EUR/USD am oberen Ende der Seitwärtsbewegung +++ Sell in May...?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. EUR/USD am oberen Ende der Seitwärtsbewegung
  2. Sell in May and go away?
  3. So handeln Sie an der Börse kostenlos

 

›› EUR/USD am oberen Ende der Seitwärtsbewegung
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder DAX ist in dieser Woche weiter eingebrochen und damit wieder deutlich unter die 10.000er Marke gefallen. Der Kampf um die 10.000er Marke geht weiter und weiter.

Chinesischer Einkaufsmanagerindex belastet

Belastet wurden die Kurse unter anderem vom chinesischen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes, der auf 49,4 Punkte und damit wieder unter die Wachstumsschwelle fiel. Werte unterhalb von 50 Punkten weisen bei diesem Frühindikator auf eine Schrumpfung des Sektors hin. Und damit hat die Sorge um das Wachstum in China neue Nahrung erhalten. Analysten hatten übrigens mit einem Anstieg des Einkaufsmanagerindex gerechnet.

Euro am oberen Ende der Seitwärtsbewegung

Aber auch der weiter steigende Euro macht den Anlegern Sorgen. Zwischenzeitig stieg der Kurs gestern auf über 1,161 US-Dollar und brach damit aus der Seitwärtsbewegung (blau) nach oben aus:

EUR/USD - Chartanalyse

Doch heute sind die Notierungen wieder ein gutes Stück zurückgekommen und von über 1,16 auf unter 1,15 USD gefallen, womit der Euro in die Seitwärtsrange zurückgekehrt ist.

Euro prallt am Aufwärtstrendkanal ab

Als charttechnischer Grund für den Rücksetzer kann die obere Linie eines Aufwärtstrendkanals (grün) ausgemacht werden. An dieser ist der Kurs nach unten abgeprallt. Damit zeichnet sich ein Fehlausbruch aus dem blauen Rechteck ab. Insgesamt ist die Seitwärtsbewegung mittlerweile derart offensichtlich, dass grundsätzlich mit Fehlsignalen auf der oberen wie unteren Seite gerechnet werden muss.

Sollte dem Euro kein nachhaltiger Ausbruch aus der Seitwärtsrange gelingen, muss man damit rechnen, dass die Kurse zumindest wieder in Richtung der unteren (grünen) Aufwärtstrendkanallinie rutschen, die aktuell knapp unterhalb von 1,10 USD verläuft.

Eurozone wächst stärker als die USA

Dieser Kursverlauf würde auch zu den fundamentalen Fakten passen. So lässt sich die bisherige Euro-Stärke gegenüber dem US-Dollar seit Dezember 2015 mit der deutlich stärkeren Entwicklung der europäischen Wirtschaft gegenüber den USA im ersten Quartal 2016 erklären. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Vereinigten Staaten von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,1 Prozent angestiegen ist, legte die Wirtschaft der Eurozone im selben Zeitraum um 0,6 Prozent zu.

Investoren achten neben der Geldpolitik auch auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Währungsraumes. Sie investieren dort, wo das größte Wachstum zu erwarten ist. Und weil die Wirtschaft im Euroraum stärker zulegte als im Dollarraum, zog das Kapital in den Euro. Die Nachfrage nach Euro war folglich höher als nach US-Dollar und der EUR/USD-Wechselkurs stieg entsprechend an. Doch es ist fraglich, ob dieser Trend anhält.

Trend könnte sich wieder umkehren

Denn einerseits dürfte das Wachstumstempo der USA wieder zulegen und gegenüber dem Euroraum aufholen: So soll die Wirtschaft in den Euro-Ländern laut der EU-Kommission dieses Jahr um insgesamt 1,6 Prozent zulegen, während der Konsens für die USA sogar eine Rate von 2,1 Prozent erwartet.

Andererseits spricht die Geldpolitik für einen fallenden Wechselkurs: Denn die Zinsen in den USA liegen deutlich über denen in Europa, weshalb Investitionen im US-Dollar attraktiver sind als im niedrigverzinsten Euro. Und die US-Notenbank Fed plant weitere Zinsanhebungen, während die Europäische Zentralbank (EZB) noch eine lange Zeit deutlich expansiver unterwegs sein wird.

