2016 – Das Jahr der Rohstoffe?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. EZB-Sitzung brachte keine neuen Impulse
  2. 2016 – Das Jahr der Rohstoffe?
  3. Tradingchancen bei Öl, Gold und Silber
  4. S&P500-Chartanalyse: Hält die Flaggenformation?
  5. DAX bei der Aufholjagd
  6. Termine der kommenden Woche

 

›› EZB-Sitzung brachte keine neuen Impulse
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserinnen und Leser,

die EZB-Sitzung vom vergangenen Donnerstag hat wie erwartet keine wesentlichen Neuerungen gebracht. Mario Draghi wiederholte in einer Erklärung zunächst nur die üblichen Phrasen und ging dann unter anderem auf die Zahlen ein, über die wir unsere Abonnenten des "Geldanlage Premium Depot" am Mittwoch in einer Sondermeldung als Vorbereitung auf die EZB-Sitzung informiert hatten. Dabei bestätigte Draghi unsere Informationen, wonach sich die allgemeinen Finanzierungsbedingungen in der Eurozone trotz globaler Unsicherheiten verbessert haben.

Details zum Ankauf von Unternehmensanleihen

Anschließend gab es Details zum geplanten Kauf von Unternehmensanleihen. So werde man im Juni den Kauf von Titeln mit „investment grade“ beginnen. Kauffähig seien dabei Laufzeiten von sechs Monaten bis zu 30 Jahren, wobei maximal 70 Prozent des Emissionsvolumens erworben werden soll. Zu den kauffähigen Titeln gehören auch Versicherungen, aber keine Banken.

Bei den Fragen der Reporter musste sich Draghi insbesondere gegen die Kritik aus Deutschland wegen der Niedrigzinspolitik wehren. Den schwarzen Peter reichte er sodann an die Politik weiter. Die wirtschaftliche Erholung werde durch geringe Reformfortschritte seitens der Politik gebremst, weshalb überhaupt erst die stärkeren Maßnahmen nötig wurden.

Depot profitiert von Trendwende bei Rohstoffen

Unser "Geldanlage Premium Depot" hat derweil auch in dieser Woche wieder Stärke gezeigt. Es gibt kaum eine Depotposition, die in dieser Woche nicht glänzen konnte. Unser Depot hat sich dadurch auf Wochensicht von um stolze 818,19 Euro verbessert, nachdem wir in der Woche zuvor schon auf einen Wertgewinn in Höhe von 920,80 Euro blicken konnten (bei rund 20.000 Euro Investitionssumme).

Profitiert haben wir dabei insbesondere von den Rohstoffpositionen. Hier zeichnet sich inzwischen eine Trendwende ab, was auch zukünftig weiter steigende Kurse und Gewinne erwarten lässt. Rohstoffe könnten sogar DIE Anlagestory 2016 werden. Die Gründe dafür erfahren Sie nachfolgend.


Ich wünsche auch Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

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›› 2016 – Das Jahr der Rohstoffe?
von Sven Weisenhaus

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefBereits vor einer Woche hatten wir berichtet, dass die Quartale mit den stärksten Gewinnrückgängen bei den Unternehmen des S&P 500 hinter uns liegen könnten. Denn die Ertragsschwäche kam insbesondere aus dem Energie- und Rohstoffsektor, der unter den fallenden Rohstoffpreisen litt. Doch der Ölpreis hatte zum Beispiel sein Tief bereits am 20. Januar markiert und befindet sich seitdem in einer kräftigen Erholung. Und diese mögliche Trendwende ist inzwischen auch in diversen anderen Rohstoffen zu erkennen.

Öl, Gold und Silber haussieren

Dass der Ölpreis aus seinem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist, hatten wir bereits am 13. April berichtet. Entsprechend dürfte Ihnen der folgende Chart bekannt sein. Zwar kam es am vergangenen Montag zu einem gefährlichen Rücksetzer, worüber wir am Mittwoch hier im „Geldanlage-Brief“ berichteten, doch es kam zu einer schnellen Erholung und der Ölpreis zeigte bis heute weiter Stärke. Vom Tief aus gesehen legte der Ölpreis der Sorte Brent bislang stolze 60 Prozent zu.

