DAX-Kursziel 10.064 Punkte! +++ Yuan-Abwertung – Wie dramatisch ist sie wirklich?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Yuan-Abwertung – Wie dramatisch ist sie für die Märkte wirklich?
  2. Chartanalyse – DAX-Kursziel 10.064 Punkte
  3. QUOTRIX – Wertpapiergeschäfte ohne Courtagen und Transaktionskosten
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Yuan-Abwertung – Wie dramatisch ist sie für die Märkte wirklich?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder DAX ist in dieser Woche mächtig eingebrochen. Grund dafür soll die bewusste Abwertung der chinesischen Währung gewesen sein. Denn diese Maßnahme schürte die Angst, dass es der chinesischen Wirtschaft schlechter geht als bislang angenommen. Es wird vermutet, dass die chinesische Notenbank den Yuan abgewertet hat, um die heimischen Produkte auf dem Weltmarkt wieder wettbewerbsfähiger zu machen.

Yuan-Abwertung – Die stärksten Verluste seit 20 Jahren

Laut der Frankfurter Allgemeine Zeitung handelt es sich bei den jüngsten Kurseinbrüchen des Yuan um die stärksten Verluste seit 20 Jahren. Immerhin wertete dieser an drei Tagen in Folge ab und verlor dabei gegenüber dem US-Dollar 4% und gegenüber dem Euro sogar 5%. Doch setzten wir diese Zahlen einmal in ein richtiges Verhältnis.

Yuan hat zuvor jahrelang aufgewertet

Zuvor hatte der Yuan nämlich in den vergangenen Jahren stark aufgewertet, was chinesische Ausfuhren erschwerte. So notierte der Yuan zum Euro vor einem Jahr noch bei 8,2939 EUR/CNY und verlor bis zum April-Tief bei 6,5552 EUR/CNY rund 20% (siehe folgender Chart, im Währungsverhältnis EUR/CNY bedeuten fallende Kurse eine Aufwertung des Yuan bzw. eine Abwertung des Euro).

EUR/CNY, Kursverlauf 1 Jahr
(erstellt mit: ariva.de) EUR/CNY, Kursverlauf 1 Jahr

Seit Mai 2008 – damaliges Hoch 11,0934 EUR/CNY – ergibt sich sogar eine Aufwertung des Yuan um über 40% (siehe folgender Chart).

EUR/CNY, Kursverlauf 10 Jahre
(erstellt mit: ariva.de) EUR/CNY, Kursverlauf 10 Jahre

Seit dem Tief wertete der Kurs leicht auf und pendelte dann um 6,80 EUR/CNY seitwärts, bis es nun zur neuerlichen dynamischen Abwertung durch die chinesische Notenbank kam.

Yuan auf dem Weg in den Währungskorb des IWF

Vor diesem Hintergrund kann man die Maßnahme der chinesischen Notenbank deutlich weniger dramatisch sehen. Zumal es noch einen ganz anderen Blickwinkel gibt: Denn bislang ließen die Notenbanker bei der Währung tägliche Handelsschwankungen von 2% Prozent nach oben und unten zu, ausgehend vom Mittelwert des Vortages. Zukünftig wird sich der Kurs nach dem Willen der Zentralbank stärker am Schlussstand des Vortages orientieren. Das neue Verfahren könne nach ihren Angaben zu einem stärker marktorientierten Wechselkurssystem beitragen.

Dies wiederum ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass der Yuan in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen werden kann. Der Internationale Währungsfonds begrüßte die Entwicklung auch bereits. Entsprechend wirken die Kursverluste an einigen Aktienmärkten übertrieben.

