Darum sind die Korrekturen am Aktienmarkt noch nicht beendet

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Notenbanken hinterließen deutliche Fußspuren im Kursverlauf
  2. Darum sind die Korrekturen am Aktienmarkt noch nicht beendet
  3. Kostenlose Herbst-Seminare der Börse Düsseldorf
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Notenbanken hinterließen deutliche Fußspuren im Kursverlauf
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefin den vergangenen Tagen galt die volle Aufmerksamkeit der Anleger ohne Frage den Notenbanken. In der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vor einer Woche berichteten wir bereits über die kurstreibenden Worte des EZB-Präsidenten Mario Draghi (siehe „EZB befeuert Kurserholung“). Indem er eine Ausweitung der milliardenschweren Anleihekäufe in Aussicht stellte, schob er die Notierungen am Aktienmarkt zum Ende der vergangenen Woche deutlich an.

EZB und PBoC trieben Aktienkurse aufwärts

Verstärkt wurde dieser Trend einen Tag nach der EZB-Ratssitzung durch eine überraschende Meldung aus China. Die chinesische Zentralbank (PBoC) senkte den Ausleihungssatz (one-year lending rate) von 4,60% auf 4,35%, den Mindestreservesatz (Reserve Ratio Requirement RRR) von 18,0% auf 17,5% und den Einlagensatz (one-year deposit rate) von 1,75% auf 1,50%. Nach der EZB zündete damit die nächste Zentralbank den Turbo für die Aktienmärkte. Der DAX stieg binnen zwei Tagen auf über 10.800 Punkte und damit um 600 Zähler bzw. 5,88 %.

DAX - Chartanalyse

Notenbanken hinterließen eindeutig Fußspuren im Kursverlauf

Die beherrschende Frage in dieser Woche war dann, ob die US-Zinsen niedrig bleiben. Tatsächlich behielt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihren expansiven Kurs bei und nahm am Mittwoch am Leitzins keine Änderungen vor, womit aber die Mehrheit der Marktteilnehmer gerechnet hatte. Am Freitagmorgen richteten sich die Augen nach Asien, wo die Bank of Japan (BoJ) ihre zukünftige geldpolitische Richtung bekanntgab. Auch die japanische Notenbank hielt ihre Füße still. Hier hatten sich einige Experten mehr von der Sitzung erhofft. Da aber letztlich weder die Fed noch die BoJ von ihrem bisherigen Kurs abwichen, kam es an den Aktienmärkten in dieser Woche nur zu einer Seitwärtsbewegung. – Somit beschritten die Märkte in den vergangenen Tagen eindeutig einen geldpolitisch geprägten Weg, auf dem die vier Notenbanken ihre Fußspuren hinterließen (siehe DAX-Chart oben).

Kurzfristiger Ausblick für den DAX bullisch

Die Seitwärtskonsolidierung muss nicht schlecht sein, denn wenn sich ein Kurs nach einem starken Anstieg auf dem erreichten Niveau halten kann, ist dies meist ein Anzeichen für eine baldige Trendfortsetzung. Dazu müssten die Bullen das jüngste Hoch bei 10.887 Punkten möglichst dynamisch hinter sich lassen.

Nach fünfter Aufwärtswelle könnte Korrektur anstehen

Aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie würden sie damit aber in die 5. Aufwärtswelle der aktuellen Aufwärtsbewegung gelangen. Entsprechend ist kurz nach einem bullischen Ausbruch mit einem vorläufigen Ende der Aufwärtsbewegung und zumindest einer (ABC-)Korrektur zu rechnen.
Sollten aber die Bären noch vor den Bullen punkten können und die aktuelle Konsolidierung mit einem Rutsch unter 10.690 Punkte aufgelöst werden, könnte die Erholungsbewegung auch ohne neues Bewegungshoch zu Ende zu gehen. Besonders kritisch wäre ein Rückfall unter 10.187 Punkte.

Tradingchancen im DAX

Wenn Sie von steigenden Kursen im DAX ausgehen, zum Beispiel durch einen Ausbruch aus seiner kurzfristigen Seitwärtsrange, könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 4, Briefkurs: 27,12 Euro

Für fallende Kurse im DAX, wenn Sie nach dem starken Anstieg eine Korrektur erwarten, könnte folgendes Produkt geeignet sein: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 8,58, Briefkurs 12,67 Euro

6 Monate, 18 Trades, 18 Gewinne

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Kursreaktionen auf den Budgetstreit in den USA

 



›› Darum sind die Korrekturen am Aktienmarkt noch nicht beendet
von Sven Weisenhaus

Die Märkte zeigten sich mit den Notenbankentscheidungen der vergangenen Tage insgesamt sehr zufrieden, bekommen sie es doch auf absehbare Zeit mit einer ungebremsten Liquiditätsflut zu tun. Zwar hatten sich einige Experten mehr von der EZB und der BoJ erhofft, die Enttäuschung wurde aber durch die Zinssenkung aus China mehr als wettgemacht. Zumal die US-Notenbank ihre angedachte Zinsanhebung erneut aufschob.