Rohöl der Sorte Brent - Chartanalyse

Gold startete seine beeindruckende Rally kurz vor dem Jahreswechsel. Der Kurs schoss dabei geradezu nach oben. Relativ schnell wurde dadurch auch der flache Abwärtstrend nach oben gebrochen. (Wenn Sie das Interview bei „Der Aktionär TV“ gesehen haben, über das wir am 10. April berichteten, dann dürfte Ihnen auch dieser Chart bekannt sein.) Der Goldpreis konnte seit seinem Tief bei 1.046 USD um 238 USD bzw. fast 23 Prozent zulegen.

Gold - Chartanalyse

Auch der Silberpreis hat eine wichtige Abwärtstrendlinie gebrochen und damit eine Trendwende eingeleitet. Vom Tief bei 13,614 USD legte der Kurs inzwischen über 30 Prozent zu.

Silber - Chartanalyse

Damit zeigt er sich deutlich stärker als der Goldpreis. Dies passt zu unserer Aussage, wonach wir in Gold langfristig kein Investment sehen und stattdessen auf Silber setzen würden, weil es hier eine größere industrielle Nachfrage gibt.

Diverse Rohstoffe zeigen klare Tendenzen einer Bodenbildung

In dem Seminar bei der Börse Düsseldorf vom 14. April mit dem Thema „Blick auf den Markt – Was die Börsen aktuell bewegt“ hatte ich den Teilnehmern eine Reihe weiterer Rohstoffcharts aus dem Sektor der Industrie- und Edelmetalle sowie dem Energiebereich präsentiert, in denen inzwischen jeweils klare Tendenzen einer Bodenbildung erkennbar sind. Selbiges gilt für einen Großteil der Agrarrohstoffe.

Kommt die Weltkonjunktur bald wieder in Gang?

Eine Erholung auf dem Rohstoffmarkt kann für eine Erholung der Weltkonjunktur sprechen. Dies passt zu unseren vorangegangenen Analysen, wonach sich zum Beispiel das US-Wirtschaftswachstum beschleunigt und die schwachen Quartale beim Gewinnwachstum hinter uns liegen. Daher hatten wir auch eine baldige Zinsanhebung der US-Notenbank Fed für möglich erachtet, die nur dann erfolgen wird, wenn die Notenbank an eine Fortsetzung des Aufschwungs der US-Wirtschaft glaubt.

Korrekturen passen zur Schwäche der Weltwirtschaft

Blickt man nun auf die langfristige Kursentwicklung der Aktienindizes (siehe folgendes Kapitel), dann haben wir in den vergangenen Monaten eine Korrektur (DAX & Co.) bzw. Konsolidierung auf hohem Niveau (US-Indizes) gesehen. Diese Kursentwicklung passt zur Schwäche der Weltkonjunktur und den dadurch verursachten Abwärtstrends in den Rohstoffen. Wenn sich nun die Rohstoffpreise erholen, dann könnte dies auf das Tief im weltweiten Konjunkturzyklus hindeuten und damit auch die Schwächephasen in den Aktienindizes zu Ende gehen. Entsprechend kann es sowohl mit den Unternehmensgewinnen als auch mit den Aktienkursen längerfristig nun durchaus weiter aufwärts gehen. Und Rohstoffe könnten sogar die Anlagestory 2016 werden.

Am Ende der Flaggenformationen startet die nächste Aktienmarktrally

Langfristig sind wir längst schon bullisch für die Aktienmärkte. Durch die aktuelle Entwicklung der Rohstoffpreise werden wir in dieser Ansicht bestärkt. Wir haben in den Aktienindizes Flaggenformationen identifiziert, die gewöhnlich trendbestätigend sind. Entsprechend sehen wir am Ende der Flaggenformationen die nächste Aktienmarktrally starten.

