Orad – Nach 66% Kursgewinn noch ein Kauf? +++ Die Folgen der Turbulenzen am Ölmarkt

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Orad Hi-Tec Systems AG – Nach Kursgewinnen von 66% noch ein Kauf?
  2. Orad Hi-Tec Systems AG (Update) – Und wieder Rekordumsatz
  3. Schwarzes Gold? – Die Folgen der Turbulenzen am Ölmarkt
  4. Kostenloses Börsenseminar – Chartanalyse: Mit Elliott-Wellen wissen, wohin die Kurse laufen

 

›› Orad Hi-Tec Systems AG
– Nach Kursgewinnen von 66% noch ein Kauf?
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserinnen und Leser,

die Orad Hi-Tec Systems AG (WKN 928634) war schon einmal Thema hier im Geldanlage-Brief. In seiner Analyse („Orad Hi-Tec Systems – Rekordumsatz seit Firmengründung 1993!“) kam der Gastautor Christian Lohmer am 26. November 2014 zu der Einschätzung, dass die Nachfrage nach Orad-Produkten rapide an Fahrt aufnimmt. Für 2014 erwartete Herr Lohmer daher einen Gewinn je Aktie von 0,35 Euro, der im Jahr 2015 auf 0,50 Euro springen sollte. Das Kursziel lag vor dem Hintergrund eines 2015er KGV von lediglich 10 bei 5 Euro, womit die Aktie beim damaligen Kurs von 2,40 Euro ein sattes Kurspotential von mehr als 100% hatte.

Orad Hi-Tec Systems AG - Kursgewinne seit der Analyse im NovemberInzwischen notiert die Aktie bereits bei rund 4 Euro, womit sie seit der damaligen Analyse schon mehr als 66% zulegen konnte. Da seit der Kaufempfehlung von Ende November 2014 rund 5 Monate vergangen sind, wird es Zeit für ein Update. Sind die Gewinnerwartungen von damals heute noch aktuell? Hat die Aktie nach wie vor ein Kurspotential bis auf 5 Euro?

Wie gut, dass Herr Lohmer inzwischen die aktuellen Entwicklungen in eine neue Analyse verpackt hat, so dass wir Ihnen nachfolgend gerne das Update zukommen lassen können.


Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr Team von www.geldanlage-brief.de

 



›› Orad Hi-Tec Systems AG (Update)
– Und wieder Rekordumsatz
von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Geschäftstätigkeit

Die Orad Hi-Tec Systems Ltd. (WKN 928643) aus Israel ist ein weltweit führender Anbieter von TV-Produktionstechnologien und 3D-Grafiktools für Sportereignisse. Ein Geschäftsfeld umfasst Produktionssysteme zur Übertragung, einschließlich virtueller Studios und On-air-Grafiksysteme, die die Live-Animation von 3D-Grafiken ermöglichen. Ein weiteres Geschäftsfeld betrifft Sportübertragungsprodukte, inklusive Superzeitlupensysteme, Programmerweiterung durch 3D-Grafiken, grafische Spielsimulationen, virtuelle Werbung und zeitnahe Übertragung von Sportveranstaltungen im Internet.

Rekordzahlen in 2014!

Orad Hi-Tec Systems erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 bei Umsatz und Ergebnis neue Rekordzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Konzernumsatz um 27% auf 40,5 Mio. US-Dollar. Beim Nettogewinn gelang der Turnaround von -1,9 Mio. US-Dollar auf +3,4 Mio. US-Dollar.

Auch beim operativen Ergebnis konnte der Anbieter von Echtzeit 3-D-Grafiken mit einer Verbesserung von -1,6 Mio. US-Dollar auf +4,4 Mio. US-Dollar überzeugen; dies entspricht einer überzeugenden EBIT-Marge von 10,8%. Die bisherige Prognose des Managements lag lediglich bei 8-10%.

Kräftig zugelegt haben auch die liquiden Mittel. Im Vergleich zum jeweiligen Jahresende haben sich diese von 4,7 Mio. US-Dollar auf 10,4 Mio. US-Dollar mehr als verdoppelt. Aufgrund der äußerst positiven Ergebnisentwicklung hat das Board of Directors die Zahlung einer Dividende von 0,105 US-Dollar pro Orad-Aktie beschlossen. Dies entspricht insgesamt etwa 1,2 Mio. US-Dollar.

Für das Rekordergebnis im Gesamtjahr 2014 waren die breite Palette von Produkten und kompletten Lösungen, die umfassende geographische Präsenz und eine erhöhte Effizienz maßgeblich. Insbesondere in Nordamerika konnte im Vergleich zum Vorjahr der Auftragseingang verdoppelt werden.

Orad Hi-Tec Systems AG - Geschäftszahlen

Ausblick

Für das neue Geschäftsjahr 2015 ist Orad zuversichtlich, an die positive Entwicklung in 2014 anzuknüpfen. Orad verzeichnet ein wachsendes Interesse von bestehenden und neuen Kunden. Angesichts der Größe des potenziellen Marktes strebt man eine Steigerung seines Marktanteils an.

