Ein Markt für kurzfristige Trader und langfristige Investoren

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Ein Markt für kurzfristige Trader und langfristige Investoren
  2. Bei der bekannten Gleichung fehlt noch ein Faktor
  3. Tradingchancen im Ölpreis, EUR/USD und S&P 500
  4. Darum ist der Ölpreis so wichtig für den DAX
  5. Orientierungslose Märkte, stabiles Depot
  6. Termine der kommenden Woche

 

›› Ein Markt für kurzfristige Trader und langfristige Investoren
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefseit Mitte März, seitdem die Kursausschläge im Umfeld der damaligen EZB-Sitzung sowohl ein bullishes als auch ein bearishes Elliott-Wellen-Szenario für den DAX kaputt gemacht haben, scheinen die Anleger völlig orientierungslos zu sein.

DAX pendelt kurzfristig unmotiviert auf und ab

Auch in den vergangenen beiden Handelstagen ist der DAX wieder wild auf und ab gependelt und hat dabei innerhalb kürzester Zeit Strecken von über 200 Punkten in beide Richtungen zurückgelegt.

Am Donnerstag war der DAX zum Beispiel mit einer Abwärtslücke (roter Pfeil im folgenden Chart) in den Handel gestartet und hatte mit dem Bruch einer horizontalen Unterstützung bei ca. 9.955 Punkten (grün) ein kurzfristig bearishes Signal gesendet. Doch bei 9.867 Punkten drehte der Kurs und stieg quasi aus heiterem Himmel binnen 2,5 Stunden um mehr als 200 Punkte an. Damit war das nächste Fehlsignal (siehe auch Geldanlage-Brief vom vergangenen Mittwoch) perfekt.

DAX pendelt unmotiviert auf und ab

Aber damit nicht genug: Genauso schnell, wie der DAX nach dem Fehlsignal anstieg, rutschte er auch wieder ab und markierte sogar noch ein neues Tagestief, womit die Verwirrung der Anleger perfekt gewesen sein dürfte.

Ganz ähnlich verlief der Handel am Freitag. Auch da ging der DAX mit einer Abwärtslücke an den Start. Mit ihr wurde ein tieferes Tief markiert und somit ein kurzfristig klar bearishes Signal ausgelöst. Doch genau wie am Donnerstag drehten die Kurse anschließend nach oben und es setzte eine mächtige Erholungsbewegung ein – die nächste Bärenfalle schnappte zu. Es bleibt also bei der unbefriedigenden Schaukelbörse um die 10.000er Marke:

DAX tendiert seit zwei Monaten seitwärts

DAX pendelt seit zwei Monaten um die 10.000er Marke

In diesem Zusammenhang verweise ich gerne auf die Prognose vom 20. März, in der es hieß: „Der DAX könnte im Umfeld der 10.000er Marke auspendeln“. Nimmt man die beiden Fehlausbrüche (rote Kreise) heraus, denn pendelt der DAX schon seit exakt zwei Monaten in einer engen Range (blau) um die 10.000-Punkte-Marke seitwärts. Und gerade wegen der Fehlausbrüche könnte diese korrektive Phase noch eine Weile anhalten.

Wer in einem solchen Umfeld erfolgreich traden möchte, muss Nerven aus Stahl und sehr viel Glück haben. Schon am Mittwoch konnten Sie hier im Geldanlage-Brief lesen, dass zwar kurzfristig agierende Trader in einem solchen Umfeld durchaus den einen oder anderen Versuch starten können, Gewinne zu erzielen, und langfristige Anleger die aktuelle Marktkonsolidierung einfach aussitzen können, doch man als mittelfristiger (Swing-)Trader vor neuen Engagements eine klare Neuausrichtung der Märkte abwarten sollte.

Orientierungslose Märkte, stabiles Depot

Da unser „Geldanlage Premium Depot“ in die letztere Kategorie fällt, haben wir jüngst entsprechend zurückhaltend agiert. Dadurch haben wir gegenüber dem DAX nicht nur eine deutliche Outperformance erzielt, sondern auch unsere eigenen und die Nerven unserer Abonnenten sowie das Portemonnaie geschont. Denn ein alter Börsenspruch lautet „Hin und Her macht Taschen leer“. Und während sich der DAX nach seinem Auf und Ab in dieser Woche am Ende quasi nicht vom Fleck bewegt hat, konnte unser Depot wieder einmal zulegen.

