Konsolidierungen nehmen gefährlich Fahrt auf

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Bank of Japan versetzte den Märkten einen Schock
  2. Konsolidierungen nehmen gefährlich Fahrt auf
  3. Ein Fels in der Brandung
  4. Am 3. Mai - Perfekte Prognosen mit Elliott-Wellen
  5. Termine der kommenden Woche

 

›› Bank of Japan versetzte den Märkten einen Schock
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefunter den drei großen Notenbanken EZB, Fed und Bank of Japan (BoJ) hat nur letztere die Erwartungen der Märkte nicht erfüllt, obwohl alle drei keine Änderungen an ihrer Geldpolitik vorgenommen haben. Spekulationen über die Einführung negativer Kreditzinsen hatten zunächst die Aktienkurse in Japan gestützt und dem USD/JPY-Wechselkurs zu einer kräftigen Gegenbewegung verholfen (wir berichteten am Mittwoch im Geldanlage-Brief). Doch die japanische Notenbank beschloss, ihre geldpolitischen Schleusen zunächst nicht weiter zu öffnen.

Märkte zeigten sich geschockt

Dadurch hat sie die Anleger an den asiatischen Aktienbörsen kräftig verstimmt. Der Leitindex Nikkei gab seine anfänglichen Gewinne wieder ab und rauschte in den Keller. Auch der USD/JPY gab seine Gewinne wieder vollständig ab und steht inzwischen mit nur noch rund 107,3 Yen auf einem neuen Trendtief. Das Kursziel von 105,2 Yen aus der SKS-Formation ist damit doch wieder in greifbare Nähe gerückt.

USD/JPY - Chartanalyse

Da halfen auch die Worte des BoJ-Chefs Kuroda wenig, wonach es angemessen war, die Geldpolitik unverändert zu lassen, weil es einige Zeit dauere, bis der erst Ende Januar eingeführte Negativzins wirkt. Der Notenbankchef betonte jedoch, dass es sehr viel Spielraum gebe, den Einlagensatz weiter zu senken. Er bekräftigte zudem, dass die Bank of Japan alles tun werde, um das Inflationsziel von 2 Prozent zu erreichen. Doch dies konnte die Märkte in Asien nicht beruhigen. Zumal die japanische Notenbank nach den Worten von Kuroda entgegen den Erwartungen noch nicht einmal über Kredite mit negativem Zinssatz diskutiert hat.

US-Notenbank gab dem Markt, was er wollte

Deutlich weniger kursbewegend war die Entscheidung der Fed am Vorabend, den Leitzins unverändert bei 0,25 bis 0,50 Prozent zu belassen. In dem Statement zur Zinsentscheidung erklärte die Fed, dass sich der US-Arbeitsmarkt trotz Anzeichen von schwächerem Wachstum weiter erholt. Die Ausgaben der Privathaushalte seien moderat gewachsen und der Immobilienmarkt habe sich weiter verbessert. Zudem erhöhte sich die Inflation, auch wenn sie bislang deutlich unter dem Ziel von 2 Prozent blieb.

Tür für Zinsanhebung im Juni ist ein Stück weiter offen

Soweit war eigentlich alles bekannt. Einzige, aber möglicherweise bedeutende Änderung: Anders als noch Mitte März erwähnten die Währungshüter das globale Umfeld nicht mehr ausdrücklich als Risiko für die US-Konjunktur. Das könnte der Hinweis auf eine Zinsanhebung im Juni sein. Denn insgesamt war die Fed-Erklärung damit optimistischer als noch im März. Dass dies allerdings für einen Zinsschritt im Juni reicht, glauben die meisten Marktteilnehmer nach wie vor nicht. – Sie könnten sich irren!

Tradingchancen im USD/JPY-Wechselkurs

Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung könnte folgendes Produkt interessant sein:
USD/JPY WAVE XXL Call, WKN: DX4QJM, aktueller Hebel: 7,5, Briefkurs: 11,70 Euro
Für wieder fallende Kurse könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
USD/JPY WAVE XXL Put, WKN: XM4F1S, aktueller Hebel: 3,5, Briefkurs: 25,11 Euro


Brauchen Sie Unterstützung bei der Umsetzung dieser Trades? Sie möchten wissen, wann und wie wir mit der Situation im DAX umgehen? Dann testen Sie unseren Börsendienst „
Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.

 



›› Konsolidierungen nehmen gefährlich Fahrt auf
von Sven Weisenhaus

Jedenfalls kann man nun wieder den Blick auf die Berichtssaison und auf die Konjunkturdaten werfen – und natürlich auf die Charttechnik. Und hier hat sich die Schwäche der asiatischen Märkte auch auf DAX & Co. ausgewirkt. Der deutsche Leitindex brach dynamisch aus seiner kurzfristigen Seitwärtsrange (blau im folgenden Chart) aus. Zwar konnte er sich zwischenzeitig noch einmal zurückarbeiten, doch als die Kurse dann an einem Kreuzwiderstand scheiterten, brachen alle Dämme und es entstand ein klar bearishes Signal.

DAX - Chartanalyse

Bearishes Signal wurde von US-Indizes bestärkt

Auch in den (Futures der) US-Indizes gab es ähnliche Abschläge. Auch hier kam es noch einmal zu einer Erholung und anschließend zu kräftigen Abschlägen. Dabei zeigte der Nasdaq100 bereits in den vergangenen Tagen eine deutlichere Schwäche. Und der S&P 500 ist nun recht deutlich am oberen Ende seiner Flaggenformationen nach unten abgeprallt (roter Pfeil).

