Fokus der Anleger richtet sich auf den 17. September

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Nach China sorgen die Notenbanken für wilden Börsenhandel
  2. EZB öffnet Tür für eine Ausweitung des QE-Programms
  3. Fokus der Anleger richtet sich auf den 17. September
  4. 14% Outperformance zum DAX seit April 2015
  5. Termine der kommenden Woche

 

›› Nach China sorgen die Notenbanken für wilden Börsenhandel
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefin den vergangenen Tagen haben sich die Aktienmärkte weiterhin sehr volatil präsentiert. Im DAX zum Beispiel hatte der Trend am Donnerstag klar nach oben gezeigt. Bis in die Nähe der Marke von 10.400 Punkten schafften es die Kurse, doch nur rund 24 Stunden später standen sie schon wieder unter die Schwelle von 10.000 Zählern. Das Tagestief lag am Freitag bei 9.996,16 Punkten, was einem Minus von 3,1 Prozent entsprach. Für die wilden Kursbewegungen kann jeweils ein Bezug zu den Notenbanken hergestellt werden:

Notenbanken sorgen für wilden Börsenhandel

Das vielbeachtete Treffen der Notenbanker in Jackson Hole am vergangenen Wochenende brachte noch keine neuen Erkenntnisse zur weiteren Geldpolitik. Doch am Donnerstag erhöhten die Äußerungen von Mario Draghi auf der EZB-Pressekonferenz die Aussicht auf noch mehr billiges Geld, weshalb die Märkte kräftig zulegen konnten. Dagegen hielten die Daten zum US-Arbeitsmarkt am Freitag die Tür für eine erste Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im September offen, was die Aktienkurse belastete.

Warnung vor anhaltend volatilen Börsen

Wir hatten Ihnen dazu geraten, abzuwarten, bis der Markt sich beruhigt. Erst dann wird man erkennen können, wie es weitergehen wird. Aktuell befinden sich die Märkte in einer Konsolidierung, die noch etwas anhalten könnte. Dann kommt es auf die Richtung an, in die die Kurse aus ihren Konsolidierungsformationen ausbrechen. Auf diesen Zug könnte man dann aufspringen:

Tradingchancen im DAX

Für fallende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM1UHG, aktueller Hebel: 1,6, Briefkurs: 62,62 Euro
Bei weiter steigenden Kursen im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DE228N, aktueller Hebel: 2,18, Briefkurs: 45,93 Euro


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› EZB öffnet Tür für eine Ausweitung des QE-Programms
von Sven Weisenhaus

Auf der Sitzung am vergangenen Donnerstag hat der EZB-Rat zwar beschlossen, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,05 Prozent, 0,30 Prozent bzw. -0,20 Prozent zu belassen, doch angesichts der jüngsten Entwicklungen an den Märkten sah sich EZB-Präsident Mario Draghi genötigt, den Märkten eine Beruhigungspille zu verabreichen. Die Notenbank will ihre Feuerkraft bei den Anleihekäufen notfalls ausweiten. „Wir haben den Willen und die Fähigkeit zu reagieren, falls dies notwendig ist“, sagte Draghi.

Reduzierte Inflations- und Wachstumserwartungen

Grund für die Aussagen waren reduzierte Inflations- und Wachstumsschätzungen. Bei den Wachstumsprojektionen beruhen die Abwärtsrevisionen vornehmlich auf einer schwächeren Auslandsnachfrage. Die derzeitige Entwicklung in den Schwellenländern hat aus Sicht der EZB das Potential, das Wachstum weiter negativ zu beeinflussen. Der Inflationsausblick hat sich hauptsächlich wegen der Ölpreise verändert. Vor diesem Hintergrund senkte die EZB ihre Prognose für die Inflationsrate in der Euro-Zone 2015 von 0,3 auf 0,1 Prozent. Für 2016 beträgt die Abwärtsrevision 0,4 Prozentpunkte auf nun 1,1 Prozent. Die Wachstumsschätzungen für das laufende Jahr und die kommenden beiden Jahre betragen nun 1,4 Prozent, 1,7 Prozent und 1,8 Prozent (bisher: 1,5 Prozent, 1,9 Prozent und 2,0 Prozent).

Maßnahmen werden an aktuelle Situationen angepasst

Es gab aber auch Maßnahmen, welche die EZB sofort umsetzt. So wurde zum Ankaufprogramm die bisher selbstgesetzte Grenze von höchstens 25 % einer Wertpapieremission auf 33 % erhöht. Den Rahmen für die Notfall-Hilfen an griechische Banken wurde dagegen gesenkt. Die Obergrenze für die Ela-Kredite wurde zum zweiten Mal in zwei Wochen gekappt, teilte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag nach der Zinssitzung mit.

 



›› Fokus der Anleger richtet sich auf den 17. September
von Sven Weisenhaus

Nach der Zinssitzung der EZB wird sich der Fokus der Anleger nun auf die US-Notenbank richten, die am 17. September über den Leitzinssatz in den USA entscheiden wird. Hierzu kam dem US-Arbeitsmarktbericht vom heutigen Freitag eine besonders hohe Bedeutung zu. Die Daten galten als besonders wichtig, weil die Fed vor ihrer ersten Zinserhöhung seit rund einem Jahrzehnt erst eine weitere Verbesserung des Arbeitsmarktes sehen will.

