Nach Herbstschwäche folgt Jahresendrallye

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Nach Herbstschwäche folgt Jahresendrallye
  2. S&P500 – Chartanalyse: Folgt auf ein Doppeltief ein Doppelhoch?
  3. Termine der kommenden Woche

 

›› Nach Herbstschwäche folgt Jahresendrallye
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefüber das Geschehen in der Welt gibt es aus unserer Sicht in dieser Woche nicht mehr viel zu berichten. Interessant war lediglich vielleicht noch unter dem Thema „Vergessen Sie nicht die Notenbanken!“ (siehe auch „Spekulation über eine Ausweitung der Geldpolitik von EZB und BoJ“), dass die Bank of Japan am Mittwoch abermals ruhig blieb und die expansive Geldpolitik vorerst unverändert beibehält. Da eine Ausweitung der geldpolitischen Maßnahmen aber auch erst für Ende Oktober erwartet wurde und sich daher nichts änderte, hakten die Märkte dies schnell ab. Größere Kursausschläge blieben aus.

Was gesagt werden musste, wurde gesagt

Nach der sehr umfangreichen Ausgabe des Geldanlage-Briefs vor einer Woche können wir uns daher heute kürzer fassen. Auch weil wir Ihnen zuletzt alle aus unserer Sicht relevanten Informationen über die Situation der Märkte bereits geliefert haben. Über Gold und Silber berichteten wir erst am vergangenen Mittwoch, so dass auch hier Klarheit herrschen sollte.

Wichtigstes Ereignis: Kurserholung an den Aktienmärkten

Daher dürfte für die Leser des Geldanlage-Briefs in dieser Woche das einzig neue und damit wichtigste die Kurserholung an den Aktienmärkten gewesen sein, auf die wir Sie aber auch längst vorbereitet hatten und von der Sie entsprechend hätten profitieren können.

Auf Übertreibungen und anstehende Kurserholung rechtzeitig hingewiesen

So betitelten wir den Geldanlage-Brief am 26. August mit „Börsen im Crashmodus – Dies ist KEIN Verkaufsgrund, es ist ein KAUFgrund!“ und riefen dazu auf, mit „punktuellen Einstiegen“ die übertriebenen Kursverluste für Schnäppchenkäufe zu nutzen. Im Fazit schrieben wir: „Wer sich jetzt in die fallenden Kurse hinein einige Stücke aus dem Börsenkuchen herausschneidet, wird sich am Ende über die sich erholenden Notierungen freuen.

Auch in den folgenden Ausgaben wiesen wir Sie auf Übertreibungen der Märkte hin und auf teils zu heftige Kursverluste, die in Erholungsbewegungen münden sollten (siehe unter anderem „E.ON und SHW AG – Märkte neigen zur Übertreibung“).

„Geldanlage Premium Depot“ profitierte massiv von den Kurserholungen

Zwischenzeitig sprachen wir hier wiederholt unsere Strategie im „Geldanlage Premium Depot“ an, wonach wir in fallende Kurse hinein zukaufen wollten, um dann als Gewinner dazustehen, wenn die Kurse wieder steigen. Die bisher letzten Depotaufnahmen (DAX-Long- und Volatilitäts-Trade) erfolgten am 22.09.2015, kurz bevor die Aktienmärkte ihr Doppeltief markierten. Nun haben wir genau dort starke Kursgewinne gesehen, wo es zuvor die heftigsten Verluste gab. Den Kursanstieg in dieser Woche haben wir nun genutzt, um den DAX-Long- und den Volatilitäts-Trade per Stop-Loss abzusichern bzw. neue Gewinne für unsere Abonnenten festzumachen. Diese können sich alleine in dieser Woche über einen Depotwertzuwachs in Höhe von satten 1.013,95 Euro freuen – bei rund 20.000 Euro investiertem Kapital.

Alles richtig gemacht

Auf den Volatilitätstrade, mit dem wir in den vergangenen Wochen schon mehrfach Gewinne erzielt haben, hatten wir Sie übrigens auch hier im Geldanlage-Brief wiederholt hingewiesen (siehe zum Beispiel „Volatilitätstrade – So erzielen Sie mehr als 18% innerhalb von nur 8 Tagen“). Aktuell liegen wir mit der neuen Position vom 22.09.2015 schon wieder rund 18 Prozent im Gewinn. – Ich würde sagen: Alles richtig gemacht.


Wollen auch Sie zukünftig von derartigen Analysen profitieren? Dann melden Sie sich für unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ an und bilden Sie unser Depot einfach 1:1 nach. Erfahren Sie, welche Wertpapiere aktuell in ein Depot gehören und welche Investments noch Kurspotential bieten. In den vergangenen 8 Monaten konnten wir für unsere Abonnenten 27 Trades abschließen, von denen stolze 26 im Gewinn endeten – eine Trefferquote von über 96%. Das Beste: Sie können uns einen vollen Monat lang kostenlos testen. Melden Sie sich jetzt hier an!

