Aktien links liegenlassen ist dramatisch für die Altersversorgung +++ E.ON - Gefangen in der Seitwärtsrange

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Deutsche lassen Aktien links liegen – Dramatisch für die Altersversorgung
  2. Düsseldorfer Börsentag – Börse live erleben
  3. E.ON – Gefangen in der Seitwärtsrange

 

›› Deutsche lassen Aktien links liegen
– Dramatisch für die Altersversorgung
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Brieflaut Statistiken des Deutschen Aktieninstituts hielten Ende 2014 nur 13,1 % der Deutschen Aktien oder Investmentfonds. Damit ging die Aktionärsquote im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zurück. Im Jahr 2001 – auf dem Höhepunkt der New Economy – hatte der Anteil laut Angaben der DAB Bank mit 20,0 % seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Zum Vergleich: In den USA liegt die Quote bei 56 %.

Anstieg der Aktienmärkte läuft an den Deutschen vorbei

DAX - Kursanstieg seit 2009Der gesamte Anstieg der Aktienmärkte um fast 350% seit 2009 (siehe Chart) ist damit am Großteil der Privatanleger vorbeigelaufen.

Selbst die aktuelle Niedrigzinsphase mit gegen Null tendierenden Zinsen auf Sparbüchern, Tages- oder Festgeldkonten scheint in Deutschland keinen spürbaren Aktienboom auslösen zu können.

Dramatisch für die Altersversorgung

Im Hinblick auf die Altersversorgung ist diese Situation dramatisch. Denn angesichts historisch niedriger Zinsen, die wohl noch einige Jahre auf diesem Niveau verbleiben werden, verlieren die Sparerinnen und Sparer mit klassischen Zinsprodukten kontinuierlich an Kaufkraft. Aktuell sind die Inflationsraten gering, aber wenn dieser temporäre Effekt vorüber geht, wird sich der Kaufkraftverlust verstärken.

Jagt auf Schnäppchen statt Jagd auf Renditen

In der Ausgabe 01/2015 des DAB Bank-Kundenmagazins konnte man aktuell über eine Studie von Direktbanken lesen, die besagt, dass die Beschäftigung mit der persönlichen Finanzplanung für mehr 43 % der Deutschen lediglich ein notwendiges Übel ist. Und nur jeder Zehnte (9 %) setzt sich einmal in der Woche mit dem Thema auseinander.

Bei der Schnäppchensuche im Internet dagegen ist der Ehrgeiz deutlich stärker ausgeprägt: Laut Angaben der DAB Bank recherchiert mehr als jeder Dritte (34 %) mindestens einmal wöchentlich online, wo es die günstigsten Shopping-Angebote gibt. 29 % machen sich mindestens einmal in der Woche auf die Suche nach der günstigsten Tankstelle. Das Irrsinnige daran: Während man dabei am Ende meist nur ein paar Euro spart, kann die sorgfältige Recherche nach einer renditestarken Geldanlage am Ende zu einem kleinen Vermögen führen.

Finanzwissen: mangelhaft

Auch ist es laut der DAB Bank um das Finanzwissen in der deutschen Bevölkerung nicht sehr gut bestellt. So konnten nur 22 % der Befragten die Dividende als Renditebestandteil bei Aktien benennen. Und dass der DAX von Mitte 2009 bis Mitte 2014 um fast 100 % gestiegen ist, wussten nur 10 % der Deutschen. Die anderen 90 % lagen in ihrer Einschätzung entweder deutlich darunter oder konnten schlichtweg keine Angabe machen. „Nur ein sehr kleiner Teil – 6 % – konnte sowohl die DAX-Entwicklung richtig einschätzen als auch die Dividende benennen“, hieß es in der Ausgabe des Kundenmagazins.

Aktien nur für reiche Spekulanten?

