Frühindikatoren versprühen Optimismus

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Märkte legten Osterpause ein
  2. „Geldanlage Premium Depot“ realisiert +12% und +26,60% Gewinn
  3. Moderates Wirtschaftswachstum wird sich fortsetzen

 

›› Märkte legten Osterpause ein
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdurch die Osterpause des Geldanlage-Briefs haben Sie nichts verpasst. Denn auch die Marktteilnehmer gönnten sich offenbar in der verkürzten Handelswoche eine Auszeit. Daran hat auch der Terroranschlag in Brüssel am Montag der vergangenen Woche nichts ändern können. Während Menschen, Medien und Emotionen in der vergangenen Woche in Aufruhr waren, zeigten sich die Börsen davon nur kurz beeinflusst. Die anfänglichen Kursverluste vom Montag wurden schnell wieder aufgekauft. Anders als die Medien konzentrierten sich die Märkte schnell wieder auf das wirtschaftliche Geschehen. Und hier verbreiteten positive Konjunkturdaten leichten Optimismus (siehe unten).

Gewohnheitseffekt der Börsen

Dieses Verhalten sahen wir bereits mehrfach, zuletzt nach den Anschlägen von Paris im vergangenen Jahr. Damit zeigt sich, dass sich die Börsen an solche Ereignisse, so dramatisch und tragisch diese auch sind, inzwischen gewöhnt haben.

DAX pendelte lediglich um den Schlusskurs der Vorwoche

Im DAX pendelten die Kurse in der vergangenen Handelswoche (helles Rechteck im folgenden Chart) schon die zweite Woche in Folge lediglich um den Schlusskurs der Vorwoche (blaue Linie). Dabei lag der tiefste Kurs im DAX nur 9,53 Punkte über dem Tief der Vorwoche (dunkles Rechteck), beim Hoch konnte der DAX magere 66,88 Zähler draufsatteln.

DAX - Chartanalyse

Hoher Optimismus verhinderte Kursgewinne

Damit folgte der DAX wieder einmal der Sentiment-Theorie: Weil die Stimmung laut dem Stockstreet-Trader-Sentiment (www.trader-sentiment.de) vor einer Woche zum vierten Mal in Folge von überwiegendem Optimismus geprägt und das Bullenlager mit einem Zuwachs von 59,14 auf 60,78 Prozent gestiegen war, musste man für die vergangene Handelswoche damit rechnen, dass der DAX weiterhin keine nennenswerten Gewinne verbuchen kann.
(Wie die Stimmung für die laufende Woche ist, können Sie auf www.trader-sentiment.de einsehen. Wenn Sie die Umfrageergebnisse kostenlos per E-Mail erhalten möchten, können Sie sich dort kostenlos registrieren.)

DAX bewegt sich seit vier Wochen seitwärts

Abgesehen von der Prognosefähigkeit der Sentiment-Theorie waren die Kursbewegungen wenig spektakulär. Im Prinzip pendelt der DAX sogar schon seit vier Wochen um den Bereich von ca. 9.850 Punkten (blauer Pfeil im folgenden Chart), auch wenn sich das Kursgeschehen in den vergangenen zwei Wochen im Rahmen einer leicht aufwärts gerichteten Konsolidierung (grüner Kanal) tendenziell etwas weiter nach oben verlagert hatte.

DAX - tendiert 4 Wochen seitwärts

Auf Neuorientierung der Anleger warten

Unabhängig von der Stimmung schrieben wir vor am 20. März:
Solange der DAX zwischen grob 9.500 und 10.000 Punkten nur wild hin und her springt und sich kein klarer Trend abzeichnet, sollte man sich als Investor aus dem Markt heraushalten. In solchen Phasen können nur kurzfristig agierende Trader Gewinne erzielen.
Und die aktuelle Phase könnte auch in der kommenden Woche noch anhalten. Denn es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Kurse nach zuvor extremen Kursbewegungen (wie nach der EZB-Sitzung) eine Weile seitwärts auspendeln.

