Euro-Stärke wird zur DAX-Schwäche

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Fed nimmt den Fuß vom Gaspedal
  2. „Geldanlage Premium Depot“ legt erneut deutlich zu
  3. Euro-Stärke wird zur DAX-Schwäche
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Fed nimmt den Fuß vom Gaspedal
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beließ den Leitzins am vergangenen Mittwoch wie erwartet bei 0,25 bis 0,5 Prozent. Da der Markt, wie kurz vor der Zinsentscheidung hier im Geldanlage-Brief geschrieben, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung mit nur 4 Prozent eingepreist hatte, war für die Anleger der Ausblick der US-Notenbank wesentlich spannender als die eigentliche Zinsentscheidung. Und hier gab es einige interessante Änderungen:

Maximal zwei Zinsanhebungen in 2016

Nach wie vor rechnet die Notenbank damit, dass die wirtschaftliche Entwicklung eine nur schrittweise Anhebung der Zinsen rechtfertigen wird. Wie allerdings aus den aktualisierten Prognosen der US-Währungshüter hervorgeht, werden die Zinsen in diesem Jahr voraussichtlich nur noch maximal zwei Mal angehoben und damit weniger oft als noch beim Startpunkt der Zinswende im Dezember vorgesehen.

Für Ende 2016 sagen die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) im Mittel nun ein Zinsniveau von 0,875 Prozent voraus. Im Dezember hatten sie für Ende 2016 noch ein Leitzinsniveau von 1,375 Prozent angepeilt. Und für 2017 rechnen die Notenbanker nun mit einem durchschnittlichen Leitzins von 2,16 Prozent. Im Dezember lagen die Erwartungen hier noch bei 2,41 Prozent. Bis Ende 2018 soll der Wert bei 3,0 Prozent stehen.

Prognosen für den Leitzins der USA
(Quelle: Sal. Oppenheim)

Fed nimmt bei der Zinswende den Fuß vom Gaspedal

Als Grund für die abwartende Haltung nannte die Fed Risiken in der weltweiten wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung. Die Konjunkturabkühlung in China und der Ölpreisverfall zu Jahresbeginn haben die Notenbank vorsichtiger werden lassen. Daher wurden sowohl die Inflations- als auch die Wachstumserwartungen leicht nach unten angepasst: Die Wachstumsprognose für das Jahr 2016 wurde auf 2,1 bis 2,3 Prozent (Dezember: 2,3 bis 2,5 Prozent) reduziert. Der Inflationsausblick für 2016 wurde auf 1,0 bis 1,6 Prozent (zuvor: 1,2 bis 1,7 Prozent) gekappt. Auch die Daten für das Folgejahr 2017 wurden leicht abwärts revidiert.

Zinsentscheid sorgt für gute Laune bei (US-)Investoren

Die Aussicht auf einen langsameren Anstieg der Zinsen sorgte bei Investoren für gute Laune. An der Wall Street stiegen die Kurse noch weiter an. Im DAX blieb es dagegen bei der Seitwärtstendenz der vorangegangenen Tage, auch wenn es an den Terminbörsen im Späthandel nach dem Fed-Zinsentscheid zu wilden Auf- und Abwärtsbewegungen kam. Die möglichen Gründe dafür erfahren Sie nachfolgend...

 



›› „Geldanlage Premium Depot“ legt erneut deutlich zu
von Geldanlage-Brief-Team

Unser „Geldanlage Premium Depot" konnte von den Kursentwicklungen profitieren und auf Wochensicht erneut einige hundert Euro zulegen. Nach einem moderaten Wochenminus in Höhe von gerade einmal 148,28 Euro, das wir von einem Vorwochengesamtgewinn in Höhe von stolzen 1.206,66 Euro hergeben mussten, können wir in der abgelaufenen Handelswoche wieder auf Zuwächse in Höhe von 446,02 Euro blicken (bezogen auf knapp 25.000 Euro investiertes Kapital). Hinzu kommt ein realisierter Gewinn durch eines Verkauf des DAX-Long in Höhe von 121,50 Euro (+12%, bezogen auf 1.000 Euro investiertes Kapital).