Einschätzung

Wie in unserer letzten Analyse angedeutet, gelang nun auch der charttechnische Ausbruch aus der langjährigen Seitwärtsbewegung. Damit sind allein schon aus charttechnischer Sicht weitere Kurs-Aufschläge wahrscheinlich.

Orad Hi-Tec Systems AG - Kursverlauf

Auch fundamental sieht es nicht schlechter aus: Beim EBIT lag das Unternehmen für 2014 um 0,5 Mio. US-Dollar über unserer Schätzung. Das 2015er EBIT-Multiple liegt gerade mal bei 6!

Das größte Risiko besteht darin, dass die Gesellschaft in Israel ansässig ist. Dies kann allerdings auch als Vorteil gewertet werden, da die Aktie nicht zuletzt auch deswegen über Jahre hinweg stark gemieden wurde. Im Vergleich zum Gesamtmarkt bleibt Orad ein Schnäppchen. Wir bekräftigen unser Kursziel von 5 Euro. Orad ist weiterhin unser Favorit für das Börsenjahr 2015. Nachkaufen!

Orad Hi-Tec Systems AG - Kennzahlen zur Aktie

 



›› Schwarzes Gold?
– Die Folgen der Turbulenzen am Ölmarkt
von Sven Weisenhaus

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefDer Ölpreis hat sich 2014 binnen eines halben Jahres halbiert. Die Folgen dieses Preisrutsches sind weitreichend. Asoka Wöhrmann, Chief Investment Officer der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM), sagt dazu: „Grundsätzlich sollte der Preisrückgang die Weltwirtschaft erst einmal beflügeln. So dürften die positiven Effekte über erhöhte Konsumausgaben relativ früh greifen, wohingegen die negativen Effekte der rückläufigen Investitionen erst später zu wirken beginnen.“

Gewinner und Verlierer des billigen Öls

Dabei bezieht er sich auch auf eine aktuelle Studie der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM), wonach die Effekte des dramatischen Ölpreisrückgangs nicht nur positiv sind. Auf Seiten der Gewinner stehen demnach noch vor den Industriestaaten die netto-energieimportierenden Schwellenländer. Daneben dürften zu den größten Gewinnern einige Fluggesellschaften und Konsumgüterkonzerne gehören. „Das größte Risiko des niedrigen Ölpreises sehen wir auf gesellschaftlicher Ebene in vom Ölexport abhängigen, aber finanziell und politisch fragileren Staaten“, sagt Wöhrmann. Nicht zuletzt trügen bei vielen ölexportierenden Ländern die Ölexporte einen sehr hohen Anteil zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Neben einem Wirtschaftseinbruch droht Länder wie Kolumbien, Venezuela, Kasachstan, Algerien, Angola, Saudi Arabien, dem Irak sowie dem Oman eine kräftige Schieflage in ihrer Leistungsbilanz. Negativ von den direkten Folgen des Ölpreisrückgangs betroffen seien natürlich auch Ölkonzerne und vor allem US-Banken, da sie am stärksten im US-Schieferölgeschäft tätig sind.

Ölpreisrückgang könnte noch zu Verwerfungen führen

An den Rentenmärkten stehen die Hochzinsanleihen der US-Ölfirmen im Fokus, ebenso wie Investmentgrade-Anleihen großer Ölproduzenten der Schwellenländer. Bei beiden rechnet die Deutsche AWM noch mit weiteren Verwerfungen. Auch auf Länderebene seien diese nicht auszuschließen.

Geldpolitik wurde bereits vom Ölpreisrückgang beeinflusst

Zudem könnte der Ölpreisrückgang Auswirkungen auf die internationale Geldpolitik haben. Dazu sagt Wöhrmann: „Die Zentralbanken gewinnen durch den Preisrückgang an Spielraum. Die Fed könnte ihre Zinswende verschieben, die EZB könnte den niedrigen Ölpreis, der ja für eine geringere Inflation sorgt, als einen weiteren Grund für ihr Programm der ultralockeren Geldpolitik, das so genannte Quantitative Easing, anführen.“

Für Aussagen bezüglich der weiteren Preisentwicklung ist es noch zu früh

Ölpreis - Kursverlauf von Brent und WTI

Für klare Aussagen bezüglich der weiteren Preisentwicklung ist es nach Ansicht von Wöhrmann noch zu früh – nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Datengrundlage. Diese werde erst mit der Berichterstattung zum ersten Quartal 2015 bezüglich Investitionskürzungen, Produktionsplänen, Kostendeflation und Margendruck deutlich verbessern. Grundsätzlich geht die Deutsche AWM in ihrem Basisszenario von einer langsamen Erholung des Ölpreises bis auf 65 US-Dollar bis Ende 2015 aus.

Komplexität des Ölmarktes erschwert Preisprognosen

Doch glauben Sie angesichts der Komplexität des Ölmarktes nicht, dass Ihnen irgendjemand fundierte Prognosen zur Entwicklung der Ölpreise geben könnte. Selbst die Prognosen jener Institutionen, die sich schwerpunktmäßig damit befassen, lagen meilenweit daneben. Noch im Juli 2014 prognostizierte zum Beispiel die EIA in ihrem kurzfristigen Marktausblick für 2015 einen durchschnittlichen Preis für das Fass WTI von 95 US-Dollar. Und auch die OPEC hatte sich im Sommer nicht veranlasst gesehen, von ihrer positiven Sichtweise für 2014 und 2015 abzuweichen.