Weiterhin keine Spur von Inflation im Euroraum

Für eine anhaltend expansive Geldpolitik der EZB spricht auch, dass die Inflation im Euroraum jüngst wieder in den negativen Bereich zurückgerutscht ist: Nach einer ersten Schätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, fielen die Verbraucherpreise im April im Jahresvergleich um 0,2 Prozent. Erst im März hatte die Inflationsrate auf 0,0 Prozent zugelegt, von zuvor minus 0,2 Prozent im Februar.

Entwicklung der Inflation in Europa
(Quelle: Eurostat)

Dabei waren es wieder einmal die Ölpreise, die zu insgesamt rückläufigen Energiepreisen (-8,6 Prozent) im April führten. Ansonsten stiegen die Preise, was die EZB zumindest halbwegs freuen dürfte: Dienstleistungen verteuerten sich um ein Prozent, Lebensmittel, Alkohol und Tabak um 0,8 Prozent und Industriegüter um 0,5 Prozent.

Entwicklung der Preise im Euroraum
(Quelle: Eurostat)

Fazit

Aus den vorangegangenen Ausgaben des Geldanlage-Briefs wissen Sie, dass der steigende Euro zu einer relativen Schwäche des DAX gegenüber den US-Indizes geführt hat. Doch diese Trends, sowohl die Euro-Stärke als auch die relative DAX-Schwäche, könnten bald ein Ende finden. Die fundamentalen Fakten sprechen zumindest für ein Ende der Euro-Stärke und es gibt mit dem jüngsten Fehlausbruch auch bereits erste charttechnisch bearishe Signale. Fällt der Euro wieder in die Seitwärtsbewegung zurück, könnte dies die laufende Korrektur im DAX bremsen oder sogar beenden.

Tradingchancen im EUR/USD

Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung im EUR/USD könnte folgendes Produkt interessant sein:
EUR/USD WAVE Unlimited Call, WKN: XM9J9Q, aktueller Hebel: 5 Briefkurs: 20,36 Euro
Für fallende Kurse im EUR/USD könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
EUR/USD WAVE Unlimited Put, WKN: DX1P6X, aktueller Hebel: 5 Briefkurs: 18,70 Euro


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›› Sell in May and go away?
von Sven Weisenhaus

Die aktuellen Kursverluste an den Aktienmärkten scheinen natürlich wieder zu der Theorie zu passen, dass man Aktien im Mai verkaufen soll, um im September wieder einzusteigen (Börsensprichwort: „Sell in may and go away, but remember to come back in September“). Jedes Jahr im Mai wird dieses Sprichwort durch das Börsendorf gejagt. Und tatsächlich macht dieses Vorgehen häufig sogar Sinn. Aber eben nicht immer.

Die Ausnahme von der Regel: US-Wahljahre

Es gibt nämlich eine signifikante Ausnahme von dieser Regel: die Wahljahre des US-Präsidentschaftswahlzyklus. Im folgenden Chart erkennt man, dass es seit 116 Jahren in den Jahren, in denen ein US-Präsident gewählt wird, keine gute Idee war, im Mai zu verkaufen und von der Börse fern zu bleiben – zumindest im Durchschnitt betrachtet. Tatsächlich sollte man in Wahljahren aus saisonaler Sicht sogar spätestens Ende Mai eingestiegen sein, um die fulminante Rally bis zum Jahresende nicht zu verpassen.

Dow Jones - Saisonaler Kursverlauf in US-Wahljahren

Ebenso typisch für US-Wahljahre sind auch die eher schwachen ersten beiden Quartale an der Börse. Und auch hier stimmt die Entwicklung der US-Indizes in 2016 mit dem saisonalen Verlauf bislang überein.