Nach Herbstschwäche folgt Jahresendrallye

Doch genug über die Vergangenheit und das „Hätte…“, „Wenn…“ und „Aber…“. Es stellt sich jetzt natürlich die Frage, wie es an den Börsen weitergehen kann. Ist die Herbstschwäche vorüber und hat die Jahresendrallye mit den aktuellen Erholungsbewegungen bereits begonnen? Ich sage es Ihnen ehrlich: Ich weiß bzw. wir wissen es nicht. Niemand weiß es. Wer das Gegenteil von sich behauptet, kann getrost als Scharlatan bezeichnet werden. Doch die Überschrift der heutigen Ausgabe des Geldanlage-Briefs soll zumindest auf ein typisches Muster der Märkte hinweisen – die sogenannte Saisonalität.

Dazu verweise ich sehr gerne auf die Ausgabe vom 26.04.2015, in der wir mit Hilfe der folgenden Charts bereits auf die Herbstschwäche hingewiesen hatten. Nun können wir dieselben Charts nutzen, um auf die mögliche Jahresendrallye aufmerksam zu machen.

US-Indizes - saisonaler Kursverlauf

DAX - saisonaler KursverlaufWie gesagt: Ob diese bereits begonnen hat, ist völlig unklar. Auch ob sie in diesem Jahr überhaupt stattfindet, ist längst nicht sicher. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht groß – aufgrund der Erfahrung der vergangenen Jahre.

Betrachtet man den nebenstehenden Durchschnittsverlauf des DAX, dann startet dort die Jahresendrallye Anfang Oktober. Die aktuellen Kursgewinne passen also dazu. Die US-Märkte erreichen aber statistisch betrachtet in der zweiten Oktoberhälfte noch ein neues Korrekturtief, weshalb man bezüglich der aktuellen Kurserholung skeptisch sein und vorsichtig bleiben sollte.

Fazit

Die Beachtung der saisonalen Muster hat uns seit dem Hoch des DAX vom 10.04.2015 zu einer Outperformance im „Geldanlage Premium Depot“ von weit über 14 Prozent in der anschließenden Korrektur verholfen (siehe „14% Outperformance zum DAX seit April 2015“). Im vergangenen Quartal, das für Aktien das schwächste seit vier Jahren war, schlugen wir alle von uns beobachteten Indizes (wir berichteten am vergangenen Mittwoch). Nun hoffen wir, dass uns die Saisonalität ein wunderbares Schlussquartal beschert.

 



›› S&P500 – Chartanalyse:
Folgt auf ein Doppeltief ein Doppelhoch?
von Sven Weisenhaus

Neben dem DAX sind auch viele andere Aktienmärkte und damit auch die US-Indizes jüngst deutlich angestiegen. Der S&P500 (siehe folgender Chart) ist ausgehend von einem Doppeltief bei ca. 1.870 Punkten über die 2.000er Marke zurückgekehrt und steht nun kurz vor dem Hoch vom 17.09.2015 bei 2.020,86 Zählern. Folgt auf ein Doppeltief ein Doppelhoch?

S&P500 - Chartanalyse

Selbst wenn der S&P500 ein Doppelhoch vermeiden kann, Entwarnung gibt es erst, wenn der Kurs in seine ehemalige Range (blau im Chart) zurückkehren kann. Doch selbst dann wird zwar ein Trendwechsel zu einem länger anhaltenden Abwärtstrend unwahrscheinlicher, neuerliche Kursverluste sind aber auch vor dem Hintergrund der Saisonalität (siehe oben) im laufenden Oktober nicht ausgeschlossen.

Mit dem Short-Trade auf den Volatilitätsindex VIX haben wir im „Geldanlage Premium Depot“ von dem Anstieg des S&P500 profitiert (wie oben beschrieben, aktuell +18%). Da wir aber besonders gegenüber den US-Indizes skeptisch bleiben, haben wir uns gegen fallende Kurse im S&P500 bzw. wieder steigende Kurse im Volatilitätsindex VIX (siehe folgender Chart) abgesichert, indem wir am Donnerstag eine entsprechende Stop-Loss-Order in den Markt gelegt haben.

Volatilitätsindex VIX

Der Volatilitätsindex VIX ist von seinem Hoch bei über 28 Punkten bis auf knapp 19 Zähler zurückgekommen. Dieses Niveau hatte er auch bei dem Hoch des S&P500 von 2.020,86 Punkten erreicht. Anschließend kam es aber wieder zu einem Volatilitäts-Anstieg.