Eine Vielzahl von Faktoren bestimmen Angebot und Nachfrage

Sie glauben, dass hier nur Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen? Letztlich mag das stimmen, doch in der Vielzahl der Faktoren, die das Angebot und die Nachfrage kurz-, mittel- und langfristig beeinflussen liegt das Unbekannte:

  • Wie wird sich der Schieferölsektor entwickeln (56% der US-Ölproduktion, Investitionskürzungen, Stilllegungen von Ölbohrtürmen)?
  • Wie entwickeln sich die rechtlichen Grundlagen fürs Fracking (Verbote)?
  • Wie wird sich die OPEC verhalten (Anpassung der Förderquote)?
  • Wie wird sich die Weltwirtschaft entwickeln?
  • Wie entwickeln sich die Grenzkosten und Vollkosten der Produzenten? (Schmerzgrenze beim Preis)
  • Wie entwickeln sich die Refinanzierungsbedingungen der Ölfirmen?
  • Wann gibt es die nächsten Produktionsstörungen in Krisenländern (Terrorismus, Kriege, Sanktionen)?
  • Wie entwickelt sich das Angebot der Produktionsfelder (Neuentdeckungen, geschätzte Reserven)?
  • Wie verhalten sich die Kapitalmärkte (auf dem Terminmarkt wird mehr als viermal so viel umgesetzt wie auf dem physischen Ölmarkt)?
  • Wie entwickeln sich die US-Dollar-Wechselkurse (Öl wird in US-Dollar gehandelt)?
  • Wie entwickeln sich die Lagerbestände, Lagerkapazitäten und Lagerkosten?
  • Wie entwickeln sich neue Fördermethoden (Such- und Erschließungskosten)?
  • In welchem Umfang haben sich die Firmen gegen fallende Ölpreise abgesichert?

Investitionen auf den Ölpreis sind stets spekulativ

Wenn Sie glauben, all diese Faktoren erfassen und voraussagen zu können, dann senden Sie uns bitte Ihre Bewerbungsunterlagen zu. Wir nehmen Sie dann umgehend in den Kreis unserer Analysten auf. Wir können dies nicht und sehen den Ölpreis daher mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Investitionen auf den Ölpreis sind stets spekulativ.

Preisuntergrenze könnte bei ca. 40 USD liegen

Die Deutsche AWM sieht die Grenzkosten für die Ölsorte WTI bei unter 40 USD/b. Was „unter“ in diesem Zusammenhang bedeutet, sagt sie nicht. Aber damit wird zumindest klarer, wo in etwa eine längerfristige Preisuntergrenze liegen könnte.

OPEC – Die treibende Kraft im Ölmarkt

Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ausführungen der Deutsche AWM bezüglich der Aussagen, die OPEC habe der amerikanischen Ölindustrie den Krieg erklärt. Die OPEC hat durch ihre vorige Hochpreisstrategie neuen Anbietern durchaus den Weg in den Markt bereitet und setzt sie nun dem freien Kräftespiel aus Angebot und Nachfrage aus, weil das Öl-Kartell seine Macht nicht mehr zur Manipulation des Ölpreises nutzt. Doch es ist absurd, der OPEC nun den schwarzen Peter zuzuschieben, weil sie ihre Produktion nicht kürzt, während die Amerikaner durch den aggressiven Ausbau des umstrittenen Schieferöls den Markt binnen vier Jahren mit 4 Mio. Fass pro Tag (b/d) zusätzlich geschwemmt haben. Wenn nun einige US-Produzenten in Schieflage geraten, dann nur deshalb, weil sie den Ölmarkt/Ölpreis falsch eingeschätzt haben.


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›› Kostenloses Börsenseminar
– Chartanalyse: Mit Elliott-Wellen wissen, wohin die Kurse laufen
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefnach dem großen Erfolg des kostenlosen Seminars zu dem Thema „Aktien: So finden Sie die richtigen Werte für Ihr Depot“, welches unser Chefanalyst Sven Weisenhaus am 24.und 25.03.2015 in den Räumen der Börse Düsseldorf geleitet hat und bei dem das Feedback der Teilnehmer durchweg positiv war, steht am 08.04.2015 bereits der nächste Wissenstransfer an:

Im Rahmen des kostenlosen Seminars „Chartanalyse: Mit Elliott-Wellen wissen, wohin die Kurse laufen“ können Sie erfahren, wie man im Rahmen der technischen Analyse das Instrument der "Elliott-Wellen" einsetzt, um Kursprognosen zu erstellen. Dabei werden nicht nur theoretische Grundlagen vermittelt, sondern diese auch an aktuellen Beispielen angewendet.

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am 08.04.2015 ab 18:00 Uhr,
in die Räume der
Börse Düsseldorf, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.

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