 



›› Chartanalyse – DAX-Kursziel 10.064 Punkte
von Sven Weisenhaus

Wir hatten in den vorangegangenen Ausgaben auf das saisonale Muster und damit auf eine mögliche Sommerrallye hingewiesen. Doch vor einer Woche mahnten wir, die Saisonalität sei maximal im DAX zu erkennen und dort auch nur mit halber Kraft im Gange. Die Sommerrallye stand damit in Frage. „Wir sollten uns darauf vorbereiten, dass eine Sommerrallye ausfällt und bald die Herbstschwäche einsetzt!“, schrieben wir. In dieser Woche ist der DAX mächtig eingebrochen. Nun stellt sich einigen Anlegern bereits die Frage, wie weit der DAX fallen wird.

Mögliches Kursziel im DAX: 10.064,41 Punkte

Die erste Abwärtsbewegung im DAX begann im April bei 12.390 Punkten und endete bei rund 10.650 Zählern im Juli (siehe linkes rotes Rechteck im Chart).

DAX - Kursziel 10.064 Punkte

Der DAX korrigierte also um ca. 1.740 Punkte. Kommt es nun zu einer zweiten derartigen Korrekturwelle, was nicht untypisch wäre, dann könnte diese in etwa das gleiche Ausmaß annehmen wie die erste, was ebenfalls nicht untypisch wäre (rechtes rotes Rechteck). Das Hoch der Gegenbewegung lag bei rund 11.800 Punkten. Insofern könnte das Kursziel aus der zweiten Abwärtsbewegung etwas über 10.000 Punkten (11.800-1.740=10.060) liegen.

Chinesische Wirtschaft vs. Geldpolitik der Fed

Ob es soweit kommt, ist natürlich längst nicht sicher. Wir blicken daher zunächst über den Tellerrand und fragen, warum sich die US-Indizes im Vergleich zum DAX in dieser Woche relativ stabil halten konnten.

Chartanalyse - US-Indizes stabiler als DAX
(erstellt mit: ariva.de) US-Indizes stabiler als DAX

Eine Antwort könnte im „Währungskrieg“ liegen. Es herrscht ein Abwertungswettlauf, in dem der US-Dollar derzeit hinten liegt. Die US-Notenbank könnte daher mit einer ersten Zinsanhebung noch etwas länger warten. Die US-Anleger haben daher möglicherweise die Schwäche der chinesischen Wirtschaft mit einer späteren Zinsanhebung aufgewogen, was die Kurse in den USA gestützt haben kann. Die Frage ist daher „Wie lange noch?“.

Wenn genügend Anleger einen Grund für Verkäufe sehen…

Aktuell befinden wir uns noch im Sommerloch. Vielleicht gehen die großen Verkäufe los, wenn genügend Anleger aus dem Urlaub zurückkommen und auf die aktuellen Geschehnisse reagieren. Die Aufwärtstrends an den für uns relevanten Aktienmärkten (Deutschland, Europa, USA) sind nach sechs Jahren Rally extrem reif. Für eine fällige Korrektur müssen nur noch die passenden Gründe gefunden werden, die viele Anleger dazu zu bringen, sich von ihren Aktien zu trennen. Die China-Problematik ist dazu sicherlich geeignet und die saisonal schwachen Monate stehen vor der Tür…

Tradingchancen im DAX

Für die Erwartung an fallende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM1UHG, aktueller Hebel: 2,1, Briefkurs: 52,53 Euro
Für die Erwartung an steigende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DE228N, aktueller Hebel: 1,96, Briefkurs: 56,38 Euro


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Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Bei steigenden Kursen kann jeder Gewinne erzielen, aber bei fallenden…

Keine Frage, bei steigenden Kursen kann quasi jeder Börsenlaie hohe Gewinne erzielen. Doch trauen Sie es sich zu, Geld an den Aktienmärkten zu verdienen, wenn sich übergeordnet die intakten Aufwärtstrends im Herbst plötzlich umkehren oder es zumindest zu heftigen Korrekturen kommt? Oder wollen Sie lieber auf einen Börsendienst setzen, der nachweislich in den vergangenen Wochen für seine Abonnenten hohe Gewinne realisieren konnte (siehe Tabelle), während der DAX zeitgleich korrigiert hat und der Bund Future sowie die chinesische Börse crashartig eingebrochen sind?! Zögern Sie nicht! 2015 könnte das Jahr der platzenden Blasen werden! Melden Sie sich jetzt hier zum „Geldanlage Premium Depot“ an.

