DAX und S&P500 – Spätestens im Herbst werden die Kurse tiefer stehen

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Geldpolitik der Fed – Darum blieb der Leitzins unangetastet
  2. Griechenlands Schuldendrama – „Graccident“ noch an diesem Wochenende?
  3. DAX und S&P500 im Chart-Check – Spätestens im Herbst werden die Kurse tiefer stehen

 

›› Geldpolitik der Fed
– Darum blieb der Leitzins unangetastet
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins in dieser Woche bei 0 bis 0,25% belassen. Die Maßnahme wurde einstimmig beschlossen. 15 Notenbänker wollen in diesem Jahr aber die Zinswende einleiten, 2 erst 2016. Der „dot plot“ der Fed deutet an, dass in diesem Jahr noch zwei Zinsanhebungen anstehen.

Zinserhöhung im September nun so gut wie sicher

Damit rückt nun der September-Termin in den Fokus. Aus unserer Sicht ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass zu diesem Zeitpunkt die erste Zinsanhebung erfolgt. Dazu passen auch die Änderungen, die im Statement zur Zinsentscheidung vorgenommen wurden:

Änderungen im Statement deuten ebenfalls auf nahende Zinserhöhung

So haben sich die folgenden Aussagen im Statement (das hier eingesehen werden kann) leicht geändert: Laut Fed-Angaben wächst die Wirtschaft moderat. Das Beschäftigungswachstum habe sich beschleunigt und eine Reihe von Arbeitsmarktindikatoren deutet darauf hin, dass sich die Unterauslastung des Arbeitskräftepotentials etwas verringert habe. – Dieser leicht positivere Ausblick ist ein weiterer Hinweis auf eine Zinserhöhung im September.

Im Statement hinzugekommen ist, dass sich die Energiepreise stabilisiert haben. Gestrichen wurde der Satz, dass sich das Wachstum in Produktion und Beschäftigung im ersten Quartal verlangsamt hat.

Projektionen passen zur aktuellen Zinsentscheidung

Die Projektionen (die hier im Original eingesehen werden können) wurden in einigen Punkten angepasst, womit sich die Zinsentscheidung erklärt:

Arbeitsmarkt-Projektionen (erwartete Arbeitslosenquote):

  • 2015: 5,2-5,3% (März 5,0-5,2%)
  • 2016: 4,9-5,1% (März 4,9-5,1%)
  • 2017: 4,9-5,1% (März 4,8-5,1%)

Inflations-Projektionen:

  • 2015: 0,6-0,8% (März 0,6-0,8%)
  • 2016: 1,6-1,9% (März 1,7-1,9%)
  • 2017: 1,9-2,0% (März 1,9-2,0%)

BIP-Projektionen:

  • 2015:1,8-2,0% (März 2,3-2,7%)
  • 2016: 2,4-2,7% (März 2,3-2,7%)
  • 2017: 2,1-2,5% (März 2,0-2,4%)

Die Abwärtsrevision der BIP-Prognosen für 2015 dürfte der Grund dafür gewesen sein, weshalb die Zinserhöhung nicht schon nach dieser Fed-Sitzung erfolgte.

 



›› Griechenlands Schuldendrama
– „Graccident“ noch an diesem Wochenende?
von Sven Weisenhaus

Neben einigen stärkeren Kursbewegungen hat sich an der Gesamtsituation in dieser Woche nichts geändert. Die Zinsen in den USA bleiben niedrig, Griechenland ärgert weiterhin die Geldgeber und die EZB kauft weiterhin fleißig Staatsanleihen und hat dafür in dieser Woche auch das OK vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) bekommen.

„Graccident“ schon an diesem Wochenende?

Wir brauchen also dringend neue Impulse, damit sich an den Märkten, außer einem teilweise wilden Hin und Her, endlich wieder neue Trends etablieren. Dies könnte zum Beispiel ein „Graccident“ sein, den es Gerüchten zufolge schon an diesem Wochenende geben soll.

Steuereinnahmen Griechenlands eingebrochen

Die Steuereinnahmen Griechenlands sind laut Medienberichten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres eingebrochen. Sie blieben den Berichten zufolge rund 1,7 Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurück. Grund sei nach Angaben des griechischen Staatsradios, dass sich die Wirtschaft praktisch nicht mehr bewege. Die Mehrwertsteuereinnahmen seien dramatisch gesunken, weil viele Bürger ihre Ausgaben so weit wie möglich einschränkten.