Mit den jüngst dynamischen Kurserholungen könnte man sehr schnell den Eindruck gewinnen, die vorangegangenen Korrekturen seien beendet und wir befänden uns bereits mitten in der Jahresendrallye. Wir sehen die Sache inzwischen aber wieder deutlich skeptischer.

Darum sind die Korrekturen am Aktienmarkt noch nicht beendet

Ursprünglich hatten wir uns ab Mitte Oktober noch einmal eine deutliche Ausweitung der Korrekturen in den US-Indizes gewünscht, die den Markt endgültig bereinigt und den Weg für eine Jahresendrally bereitet hätte. Doch diese erneuten Abwärtswellen blieben aus. Stattdessen zogen die Märkte schon ab Ende September / Anfang Oktober nach oben.

Für unser „Geldanlage Premium Depot“ war dies sehr zuträglich (mit 376,66 Euro Gewinn erlebten die Abonnenten die vierte Gewinnwoche in Folge), weshalb wir uns gar nicht großartig beklagen wollen, doch das Problem, das wir in dieser Kursentwicklung sehen, ist das Verhältnis im Ausmaß der Korrekturen zu den vorangegangenen Aufwärtstrends – es fällt insbesondere in den US-Indizes zu gering aus, wie die Charts von S&P 500, Dow Jones und Nasdaq 100 zeigen.

US-Indizes - Chartanalyse

Die im März 2009 begonnenen Aufwärtstrends sind inzwischen mehr als 6,5 Jahre alt und trotz der jüngsten Korrekturen noch intakt. Es wäre historisch betrachtet schon sehr ungewöhnlich, wenn sich diese Entwicklung fortsetzen würde. Nach jahrelangen Aufwärtsbewegungen hat es stets größere Korrekturen gegeben. Entsprechend sehen wir mit Blick auf den S&P 500 und den Dow Jones die Möglichkeit eines sogenannten rounding-top (siehe rote Bögen in den Charts).

Rounding-top und breite Seitwärtsbewegung möglich

Rounding-tops stehen gewöhnlich für eine Trendwendeformation. Damit würde sich die Hausse in eine Baisse umkehren. Soweit muss es aus unserer Sicht gar nicht kommen. Wir könnten uns auch größere Seitwärtsbewegungen auf aktuellem Niveau vorstellen – also im S&P 500 zum Beispiel zwischen 1.850 und 2.150 Punkten, im Dow Jones zwischen 15.400 und 18.400 und im Nasdaq 100 zwischen 3.800 und 4.700 Zählern. Für den DAX könnte dies einen längeren Aufenthalt zwischen 9.300 und 12.400 Punkten bedeuten.

Aufwärtsbewegungen könnten jetzt schon vor ihrem Ende stehen

Fakt ist jedenfalls, dass die Korrekturen aus unserer Sicht noch nicht beendet sind. Und unsere Vorstellung einer breiten Seitwärtsbewegung muss auch nicht bedeuten, dass die genannten Hochs noch angesteuert werden. Die rounding-tops in den US-Indizes deuten bereits darauf hin, dass es auch früher wieder abwärts gehen kann. Und der DAX hat gerade erst 50% der Abwärtsbewegung wieder aufgeholt.

DAX - Fibonacci-Marken

Erst oberhalb von 61,80%, also bei über 11.210,65 Punkten, wäre die Korrektur nach den Fibonacci-Marken beendet. Der DAX steht also aktuell an einem Niveau, an dem er auch gut wieder nach unten abdrehen könnte.

Erzielen Sie Gewinne auch in fallenden Märkten

Im August brachen die Aktienmärkte dramatisch ein. Einen Teil dieser Verluste haben sie wieder aufgeholt. Nun sehen wir die Gefahr einer erneuten Korrektur. Trauen Sie es sich zu, auch bei fallenden Kursen Gewinne zu erzielen?

Während die Aktienkurse im August dramatisch purzelten, konnten wir für unsere Abonnenten des „Geldanlage Premium Depotmit 5 Volatilitätstrades hohe Gewinne erzielen (wir berichteten, siehe „20 % Gewinn in volatilen Märkten“).

