Steigende und fallende Kurse aus demselben Grund?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Steigende und fallende Kurse aus demselben Grund?
  2. 2016: Durchschnittlich 19,7% Rendite
  3. US-Indizes arbeiten an neuen Allzeithochs
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Steigende und fallende Kurse aus demselben Grund?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Anleger scheinen immer noch nicht so genau zu wissen, wie sie mit dem jüngsten US-Arbeitsmarktbericht umgehen sollen. Denn die wilde Schaukelbörse an den Aktienmärkten setzte sich auch in dieser Woche fort. Auch eine Rede von Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank, die sie am Montagabend (MEZ) in Philadelphia hielt, sorgte eher für weitere Verwirrung, weil daraus unterschiedliche Schlüsse gezogen wurden.

Einen Beitrag zur Verunsicherung haben sicherlich auch die Medien geleistet, die sich stets große Mühe geben, Gründe für bestimmte Kursentwicklungen zu suchen. Dabei kommt es aber leider immer wieder zu eher grotesken Ergebnissen („Kurse machen Nachrichten“).

Fallende Kurse wegen mangelnder Zinserhöhungsfantasie

So konnte man kurz nach dem US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag vielfach lesen, dass der schwache Stellenaufbau die Zinserhöhungsfantasie zerstört habe. Daher seien die Kurse gefallen. Hier sollten Sie kurz innehalten: War es zuvor nicht immer so, dass die Aussicht auf anhaltend billiges Geld die Kurse getrieben hat? Durchaus. Und dieser Theorie bediente man sich dann auch wieder am Dienstag:

Steigende Kurse wegen mangelnder Zinserhöhungsfantasie

Zuvor hielt Yellen oben erwähnte Rede. Laut Medienberichten habe in dieser Rede der bisherige Passus gefehlt, dass Zinserhöhungen „in den kommenden Monaten“ angebracht seien. Zudem habe Yellen die Entscheidung in Großbritannien über einen möglichen Austritt aus der EU als risikoreich für die Weltwirtschaft bezeichnet. Damit sei eine Zinsanhebung am 15. Juni, also noch bevor die Briten am 23. Juni über ihre Mitgliedschaft in der EU abgestimmt haben, nahezu ausgeschlossen. Entsprechend seien die Kurse am Dienstag gestiegen, so das Fazit der Medien.

Kurse steigen und fallen aus demselben Grund?

Fassen wir die Aussagen der Medien kurz zusammen: Am Freitag sind die Aktienkurse gefallen, weil die Zinsen angesichts des schwachen Arbeitsmarktberichts wohl erst später angehoben werden. Und am Dienstag sind die Kurse gestiegen, weil die Rede von Janet Yellen auf einen späteren Zinsanhebungstermin hindeutete. Aus ein und demselben Grund (spätere Zinsanhebung) sollen also laut der Medien die Aktienkurse am Freitag gefallen und dann am Dienstag gestiegen sein? Hört, hört…

Fallende Kurse wegen schwachem Stellenaufbau

Bringen wir ein wenig Ordnung ins Chaos: Die plausiblere Erklärung für das jüngste Auf und Ab ist, dass die Anleger Konjunkturdaten, die auf einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung in den USA hindeuten, inzwischen positiver für den Aktienmarkt werten als weiterhin billiges Geld der Notenbank. Entsprechend wurde der schwache Stellenaufbau im Mai am Freitag mit fallenden Kursen begleitet.

Steigende Kurse wegen optimistischem Wirtschaftsausblick

Doch wie am Mittwoch hier im „Geldanlage-Brief“ beschrieben, war diese Kursreaktion übertrieben, weil der schwache Stellenaufbau nur ein Mosaiksteinchen im insgesamt weiterhin positiven Gesamtbild der US-Wirtschaft ist. Und passend dazu sagte Yellen in ihrer Rede auch, dass der jüngste US-Arbeitsmarktbericht zwar enttäuschend gewesen sei, man einem einzelnen Bericht aber nicht zu große Bedeutung beimessen dürfe. Sie gehe davon aus, dass die Konjunktur moderat an Fahrt gewinne und sich der Arbeitsmarkt weiter verbessere. Die positiven Aspekte des Wirtschaftsausblicks würden die negativen Seiten überlagern, sagte Yellen. Trotz der zuletzt schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt bleiben Zinserhöhungen daher laut Yellen weiter auf der Agenda. Eine graduelle Anhebung des Leitzinsniveaus sei angemessen, wenn sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter günstig erweist.