EZB versorgt griechische Banken mit weiteren Milliarden

Indes genehmigte die Europäische Zentralbank die Aufstockung des Notkreditrahmens für die Geschäftsbanken durch die Zentralbank des Landes von 83,0 Milliarden auf 84,1 Milliarden Euro. Zuvor war aus Bankenkreisen verlautet worden, dass besorgte Griechen aus Angst vor einem „Grexit“ weiter viel Geld von ihren Konten abheben. In dieser Woche hätten die Abhebungen schon 1,8 Milliarden Euro erreicht. Laut „Die Welt“ haben die Hellenen, seit sich der Sieg der Regierungspartei Syriza Ende 2014 ankündigte, mehr als 20 Milliarden von ihren Bankguthaben abgehoben. Pro Kopf entspricht das fast 2000 Euro.

Die Vergabe der sogenannten Ela-Kredite ist übrigens kein aktives Verfahren der EZB. Stattdessen gönnt sich die griechische Zentralbank die Kredite selbst. Der EZB-Rat bleibt hier passiv. Er könnte aktiv werden und mit einer Zweidrittelmehrheit die Notkredite stoppen.

Erneut kein Durchbruch im Schuldenstreit

Dies könnte schon sehr bald nötig werden, denn die Gespräche der Euro-Finanzminister über die Griechenlandkrise sind gestern schon nach anderthalb Stunden ohne Einigung zu Ende gegangen. Es habe keinen Durchbruch gegeben, teilen Diplomaten mit. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis habe Ideen vorgestellt und erneut für einen Schuldenschnitt plädiert. Nach dem Treffen gab er an, einen „umfassenden Vorschlag“ vorgestellt zu haben, „um die griechische Krise ein für alle Mal zu beenden“. Kein Land müsse Griechenland weiteres Geld geben, wenn die Euro-Partner seine Vorschläge akzeptieren würden, so Varoufakis.

Solche Aussagen sind natürlich logisch. Wenn einem Insolventen seine Schulden erlassen werden, dann ist klar, dass er kein Geld mehr benötigt, um seine Schulden zu bezahlen. Aber die Euro-Partner haben im Interesse ihrer Bürger und Steuerzahler längst klargemacht, dass es einen erneuten bzw. weitergehenden (!) Verzicht auf Rückzahlung der geliehenen Gelder nicht geben wird. Die geforderten konkreten Reformvorschläge blieb Varoufakis derweil schuldig.

IWF-Chefin Lagarde will Dialog mit „Erwachsenen“

Die griechische Seite habe zu wenige Vorschläge für Maßnahmen auf den Tisch gelegt, die verlässlich und ernsthaft genug seien, sagte auch Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. IWF-Chefin Christine Lagarde fand noch schärfere Worte: „Das Drängendste ist, dass wir einen Dialog mit Erwachsenen im Raum wiederherstellen.“ Diese Wortwahl sollte aufhorchen lassen. Nimmt man die folgenden Informationen hinzu, dann dürfte inzwischen klar sein, dass der Schwarze Peter (siehe unten) recht deutlich der griechischen Regierung zugeordnet werden kann, die offenbar nach wie vor glaubt, ihr Land selbst habe die hohe Verschuldung nicht selbst verursacht und zu verantworten.

Griechenland hat Europas teuerstes Rentensystem

Griechenland hat, gemessen an der Wirtschaftsleistung, den zweithöchsten Anteil an Verteidigungsausgaben in der EU und leistet sich nach den europäischen Vergleichsdaten in Relation zum Volkseinkommen das teuerste Rentensystem. Die Europäische Kommission beziffert den Aufwand für die gesamten Rentenausgaben Griechenlands für das Jahr 2013 auf 16,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), noch deutlich vor dem Zweitplazierten Italien und weit oberhalb von ärmeren osteuropäischen Ländern. Doch während Italien die Probleme der Rentenkosten in den Jahren von 1995 bis 2011 mit mehreren Reformen angepackt und zuletzt mit einem dramatischen Schritt alle Frührenten abgeschafft hat, verweigern die Griechen ausreichende Reformschritte in diesem Bereich. Laut der Frankfurter Allgemeine Zeitung bemängelt zudem der griechische Rentenexperte Platon Tinios, dass die bislang beschlossene Reform der Rentenberechnung extrem langsam ihre Wirkung entfalten und erst 2043 voll wirksam sein werde.