Trades im Geldanlage Premium Depot

In den vergangenen 5 Monaten konnten wir für unsere Abonnenten 15 Trades abschließen, von denen stolze 14 im Gewinn endeten – eine Trefferquote von über 93 %. Mehr als 1.200 Euro Gewinn konnten die Leser in diesem Zeitraum realisieren. Demgegenüber stehen für die gesamten 5 Monate Abo-Gebühren in Höhe von weniger als 150 Euro. Zögern Sie nicht! 2015 könnte das Jahr der platzenden Blasen werden! Melden Sie sich jetzt hier zum „Geldanlage Premium Depot“ an. Und das Beste:Sie können unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.

 



›› QUOTRIX – Wertpapiergeschäfte ohne Courtagen und Transaktionskosten
von Geldanlage-Brief-Team

Mit dem elektronischen System der Börse Düsseldorf können sie Kosten sparen und dennoch die Vorteile eines modernen Tradings mit Limitorders und nachweislich hoher Preisqualität nutzen.

Börsen-Vorstand Thomas Dierkes führt aus: „Mit QUOTRIX haben wir nicht nur ein erstklassiges, elektronisches Börsenhandelssystem, sondern es hat sich schon dauerhaft als Market-Maker-basiertes System mit seinen Vorzügen bei Kreditinstituten und Kunden etabliert. Besonders freuen wir uns, dass mit dem neuen Marktteilnehmer Postbank nun weitere Anleger die Chance haben, diese Vorteile zu nutzen und Kosten bei Wertpapiergeschäften einzusparen.“

QUOTRIX ist ein vollüberwachtes Börsensystem, welches die Börse Düsseldorf bereits seit 2001 betreibt. Wesentliche Vorteile sind unter anderem der Wegfall aller börslichen Kosten, also Courtage und Transaktionsentgelt, Deutschlands längste Börsenhandelszeiten von 8 bis 23 Uhr und die Referenzmarktgarantie. Letztere sichert Anlegern zu den Xetra-Öffnungszeiten mindestens so gute Kurse wie das elektronische System der Frankfurter Börse. Unabhängige Auswertungen von Banken, so genannte Best Execution-Prüfungen, haben QUOTRIX bereits in bestimmten Wertpapierkategorien die besten Konditionen bestätigt.

Welche weiteren Kreditinstitute ihren Kunden den Zugang zu QUOTRIX ermöglichen, ist auf der Website unter www.quotrix.de/marktteilnehmer abrufbar.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 34: Handelswoche vom 17.08.2015 bis 21.08.2015)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen
Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 17.08.2015

  • 01:50 - JP BIP Q2 (vorläufig)
  • 11:00 - EU Außenhandel Juni
  • 14:30 - US NY Empire State Index August
  • 15:00 - US Internationale Kapitalströme Juni
  • 15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
  • 16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex August

Dienstag, 18.08.2015

  • 08:00 - DE Erwerbstätigenzahl Juli
  • 14:30 - US Wohnbaugenehmigungen Juli
  • 14:30 - US Wohnbaubeginne Juli

Mittwoch, 19.08.2015

  • 10:00 - EU EZB Leistungsbilanz Eurozone Juni
  • 11:00 - EU Produktion Baugewerbe Juni
  • 14:30 - US Verbraucherpreise Juli
  • 20:00 - US Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung

Donnerstag, 20.08.2015

  • 00:00 - JP Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidungen
  • 08:00 - DE Erzeugerpreise Juli
  • 11:00 - EU Zahlungsbilanz 2. Quartal
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:00 - US Frühindikatoren Juli
  • 16:00 - US Philadelphia Fed Index August
  • 16:00 - US Verkauf bestehender Häuser

Freitag, 21.08.2015

  • 08:10 - DE GfK Konsumklima Studie September
  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex
  • 15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)

 


 

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