Möchten Sie auch von unserer Investmentstrategie profitieren? Dann testen Sie unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.

Fazit

Es gilt derzeit, die „Schaukelbörse“ abzuwarten und erst dann in Trendrichtung neu einzusteigen, wenn die Neuorientierung der Anleger abgeschlossen ist und sich ein klarer neuer Trend etabliert hat. Alles was derzeit im DAX zwischen grob 10.500 und 9.500 Punkten passiert, muss man als Pendeln um die 10.000er Marke und damit eher zufällige Kursbewegung werten. In einem solchen Markt verbrennt man sich schnell die Finger („Hin und Her macht Taschen leer“).


Ich wünsche auch Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

Tradingchancen im DAX

Für steigende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 6, Briefkurs: 16,53 Euro
Für fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 19,92 Euro

 



›› Bei der bekannten Gleichung fehlt noch ein Faktor
von Sven Weisenhaus

Erinnern Sie sich noch an die einfache Gleichung „steigende Ölpreise + fallender EUR/USD + steigende US-Indizes = steigender DAX“, die mit der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 13. April so wunderbar aufging?! Die Formel gilt auch heute noch.

Ölpreise und Euro geben dem DAX bereits wieder grünes Licht

Nach einem Rücksetzer machen sich die Ölpreise bereits seit Dienstag auf, ein neues Trendhoch zu markieren (grüne Ellipse).

Ölpreis der Sorte Brent - Chartanalyse

Der Euro ist seit seinem Ausbruchsversuch und dem Zwischenhoch bei 1,16163 USD hingegen wieder deutlich zurückgekommen (rote Ellipse).

EUR/USD - Chartanalyse

Demnach hat der DAX mittlerweile von zwei Seiten grünes Licht erhalten. Es fehlt jedoch noch ein Faktor, damit die eingangs genannte Gleichung aufgeht.

US-Indizes hängen an wichtigen Widerständen fest

Die US-Indizes spielen bislang nicht mit! An den wichtigen Widerständen (im S&P500 z.B. die Flaggenformation) gibt es aktuell einfach kein Vorbeikommen (roter Pfeil).

S&P 500 - Chartanalyse

Doch solange nicht alle drei Bereiche der linken Seite der Gleichung mitspielen, wird sich die Formel nicht zu Gunsten des DAX auflösen.

So einfach kann Börse manchmal sein, wenn man sie, um bei Floskeln aus der Mathematik zu bleiben, auf einen gemeinsamen Nenner herunterbricht. Das große Aber dabei: Es ist zwar aktuell nicht schwer zu erkennen, unter welchen Bedingungen der DAX wieder steigen kann, es ist aber schwer zu erkennen, wann diese Bedingungen wieder alle gemeinsam erfüllt sein werden. – Wir werden Ihnen hier im Geldanlage-Brief mitteilen, wann es soweit ist.

 



›› Tradingchancen im Ölpreis, EUR/USD und S&P 500
von Geldanlage-Brief-Team


Tradingchancen im Ölpreis (Brent)

Für eine Aufwärtsbewegung im Ölpreis könnte folgendes Produkt interessant sein:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Call, WKN: XM93XJ, aktueller Hebel: 2, Briefkurs: 21,35 Euro
Für fallende Kurse im Ölpreis könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Put, WKN: XM5JDG, aktueller Hebel: 2,73, Briefkurs: 15,43 Euro

Tradingchancen im EUR/USD

Für steigende Kurse im EUR/USD könnte folgendes Produkt interessant sein:
EUR/USD WAVE Unlimited Call, WKN: XM9J9Q, aktueller Hebel: 5 Briefkurs: 18,94 Euro
Für fallende Kurse im EUR/USD könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
EUR/USD WAVE Unlimited Put, WKN: DX1P6X, aktueller Hebel: 5 Briefkurs: 20,64 Euro

Tradingchancen im S&P 500

Für steigende Kurse im S&P 500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,5 Briefkurs: 7,13 Euro
Für fallende Kurse im S&P 500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 5,6, Briefkurs: 3,25 Euro

 



›› Darum ist der Ölpreis so wichtig für den DAX
von Sven Weisenhaus

Am Mittwoch wurden hier im Geldanlage-Brief diverse Belastungsfaktoren angesprochen, die aktuell zur Orientierungslosigkeit der Anleger beitragen. Darunter war auch die noch offene Frage, ob die Erholung der Ölpreise nachhaltig ist oder sich die Probleme der Ölindustrie bald wieder verschärfen.

