EZB setzt Euro erneut unter Druck +++ Erdgas: Ausbruch aus Keilformation eröffnet(e) Kurspotential

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Euro unter Druck – EZB zieht Anleihenkäufe vor
  2. Erdgas – Ausbruch aus Keilformation eröffnet(e) Kurspotential

 

›› Euro unter Druck
– EZB zieht Anleihenkäufe vor
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefgestern teilte EZB-Direktor Coeure mit, dass in Mai und Juni mehr Staatsanleihen gekauft werden. Wegen der Ferienzeit würden die Käufe aus Juli und August teilweise vorgezogen, während dann in diesen beiden Monaten eventuell weniger Anleihen gekauft werden.

Er betonte, dass die Verschiebung der Anleihekäufe nichts mit den jüngsten Kursrückgängen am Rentenmarkt zu tun haben, sondern mit der zu erwartenden niedrigeren Handelsaktivität im Sommer. Die hohe Volatilität bei Staatsanleihen werde aber durchaus durch die gesunkene Liquidität ausgelöst, so Coeure.

Euro testet erneut das Ausbruchsniveau des Doppelbodens

Obwohl es sich bei den zusätzlichen Käufen im Mai und Juni nicht um eine Erhöhung, sondern lediglich um eine Verschiebung der Anleihenkäufe handeln soll, geriet der Euro gestern mächtig unter die Räder. Mit den Verlusten des Vortags und den heutigen Anschlussverkäufen ist der Kurs von über 1,145 auf unter 1,1065 USD innerhalb von drei Tagen um über 3,35 % abgerutscht.

EUR/USD - Chartanalyse

In der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 3. Mai berichteten wir über einen Doppelboden, der sich im EUR/USD-Wechselkurs gebildet hatte und der mit dem Ausbruch über rund 1,10 US-Dollar abgeschlossen wurde (siehe „Euro (EUR/USD und EUR/JPY) – Deutlich stabile Tendenzen“, grüne Bögen im folgenden Chart). Mit dem aktuellen Rücksetzer wird dessen Ausbruchsniveau getestet. Insofern ist eigentlich noch nichts angebrannt in dem Währungspaar und die Bodenbildung noch intakt.

Chartbild hat sich deutlich eingetrübt

„Eigentlich“ bedeutet in diesem Fall aber, dass das Ausbruchsniveau bereits am 5. Mai erfolgreich getestet wurde und der Kurs anschließend idealtypisch weiter angestiegen ist. Damit hätte der Euro für ein weiterhin bullisches Szenario nicht erneut an das Ausbruchsniveau heranlaufen dürfen.

Doch das wilde Auf und Ab oberhalb von 1,106 USD sah aufgrund der Überschneidungen in den Wellen schon nicht bullisch aus – in der Elliott-Wellen-Theorie gelten Überschneidungen nicht als Trendbewegung – und letztlich geriet der Anstieg in Stocken, weil er in eine breite Widerstandszone (roter Bereich im Chart oben) geriet, für die die Kraft der Bullen einfach nicht ausreichte. Nun ist der Kurs nach unten abgerutscht und aus der Widerstandszone herausgefallen.

Reihe der höheren Tiefs wurde gebrochen

Am vergangenen Freitag schrieben wir unseren Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“ bereits, dass man oberhalb der Unterstützung bei 1,10663 USD (grüne horizontale Linie im Chart oben) drei höhere Tiefs erkennen konnte. Im Falle eines Unterschreiten des dritten bzw. höchsten der drei Tiefs (kleine rote Linie im Chart) wäre die Reihe von jeweils höheren Tiefs unterbrochen, weshalb man mit einem zumindest vorläufigen Ende der Aufwärtsbewegung rechnen müsste, hieß es in der Mitteilung.

Nachgezogener Stopp bescherte 18 % Gewinn

Entsprechend zogen wir bis unterhalb des Tiefs bzw. der roten Linie einen Stopp zu unserer EUR/USD-Long-Position nach, über die wir auch am 3. Mai hier im Geldanlage-Brief berichteten (siehe „Euro (EUR/USD und EUR/JPY) – Deutlich stabile Tendenzen“). Damals lag der Gewinn des Trades bei 15 % innerhalb von zwei Wochen. Mit dem angehobenen Stopp sicherten wir uns 18 % Gewinn, die bereits mit den Kursverlusten im Euro am Montag realisiert wurden. Vor den aktuellen Verlusten im Euro blieben wir daher verschont.

Ende der Aufwärtsbewegung möglich

Durch das nun deutlich eingetrübte Chartbild ist ein vollständiges Ende der Aufwärts- bzw. Gegenbewegung im Euro möglich. Nicht nur aus charttechnischer Sicht, auch im Hinblick auf die Geldpolitik von EZB und Fed würden wir nun eher wieder die Short-Seite bevorzugen. Mit einer Short-Position würden wir aber noch warten, bis der Euro unter 1,1035 USD gefallen ist.