Da ist es kein Wunder, dass 51 % der Deutschen glauben, Aktien seien nur etwas für Reiche, und 46 % der Deutschen sehen die Aktie als „reines Spekulationsobjekt“.

Aktion pro Aktie und Tag der Aktie

Diese Situation haben vier Direktbanken aus Deutschland – comdirect bank, Consorsbank, DAB Bank und ING-DiBa – zum Anlass genommen, die „Aktion pro Aktie“ ins Leben zu rufen. Das Ziel der Aktion ist es, einen Umdenkprozess anzustoßen, um einen vorurteilsfreien und aufgeklärten Umgang mit dem Thema Aktie zu fördern. Studien, Bildungsangebote, Veranstaltungen und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit leisten einen Beitrag dazu, das Thema stärker in den Köpfen der Deutschen zu verankern. Außerdem soll ein „Tag der Aktie“ etabliert werden. In diesem Jahr fand dieser am 16. März statt – veranstaltet durch die Gruppe Deutsche Börse.

Reichlich spät, aber besser spät als nie. Wobei die Banken und Börsen diesen Tag sicherlich auch aus Marketing-Gesichtspunkten ins Leben gerufen haben. Auch wenn sie am Tag der Aktie auf Ordergebühren verzichtet haben, an jedem weiteren Tag verdienen sie an jedem neuen Kunden mehr Geld. Dagegen informiert der Geldanlage-Brief seine Leser schon seit fast 16 Jahren kostenlos und wir planen dies auch die nächsten 16 Jahre zu tun.

Die Deutschen lassen sich nur schwer für Finanzthemen begeistern

Dabei ist es selbst mit einem kostenlosen Service schwierig ist, die Menschen für Geldanlage-Themen zu begeistern. Neue Leser zu generieren ist eine mühsame Arbeit und immer wieder melden sich Leser von unserem kostenlosen Newsletter ab mit dem Hinweis, sie würden sich nicht mehr für Börse interessieren. In einigen Jahren könnten sie diese Entscheidung angesichts der aktuellen Zins- und Altersvorsorgeproblematik mit hoher Wahrscheinlichkeit bereuen.

Aktienanleger sind zufriedener!

Immerhin scheint ein Bewusstsein für höhere Renditechancen grundsätzlich vorhanden zu sein: 40 % der Deutschen sind der Ansicht, dass sie mehr aus ihrem Vermögen machen können. Und laut der DAB Bank ist, wer in Aktienanlagen investiert, meist zufriedener mit der Wertentwicklung: So finden 54 % derjenigen, die in einen Aktien-ETF investieren, und 43 % derjenigen, die in Einzelaktien anlegen, dass sie das Bestmögliche aus ihrem Vermögen machen. Aktienanleger sind zufriedener!

Machen Sie es besser! – Nutzen Sie die Chancen am Aktienmarkt

Machen Sie es daher besser als rund 90 % der Deutschen! Es ist besser und schöner, sich täglich eine Stunde mit Geld zu beschäftigen, als eine Stunde dafür zu arbeiten. Empfehlen Sie uns daher auch gerne weiter und erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten von den Chancen am Aktienmarkt und von der Möglichkeit, mit dem Geldanlage-Brief kostenlos informiert zu werden.

Und übrigens: Mit unseren Aktientrades haben wir in unserem Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ eine weiße Weste – mit 100% Gewinntrades:

Aktientrades im Geldanlage Premium Depot

Daher rate ich Ihnen: Testen Sie doch einfach unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Düsseldorfer Börsentag
– Börse live erleben

Verehrte Leserinnen und Leser,

vor dem Hintergrund der vorangegangenen Informationen, die Ihnen Herr Weisenhaus in seinem Artikel oben geliefert hat, möchten wir Sie auch noch einmal auf folgende Veranstaltung hinweisen:

11. Düsseldorfer Börsentag am 9. Mai 2015 von 10:00 bis 17:00 Uhr

Düsseldorfer BörsentagBereits zum 11. Mal findet der Düsseldorfer Börsentag statt. Mit einem Tag der offenen Tür möchte die Börse Düsseldorf am 9. Mai 2015 den Austausch zwischen Finanzexperten und Privatanlegern aktiv unterstützen und Börse erlebbar machen.