Und so war es aus meiner Sicht der eher optimistische Blick von US-Notenbankchefin Janet Yellen auf die US-Konjunktur, der am späten Montag und frühen Dienstag zu einer deutlichen Kurserholung führte, die den Arbeitsmarktschock vollständig egalisierte. – Aber beurteilen Sie gerne selbst, welche Erklärung zum jüngsten Auf und Ab der Aktienkurse Sie für plausibler halten. Den Originaltext von Yellens Rede finden Sie dazu hier (hier klicken):

Fazit

Das wilde Auf und Ab, das wir seit den US-Arbeitsmarktdaten gesehen haben, ist letztlich lediglich ein Bestandteil der übergeordneten Schaukelbörse. Und diese könnte angesichts der bevorstehenden Termine (Fed-Zinsentscheid, Verfallstag, „Brexit“-Referendum) noch eine Weile anhalten.

 



›› 2016: Durchschnittlich 19,7% Rendite
von Geldanlage-Brief-Team

Ist auch bei Ihnen die Verwirrung groß? Verzweifeln sie an der Schaukelbörse? Denn holen Sie sich doch einfach eine kompetente Unterstützung. Mit unserem Geldanlage Premium Depot“ haben wir längst gezeigt, dass wir auch in schwierigen Phasen Gewinne erzielen können.

Alleine am vergangenen Donnerstag konnten wir zwei Trades mit jeweils über 30 Prozent Gewinn abschließen. Ein Volatilitätstrade, mit dem wir schon mehrfach hohe Gewinne erzielen konnten und über den wir hier auch schon wiederholt berichtet haben (zuletzt am 1. Mai), brachte exakt 32 Prozent Gewinn. Bei dem zweiten Trade, einer Long-Position auf den Erdgaspeis, erzielten wir eine Rendite in Höhe von 31,45 Prozent.

Bilanz 2016: 12 Trades, 12 Gewinne, durchschnittlich 19,7% Rendite

Insgesamt haben wir in diesem Jahr 12 Trades abgeschlossen (siehe Tabelle). Dabei wurden ausschließlich Gewinne erzielt – in Summe knapp 2.260 Euro, bei einem Kapitaleinsatz von rund 11.670 Euro. Jeder dieser Trades brachte im Schnitt 19,685 Prozent Rendite, bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 97,6 Tagen. – Ich denke, diese Bilanz kann sich sehen lassen.

abgeschlossene Trades im

Im Gesamtdurchschnitt halten wir unsere Positionen übrigens 67 Tage. Damit zeichnet sich klar ab, dass wir nicht auf schnelle Gewinne setzen – auch wenn uns diese natürlich zwischendurch sehr willkommen sind – sondern langfristig eine gute Performance vorweisen wollen.

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›› US-Indizes arbeiten an neuen Allzeithochs
von Sven Weisenhaus

Vor dem Hintergrund eines wirtschaftlich positiven Ausblicks für die USA (siehe oben) ist es verständlich, dass sich die US-Indizes auf einem relativ hohen Niveau befinden. Während die Aktienmärkte in Asien und Europa noch deutlich hinterherhinken, arbeiten der Dow Jones und der S&P 500 bereits am Sprung auf neue Allzeithochs.

Dow Jones – Aufwärtstrend seit 2009

Der 30 Werte umfassende Dow Jones befindet sich seit März 2009 in einem Aufwärtstrendkanal (grün). In dessen Verlauf hatte er schon im März 2013 das Allzeithoch aus dem Jahre 2007 bei 14.198,1 Punkten (grüne horizontale Linie) überwunden und im Mai 2015 das aktuelle Allzeithoch bei 18.351,36 Punkten (rote Linie) markiert.

Dow Jones - langfristige Chartanalyse

Zwar wurde der Trendkanal durch die Kursrücksetzer im August 2015 und im Januar/Februar 2016 zwei Mal gebrochen, doch konnte der Index den Trend beide Male zurückerobern. Und erst kürzlich wurde die untere Linie des Trendkanals erfolgreich getestet (grüner Pfeil), womit bestätigt wurde, dass diese Linie weiterhin Relevanz hat. Die beiden Trendbrüche könnten allerdings darauf hindeuten, dass die Dynamik der Aufwärtsbewegung abnimmt und sich ein flacherer Trend ausbildet.

Dow Jones steht an wichtigen Widerständen

Aktuell tut sich der Dow Jones schwer, das Zwischenhoch vom November 2015 bei 17.977,85 Punkten nachhaltig zu überwinden. Wenn ihm aber ein Ausbruch gelingt und auch der horizontale Widerstand bei 18.167,63 Zählern überwunden wird, dann kann man mit einem Anlauf auf das Allzeithoch rechnen.

Dow Jones - mittelfristige Chartanalyse

Geht den Bullen jedoch die Puste aus und können die Bären den Index unter das jüngste Korrekturtief (grüner Pfeil) treiben, dann müsste man sogar damit rechnen, dass der Dow Jones noch einmal in Richtung 15.500 Punkte fällt.

Wir halten das bearishe Szenario für nicht wenig wahrscheinlich. Daher sind wir mit dem aktuellen Verkauf des Volatilitätstrades (siehe oben) sehr zufrieden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 24: Handelswoche vom 13.06.2016 bis 17.06.2016)

Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Termine der kommenden Woche
(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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