Alle abgeschlossenen Trades der vergangenen 10 Monate
(Tabelle: Alle abgeschlossenen Trades der vergangenen 10 Monate)

Und wir stehen bereits wieder kurz vor der Realisierung der nächsten Gewinne. Es fehlen nur noch einige wenige Prozentpünktchen. Mit anderen Worten: Es läuft seit Wochen großartig. So darf es gerne weitergehen…

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›› Euro-Stärke wird zur DAX-Schwäche
von Sven Weisenhaus

Während die Kurse an der Wall Street im Anschluss an den US-Zinsentscheid weiter zulegen konnten, bröckelte der DAX am Donnerstag ab Handelsbeginn kontinuierlich bis auf unter 9.800 Punkte ab, wobei die Geschwindigkeit der Kursverluste immer weiter zunahm. Der DAX rutschte damit zunächst wieder in die Seitwärtsrange zurück, die sich vor der EZB-Sitzung etabliert hatte (hellblaues Rechteck, siehe auch „Geldanlage-Brief“ vom 13. März).

DAX - Chartanalyse

Zwar konnte sich der DAX anschließend von den Kursverlusten deutlich erholen, die Aufwärtsbewegung blieb aber unterhalb der bisherigen Verlaufshochs, während die US-Indizes auf neue Höhen steigen konnten.

Euro-Stärke wird zur relativen DAX-Schwäche

Ein Grund für die relative DAX-Schwäche könnte sein, dass der Euro zum US-Dollar in Folge der verschobenen Zinserhöhung weiter Stärke zeigte (siehe Pfeil im Chart). Ein starker Euro ist für die exportlastige Wirtschaft in Deutschland tendenziell Gift.

EUR/USD - Chartanalyse

Auf Neuorientierung der Anleger warten

Eine andere Erklärung für das wilde Auf und Ab innerhalb der Seitwärtskonsolidierung des DAX könnte auch sein, dass die Neuorientierung der Anleger nach der historischen Zinsentscheidung der EZB noch nicht abgeschlossen ist. Zumal wir es am Freitag noch mit einem großen Verfallstag, dem sogenannten dreifachen Hexensabbat, zu tun hatten.

Es bleibt uns daher nichts anderes übrig, als auf die kommende Woche zu warten, wenn die Notenbanksitzung verdaut ist und der Verfallstag hinter uns liegt und sich die Anleger wieder neuen Themen widmen. Bis dahin gilt:

Der DAX könnte im Umfeld der 10.000er Marke auspendeln

Solange der DAX zwischen grob 9.500 und 10.000 Punkten nur wild hin und her springt und sich kein klarer Trend abzeichnet, sollte man sich als Investor aus dem Markt heraushalten. In solchen Phasen können nur kurzfristig agierende Trader Gewinne erzielen.
Und die aktuelle Phase könnte auch in der kommenden Woche noch anhalten. Denn es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Kurse nach zuvor extremen Kursbewegungen (wie nach der EZB-Sitzung) eine Weile seitwärts auspendeln.

Auf diese Marken sollten Sie im DAX achten

Sollte der DAX jedoch bald weiter steigen und dann möglichst dynamisch auf über 10.000 Punkte klettern, dürfte sich die bei 8.700 Punkten gestartete Aufwärtsbewegung noch etwas fortsetzen. Zumal das bärische Elliott-Wellen-Szenario ja durch den bereits erfolgten Anstieg auf über 10.000 Punkte hinfällig ist (siehe Geldanlage-Brief vom 16. März).

Rutscht der Index aber in einer Abwärtstrendbewegung unter 9.500 Zähler, wird es trotzdem bärischer. Letzteres ist auch mit Blick auf die kurzfristig überkauften US-Indizes und die dortigen „Rounding-Tops“ (siehe Geldanlage-Brief vom 14. Februar) nicht unwahrscheinlich.

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5,76, Briefkurs: 17,25 Euro

Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 20,13 Euro.


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 12: Handelswoche vom 21.03.2016 bis 25.03.2016)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Termine der kommenden Woche
(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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