S&P 500 - Chartanalyse

Fazit

In den vorangegangenen Ausgaben hatten wir hier an dieser Stelle bereits wiederholt über die Flaggenformationen insbesondere in den US-Indizes berichtet. Gewöhnlich sind diese positiv zu werten, da sie trendbestätigend sind. Langfristig sind wir daher für die Aktienmärkte weiterhin bullish, man muss aber genau beobachten, wie sich die US-Indizes an ihren wichtigen Widerständen verhalten. Noch sind die Kurse dort lediglich in eine Konsolidierung übergegangen, die man auch im DAX feststellen kann. Doch inzwischen hat sich die Abwärtsdynamik verstärkt. Daher gilt nun:

Können die Indizes schnell wieder Stärke zeigen und dann die Konsolidierungen nach oben auflösen, stehen die Börsenampeln wieder auf grün. Deutet sich aber an, dass sie an diesen Marken nachhaltig abprallen und erneut dynamisch fallen, muss man wieder sehr vorsichtig werden. Das untere Ende der Flaggenformationen wäre dann wieder das Kursziel, bevor die Aktienmärkte im Rahmen der nächsten Aufwärtsbewegung nach oben durchstarten können.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5,5, Briefkurs: 18,25 Euro
Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5,5, Briefkurs: 18,47 Euro

Tradingchancen im S&P 500

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im S&P 500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,5 Briefkurs: 7,08 Euro
Für fallende Kurse im S&P500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 5,66, Briefkurs: 3,21 Euro

 



›› Ein Fels in der Brandung
von Geldanlage-Brief-Team

Auch ein Großteil unserer Positionen im „Geldanlage Premium Depot“ kam nach den riesen Schritten der vergangenen Wochen (vor zwei Wochen 818,19 Euro und vor einer Woche 920,80 Euro Wertgewinn) ein Stück zurück. Doch durch einen perfekt getimten Verkauf eines Volatilitätstrades, über den wir hier schon mehrfach berichteten, haben wir unser Depot nur mengenmäßig konsolidiert. Wertmäßig können wir erneut auf einen kleinen Gewinn blicken.

Und das Jahr 2016 läuft für unsere Abonnenten bislang hervorragend. Der DAX ist mit einem Punktestand von10.743 ins Jahr 2016 gestartet. Aktuell notiert er mit 10.038,97 Punkten satte 6,6 Prozent im Verlust. Unser Depot hat dagegen bislang in Summe einen Ertrag von 1,5 Prozent erzielt. Damit liegt hat es nicht nur eine Outperformance von 8,1 Prozent sondern auch einen Gewinn erzielt, während die Aktienmärkte korrigieren.

Rendite: 17 Prozent

Die folgende Tabelle zeigt alle Trades, die wir bislang im laufenden Jahr 2016 abgeschlossen haben.

abgeschlossene Trades des Jahres 2016

Mit einem Kapitaleinsatz von 9.734 Euro ist es uns gelungen, einen Gewinn in Höhe von 1.642,62 Euro zu erzielen. Das entspricht einer Rendite von fast 17 Prozent.

Möchten Sie auch von unserer Investmentstrategie profitieren? Dann testen Sie unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.

 



›› Am 3. Mai - Perfekte Prognosen mit Elliott-Wellen
von Geldanlage-Brief-Team

Ob Einsteiger, Interessierter oder Profi – die Börse Düsseldorf bietet im Mai Seminare zu wichtigen Themen rund um die Geldanlage und den Wertpapierhandel an. Erfahrene Referenten vermitteln Expertenwissen und geben praxisnahe Tipps. Diese sollen den Teilnehmern dabei helfen, Anlageentscheidungen selbstständig und kompetent treffen zu können und an der Börse erfolgreich zu handeln.

Unsicherheit unter Anlegern macht sich derzeit breit. Aktienindizes wie der DAX kennen keine eindeutige Richtung. Die Märkte sind volatil. Oder ist doch ein Trend erkennbar? Dies sind unter anderem Themen, die in der Seminarreihe im Mai 2016 noch angesprochen werden.

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefAuch unser Chefanalyst Sven Weisenhaus wird in diesem Rahmen noch ein Seminar halten - am 3. Mai:

Termine und Themen:

Fortgeschrittenen-Seminar:
Chartanalyse: Mit Elliott-Wellen wissen, wohin die Kurse laufen
Referent: Sven Weisenhaus, Chefredakteur des Geldanlage-Briefs
3. Mai 2016, 18.00 Uhr

Fortgeschrittenen-Seminar:
Value-Investing als Anlagestrategie – Einordnung und Innenansichten eines Fondsmanagers

Referent: Marc Siebel, Geschäftsführender Gesellschafter von Peakcock Capital GmbH
11. Mai 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
Quality Trader Tools – Echtzeitkurse, Musterdepots und Tipps rund um die Website der Börse Düsseldorf
Referent: Thomas Strelow, Leiter Marketing & Events der Börse Düsseldorf AG
19. Mai 2016, 18.00 Uhr

Die kostenlosen Veranstaltungen finden immer um 18.00 Uhr in der Börse Düsseldorf am Ernst-Schneider-Platz statt und dauern ca. 90 Minuten.

Anmeldeverfahren:

Die Anmeldung zu den Seminaren ist ab sofort über die Internetseite der Börse Düsseldorf im Bereich „Veranstaltungen“ möglich. Schnelles Handeln lohnt sich, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Zu den Anmeldungen gelangen Interessierte über: www.boerse-duesseldorf.de/seminare

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 18: Handelswoche vom 02.05.2016 bis 06.05.2016)

Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Termine der kommenden Woche
(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

Liebe Leser,

der Newsletter "Börse-Intern" (ehemals "Geldanlage-Brief") ist Ihre kostenlose Informationsquelle zur Börse, den Aktienmärkten und Finanzen.

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und Sie sind kostenlos dabei!




Datenschutzhinweise anzeigen...