Blick hinter die Kulissen des Börsenhandels

Privatanleger können an diesem Tag kostenlos einen „exklusiven“ Blick hinter die Kulissen der Börse Düsseldorf und auf den Börsenhandel werfen. Der Düsseldorfer Makler SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG sowie die Handelsüberwachung der Börse öffnen ihre Büros und erklären ihre tägliche Arbeit. Sprechen Sie mit Kursmaklern an deren Arbeitsplätzen und lassen Sie sich die Arbeit der börseneigenen Handelsüberwachungsstelle erklären. Zahlreiche Experten sowie Börsenmitarbeiter freuen sich auf den Dialog mit Ihnen!

Zum 11. Düsseldorfer Börsentag am 9. Mai 2015 von 10:00 bis 17:00 Uhr:

  • Börse live erleben am Tag der offenen Tür
  • Finanzexperten geben praxisnahe Tipps
  • Zahlreiche Workshops und Vorträge im Angebot

Zahlreiche Vorträge und Workshops

Neben dem Blick hinter die Kulissen des Börsenhandels informieren bekannte Referenten wie TV-Star Robert Halver, Anlegerschützer Marc Tüngler oder Handelsblatt-Redakteurin Jessica Schwarzer Neueinsteiger und Fortgeschrittene in Vorträgen zu verschiedenen Themen rund um die Wertpapieranlage. Die Vorträge und Workshops werden u.a. zu folgenden Themen angeboten:

  • 2015: Das Jahr der platzenden Blasen?
  • Grundlagen zu Aktien, Anleihen & Fonds
  • Tipps eines Börsenhändlers zwischen Bauchgefühl und Trendkanal
  • Investieren mit Konzept zum Aufbau eines individuellen Wertpapierdepots
  • Fonds und ETFs – Trendinvestments für Privatanleger
  • Technische Analyse von Wertpapieren und Live-Chartanalyse

Geldanlage-Brief mit Vortrag zum Thema „2015: Das Jahr der platzenden Blasen?“

Auch der Geldanlage-Brief ist an diesem Tag vertreten und reiht sich damit in die Riege der renommierten Börsenexperten ein. Mit dem Vortrag zum Thema „2015: Das Jahr der platzenden Blasen?“ wird unser Chefredakteur Sven Weisenhaus um 13:00 Uhr der Frage nachgehen, ob die gestiegenen Kurse an den Aktienmärkten und die extrem niedrigen Zinsen an den Rentenmärkten erhebliche Risiken für die Anleger darstellen. Und er wird klären, wo sich noch Gewinnchancen ergeben können.

Teilnahme kostenfrei und ohne Anmeldung

Die Teilnahme am Börsentag ist wie immer kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Jedem Besucher wird die Gelegenheit geboten, sich fernab von dem Trubel großer Finanzmessen unabhängig und zielgerichtet zu informieren.

Der 11. Düsseldorfer Börsentag findet am 9. Mai 2015 von 10.00 – 17.00 Uhr in den Räumen der
Börse Düsseldorf am
Ernst-Schneider-Platz 1 in
40212 Düsseldorf statt.

Das vollständige Vortragsprogramm und die genauen Zeiten finden Sie HIER (klicken).


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Team von www.geldanlage-brief.de

 



›› E.ON
– Gefangen in der Seitwärtsrange
von Sven Weisenhaus

Mit Blick auf die Tabelle oben, die unsere sämtlichen abgeschlossenen Aktien-Trades chronologisch auflistet, zeigt sich, dass wir zuletzt am 30.04.2015 mit dem Verkauf von E.ON-Aktien einen Gewinn in Höhe von über 10 % bzw. 101,40 Euro für unsere Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“ realisieren konnten.