Aktuell tendieren die Ölpreise zwar wieder aufwärts (siehe oben), dennoch brechen den Ölfirmen nach wie vor aufgrund des immer noch relativ niedrigen Ölpreises die Einnahmen weg. Die Folge ist eine beachtliche Pleitewelle – vor allem in der noch jungen Fracking-Industrie. So sahen sich bislang 59 Öl- und Gasfirmen gezwungen, einen Antrag auf Gläubigerschutz zu stellen.

Und dies betrifft nicht nur die Ölfirmen selbst, sondern auch der Bankensektor wird in Mitleidenschaft gezogen (siehe auch „Ölpreisverfall strahlt vom Energie- auf den Finanzsektor“). Dazu möchte ich Ihnen heute einmal im Rahmen der noch laufenden US-Bilanzsaison konkrete Zahlen nennen:

So strahlt der Ölpreisverfall vom Energie- auf den Finanzsektor

Bei der US-Großbank Wells Fargo stieg zum Beispiel das Volumen der als problematisch eingestuften Darlehen im Zusammenhang mit der Öl- und Gasindustrie im ersten Quartal auf knapp 30 Milliarden Dollar. Ende 2015 lag dieser Wert noch bei 18,5 Milliarden Dollar. Das ist ein Anstieg um 62 Prozent innerhalb von drei Monaten!

Bei der größten US-Bank JP Morgan hat sich das Volumen an notleidenden Krediten an die Öl- und Gasindustrie im ersten Quartal 2016 sogar mehr als verdoppelt. Allerdings liegt deren Summe nur bei 9,7 Milliarden Dollar, also nur bei einem Drittel des Umfangs von Wells Fargo.

Die Rating-Agentur Fitch rechnet damit, dass im laufenden Jahr elf Prozent aller bonitätsschwachen Unternehmensanleihen aus diesem Sektor notleidend werden. Das entspricht einem Anleihevolumen von bis zu 46 Milliarden US-Dollar.

Fazit

Diese Zahlen belegen, wie wichtig der Faktor „steigende Ölpreise“ in der oben genannten Gleichung ist. Allerdings ist er nicht wichtiger als die EUR/USD-Relation oder die Entwicklung der US-Indizes. Vielmehr hängen alle drei unmittelbar zusammen:

Ohne stabile oder steigende Ölpreise werden die US-Indizes angesichts der Risiken im Ölsektor wohl nicht zulegen können. Wenn sowohl die Ölpreise als auch die US-Indizes steigen, kann es aber immer noch sein, dass, wenn der Euro stark steigt, der DAX den Anstieg der US-Indizes nicht im gleichen Maße umsetzen wird.

Es muss also derzeit viel zusammenpassen, damit der DAX einen neuen Trend ausbilden und wieder nachhaltig ansteigen kann. Bis dahin gilt es, wie oben bereits geschrieben, die „Schaukelbörse“ abzuwarten. Entsprechend bleiben wir defensiv und halten derweil Ausschau nach Schnäppchenkursen, die wir für (Rück-)Käufe nutzen können und werden. Diese Strategie hat sich bereits mehrfach in unserem „Geldanlage Premium Depot“ bezahlt gemacht:

 



›› Orientierungslose Märkte, stabiles Depot
von Geldanlage-Brief-Team

Die folgende Tabelle zeigt alle Trades, die wir bislang im laufenden Jahr 2016 für das „Geldanlage Premium Depot“ abgeschlossen haben.

abgeschlossene Trades des Jahres 2016

Mit einem Kapitaleinsatz von 9.734 Euro ist es uns gelungen, einen Gewinn in Höhe von 1.642,62 Euro zu erzielen. Das entspricht einer Rendite von fast 17 Prozent.

Der DAX ist mit einem Punktestand von 10.743 ins Jahr 2016 gestartet. Aktuell notiert er mit 9.952 Punkten mehr als 7 Prozent im Verlust, während unser Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ aktuell insgesamt im Jahr 2016 einen Gewinn ausweist. Man kann also definitiv von einem bislang erfolgreichen Jahr für unsere Investmentstrategie sprechen.

Möchten Sie auch von unserer Investmentstrategie profitieren? Dann testen Sie unseren Börsendienst „Geldanlage Premium Depoteinen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement. Melden Sie sich jetzt hier an.

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 20: Handelswoche vom 16.05.2016 bis 20.05.2016)

Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Termine der kommenden Woche
(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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