Weil es genau wie erwartet kam, scheint die „Neuorientierung der Anleger“, über die wir in der Analyse berichteten, nach wie vor nicht abgeschlossen zu sein. Es wird uns daher weiterhin nichts anderes übrig bleiben, als darauf zu warten, dass sich die Anleger einem neuen Thema widmen, welches für eine neue Trendbewegung sorgt.

Auf diese Marken sollten Sie im DAX achten

Entsprechend gilt unverändert:
Sollte der DAX jedoch bald weiter steigen und dann möglichst dynamisch auf über 10.000 Punkte klettern, dürfte sich die bei 8.700 Punkten gestartete Aufwärtsbewegung noch etwas fortsetzen. Zumal das bärische Elliott-Wellen-Szenario ja durch den bereits erfolgten Anstieg auf über 10.000 Punkte hinfällig ist (siehe Geldanlage-Brief vom 16. März).

Und weiter:
Rutscht der Index aber in einer Abwärtstrendbewegung unter 9.500 Zähler, wird es trotzdem bärischer. Letzteres ist auch mit Blick auf die kurzfristig überkauften US-Indizes und die dortigen „Rounding-Tops“ (siehe Geldanlage-Brief vom 14. Februar) nicht unwahrscheinlich.
Inzwischen sind die genannten Marken von 10.000 auf ca. 10.150 und von 9.500 auf 9.750 Punkte anzupassen (grüner Trendkanal im Chart oben).

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5,49, Briefkurs: 18,26 Euro

Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5,31, Briefkurs: 18,91 Euro.


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› „Geldanlage Premium Depot“ realisiert +12% und +26,60% Gewinn
von Geldanlage-Brief-Team

Vor diesem Hintergrund war es definitiv keine schlechte Idee, dass wir jüngst mit den Verkäufen eines DAX-Long (+12%) und den Aktien von Dürr (+26,60%) Gewinne mitgenommen haben. Damit konnte sich unser „Geldanlage Premium Depot“ stabil halten, während die Märkte insgesamt leicht korrigierten.

Die Aktien von Dürr haben uns schon zum dritten Mal ansehnliche Gewinne beschert. Und mit +26,60% haben wir noch einmal deutlich mehr erzielt, als in den beiden Trades zuvor (+15% und +10%). Wir können also mehr als zufrieden sein.

Dürr - mehrfach hohe Gewinne erzielt

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen alle abgeschlossenen Trades der vergangenen 11 Monate:

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›› Moderates Wirtschaftswachstum wird sich fortsetzen
von Sven Weisenhaus

Was die eingangs erwähnten Konjunkturdaten angeht, die in der vergangenen Woche leichten Optimismus versprühten, so wurden am Dienstag, den 22.03.2016, unter anderem die Schnellschätzungen zu den Einkaufsmanagerwerten (PMI) der Eurozone veröffentlicht. Der Composite PMI konnte mit 53,7 Punkten für März den Februarrückgang (53,0 Punkte nach 53,6 Punkten im Januar) mehr als vollständig ausgleichen. Dabei wurde im Dienstleistungssektor das Niveau vom Jahresanfang mit 54,0 Punkten leicht überboten (Februar: 53,3 Punkte), im verarbeitenden Gewerbe leicht unterschritten.

Wirtschaft der Eurozone dürfte weiterhin mit ca. 0,3 Prozent wachsen

Werte über 50 signalisieren bei diesen Frühindikatoren zukünftiges Wirtschaftswachstum. Nachdem das BIP-Wachstum in der Eurozone im 2. Halbjahr 2015 jeweils bei 0,3 Prozent im Quartalsvergleich lag, deuten die bisher vorliegenden Sentimentdaten für das 1. Quartal 2016 auf ein Wachstum in der der Größenordnung von 0,3 bis 0,4 Prozent hin.