US-Arbeitsmarktdaten halten die Türe für eine erste Zinsanhebung offen

Laut der Statistik wurden in den USA im August 173.000 neue Stellen geschaffen. Die meisten Experten hatten sich allerdings 220.000 erhofft. Dafür wurden aber die Werte von Juni und Juli um rund 10.000 auf nunmehr jeweils. 245.000 neue Stellen angehoben. Wohl auch dadurch ist die US-Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit April 2008 gesunken. Hier war ein Rückgang auf 5,2 Prozent erwartet worden, nachdem die Quote im Juli 5,3 Prozent betragen hatte. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,32 Prozent, die Konsensschätzung war von plus 0,2 Prozent ausgegangen.
Damit hat die Fed eindeutig die erwünschte weitere Verbesserung des Arbeitsmarktes gesehen. Weil 5,1 Prozent Arbeitslosigkeit laut Definition der Fed Vollbeschäftigung ist, stellt sich nun natürlich die Frage, worauf die Fed denn noch warten will?!

US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal deutlich stärker als erwartet

Zumal das US-Handelsministerium am Donnerstag der vergangenen Woche berichten konnte, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal viel stärker gewachsen ist als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg auf das Jahr hochgerechnet um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. In einer ersten Schätzung hatte das Ministerium ein Plus von 2,3 Prozent gemeldet. Zu Jahresbeginn hatte die US-Wirtschaft lediglich um 0,6 Prozent zugelegt, was dem harten Winterwetter und der Dollar-Aufwertung geschuldet war.

(Die Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf diese Hochrechnung auf ein Jahr verzichtet. Die Wachstumsraten sind deshalb geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Zahlen vergleichbar.)

Am 17. September sind wir schlauer

Rein von den Daten her könnte die Fed im September die Zinsen locker erhöhen. Wegen der jüngsten Marktturbulenzen könnte sie aber möglicherweise doch davor zurückschrecken. Am 17. September sind wir schlauer...

 



›› 14% Outperformance zum DAX seit April 2015 – Das „Geldanlage Premium Depot“
von Sven Weisenhaus

Während sich die Märkte zwar etwas beruhigt haben, die Kursbewegungen aber volatil blieben, hielten wir an unserer Strategie für das „Geldanlage Premium Depot“ fest, die jüngst hervorragend funktioniert hat:

DAX: -19%, Musterdepot: -4%

So musste der DAX vom Hoch am 10.04.2015 bei 12390 Punkten bis auf aktuell rund 10.040 Zähler einen Kursrückgang um fast 19 Prozent hinnehmen. Im selben Zeitraum kam unser Depot mit einem Verlust von gerade einmal etwas mehr als 4 Prozent aus.

Auf Sicht der vergangenen Woche hat unser Musterdepot inkl. eines realisierten Gewinntrades einen moderaten Verlust von 0,36 Prozent erlitten. Der DAX hat dagegen von 10.315 auf 10.038 Punkte verloren – ein Verlust von 2,7 Prozent.

14% Outperformance zum DAX seit April 2015

Offensichtlich zeigt sich damit auf verschiedenen Zeitebenen eine klare Outperformance unseres Musterdepots gegenüber dem deutschen Aktienmarkt. Lag diese vor einer Woche bereits bei 12 Prozent, so konnten wir sie binnen einer Woche auf über 14 Prozent ausbauen. Und das nur seit April betrachtet.

Bei steigenden Kursen kann jeder Gewinne erzielen, aber bei fallenden…

Bei steigenden Kursen kann quasi jeder Börsenlaie hohe Gewinne erzielen. Doch trauen Sie es sich zu, Geld an den Aktienmärkten zu verdienen, wenn sich die übergeordnet intakten Aufwärtstrends – wie aktuell gesehen - plötzlich umkehren oder es zumindest zu heftigen Korrekturen kommt? Oder wollen Sie lieber auf einen Börsendienst setzen, der nachweislich in den vergangenen Wochen für seine Abonnenten hohe Gewinne realisieren konnte (siehe Tabelle), während die Aktien- und Rohstoffmärkte weltweit zeitgleich crashartig eingebrochen sind?! Zögern Sie nicht! 2015 könnte das Jahr der platzenden Blasen werden! Melden Sie sich jetzt hier zum „Geldanlage Premium Depot“ an.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 37: Handelswoche vom 07.09.2015 bis 11.09.2015)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen
Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.


Montag, 07.09.2015

  • US Feiertag (Labor Day), US-Börsen geschlossen
  • 12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe Juli
  • 15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS

Dienstag, 08.09.2015

  • 01:50 - JP BIP 2. Quartal (endgültig)
  • 07:45 - CH Arbeitsmarktdaten August
  • 08:00 - DE Umsatz verarbeitendes Gewerbe Juli
  • 08:00 - DE Außenhandel Juli
  • 08:00 - DE Arbeitskostenindex 2. Quartal
  • 11:00 - EU BIP Q2 (endgültig)
  • 21:00 - US Verbraucherkredite August

Mittwoch, 09.09.2015

  • 16:30 - US EIA Ölmarktbericht (Woche)

Donnerstag, 10.09.2015

  • 13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 14:30 - US Ausfuhrpreise August
  • 14:30 - US Einfuhrpreise August
  • 16:00 - US Großhandel Juli
  • 17:00 - US Rohöllagerbestände

Freitag, 11.09.2015

  • 08:00 - DE Verbraucherpreise August
  • 08:00 - DE Großhandelspreise August
  • 14:30 - US Erzeugerpreisindex August
  • 16:00 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan September
  • 20:00 - US Staatshaushalt August

 


 

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