Beim Stellenabbau im öffentlichen Dienst scheint man auch gekungelt zu haben. Von den Haushaltsexperten ist zwar immer wieder von deutlich gesunkenen Personalausgaben im öffentlichen Dienst zu hören, doch gleichzeitig auch von einem kräftigen Anstieg der Rentenausgaben. Wurden hier Bediensteten aus dem öffentlichen Dienst auf die Straße in den Ruhestand geschickt?

Vor diesem Hintergrund liegt die neue griechische Regierung falsch, wenn sie behauptet, weitere Belastungen seien für das Land nicht zumutbar.

Über genaue Inhalte wird nichts bekannt

Aber wie wir schon einmal hier an dieser Stelle schrieben: Um sich eine wirklich fundierte Meinung über die Leistungen oder das Fehlverhalten der Athener Regierung zu bilden, müsste man Details der Schuldengespräche bzw. der Reformlisten kennen, von denen aber bislang kaum etwas bekannt wurde. Dazu schrieben wir vor einer Woche: „So ist es sehr schwer jemandem den schwarzen Peter zuzuschieben. Wer will vor diesem Hintergrund schon beurteilen, ob Griechenland seine Pleite selbst verursacht oder die Blockadepolitik nicht vielmehr von den Euro-Partnern betrieben wird. Und so wird die Ursache eines möglichen Grexidents (oder Graccident – unfallartiges Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro) vielleicht nie bekannt. Ein Armutszeugnis für eine Demokratie!

Graccident schon an diesem Wochenende?

Für Montag jedenfalls ist ein Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone zur Schuldenkrise Griechenlands angesetzt. Hoffen wir, dass es dann endlich zu einer Lösung kommt. Die Lösung könnte allerdings auch so aussehen, dass bereits an diesem Wochenende die griechischen Banken geschlossen werden (entsprechende Spekulationen gibt es bereits) und am Montag die weiteren Maßnahmen nach dem dann bereits erfolgten „Graccident“ beschlossen werden.

Wollte die US-Notenbank Fed auch erst die weitere Entwicklung abwarten?

Vielleicht war auch das Schuldendrama ein Grund dafür, dass die Fed ihre erste Zinserhöhung verschoben hat. Denn Yellen warnte nach dem Zinsentscheid auch vor den weitreichenden ökonomischen Folgen der Griechenland-Krise, sollten sich Athen und die Geldgeber nicht auf eine Lösung einigen. „Ich sehe das Potential für Störungen, die den Wirtschaftsausblick in Europa und die globalen Finanzmärkte betreffen könnten“, sagte die Fed-Vorsitzende am Mittwoch in Washington auf der Pressekonferenz. Obwohl die Vereinigten Staaten nur sehr begrenzt mit der griechischen Wirtschaft verwoben seien, gäbe es laut Yellen „zweifellos“ Ansteckungsgefahren, wenn Griechenland die Eurozone verlasse.

Fazit

Jegliche Kursbewegungen, die wir in dieser Woche gesehen haben, und alle Prognosen, die man daraus ableiten könnte, wären schon wieder Makulatur, wenn sich auf dem Treffen der Staats- und Regierungschefs am Montag gravierende Änderungen im Schuldenstreit ergeben würden. Entsprechend muss man derzeit einfach sehr defensiv agieren.

 



›› DAX und S&P500 im Chart-Check
– Spätestens im Herbst werden die Kurse tiefer stehen
von Sven Weisenhaus

Defensiv agieren wir derzeit auch in unserem „Geldanlage Premium Depot“. Wir hatten Ende Januar / Anfang Februar Gewinne mit den Aktien von HeidelbergCement (+9,05%), Jenoptik (+10%) und SHW (+15,04%) realisiert und in Erwartung einer Korrektur im DAX unsere Aktienquote mit dem Verkauf dieser Werte um 30 % reduziert. Anschließend stieg der DAX zwar noch weiter an, korrigierte dann aber und stand am vergangenen Donnerstag wieder genau dort, wo er auch schon Ende Januar / Anfang Februar notierte. Er folgt damit unserem Elliott-Wellen-Szenario, wonach wir das Hoch im Bereich von 12.300 bis 12.400 Punkten anhand des Prinzips der Wellengleichheit exakt antizipierten (siehe Chart).

