlichen Qualität und Geschwindigkeit produzieren zu können. Dies führte zu Umsatzverschiebungen sowie zusätzlichen Kosten bei Material und Personal.

In der Folge blieb das EBITDA im 3. Quartal 2014 mit -0,4 Mio. Euro unter der Vorjahresgröße von 0,2 Mio. Euro und das Nettoergebnis verschlechterte sich von -0,2 auf -0,8 Mio. Euro. Im Neunmonatsvergleich schwächte sich das EBITDA von -0,1 auf -0,6 Mio. Euro ab, das Konzernergebnis von -1,2 auf -1,8 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin bei soliden 39%, der Eigenkapitalwert bei 6,6 Mio. Euro.

Alphaform - Geschäftszahlen

11 Punkte-Plan!

Angesichts der zusätzlichen Herausforderungen am Standort Feldkirchen reagierte der Vorstand direkt und legte einen 11-Punkte-Plan auf, welcher mit einmaligen Aufwendungen verbunden ist. Im Mittelpunkt steht die Optimierung des Maschineneinsatzes. Nach einem Konzernverlust im laufenden Jahr bei einem Umsatz von rund 30 Mio. Euro strebt das Unternehmen für 2015 eine schwarze Null an.

Alphaform gewann in jüngster Zeit wichtige Vertriebsmitarbeiter. Auf dieser Basis konnte das Unternehmen bereits in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Auftragseingang um 88% auf 4,9 Mio. Euro steigern. Im Oktober letzten Jahres gewann das Unternehmen mit 10 Mio. Euro den größten Auftrag in seiner Firmengeschichte.

Einschätzung

Der 11-Punkte-Plan wird sich zwar negativ auf das Konzernergebnis auswirken, allerdings signalisiert der Rekordauftrag und die Auftragslage deutliches Wachstumspotenzial. Bis 2019 soll der Umsatz von 30 auf 100 Mio. Euro anschwellen.

Die Aktie ist derzeit so günstig bewertet, dass alleinig der Großauftrag, welcher innerhalb drei Jahren abgearbeitet wird, fast zwei Drittel des gesamten Börsenwerts abdeckt.

Risikofreudige Anleger kaufen limitiert nach!

Alphaform - Kursverlauf

Alphaform - Kennzahlen zur Aktie

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