Börsenampeln springen auf Rot

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Marktanalyse – Börsenampeln springen auf Rot
  2. Chartanalyse – DAX-Kursziel 10.064 Punkte erreicht
  3. Griechenland-Rettung schon wieder auf den letzten Drücker
  4. Asien lastet schwer auf den Börsen
  5. Bei steigenden Kursen kann jeder Gewinne erzielen, aber bei fallenden…

 

›› Marktanalyse
– Börsenampeln springen auf Rot
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder DAX ist auch in dieser Woche mächtig eingebrochen und setzte damit seine Tendenz der Vorwoche fort. Innerhalb von nur 10 Handelstagen verlor der Index rund 1.500 Punkte. Dabei ist er weit unter das Korrekturtief vom Juli gerutscht, wobei unser Kursziel von 10.064 Punkten (siehe „Chartanalyse – DAX-Kursziel 10.064 Punkte“) abgearbeitet wurde.

Der deutsche Leitindex befindet sich nun eindeutig in einer größeren Korrektur. Und die saisonal schwache Phase liegt eigentlich noch vor uns, weshalb sich die Kursverluste fortsetzen dürften.

Griechenland ist out

Dies werden wohl auch positive Nachrichten aus Griechenland nicht mehr verhindern können. In der Vergangenheit war es meist so, dass eine Entspannung in der Griechenland-Krise die Kurse beflügeln konnte. Am Mittwoch wurde das 86 Mrd. Euro schwere Rettungspaket endgültig auf den Weg gebracht, doch die Aktienmärkte ließ dies völlig kalt – ein klar bärisches Zeichen.
Offenbar spielen sie Märkte inzwischen die China-Karte, und diese ist tatsächlich ein ernstes Problem für die Weltwirtschaft, im Gegensatz zum ökonomisch relativ unbedeutenden Griechenland.

US-Indizes fehlten noch

Was bislang noch fehlte, damit die Aktienmärkte klar in den Bärenmodus wechseln, waren die US-Indizes, die sich über weite Strecken recht stabil halten konnten und nur wenige Prozente unter ihren Allzeithochs notierten. Lediglich der Dow Jones wies vor einer Woche schon einen kurzfristigen Abwärtstrend auf (rot im folgenden Chart).

Dow Jones - Chartanalyse

Beim S&P500 (siehe folgender Chart) und dem Technologieindex Nasdaq konnten hingegen wichtige bärische Signal noch verhindert werden. Doch vor einer Woche fragten wir bereits „Wie lange noch?“.

S&P500 - Chartanalyse

Mit den Kursverlusten vom Donnerstag steht inzwischen auch dort die Börsenampel auf Rot (siehe roter Kreis im Chart). Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht rechtzeitig gewarnt (siehe z. B. „S&P500 bildet mögliche Topformation“)!

Trading-Chancen in den US-Indizes

Passend zu der Erwartung einer Topbildung im S&P500 hatten wir Ihnen am 8. Juli folgendes Produkt präsentiert:
S&P 500 WAVE Unlimited Put, WKN: DT3EYM, Hebel: 1,87, Briefkurs: 9,38 Euro
Auch jetzt könnte man damit noch von einer Trendwende in den US-Indizes profitieren.

Für die Erwartung an wieder steigende Kurse in den US-Indizes könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE Unlimited Call, WKN: DX35YP, Hebel: 3,42, Briefkurs: 5,15 Euro


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Chartanalyse
– DAX-Kursziel 10.064 Punkte erreicht
von Sven Weisenhaus

Der DAX hat innerhalb von 10 Handelstagen rund 1.500 Punkte verloren und ist dabei weit unter das Korrekturtief vom Juli gerutscht.

DAX - Abwärtstrend

Damit wurde unser Kursziel von 10.064 Punkten (siehe „Chartanalyse – DAX-Kursziel 10.064 Punkte“, rote Rechtecke im folgenden Chart) abgearbeitet.

DAX - Korrektur im Aufwärtstrend

Der Index befindet sich nun eindeutig in einer größeren Korrektur. Angesichts der herben Verluste innerhalb kürzester Zeit ist aber mit einer Gegenbewegung zu rechnen, zumal der DAX gerade die untere Linie eines Aufwärtstrendkanals als Unterstützung erreicht hat (siehe Chart).