Short-Chance bei Euro-Schwäche

Für die Erwartung an weiter fallende Kurse im Euro könnte aus unserer Sicht folgendes Produkt interessant sein:

EUR/USD WAVE Unlimited Put, WKN: DT1D6E, aktueller Hebel: 3,01, Briefkurs: 33,18 Euro

Mit diesem Trade würden Sie an der Kursentwicklung mit einem Hebel von 3 partizipieren. Fällt der Euro zum Beispiel um ca. 4,5 % auf die bisherigen Tiefs bei ca. 1,05 USD, würden Sie mit diesem Short-Trade über 13 % Rendite erzielen.

Long-Chance bei Euro-Stärke

Solange die 1,1035er Marke im Euro hält, kann der Kurs aber zurück zu alter Stärke finden. Für diese Erwartung könnte aus unserer Sicht folgendes Produkt interessant sein:

EUR/USD WAVE Unlimited Call, WKN: DX2C50, aktueller Hebel: 3,17, Briefkurs: 31,63 Euro

Mit diesem Trade würden Sie an der Kursentwicklung mit einem Hebel von 3,17 partizipieren. Steigt der Euro zum Beispiel um etwas mehr als 3 % auf das kürzlich markierte Hoch bei ca. 1,145 USD, würden Sie mit diesem Long-Trade fast 10 % Rendite erzielen.


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›› Erdgas
– Ausbruch aus Keilformation eröffnet(e) Kurspotential
von Sven Weisenhaus

Während die Ölpreise stark im Fokus der Anleger stehen, fristet der alternative Energieträger Erdgas ein Schattendasein. Dabei bieten sich gerade hier derzeit beste Tradingchancen.

Beeindruckende Rallye bei Erdgas

Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit legte der Erdgaspreis (Henry Hub Natural Gas) jüngst eine beeindruckende Rallye hin. Ausgehend von seinem jüngsten Tief bei 2,443 USD stieg er innerhalb von nur 3 Wochen um rund 24 % auf ein gestriges Tageshoch bei 3,105 USD.

Erdgas - Chartanalyse

Glücklicherweise waren wir im „Geldanlage Premium Depot“ mit einer Long-Position investiert, so dass die Abonnenten von diesem Anstieg massiv profitieren konnten.

Doch am vergangenen Freitag riss der Kurs eine Aufwärtslücke (siehe rote Ellipse im Chart) und tendierte anschließend zunächst lediglich seitwärts. Wir gingen daher gestern Vormittag davon aus, dass es sich bei der Kurslücke um ein sogenanntes Erschöpfungs-Gap handeln könnte. Demnach wäre nach dem starken Anstieg mit einem Kursrücksetzer zu rechnen gewesen. Wir legten deshalb zu unserem Trade eine Stop-Order in den Markt, die uns bereits 13,89 % Gewinn sicherte.

Erdgas-Trade erreichte Kursziel und brachte 27,78 % Gewinn

Doch der Kurs stieg gestern noch weiter an (siehe rechte Kerze im Chart oben) und erreichte besagtes Tageshoch bei 3,105 USD. Weil der Erdgaspreis bei 3,10 USD aber bereits unser angepeiltes Kursziel erreicht hatte und innerhalb kürzester Zeit steil angestiegen war, entschlossen wir uns zum Verkauf der Position und realisierten so 27,78 % Gewinn.

Ausbruch aus Keilformation bietet weiteres Kurspotential

Das Timing war dabei perfekt, denn inzwischen hat der Kurs etwas nachgegeben und notiert nur noch bei 2,973 USD – siehe folgender Chart. Doch mit Blick auf diesen längerfristigen Chart zeigt sich, dass hier noch mehr Potential drin ist. Denn der Erdgaspreis ist mit dem jüngsten Anstieg aus einer mehrwöchigen Keilformation (blaue Linien in den Charts) ausgebrochen, die den aktuell starken Anstieg auch erklärt.

Erdgas - Ausbruch aus Keilformation

Aufgrund dieser charttechnischen Situation sind durchaus weitere Kursgewinne möglich. Denn der Anstieg sollte noch bis zum Ursprung der Keilformation reichen, der am Hoch vom 15. Januar bei 3,35 USD festgemacht werden kann. Man sollte also das Ende des aktuellen Rücksetzers abwarten, der nach dem gestrigen Tageshoch begonnen zu haben scheint, um dann die nächste Aufwärtswelle mit einem Long-Trade gewinnbringend zu nutzen. – Zumal sich langfristig betrachtet der Erdgaspreis auch durchaus noch verdoppeln kann (siehe folgender Chart).

Erdgas - Langfristiger Kursverlauf


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