Bärischer Ausbruch im DAX

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Bärischer Ausbruch im DAX
  2. Tradingchancen im DAX, S&P500, Dow Jones und EUR/USD
  3. Optimismus verhinderte erneut Kursgewinne
  4. „Geldanlage Premium Depot“ - Die Korrektur kann kommen
  5. Termine der kommenden Woche

 

›› Bärischer Ausbruch im DAX
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefauch in der Woche nach Ostern setzte sich die Pause bzw. Konsolidierung an den Märkten fort. Der DAX konnte lediglich am Mittwoch glänzen, indem er wieder das obere Ende seiner (im folgenden Chart dunkelblauen) Seitwärtsrange ansteuerte (schwarzer Pfeil).

Grund für die neuerlichen Kursgewinne war eine Rede von Janet Yellen, welche die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve am Dienstagabend (MEZ) in New York hielt. An den Börsen wurden die Aussagen dahingehend interpretiert, dass sich Yellen eher zögerlich im Hinblick auf eine weitere Zinsanhebung zeigte. Und niedrige Zinsen sowie höhere Liquidität sind nach wie vor Kurstreiber.

DAX - Chartanalyse

Zinsanhebung im April und Juni weniger wahrscheinlich

Eine US-Leitzinserhöhung im April wird am Terminmarkt nun nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 7 Prozent erwartet. Am Dienstag hatte dieser Wert vor der Rede noch 12 Prozentpunkte betragen. Die Wahrscheinlichkeit eines Juni-Zinsschrittes wird nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 31 nach zuvor 38 Prozent eingepreist.
Eine Bloomberg-Umfrage kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Demnach sehen Devisen-Händler die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung im April bei null. Für den Juni rechnen nur noch 28 Prozent der Befragten mit einer Zinsanhebung.

US-Notenbank will stärkeren US-Dollar vermeiden

Eine weitere Folge von Yellens Rede und deren Interpretation durch die Finanzmärkte: Der US-Dollar tendierte schwächer, so dass der EUR/USD-Wechselkurs deutlich zulegte (grüner Pfeil im folgenden Chart). Unterstützt wurde diese Tendenz von Äußerungen Yellens, die konkret den Dollar betrafen: Aus ihrer Sicht dürfe er nicht stärker aufwerten, weil ansonsten die Inflation gebremst und die Exporte sowie die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe der USA belastet würden.

EUR/USD - Chartanalyse

Mit Blick auf den Chart ist es der US-Notenbank längst gelungen, eine weitere Aufwertung der eigenen Währung zu verhindern. Seit dem Erreichen des Tiefs bei 1,046 US-Dollar am 13.03.2015 befindet sich der Kurs in einer Seitwärtsphase zwischen 1,05 und 1,15 US-Dollar (blaues Rechteck im Chart). Und dies, obwohl viele Marktexperten angesichts steigender Zinsen in den USA und einer immer expansiver werdenden Geldpolitik im Euroraum längst die Parität ausgerufen hatten, also einen EUR/USD-Wechselkurs von 1,00.

Euro-Stärke wird zur relativen DAX-Schwäche

Dass der Euro jüngst wieder das obere Ende der Range bei 1,15 US-Dollar anpeilt, könnte auch der Grund dafür sein, warum der DAX nach dem Hoch am Mittwoch wieder deutlich zurückkam und zum Ende der Woche sogar kurzzeitig aus der Seitwärtsrange (dunkles Rechteck im DAX-Chart oben) herausfiel. Und der starke Euro ist auch der Grund dafür, dass der DAX damit zu den US-Indizes eine klare relative Schwäche aufweist. Während die US-Indizes längst auf neue Trendhochs ausgebrochen sind, befindet sich der DAX noch in einer Seitwärtstendenz.

Vergleich der Aktienindizes

In diesem Chart zeigt sich, dass die US-Indizes Dow Jones (rot) und S&P500 (grün) kontinuierlich zulegen konnten, während der DAX (blau) insbesondere seit dem 14. März nicht mehr vom Fleck kommt.