 



›› Tradingchancen bei Öl, Gold und Silber
von Geldanlage-Brief-Team

Tradingchancen im Ölpreis

Für eine Aufwärtsbewegung im Ölpreis könnte folgendes Produkt interessant sein:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Call, WKN: XM93XJ, aktueller Hebel: 2,1, Briefkurs: 19,19 Euro
Für fallende Kurse im Ölpreis könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Put, WKN: XM5JDG, aktueller Hebel: 2,24, Briefkurs: 18,02 Euro

Tradingchancen im Goldpreis

Für steigende Kurse im Goldpreis könnte folgendes Produkt interessant sein:
Gold WAVE XXL Call, WKN: DX8JU7, aktueller Hebel: 2,88, Briefkurs: 38,08 Euro
Für fallende Kurse im Goldpreis könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Gold WAVE XXL Put, WKN: DX5CJ3, aktueller Hebel: 3,58, Briefkurs: 30,88 Euro

Tradingchancen im Silberpreis

Für steigende Kurse im Goldpreis könnte folgendes Produkt interessant sein:
Silber WAVE XXL Call, WKN: XM6JNR, aktueller Hebel: 2,53, Briefkurs: 5,96 Euro
Für fallende Kurse im Goldpreis könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Silber WAVE XXL Put, WKN: DT6FCY, aktueller Hebel: 5,46, Briefkurs: 2,81 Euro


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›› S&P500-Chartanalyse: Hält die Flaggenformation?
von Sven Weisenhaus

Die langfristige Aussicht auf einen bullischen Ausbruch der Aktienmärkte heißt aber nun leider nicht, dass wir kurzfristig bereits am Ende der Korrekturen angelangt sind. Wie wir am Mittwoch hier im „Geldanlage-Brief“ schrieben, hat zum Beispiel der S&P 500 lediglich noch ein Kurspotential von knapp 30 Zählern bzw. 1,46 Prozent. Denn dann würde er am Allzeithoch ankommen.

S&P 500 - Chartanalyse

Und es ist nicht zu erwarten, dass er diese Marke angesichts der bereits zurückgelegten Strecke (fast 17 Prozent in nur 2,5 Monaten) und des dadurch stark überkauften Zustands im ersten Anlauf überwinden kann.

Vielmehr besteht die Gefahr, dass der Index im schlimmsten Fall sogar noch einmal das untere Ende der Flagge ansteuert, bevor er erst dann auf neue Allzeithochs ausbricht. Denn angesichts des vorangegangenen Kursanstiegs seit Herbst 2011 (dunkler Trendkanal im folgenden Chart) oder März 2009 (heller Trendkanal) erscheint die bisherige Korrektur relativ klein und kurz.

S&P 500 - Chartanalyse

Gewöhnlich braucht es längere Zeit, um einen derart überkauften Zustand abzubauen. Ein erneuter Rückfall bis in den Bereich von 1.800 Punkten würde zudem zum Erreichen der unteren Aufwärtslinie des seit Anfang 2009 gültigen Aufwärtstrendkanals führen und diesen damit bestätigen. – Kein unwahrscheinliches Szenario.

Tradingchancen im S&P500

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im S&P 500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,48 Briefkurs: 7,52 Euro
Für fallende Kurse im S&P500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 6,28, Briefkurs: 2,99 Euro


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›› DAX bei der Aufholjagd
von Sven Weisenhaus

Interessant ist in diesem Zusammenhang die relative Stärke des DAX, die der deutsche Leitindex jüngst gegenüber den US-Indizes an den Tag gelegt hat. In den vergangenen 14 Tagen befand er sich in einer kräftigen Aufholjagd. Während die US-Indizes S&P 500 (rot) und Dow Jones (grün) lediglich um jeweils 2,5 Prozent zulegen konnten, sattelte der DAX (blau) mehr als 9 Prozent drauf.