US-Wirtschaft ist überraschend schwach ins Jahr 2016 gestartet

Zum Hintergrund dieser Schwäche haben wir bereits viel geschrieben. Ende der vergangenen Woche wurden Zahlen veröffentlicht, die einen weiteren Grund für die bisherige Schwäche der US-Aktienmärkte lieferten:

Wie das Handelsministerium in Washington am vergangenen Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA von Januar bis März nur um 0,1 Prozent. Auf das Jahr hochgerechnet bedeutet dies ein mageres Wachstumsplus von 0,5 Prozent, was die schwächste Rate seit zwei Jahren ist. Volkswirte hatten hier im Konsens mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet.

Wachstumsschwäche erklärt Zurückhaltung der Fed

Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2015 war das BIP der weltgrößten Volkswirtschaft um 1,4 Prozent gewachsen, im dritten Quartal 2015 um 2,0 Prozent. Und im zweiten Quartal des vergangenen Jahres hatte die größte Volkswirtschaft der Welt sogar eine Wachstumsrate von 3,9 Prozent erzielt. Die Wachstumsraten sind also innerhalb eines Jahres kontinuierlich zurückgegangen.

Und mit dem überraschend schwachen Ergebnis des ersten Quartals 2016 erklärt sich auch, warum die US-Notenbank Fed am vergangenen Mittwoch noch nicht an der Zinsschraube gedreht hat.

Das schlechteste Quartal liegt hinter uns

Rufen wir uns vor diesem Hintergrund noch einmal die Informationen aus dem Geldanlage-Brief vom 17. April in Erinnerung: Da hieß es, dass die Analysten von Factset Research für das erste Quartal 2016 einen mehr als 8-prozentigen Gewinnrückgang bei den Unternehmen im S&P500 erwarteten:

Gewinnerwartung für Unternehmen des S&P 500

Und die Analysten von Standard & Poor’s sahen damit das schwächste Quartal hinter uns und gingen davon aus, dass die Umsätze und Gewinne der Unternehmen fortan wieder deutlich zulegen:

Zukünftige Gewinnerwartung der Unternehmen des S&P 500

Der Rückgang in den Wachstumsraten des US-BIP passt also zur schwachen Gewinnentwicklung der US-Unternehmen in den vergangenen Quartalen. Doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Daher ist es viel wichtiger, dass die Analysten das zukünftige Wachstum sowohl der (S&P 500-)Unternehmen als auch der gesamten US-Wirtschaft (siehe oben) höher einschätzen als im vergangenen Quartal. Dazu passt wiederum der Anstieg der Rohstoffpreise, der auf eine zunehmende Aktivität der Weltwirtschaft hindeutet. Die Erwartung an eine saisonale Rally erhält also fundamental Unterstützung. Und so passt alles wunderbar zusammen.

Buy in may…

Im Moment sehen wir an den Börsen Kursrückgänge, die bisher noch idealtypisch zum saisonalen Muster der US-Wahljahre passen. Deswegen hat sich auch der Rat, kurzfristig vorsichtig zu sein, als richtig erwiesen. Weiterhin bleibe ich aber der Ansicht, dass nach diesen Kursrückgängen die Börsen eine Rally starten und dass man langfristig klar bullish bleiben sollte. Und so heißt es vielleicht in diesem Jahr nicht "Sell in May...", sondern „Buy in may…“.

Tradingchancen im DAX

Für steigende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 15,97 Euro
Für fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 20,67 Euro

Tradingchancen im S&P 500

Für eine Aufwärtsbewegung im S&P 500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,55, Briefkurs: 7,00 Euro
Für fallende Kurse im S&P 500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 5,52, Briefkurs: 3,23 Euro

Tradingchancen im Dow Jones

Für eine Aufwärtsbewegung im Dow Jones könnte folgendes Produkt interessant sein:
Dow Jones WAVE XXL Call, WKN: DE1137, aktueller Hebel: 2,62 Briefkurs: 5,86 Euro
Für fallende Kurse im Dow Jones könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Dow Jones WAVE XXL Put, WKN: XM19CX, aktueller Hebel: 5,36, Briefkurs: 2,87 Euro


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› So handeln Sie an der Börse kostenlos
von Geldanlage-Brief-Team

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