Wenige Tage zuvor, am 10. März, beschloss die EZB ihre jüngsten geldpolitischen Maßnahmen. Anschließend legte der Euro zu und dieser Anstieg belastete den DAX. Denn die deutsche Wirtschaft ist exportlastig. Ein starker Euro bremst daher das heimische Wachstum. Dies wird in den Aktienkursen bzw. im DAX eingepreist.

Flaggenformationen in den Aktienindizes

Besonders eindrucksvoll zeigt sich die relative DAX-Schwäche in den (folgenden) längerfristigen Charts. Während in den US-Indizes die potentiellen Top-Formationen in Form von „Rounding-Tops“ durch den jüngsten Anstieg unwahrscheinlich geworden sind und die Kurse hier am oberen Ende einer alternativen Flaggenformation stehen, ist der DAX noch weit entfernt von dem oberen Ende seiner möglichen Flagge.

Flaggenformationen in den Aktienindizes

Und daher ist wohl auch die Euro-Stärke der Grund, warum der DAX mit seinem Hoch am Mittwoch knapp unter dem vorangegangenen Hoch blieb (oberer roter Pfeil im folgenden Chart) und wir es damit bereits mit einem tieferen Hoch zu tun hatten.

DAX - Ausbruch aus der kurzfristigen Flagge

Am Freitag folgte dann ein tieferes Tief (unterer roter Pfeil), als sich der DAX mit einer großen Abwärtslücke bereits an das untere Ende der vierwöchigen Seitwärtsrange (siehe dunkelblaues Rechteck im DAX-Chart oben) bewegte. Die Seitwärtsrange stand damit schon enorm unter Druck, während die leicht aufwärtsgerichtete Flagge (grün) mit der Abwärtslücke bereits nach unten aufgelöst wurde. Die Gefahr eines bärischen Ausbruchs im DAX war daher akut. Und im weiteren Verlauf wurde dann auch zumindest kurzzeitig die vierwöchige Seitwärtsrange nach unten verlassen.

Bärischer Ausbruch im DAX droht

Sollten auch die US-Indizes bald Schwäche zeigen und der Euro zeitgleich stark bleiben, dann ist es so gut wie sicher, dass der DAX seine Seitwärtsrange nachhaltig nach unten auflösen wird. Und angesichts der charttechnischen Situation der US-Indizes erscheint uns dieses bärische Szenario aktuell als das wahrscheinliche.

Fazit

Es könnte also neben den US-Indizes auch vom Euro abhängen, in welche Richtung der DAX aus seiner Seitwärtsphase ausbricht. Sollte der Wechselkurs erneut im Bereich der 1,15er Marke scheitern und wieder Richtung 1,05 US-Dollar laufen, dürfte das den DAX leicht stützen. Eine anhaltende Euro-Stärke hingegen dürfte den Index weiter belasten.
Dazu gilt nach wie vor die Aussage: Sollte der DAX wieder steigen und dann möglichst dynamisch auf über 10.100 Punkte ausbrechen, wird es bullischer. Rutscht der Index hingegen in der laufenden Abwärtstrendbewegung unter 9.700 Zähler, wird es bärischer.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Tradingchancen im DAX, S&P500, Dow Jones und EUR/USD
von Geldanlage-Brief-Team

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5,76, Briefkurs: 17,25 Euro
Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 20,13 Euro

Tradingchancen im S&P500

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im S&P500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,5 Briefkurs: 7,23 Euro
Für fallende Kurse im S&P500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 5,74, Briefkurs: 3,19 Euro

Tradingchancen im Dow Jones

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im Dow Jones könnte folgendes Produkt interessant sein:
Dow Jones WAVE XXL Call, WKN: DE1137, aktueller Hebel: 2,6 Briefkurs: 6,03 Euro
Für fallende Kurse im Dow Jones könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Dow Jones WAVE XXL Put, WKN: XM19CX, aktueller Hebel: 2,86, Briefkurs: 5,47 Euro

