DAX markiert neues Allzeithoch, aber…

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse – DAX markiert neues Allzeithoch, aber…
  2. Termine der kommenden Woche

 

›› Marktanalyse
– DAX markiert neues Allzeithoch, aber…
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefvor einer Woche richteten wir den Fokus auf die Charttechnik und berichteten, dass sich in diversen Märkten (Aktien, Währungen, Rohstoffe) die Kurse in Konsolidierungen befanden (siehe „Marktanalyse – Seitwärtsphasen gewinnbringend nutzen“). Am vergangenen Freitag ist der DAX auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen. Da die Augen vieler Börsianer hierzulande primär auf diesen Index gerichtet sind, war die Stimmung zum Wochenausklang entsprechend gut. Doch es ist weiterhin Skepsis angebracht.

DAX markiert neues Allzeithoch, aber…

Zwar gab es in dieser Woche auch in anderen Werten viel Bewegung, doch nur die wenigsten konnten neben dem DAX ihren Konsolidierungsbereich verlassen. Und bei aller berechtigten Freude, dass der deutsche Leitindex ein neues Hoch markieren konnte, sollte man insbesondere beachten, dass den US-Indizes dies noch nicht gelungen ist. Sollte sich dort die Seitwärtsbewegung fortsetzen, dann könnte es im DAX zu einem Fehlsignal kommen.

DAX - Chartanalyse

DAX ist weiterhin massiv überkauft

Dabei geben wir noch einmal zu bedenken, dass der DAX seit dem 16. Oktober 2014 ausgehend von 8.355 Punkten innerhalb von 5 Monaten um mehr als 46% angestiegen ist (siehe rechtes blaues Rechteck im DA-Chart unten). Und seit dem 6. Januar betrug das Plus ausgehend von 9.382 Zählern mehr als 30 Prozent in knapp 2,5 Monaten! Diese Extreme haben sich durch die Konsolidierung der vergangenen drei Wochen (blaues Rechteck im DAX-Chart oben) keineswegs ausreichend abgebaut. Wir haben es weiterhin mit einer klaren Übertreibung zu tun, die einer größeren Korrektur bedarf. Die im DAX-Chart sichtbare Fahnenstange dürfte noch mit einem größeren Rücksetzer korrigiert werden.

Pleite Griechenlands ist noch nicht vom Tisch

Aus fundamentaler Sicht hat sich nicht viel verändert. Griechenland hat zwar jüngst einen Kredit an den IWF pünktlich zurückgezahlt, da aber in den nächsten Wochen noch einige Milliarden fließen müssen, ist die Pleite des Landes noch längst nicht vom Tisch. Auch hieraus können sich noch Risiken für den DAX ergeben.

Dollarstärke könnte US-Bilanzen belastet haben

Am Mittwoch hat auch bereits wieder die Berichtssaison begonnen. Sollte sich abzeichnen, dass die Dollarstärke die US-Bilanzen belastet hat, könnte auch das auf die Aktienmärkte drücken. Zudem werden in den kommenden Wochen die Hauptversammlungen abgehalten, bei denen es zeitgleich zu Dividendenzahlungen kommt. Anleger, die nur auf diesen Zahltag gewartet haben, um sich anschließend von ihren zum Teil recht hoch bewerteten Aktien zu trennen, könnten ebenfalls die Kurse unter Druck setzen.

Für steigende Aktienkurse müssen viele Zahnräder ineinandergreifen

Mit dem Ausbruch des DAX auf neue Höhen ist also noch längst kein neuer Aufwärtstrend zementiert worden. Damit man grünes Licht geben kann, müssten die US-Indizes mitspielen, der Euro seine Abwärtsbewegung fortsetzen, die Unternehmenszahlen die Erwartungen nicht enttäuschen, die Anleger an ihren teuren Aktien festhalten und Griechenland weiterhin seine Schulden pünktlich zurückzahlen. Es müssen also viele Räder ineinandergreifen, damit es mit dem DAX weiter aufwärts gehen kann.

DAX hat Kursziel von rund 12.400 Punkten erreicht

Dabei verweisen wir auch noch einmal auf unsere DAX-Analyse, nach der wir zwar aufgrund des Prinzips der Wellengleichheit (blaue Rechtecke) noch ein Aufwärtspotential bis auf rund 12.400 Punkte gesehen haben (siehe „DAX – Konsolidierung, Korrektur oder Crash?“), doch genau aus dem gleichen Grund auch ein Ende der Aufwärtsbewegung sehen und auch wegen der Elliott-Wellen-Analyse eine größere Korrektur erwarten.

DAX - Chartanalyse

Mangelnde Angst ist meist ein Nährboden für scharfe Korrekturen

Niemand rechnet aktuell scheinbar mit einer großen Korrektur im DAX. Doch in der Vergangenheit war es stets so, dass genau dies der Nährboden für scharfe Korrekturen war. Tatsächlich halten wir das Auslaufen der Dividendensaison im Mai/Juni für einen sehr wahrscheinlichen Zeitraum für das Ende der aktuellen DAX-Rallye.

Für diese Erwartung könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Put – WKN: XM1UHG – Hebel: 3

Solange der DAX aber den jüngsten Anstieg fortsetzen kann, könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call – WKN: DX8N22 – Hebel: 3


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 16: Handelswoche vom 13.04.2015 bis 17.04.2015)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen
Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 13.04.2015

  • 01:50 - JP Geldmenge M2 März
  • 01:50 - JP Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
  • 01:50 - JP Inländische Produktpreise März
  • 15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS

Dienstag, 14.04.2015

  • 08:00 - DE Großhandelspreise März
  • 10:00 - EU EZB-Umfrage zur Kreditvergabe durch Banken Q1
  • 11:00 - EU Industrieproduktion Februar
  • 14:30 - US Erzeugerpreise März
  • 14:30 - US Einzelhandelsumsatz März
  • 16:00 - US Lagerbestände Februar
  • 22:30 - US API Öl-Lagerbestände

Mittwoch, 15.04.2015

  • 08:00 - DE Verbraucherpreise März
  • 13:45 - EU EZB-Zinsentscheid
  • 14:30 - EU EZB-Pressekonferenz
  • 14:30 - US Empire State Manufacturing Index April
  • 15:15 - US Kapazitätsauslastung
  • 15:15 - US Industrieproduktion März
  • 16:00 - US NAHB-Hausmarktindex April
  • 16:30 - US Rohöllagerbestände

Donnerstag, 16.04.2015

  • 14:30 - US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 14:30 - US Baugenehmigungen März
  • 14:30 - US Baubeginne März
  • 16:00 - US Philadelphia-Fed-Index April

Freitag, 17.04.2015

  • 11:00 - EU Verbraucherpreise März
  • 15:55 - US Konsumklima Uni Michigan April

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