Zumal zuvor schon die Produktion der Industrie in der Eurozone im Januar mit +2,1 Prozent das stärkste Plus seit September 2009 verzeichnete. Im November (-0,2 Prozent) und Dezember (-0,5 Prozent) hatte es noch Rückgänge gegeben.

Industrieproduktion in der Eurozone

Die Produktion im Baugewerbe stieg laut ersten Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, im Januar 2016 gegenüber Dezember 2015 sogar um 3,6 Prozent.

Deutsche Wirtschaft könnte einen Schwächeanfall schnell überwinden

Für Deutschland verharrte der Composite-PMI im März mit 54,1 Punkten auf dem Niveau vom Februar. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 105,7 Punkten im Februar auf 106,7 Punkte im März, teilte das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit. In den vorangegangenen drei Monaten war dieser Index gefallen. Dabei hatte sich insbesondere die Prognose der kommenden Monate zuletzt deutlich verhaltener präsentiert.

ifo-Geschäftsklimaindex

Nun schätzten die Führungskräfte sowohl ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate als auch ihre Lage besser als ein. Der Indexwert für die aktuelle Lage stieg von 112,9 auf 113,8 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit September 2015, der für die Aussichten in den kommenden Monaten legte von 98,9 auf 100,0 Zähler zu.

Ebenfalls einen Anstieg verzeichnet der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen. Er steigt für Deutschland im März nach zuvor 1,0 auf nun 4,3 Indexpunkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Berufung auf seine Umfrage unter 216 Analysten und Anlegern mitteilte. Zuvor hatte es auch hier Rückgänge gegeben – zwei in Folge.

ZEW-Index

Damit signalisieren die Stimmungsindikatoren für die deutsche Wirtschaft, dass diese einen möglichen Schwächeanfall schnell überwinden dürfte, sollte sich ein solcher in den harten Fakten bald zeigen.

US-Wirtschaft entwickelt sich ebenfalls aufwärts

Und zu guter Letzt wurde am Dienstag der vergangenen Woche noch der Markit-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie veröffentlicht. In der ersten Umfrage ergab sich für den März ein Anstieg des Indexstandes von 51,0 auf 51,4 Punkte. Auch hier dürfte es also, wenn überhaupt, nur zu einer kurzzeitigen Schwäche der Wirtschaft kommen. Bestätigt wurde dies bereits zuvor mit zwei viel beachteten regionalen Stimmungsindikatoren (Philly Fed Index, Empire State Index), die nach einer vorübergehenden Schwächephase ebenfalls wieder merklich nach oben drehten. Und am Donnerstag wurde bekanntgegeben, dass dem Markit-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im März die Rückkehr über die Wachstumsschwelle gelungen ist. Nach vorläufigen Zahlen legte der Wert von 49,8 auf 51,0 Punkte zu.

Fazit

Erinnern Sie sich noch an unsere Analyse vom 28.02.2016, als wir schrieben, dass die Börsen die wirtschaftliche Entwicklung vorwegnehmen (siehe „Ende der Korrektur trotz wirtschaftlichen Abschwungs?“)?! Die sich inzwischen abzeichnende nur vorübergehende Schwäche der Stimmungsindikatoren deutet darauf hin, dass es in der Wirtschaft in Deutschland, der Eurozone und den USA jüngst zu einer kleinen Wachstumsdelle gekommen sein kann. Diese Delle könnten die Aktienmärkte mit der inzwischen vielleicht schon abgeschlossenen Korrektur vorweg genommen haben. Wir bleiben daher grundsätzlich bei unserer inzwischen wieder optimistischen Haltung für die Aktienmärkte, fühlen uns aber mit den jüngsten Gewinnmitnahmen im „Geldanlage Premium Depot“ wohl, weil die zuletzt bullishen Signale einer Konsolidierung gewichen sind. Es muss nun erst wieder neue Signale der Stärke geben (siehe DAX-Analyse oben), damit wir wieder neue Investments eingehen.

 


 

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