Tradingchancen im EUR/USD

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im EUR/USD könnte folgendes Produkt interessant sein:
EUR/USD WAVE Unlimited Call, WKN: XM9J9Q, aktueller Hebel: 5 Briefkurs: 19,88 Euro
Für fallende Kurse im EUR/USD könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
EUR/USD WAVE Unlimited Put, WKN: DX1P6X, aktueller Hebel: 5 Briefkurs: 20,07 Euro

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›› Optimismus verhinderte erneut Kursgewinne
von Geldanlage-Brief-Team

Der DAX folgte in der vergangenen Woche ein weiteres Mal der Sentiment-Theorie. Denn die Stimmung war auch zu Beginn dieser Woche laut dem Stockstreet-Trader-Sentiment (www.trader-sentiment.de) wieder von überwiegendem Optimismus geprägt. Auch wenn das Bullenlager von 60,78 auf 53,26 Prozent abgenommen hatte, erwarteten die Anleger zum fünften Mal in Folge mehrheitlich steigende Kurse im DAX.

Sentiment

Doch genau deshalb musste man gemäß der Theorie des Sentiments als Kontraindikator für die vergangene Handelswoche damit rechnen, dass der DAX weiterhin keine nennenswerten Gewinne verbuchen kann. Und genau dies war mit Blick auf die anhaltende Seitwärtsbewegung bzw. dem Bruch der Aufwärtsflagge am Freitag wieder der Fall.

DAX - Optimismus verhinderte Kursgewinne

Wenn Sie wissen möchten, wie die Stimmung der Anleger für die kommende Woche ist, dann können sie das Ergebnis der aktuellen Umfrage auf www.trader-sentiment.de einsehen, wenn Sie sich dort kostenlos registrieren.

 



›› „Geldanlage Premium Depot“ - Die Korrektur kann kommen
von Geldanlage-Brief-Team

Wir bleiben grundsätzlich bei unserer inzwischen wieder optimistischen Haltung für die Aktienmärkte, fühlen uns aber mit den jüngsten Gewinnmitnahmen im „Geldanlage Premium Depot", über die wir bereits vor einer Woche berichteten, weiterhin sehr wohl.

Denn die Gefahr stärkerer Rücksetzer am Aktienmarkt ist durch die Kursentwicklungen in dieser Woche gewachsen. Angesichts der bereits erfolgten Verkäufe und einer neuen Stop-Order, die wir kürzlich platziert haben, würde uns eine neuerliche Korrektur nicht schaden. Sie käme uns sogar recht gelegen, könnten wir doch dann mit Short-Positionen auf die US-Indizes punkten und gegebenenfalls neue Schnäppchenkäufe tätigen oder verkaufte Positionen zu günstigeren Kursen zurückkaufen.

Mit anderen Worten: Die US-Märkte waren und sind überkauft. Zuletzt zeichnete sich ein abnehmender Aufwärtsdrang ab. Daher besteht die Gefahr einer neuerlichen Korrektur. Unser „Geldanlage Premium Depot“ ist durch unsere jüngsten Aktivitäten für diese Situation hervorragend gerüstet.

Während sich der DAX in dieser Woche erneut nur seitwärts bzw. am Ende sogar deutlich abwärts bewegte und auf Wochensicht Verluste hinnehmen musste. Unser Depot legte dagegen bis Freitag sogar leicht zu zu. Damit hat sich das Depot nicht nur in der aktuellen Woche besser entwickelt als der DAX. Es läuft schon seit mehreren Wochen besser als der Vergleichsindex.

Möchten Sie auch von unserer Investmentstrategie profitieren? Dann testen Sie unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 13: Handelswoche vom 04.04.2016 bis 08.04.2016)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Termine der kommenden Woche

(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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