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Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Kostenlose Herbst-Seminare der Börse Düsseldorf
von Geldanlage-Brief-Team

Die Börse Düsseldorf bietet in diesem Herbst wieder eine Reihe interessanter Seminare an. Diese Seminare erfreuen sich stets einer regen Nachfrage. Ob Einsteiger, Interessierter oder Profi – die Börse Düsseldorf bietet wieder hilfreiche und praxisnahe Tipps zu wichtigen Themen rund um die Geldanlage und den Wertpapierhandel an. Erfahrene Referenten vermitteln Expertenwissen, welches gleich gewinnbringend eingesetzt werden kann. Einige wenige Plätze sind noch frei, sichern Sie sich jetzt Ihren Vorteil durch Information. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung schließt spätestens am Tag der jeweiligen Veranstaltung um 15:30 Uhr.

Kostenfreie Seminare

- 28.10.2015: Gut informiert: Geschäftsberichte und Bilanzen lesen
- 10.11.2015: Einblick Behavioral Finance - Verhaltensbedingte Anlagefehler vermeiden
- 24.11.2015: Aktien: Grundlageninfos zur Anlageform, den verschiedenen Arten und dem Handel
- 24.11.2015: Anleihen: Grundlageninfos zur Anlageform, den verschiedenen Arten und dem Handel
- 03.12.2015: Volkswirtschaftliche Einflüsse auf die Finanzmärkte

Die Teilnahme an diesen jeweils um 18:00 Uhr startenden Seminaren ist kostenfrei. Es wird lediglich um vorherige Anmeldung gebeten. Hierzu reicht eine formlose E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe von:

  • Name
  • Vorname
  • Straße/Hausnr.
  • PLZ/Ort
  • E-Mail-Adresse

Zweiteiliger Workshop zur „Fundamentalen Aktienanalyse

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefIm November findet zudem ein zweiteiliger Workshop mit dem Thema „Fundamentalanalyse Aktien: Relevante Informationen ermitteln, verstehen und bewerten“. Am 04. und 18. November wird unser Chefanalyst Sven Weisenhaus langfristig orientierten Investoren relevante Kennzahlen aufzeigen, mit denen man Aktien findet, die über eine günstige fundamentale Bewertung verfügen und damit hohes Kurspotential bieten. Es werden die Fragen beantwortet:

- Lohnt jetzt ein Einstieg in Aktien?
- Wie stellt man fest, ob ein Unternehmen bzw. eine Aktie attraktiv bewertet ist?
- Wie stellt man fest, ob sich ein Investment in eine bestimmte Aktie noch lohnt?
- Welche Methoden kann man zur Analyse einer Aktie anwenden?
- Welche Kennzahlen werden bei der Analyse einer Aktie verwendet und wie werden diese ermittelt?

Erfahren Sie in diesem zweiteiligen Seminar, auf welche Informationen es ankommt, wo man diese findet und wie man sie als Grundlage einer persönlichen Einschätzung in Beziehung setzt. Neben der Vermittlung theoretischen Fachwissens wird der Fokus auf eine praxisnahe Anwendung des Wissens mit Beispielen aus dem aktuellen Börsenkontext gelegt.

Zu diesem Workshop können Sie sich hier anmelden.

 



›› Termine der kommenden Woche

(KW 45: Handelswoche vom 02.11.2015 bis 06.11.2015)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 02.11.2015

  • 02:45 - CH Caixin Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Oktober (endgültig)
  • 09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Oktober
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Eurozone Oktober
  • 15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
  • 15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Oktober (endgültig)
  • 16:00 - US Bauausgaben September

Dienstag, 03.11.2015

  • 16:00 - US Industrieaufträge September

Mittwoch, 04.11.2015

  • 02:45 - CH Caixin Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Oktober
  • 09:55 - DE Dienstleistungsindex Oktober
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Oktober
  • 11:00 - EU Erzeugerpreise September
  • 14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht Oktober
  • 14:30 - US Handelsbilanz September
  • 15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Oktober (endgültig)
  • 16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Oktober

Donnerstag, 05.11.2015

  • 00:50 - JP Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
  • 08:00 - DE Auftragseingang Industrie September
  • 11:00 - EU Einzelhandel September
  • 13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
  • 14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 14:30 - US Lohnstückkosten 3. Quartal
  • 14:30 - US Arbeitsproduktivität 3. Quartal

Freitag, 06.11.2015

  • 08:00 - DE Erzeugung im Produzierenden Gewerbe September
  • 14:30 - US Arbeitslosenquote Oktober
  • 14:30 - US Beschäftigte ex Agrar Oktober
  • 14:30 - US Wochenstunden Oktober
  • 14:30 - US Stundenlöhne Oktober
  • 21:00 - US Verbraucherkredite Oktober

 


 

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