Dividendenrendite und charttechnischen Ausbruch in Aussicht gestellt

Am 18. März 2015 hatten wir E.ON auch hier im kostenlosen Geldanlage-Brief unter die Lupe genommen (siehe „E.ON – Wie dramatisch ist der Milliardenverlust wirklich?“). Damals schrieben wir, dass man sich als Aktionär des Energieriesen auf eine Dividende von 50 Cent je Aktie und damit auf eine ganz ansehnliche Dividendenrendite von 3,7% freuen kann. Zudem sah es charttechnisch so aus, als könne sich die Aktie bald aus ihrer Seitwärtsrange befreien und nach oben ausbrechen. Warum also nun der Verkauf?

… wenn der DAX nicht einbricht

In der damaligen Analyse schrieben wir, dass es zwar charttechnisch so aussah, als könne sich die E.ON-Aktie bald aus ihrer Seitwärtsrange befreien und nach oben ausbrechen, dies galt aber nur für den Fall, dass „der DAX nicht in Kürze einbricht“. Tatsächlich konnte der Kurs kurzzeitig den Widerstand bei ca. 14,5 überwinden und Höhenluft schnuppern, doch fiel er anschließend wieder in die Range zurück (siehe roter Kreis im Chart).

E.ON - Gefangen in der Seitwärtsrange

Als dann auch noch die Aufwärtstrendlinie (grün, siehe auch folgender Chart) gebrochen wurde, nahmen wir einen Rücklauf an die Trendlinie von unten zum Anlass, die Aktien zum Kurs von 14,10 Euro zu verkaufen.

E.ON - 10% Gewinn realisiert

Da die Aktie inzwischen nur noch bei 13,6 Euro steht und damit deutlich unter unserem Verkaufskurs, macht ein Verzicht auf die Dividende Sinn, insbesondere wenn der DAX und der Kurs der E.ON-Aktie noch weiter abrutscht. Dann kann die Dividende den Kursverlust nicht mehr aufwiegen.

Morgen ist E.ON-Hauptversammlung

Wenn Sie die Aktie allerdings heute zum inzwischen ermäßigten Kurs einkaufen, dann können Sie zur morgen stattfindenden Hauptversammlung die Dividende noch vereinnahmen. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Aktie anschließend Ex-Dividende gehandelt wird.

Seitwärtsrange und Ausbruch traden

Bei E.ON macht es daher mehr Sinn, die Aktie am unteren Ende der Seitwärtsrange einzusammeln, um sie am oberen Ende wieder zu verkaufen.
Um die Gewinne zu steigern, könnte sich auch ein leicht gehebeltes Zertifikat anbieten. Der E.ON Wave Unlimited Call mit der WKN DX41D8 zum Beispiel hat einen Hebel von 2,07.
Und wenn Sie die fallenden Kurse innerhalb der Range ausnutzen möchten, dann bietet sich der E.ON WAVE Unlimited Put mit der WKN DX3N71 an, der einen leichten Hebel von 2,13 hat.
Und wenn der Kurs nachhaltig nach oben ausbricht, kann man langfristig in die Aktie einsteigen. Oder mit dem E.ON Wave Unlimited Call mit der WKN DX41D8 gehebelt auf den Anstieg setzen.

Wichtig! – Erst informieren, dann handeln

Wichtig ist in allen Fällen, dass Sie sich erst über die Funktionsweise der Wertpapiere genauestens informieren und erst dann Geld investieren. Unter der jeweiligen Verlinkung hier im Artikel finden Sie umfangreiches Informationsmaterial.
Und natürlich gilt wie immer: Unsere Darstellungen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.


Brauchen Sie Unterstützung bei der Umsetzung dieser Trades? Sie möchten wissen, wann wir genau kaufen und verkaufen? Dann testen Sie unseren Börsendienst „
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