Tradingchancen im DAX

Für die Erwartung an fallende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM1UHG, aktueller Hebel: 1,61, Briefkurs: 61,90 Euro

Für die Erwartung an steigende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DE228N, aktueller Hebel: 2,14, Briefkurs: 46,89 Euro


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›› Griechenland-Rettung schon wieder auf den letzten Drücker
von Sven Weisenhaus

Wieder war es sehr knapp: Nur Stunden bevor die nächste Milliarden-Rückzahlung fällig wurde – Griechenland musste bis zum gestrigen Donnerstag knapp 3,4 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen –, bekam Athen die dringend benötigte Finanzspritze. Die Euro-Finanzminister hatten am Mittwochabend die erste Kreditrate von 26 Milliarden Euro aus dem neuen Rettungsprogramm für Griechenland freigegeben, nachdem mit dem niederländischen Parlament das letzte nationale Parlament dem Hilfspaket zugestimmt hatte.

Bundestag stimmte mit deutlicher Mehrheit für die Hilfen

Zuvor hatte auch der Bundestag in einer Sondersitzung über neue Milliardenhilfen für Athen abgestimmt. Von den 631 Bundestagsmitgliedern nahmen 46 Abgeordnete nicht an der Abstimmung teil. Außerdem gab es 18 Enthaltungen. 453 Abgeordnete gaben ihre Zustimmung, während sich immerhin 113 Volksvertreter gegen den Kurs der Bundesregierung aussprachen. Damit war der Zuspruch im Bundestag allerdings insgesamt größer als bei der Erteilung des Verhandlungsmandats im Juli (439 „Ja“-Stimmen).

In der CDU/CSU-Fraktion votierten 63 Abgeordnete in der namentlichen Abstimmung gegen die Hilfen – drei mehr als vor einem Monat. Bei der SPD blieb die Zahl der Nein-Sager unverändert bei vier. Aus den Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD stellten sich jedoch 401 Parlamentarier hinter das Paket.

Tsipras war erneut ohne eigene Mehrheit

Als das griechische Parlament den umstrittenen Sparauflagen der internationalen Geldgeber zustimmte, verfehlte Ministerpräsident Alexis Tsipras wieder eine eigene Mehrheit. Von den 162 Abgeordneten seiner Rechts-Links-Koalition stimmten nur 118 für die das Programm. Insgesamt sagten mit 222 Abgeordneten aber mehr als zwei Drittel der griechischen Volksvertreter „Ja“.

Tsipras hat am Donnerstag die Konsequenzen gezogen und erklärte, wie von einigen bereits erwartet, seinen Rücktritt. In Athen hieß es aus gut informierten Kreisen der Regierungspartei, Tsipras habe für diesen Schachzug das grüne Licht der Gläubiger erhalten. In einer Fernsehansprache gab er den Rücktritt bekannt und rief zu Neuwahlen am 20. September auf. Bis dahin muss nun eine Interimsregierung das Land führen.

Tsipras verfolgt nach Einschätzung der griechischen Presse zwei Ziele: Einerseits will er mit dem linken Flügel seiner Regierungspartei abrechnen, andererseits ein frisches Mandat bekommen, bevor die harten Sparmaßnahmen des neuen Rettungsprogramms greifen.

Die ersten 26 Mrd. Euro wurden bereits freigegeben

Angesichts einer jährlichen Wirtschaftsleistung von knapp 180 Milliarden Euro (2014) entsprechen die Hilfen im Umfang von rund 85,5 Mrd. Euro, die bis August 2018 durch den ESM zur Verfügung gestellt werden, der Hälfte des griechischen Bruttoinlandsprodukts.

Die ersten 26 Mrd. Euro sollen im August und September ausgezahlt werden. Die Hälfte dieses Geldes, also 13 Mrd. Euro, floss bereits direkt nach Athen. 3,4 Mrd. davon wurden gestern sofort an die EZB weitergeleitet, 3,2 Mrd. Euro für Schulden und 200 Mio. Euro für Zinsen. 10 Mrd. Euro sind für die Bankensanierung reserviert und werden auf ein Sonderkonto transferiert. Die restlichen 3 Mrd. Euro folgen im Herbst.

Angaben der Bundesregierung zufolge wird eine zweite Tranche für Maßnahmen zur Rekapitalisierung oder Abwicklung von Kreditinstituten in Höhe von bis zu 15 Mrd. Euro nach der ersten Überprüfung des Reformprogramms spätestens zum 15. November 2015 bereitgestellt, sofern der geplante Bankenstresstest abgeschlossen wurde und der Rekapitalisierungsbedarf nicht anderweitig gedeckt werden kann.

Die Rückzahlung der Gelder müsste laut der Vereinbarung zwischen 2048 und 2050 erfolgen. Erst im Herbst wird sich zeigen, ob der Internationale Währungsfonds bei der Griechenland-Rettung an Bord bleibt.

Griechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal völlig überraschend gewachsen

Derweil kamen bereits am vergangenen Freitag überraschend starke Lebenszeichen von der griechischen Wirtschaft. Im zweiten Quartal soll sie trotz der zugespitzten Schuldenkrise gewachsen sein. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt in Athen mitteilte. Dieses Wachstum kam völlig überraschend, denn von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Minus von 0,8 Prozent gerechnet.
Im ersten Quartal verzeichnete die griechische Wirtschaft demnach ein Nullwachstum, nachdem sie im letzten Quartal 2014 um 0,2 Prozent geschrumpft war.

Trotz neuer Hilfsmilliarden wird eine Rezession erwartet

Die griechische Regierung geht nach den Worten von Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr „eine kleine Rezession“ durchläuft, 2016 aber wieder zulegt. – Ein Land steckt in der Rezession, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander schrumpft. Entsprechen müssten die beiden Quartale des zweiten Halbjahres trotz der nun fließenden Gelder mit einem negativen BIP-„Wachstum“ enden.
Die Europäische Union rechnet nach Angaben aus EU-Kreisen derweil damit, dass Griechenland auch noch im nächsten Jahr in der Rezession verharren wird.

 



›› Asien lastet schwer auf den Börsen
von Sven Weisenhaus

Während die griechische Wirtschaft positiv überraschte, hat das japanische Bruttoinlandsprodukt bereits zu Jahresbeginn kontrahiert und schrumpfte in den ersten drei Monaten aufs Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent. Trotz Bemühungen von Abe und der Bank of Japan will sich in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt einfach kein nachhaltiges Wachstum einstellen. Belastend wirkten vor allem ein rückläufiger Konsum und schwache Exporte. – Hier zeigt sich seit Jahren sehr deutlich, dass allein mit Geld kein Wachstum erkauft werden kann. Dieses Schicksal könnte auch Griechenland und Europa noch drohen.

Kurse werden mit viel Geld gestützt

Und auch China könnte dieses Schicksal ereilen. Der chinesische Leitindex fiel am Mittwoch zeitweise um 5,1 Prozent bis auf 3.558 Punkte, konnte die Verluste bis zum Handelsschluss jedoch wieder aufholen und sogar ins Plus drehen. Dieses Kunststück gelang aber wohl nur, weil die chinesische Zentralbank erneut sehr viel Geld ins System pumpte. Schon tags zuvor war der SSE-Index um 6,1 Prozent eingebrochen, womit er den höchsten Tagesverlust seit dem 27. Juli erlitt. Eine Vielzahl der in Shanghai gelisteten Unternehmen, darunter zahlreiche große Staatskonzerne, fiel an diesem Tag sogar bis zur gesetzlichen Höchstgrenze von 10 Prozent.

Aktienmärkte drehen in den Korrekturmodus

Wir sind an den Aktienmärkten inzwischen relativ eindeutig in den Korrekturmodus gewechselt und befinden uns kurzfristig sogar in Abwärtstrends. Der Hauptauslöser dafür dürften die Meldungen aus Asien sein. Der Hauptgrund für die Korrektur ist aber letztlich, dass die Aufwärtstrends nach 6 Jahren einfach überreif waren.

Um das Bild einer Aktienmarktkorrektur zu komplettieren, fehlten bislang eigentlich nur noch die US-Indizes, die sich lange Zeit tapfer gegen eine Trendwende stemmen konnten. Die Frage war angesichts der vor uns liegenden schwachen Sommermonate eigentlich nur: „Wie lange noch?!“ Wir hatten erwartet, dass die US-Anleger in den spätestens in den kommenden Wochen kapitulieren würden, doch zum Ende dieser Woche sah schon alles nach dem Dammbruch aus.

 



›› Bei steigenden Kursen kann jeder Gewinne erzielen, aber bei fallenden…

Keine Frage, bei steigenden Kursen kann quasi jeder Börsenlaie hohe Gewinne erzielen. Doch trauen Sie es sich zu, Geld an den Aktienmärkten zu verdienen, wenn sich übergeordnet die intakten Aufwärtstrends im Herbst plötzlich umkehren oder es zumindest zu heftigen Korrekturen kommt? Oder wollen Sie lieber auf einen Börsendienst setzen, der nachweislich in den vergangenen Wochen für seine Abonnenten hohe Gewinne realisieren konnte (siehe Tabelle), während der DAX zeitgleich korrigiert hat und der Bund Future sowie die chinesische Börse crashartig eingebrochen sind?! Zögern Sie nicht! 2015 könnte das Jahr der platzenden Blasen werden! Melden Sie sich jetzt hier zum „Geldanlage Premium Depot“ an.

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