„Graccident‘‘ spätestens am Dienstag? +++ DAX und S&P500 im Chart-Check

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Griechenlands Schuldenkrise – „Graccident‘‘ spätestens am Dienstag?
  2. DAX und S&P500 im Chart-Check – Trendfortsetzung oder Trendwende

 

›› Griechenlands Schuldenkrise
– „Graccident‘‘ spätestens am Dienstag?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefjede positive und jede negative Meldung zu den Verhandlungen zwischen den Geldgebern und Griechenland trieben in dieser Woche die Kurse in die eine oder andere Richtung. Am Ende wurden die Gespräche aufs Wochenende vertagt und die Kurse blieben in ihrer Seitwärtstendenz und damit in Wartestellung.

Griechenland zwingt zum Stillstand

Die Nerven vieler Anleger und Investoren dürften inzwischen blank liegen. In unserer Redaktion herrscht zumindest Frust, weil die ausbleibende Lösung im Streit um die Schulden Griechenlands zum Stillstand zwingt.

Spätestens Dienstag muss eine Entscheidung fallen

Am kommenden Dienstag ist Griechenland entweder gerettet oder pleite. Dann muss das Land endgültig die Rate an den IWF zahlen (oder vielleicht doch nicht?). Ohne neue Hilfen wird das Land dazu kaum in der Lage sein. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht. Man will oder kann aber irgendwie nicht glauben, dass die Gläubiger zu diesem Zeitpunkt keine neuen Hilfen bereitstellen. Und so erscheint beides – eine Rettung und eine Pleite – in etwa gleich wahrscheinlich. Entsprechend will man sich so kurz vor einer zwingenden Entscheidung nicht neu positionieren.

Hoffen auf eine sinnvolle Lösung

Bereits vor einer Woche schrieben wir: „Neben einigen stärkeren Kursbewegungen hat sich an der Gesamtsituation in dieser Woche nichts geändert. […] Wir brauchen also dringend neue Impulse, damit sich an den Märkten, außer einem teilweise wilden Hin und Her, endlich wieder neue Trends etablieren.“ Hoffen wir, dass es bis Dienstag eine für alle ökonomisch sinnvolle Lösung gibt und die Kurse dann endlich wieder steigen – oder fallen – Hauptsache es gibt wieder handelbare Trends.

Eine Lösung bis zum 30. Juni ist kaum möglich

Doch selbst wenn sich Griechenland an diesem Wochenende mit den Kreditgebern einigt, ist es unwahrscheinlich, dass neue Hilfsgelder bis zum 30. Juni fließen. Denn erstens müssen (oder sollten) die Gläubiger sicherstellen, dass die Vereinbarungen auch von der Athener Regierung umgesetzt werden, bevor die Kredite ausbezahlt werden. Dazu müsste das griechische Parlament entsprechende Gesetze in Kraft setzen. Doch es ist keineswegs sicher, dass Tsipras diese Gesetze durchs Parlament bekäme. Und zweitens müssen auch noch einige nationale Parlamente der Geldgeber über eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen abstimmen. Es ist also kaum noch zu erwarten, dass die Regierung von Tsipras die 1,6 Mrd. Euro-Kreditrate an den IWF pünktlich zahlen kann.

EZB dreht nun auch den ELA-Geldhahn zu

Dazu passt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nach Angaben von Nachrichtenagenturen ihre Notkredithilfe für griechische Banken am Donnerstag erstmals nicht erhöht hat. An den Tagen zuvor wurden diese noch auf 89 Mrd. Euro angehoben. Die EZB adressierte mit dieser Maßnahme die Tatsache, dass in der vergangenen Woche über 5 Mrd. Euro aus dem griechischen Bankensystem abgezogen wurden. Doch nun hat die Notenbank den Geldhahn zugedreht.

Fazit

Vor einer Woche lautete eine Zwischenüberschrift hier im Geldanlage-Brief „Graccident noch an diesem Wochenende?“. Vielleicht waren wir damit einfach nur eine Woche zu früh?! Jedenfalls können wir das Fazit unverändert übernehmen: „Jegliche Kursbewegungen, die wir in dieser Woche gesehen haben, und alle Prognosen, die man daraus ableiten könnte, wären schon wieder Makulatur, wenn sich […] gravierende Änderungen im Schuldenstreit ergeben würden. Entsprechend muss man derzeit einfach sehr defensiv agieren.“ Und entsprechend macht es vor Dienstag auch keinen Sinn, sich an den Märkten in irgendeiner Weise zu positionieren bzw. etwas an der Zusammensetzung unseres Depots zu ändern. Griechenland zwingt uns zum Stillstand. Hoffen wir, dass dieser ab Dienstag vorüber ist.

 



›› DAX und S&P500 im Chart-Check
– Trendfortsetzung oder Trendwende
von Sven Weisenhaus

In den vergangenen Handelstagen konnte der DAX an das obere Ende eines Abwärtstrendkanals (rot im folgenden Chart) steigen. Gelingt hier der Ausbruch, könnte die Korrektur beendet sein. In diesem Fall hätten wir aus Elliott-Wellen-Sicht eine 3-gliedrige ABC-Korrektur gesehen, nach der sich der vorangegangene Aufwärtstrend wieder fortsetzen könnte.

DAX - Chartanalyse / Elliott-Wellen-Analyse

Der S&P500 hat derweil ein bärisches Signal geliefert, weil er erneut die Marke bei 2.119,59 Punkten nicht nachhaltig überwinden konnte. Eine Entscheidung – Trendfortsetzung oder Trendwende – ist hier aber noch nicht gefallen.

S&P500 - Chartanalyse / Elliott-Wellen-Analyse

Im DAX und im S&P500 sind die charttechnischen Situationen aber anders, was eine kurzfristige Prognose schwierig macht. Zumal, wie oben bereits beschrieben, eine Entscheidung im Schuldenstreit jeglichen Trend sofort wieder zunichtemachen kann. Daher bleibt es bei der längerfristigen Prognose aus der Chartanalyse von vor einer Woche: „Die Gefahr von Kursrücksetzern halten wir inzwischen für unglaublich hoch. Selbst wenn es in den US-Indizes im Sommer noch einmal zu neuen Hochs kommen sollte, sehen wir aufgrund des saisonalen Musters spätestens ab Herbst fallende Kurse in den US-Indizes.


Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



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