Vergleich der Aktienindizes
(Chartquelle: Ariva)

Vielleicht erinnern Sie sich noch, wie wir am 3. April schrieben, dass eine Euro-Stärke zur relativen DAX-Schwäche wurde. Während die US-Indizes S&P500 (folgender Chart links) und Dow Jones (Mitte) kontinuierlich zulegten und das obere Ende ihrer Flaggen anstrebten, hinkte der DAX (rechts) innerhalb seiner Flagge deutlich hinterher:

Flaggenformationen in den Aktienindizes

DAX - FlaggenformationInzwischen zeigt sich ein anderes Bild. Während die US-Indizes in den vergangenen 14 Tagen nicht vom Fleck gekommen sind und das Chartbild dort nahezu unverändert aussieht, hat der DAX einen großen Sprung in Richtung des oberen Endes seiner Flagge gemacht.

Setzt sich diese Tendenz fort, dann könnten alle Indizes gemeinsam an den oberen Linien abprallen und wieder das untere Ende der Flaggen anlaufen.

Elliott-Wellen liefern passendes Szenario

Elliott-Wellen-FormationDie Elliott-Wellen liefern inzwischen wieder ein dazu passendes Szenario. Die Merkmale dieser Formation lauten unter anderem:
1. die Trendwellen 1, 3 und 5 laufen 5-gliedrig
2. die Korrekturwellen 2 und 4 laufen 3-gliedrig
3. die Wellen 1 und 4 überschneiden sich
4. Welle 2 endet nie über dem Beginn der Welle 1
5. Welle 3 ist nie die kürzeste
Am Ende dieser Formation folgt ein starker Rücklauf bzw. eine kräftige Aufwärtsbewegung.

Bezieht man dies nun auf den DAX, dann sehen wir in seienm Kursverlauf sowohl die möglichen 5 übergeordneten Wellen (rot) als auch die passenden Unterwellen (blau), die in der jeweiligen Abwärtsbewegung 5- und in den beiden Aufwärtsbewegungen 3-gliedrig sind.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Demnach fehlt nach dem Abschluss der Welle 4 noch eine letzte Abwärtsbewegung 5. Darauf würde dann nach der Elliott-Wellen-Theorie eine kräftige Aufwärtsbewegung und durch einen Ausbruch nach oben das Ende der Korrektur folgen.

Das Szenario passt zu dem oben dargestellten Rohstoffzyklus, wonach es langfristig zu einer neuen Rally am Aktienmarkt kommen kann, wenn sich die Bodenbildung bzw. Trendwende in den Rohstoffpreisen fortsetzt und dies das Ende der weltwirtschaftlichen Schwächephase bedeutet.

Fazit

Natürlich sind dies nun längerfristige Prognosen, sowohl was die Erwartung an die Rohstoffpreise als auch die charttechnische Analyse der Aktienindizes angeht. Hier fließen aber alle Aspekte, die wir in den jüngeren Ausgaben erläutert haben, in ein durchaus realistisches Szenario zusammen. Egal welche Marktbeobachtung wir zuletzt gemacht haben, sie passt zu dieser Prognose.

Nun muss man Schritt für Schritt die weitere Entwicklung abwarten und schauen, ob sich die Kurse an die Formationen und theoretischen Kursmuster halten. Sobald es Abweichungen gibt, muss man die Prognose überarbeiten. Wir haben keine Glaskugel und können nicht in die Zukunft blicken. Aber wir haben die Märkte ausführlich analysiert und sind nun zu diesem Schluss gekommen:
Langfristig sind wir klar bullisch für die Märkte, kurzfristig hat nur der DAX noch Potential, während die Risiken in den US-Indizes bereits überwiegen.

 

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 4,81, Briefkurs: 21,61 Euro
Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 6,88, Briefkurs: 15,19 Euro

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 17: Handelswoche vom 25.04.2016 bis 29.04.2016)

Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Termine der kommenden Woche
(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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