DAX - Chartanalyse / Elliott-Wellen-Analyse

Diesen Chart hatten wir Ihnen übrigens schon mehrfach gezeigt, zuletzt in der Ausgabe vom 29. April, zuvor aber auch schon zum Beispiel am 22. März und damit kurz vor dem Hoch. Damals schrieben wir: „Umfasst man die Aufwärtswelle 1 mit einem Rechteck und projiziert man dieses auf die Welle 5 (siehe Rechtecke im Chart), dann hat der DAX im Ausmaß der Welle 5 nur noch wenig Platz nach oben. Zudem hat der DAX sein aus dem Prinzip der Wellengleichheit abgeleitetes Kursziel (ca. 12.300 bis 12.400 Punkte) in deutlich weniger Zeit abgearbeitet, was für eine Übertreibung im Kursverlauf spricht, die meist am Ende eines Trends entsteht. Daher scheint es weiterhin so, als wäre es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einer heftigen Korrektur kommt.“ Am 10. April markierte der DAX sein Hoch bei 12.390 Punkten und korrigierte seitdem deutlich.

Während der DAX-Korrektur hohe Gewinne erzielt

Nicht ohne Grund schrieben wir hier im Geldanlage-Brief mehrfach den provokanten Satz „Bei steigenden Kursen kann jeder Gewinne erzielen, aber bei fallenden…“. Während der DAX seit seinem Hoch mehr als 10 % verlor, haben wir unter anderem mit dem Verkauf unserer E.ON-Aktien (+10,16%), einem Rohstoff- und zwei Währungstrades hohe Gewinne eingefahren. Zudem haben wir uns durch die frühzeitig reduzierte Aktienquote aus dem wilden Auf- und Ab innerhalb der DAX-Korrektur herausgehalten und dies quasi von der Seitenlinie aus entspannt beobachten konnten. Dadurch stehen dem Minus im DAX in Höhe von 10% im selben Zeitraum für unsere Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“ 6 Trades und damit realisierte Gewinne in Höhe von 874,21 Euro entgegen. Wir konnten den DAX also während seiner Korrektur klar schlagen.

Wohin bewegen sich die Märkte als nächstes?

Es ist aktuell leider völlig unklar, in welche Richtung sich die Märkte als nächstes bewegen. Schaut man auf den Elliott-Wellen-Chart des DAX oben, müsste man von einer anhaltenden Korrektur ausgehen. Blickt man aber auf den Aufwärtstrendkanal in dem Chart, dann ist dieser noch voll intakt. Die US-Indizes zeigten keinerlei Anzeichen einer Korrektur und jüngst sogar wieder deutliche Anzeichen der Stärke. Mit Blick auf das saisonale Muster besteht kurzfristig Aufwärtspotential, im Herbst sollten die Kurse aber deutlich tiefer stehen.

US-Indizes - saisonaler Kursverlauf

Und was die Entwicklung in Griechenland angeht, so kann einfach alles passieren. Kommt es zu einer Einigung, können die Kurse nach oben schließen, kommt es zum „Grexit“, könnten sie zumindest kurzzeitig deutlich einbrechen.

Wir verfügen leider nicht über eine Kristallkugel, die uns die Zukunft vorhersagen kann. Auch kennen wir niemanden, der zuverlässige Kursprognosen abgeben könnte. Hier im Geldanlage-Brief haben wir zuletzt eindrucksvoll aufgezeigt, dass selbst die vermeintlich besten Börsen-Gurus es schwer haben, an der Börse hohe Gewinne zu erzielen (siehe „Börsen-Gurus – Prognosen kaum besser als ein Münzwurf“ und „Mr. DAX, Die Geissens & Co. – Fernsehprominenz garantiert keine fulminante Rendite“).