Dieses Kursverhalten lässt sich auch in unserem Volatilitäts-Tradinginstrument feststellen – nur in umgekehrter Richtung, weil es sich um einen Short-Trade auf den VIX handelt. So konnten wir das Wertpapier am 17.09.2015 zu einem Kurs von 581,35 Euro verkaufen (wir berichteten) und durch den anschließenden Anstieg des VIX am 22.09.2015 zu 500 Euro zurückkaufen. Nun steht der ETN wieder bei über 580 Euro. Auf dieses Niveau ist er am Donnerstag nach einer vorangegangenen Seitwärtsbewegung ausgebrochen.

Volatilitätstrade

Der S&P500 steht also wieder an dem Hoch vom 17.09.2015, der VIX an dem Tief vom 17.09.2015 und unser Vola-Trade auf unserem Verkaufskurs vom 17.09.2015. Damit zeigt sich schön der Zusammenhang zwischen den Kursverläufen.

Weil markante Marken erreicht sind, wollen wir hier nun kein Risiko mehr eingehen und einen Verlust in diesem Trade unter allen Umständen vermeiden. Entsprechend die Reaktion vom Donnerstag mit dem platzierten Stop-Loss. Wir hoffen aber natürlich noch auf weitere Kursgewinne und ein Erreichen unseres Kursziels von 680 Euro, das uns sogar einen Gewinn von 36 Prozent bringen soll. Die Stop-Order ist also nur eine Vorsichtsmaßnahme, falls es im S&P500 zu dem Doppelhoch kommen sollte und die Kurse wieder in Richtung Doppeltief abrutschen.

Für diesen Fall haben wir aber auch schon eine neue Limit-Kauf-Order in den Markt gelegt. Als der S&P500 das Niveau von ca. 1870 Punkten erreicht hat, stand unser Vola-Trade knapp unter 460 Zählern im Geldkurs. Wir haben daher die neue Limit-Kauf-Order nun etwas unter unserem bisherigen Kaufkurs von 500 Euro platziert und optimieren so den Trade noch etwas bzw. passen ihn an die jüngsten Kursentwicklungen an.

Wollen auch Sie zukünftig von diesenVolaitlitätstrades profitieren? Dann melden Sie sich für unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ an und bilden Sie unser Depot einfach 1:1 nach. Erfahren Sie, welche Wertpapiere aktuell in ein Depot gehören und welche Investments noch Kurspotential bieten. In den vergangenen 8 Monaten konnten wir für unsere Abonnenten 27 Trades abschließen, von denen stolze 26 im Gewinn endeten – eine Trefferquote von über 96%. Das Beste: Sie können uns einen vollen Monat lang kostenlos testen. Melden Sie sich jetzt hier an!

Fazit zum S&P500

Da sich der S%P500 zwischen ca. 2.020 und 1.870 Punkten in einer Seitwärtskonsolidierung befindet, ist die weitere Kursrichtung aktuell noch schwer abschätzbar. Aus Sicht der Saisonalität war die jüngste Kurserholung nicht ungewöhnlich. Statistisch gesehen neigen die US-Indizes aber ab Mitte Oktober noch einmal zu Schwäche und können sogar noch ein neues Korrekturtief ausbilden. Dies könnte die Anleger in Panik versetzen, was dann genau der richtige Nährboden für eine Jahresendrallye wäre. Einem Fehlsignal auf der Unterseite durch das neue Korrekturtief könnten dann steigende Kurse bis ins neue Jahr folgen.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 42: Handelswoche vom 12.10.2015 bis 16.10.2015)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 12.10.2015

  • - US Feiertag - Columbus Day
  • 15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
  • 20:00 - US Haushaltssaldo September

Dienstag, 13.10.2015

  • 01:50 - JP Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
  • 08:00 - DE Verbraucherpreise September
  • 11:00 - DE ZEW Konjunkturerwartung Oktober

Mittwoch, 14.10.2015

  • 11:00 - EU Industrieproduktion August
  • 14:30 - US Erzeugerpreisindex September
  • 14:30 - US Einzelhandelsumsatz September
  • 16:00 - US Lagerbestände August
  • 16:30 - US EIA Ölmarktbericht (Woche)
  • 20:00 - US Beige Book

Donnerstag, 15.10.2015

  • 14:30 - US Verbraucherpreise September
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 14:30 - US NY Empire State Index Oktober
  • 16:00 - US Philadelphia Fed Index Oktober

Freitag, 16.10.2015

  • 11:00 - EU Verbraucherpreise September 2015
  • 11:00 - EU Außenhandel August
  • 15:15 - US Industrieproduktion September
  • 15:15 - US Kapazitätsauslastung September
  • 16:00 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan Oktober

 


 

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