Entscheidend ist nicht der Zwischenstand, sondern was am Ende raus kommt

Wir verfügen aber über ein gut diversifiziertes Musterdepot. Zwar weist dieses aktuell ein Minus auf, aber das ist, schaut man ins Kunden-Archiv, bei uns fast traditionell. Wir haben unseren Abonnenten schon oft geschrieben, dass nicht der Zwischenstand der Depotpositionen entscheidend ist, sondern das, was am Ende herauskommt.

In der Hauptausgabe des „Geldanlage Premium Depot“ vom 30. Januar 2015 konnte man einen Depotstand von -2540,26 Euro ablesen. Heute steht das Depot bei -2.322,28 Euro, also 217,98 Euro besser. Allerdings haben wir in diesem Zeitraum Gewinne in Höhe von 1.550,91 Euro realisiert, also aus diesem Depot herausgezogen. Verblieben sind einige Positionen, die unter anderem im Rahmen der aktuellen DAX-Korrektur in den roten Bereich gerutscht sind. Insgesamt konnten unsere Abonnenten aber von Anfang Februar bis heute 1.768,89 Euro mit unseren Trades und Depotpositionen erwirtschaften. DAS ist entscheidend, und nicht das aktuelle Minus im Depot, das nur einen Zeitpunkt wiederspiegelt. Wichtiger als eine Zeitpunkt-Analyse ist aber eine Zeitraum-Analyse.

Gefahr für fallende Kurse ist aktuell höher als für steigende

Und entscheidend ist auch, was in Zukunft passieren kann oder wird. (Stellen Sie sich vor, Sie steigen JETZT in die günstigen Kurse unseres „Geldanlage Premium Depot“ ein und landen am Ende nur bei +-0. Dann hätten Sie 2.322,28 Euro verdient!) Die Gefahr für fallende Kurse ist aktuell deutlich höher als für steigende. Dafür sprechen das hohe Kursniveau und die extrem überreifen, bereits mehr als 6 Jahre alten Aufwärtstrends insbesondere in den US-Indizes.

Schon in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 1. März 2015 schrieben wir, dass sich so richtig erst die lange Zeit offenbart, in der wir keine deutliche Korrektur im S&P500 mehr gesehen haben, wenn man einen Blick auf einen Mehrjahreschart wirft.

S&P500 - Chartanalyse / Übertreibung im Kursverlauf

In diesem Chart zeigt sich, dass keine der vorherigen Aufwärtsbewegungen (blau, rot, gelb) so lang anhielte, wie die aktuelle, die im Oktober-Tief des Jahres 2011 bei unter 1.100 Punkten startete. Innerhalb von nur 3,5 Jahren hat sich der S&P500 glatt verdoppelt, ohne dass es zwischenzeitig zu einer nennenswerten Korrektur gekommen wäre.

Alleine wenn man sich den Trendkanal anschaut, der im Oktober 2013 begann (siehe folgender Chart), kann einem schon schwindelig werden.

S&P500 - Chartanalyse / Übertreibung im Kursverlauf

Die Gefahr von Kursrücksetzern halten wir inzwischen für unglaublich hoch. Selbst wenn es in den US-Indizes im Sommer noch einmal zu neuen Hochs kommen sollte, sehen wir aufgrund des saisonalen Musters spätestens ab Herbst fallende Kurse in den US-Indizes. (Wir haben übrigens inzwischen auch einen Short auf den S&P500 in unserem „Geldanlage Premium Depot“.)


Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

Bei steigenden Kursen kann jeder Gewinne erzielen, aber bei fallenden…

Keine Frage, bei steigenden Kursen kann quasi jeder Börsenlaie hohe Gewinne erzielen. Doch trauen Sie es sich zu, Geld an den Aktienmärkten zu verdienen, wenn sich übergeordnet intakten Aufwärtstrends plötzlich umkehren oder es zumindest zu heftigen Korrekturen kommt? Oder wollen Sie lieber auf einen Börsendienst setzen, der nachweislich in den vergangenen Wochen für seine Abonnenten hohe Gewinne realisieren konnte (siehe Tabelle), während der DAX zeitgleich korrigiert hat und der Bund Future crashartig eingebrochen ist?! Zögern Sie nicht! 2015 könnte das Jahr der platzenden Blasen werden! Melden Sie sich jetzt hier zum „Geldanlage Premium Depot“ an.

Trades im Geldanlage Premium Depot

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