Ölpreise laufen genau nach Plan

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Spekulationen treiben Ölpreis trotz rekordhoher Förderung
  2. Ölpreise laufen genau nach Plan

 

›› Spekulationen treiben Ölpreis trotz rekordhoher Förderung
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder Ölpreis erlebt gerade kurzfristig ein fulminantes Comeback. Von einem Zwischentief bei 41,51 USD stieg der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent innerhalb von zwei Wochen um mehr als 20 Prozent auf rund 50 USD an (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart).

Zuvor hatte der Ölpreis etwas mehr als 50 Prozent (blaue Linien) seiner vorangegangenen Aufwärtsbewegung korrigiert und war dabei von 54,24 USD auf das Tief bei 41,51 USD um 23,5 Prozent gefallen. Damit bestätigte er wieder einmal, dass Aufwärtsbewegungen gerne um 50 Prozent konsolidiert werden.

Rohöl der Sorte Brent - Chartanalyse

Neuerliche Spekulationen um Förderbegrenzung

Der Grund für die aktuelle Kurserholung sind neuerliche Spekulationen um eine mögliche Förderbegrenzung. Bereits zu Beginn der Woche hatte der Präsident des Ölkartells der erdölexportierenden Staaten (OPEC) für Ende September ein informelles Treffen einberufen. Zudem teilte der russische Energieministers Alexander Novak mit, er sei zu Gesprächen über eine Deckelung der Produktion bereit. Russland werde sich mit Saudi-Arabien und anderen Ölproduzenten an einen Tisch setzen und über Maßnahmen zur Marktstabilisierung reden, sagte Novak der saudi-arabischen Zeitung „Asharq al-Awsat“.

Gestützt wurden seine Aussagen vom saudischen Energieminister Khalid al-Falih. Sein Land werde den Ölmarkt beobachten und wenn nötig mit anderen erdölexportierenden Ländern Maßnahmen ergreifen, um die Märkte zu stabilisieren. Saudi Arabien ist einer der größten Ölproduzenten der Welt.

IEA sieht kein Überangebot mehr

Derweil erklärte die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem aktuellen Bericht für August, dass sie in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr mit einem Überangebot an Rohöl rechnet. Zwischen Juli und September soll demnach die Nachfrage das Angebot bereits um eine Million Barrel (je 159 Liter) übersteigen.

Zwei Entwicklungen werden aus ihrer Sicht das Überangebot verschwinden lassen: Zum einen die Produktionsrückgänge von Nicht-OPEC-Staaten, also der Länder außerhalb des Ölkartells, zum anderen die steigende Nachfrage. Für 2017 geht die IEA davon aus, dass täglich 1,2 Millionen Barrel mehr Rohöl gebraucht werden.

Öl-Produktion aktuell auf Rekordhoch

Allerdings sollten diese Spekulationen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die OPEC selbst im Moment mit 33,4 Millionen Barrel am Tag auf Rekordniveau fördert. Saudi-Arabien hat seine Förderung im Juli um 123.000 Fass auf 10,7 Millionen Barrel täglich gesteigert. Zugleich überschwemmt auch der Irak, der zweitgrößte OPEC-Förderer, den Markt mit Öl. Im Juli waren es 4,6 Millionen Barrel. Und Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate fördern ebenfalls auf Rekordniveau.

Der Iran will derweil nach der weitgehenden Aufhebung der Sanktionen seine Ölförderung wieder auf Vorsanktionsniveau heben. Seit Anfang des Jahres konnte das Land seine Förderung bereits um 800.000 Barrel auf 3,6 Millionen Barrel steigern. Die globale Ölproduktion ist auch dadurch im Juli im Monatsvergleich um 0,8 auf 97,01 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag gestiegen.

Seitwärtsbewegung oder Aufwärtstrend?

Der Ölpreisanstieg wird derzeit von zwei Faktoren getrieben. Einerseits lassen die Spekulationen über eine mögliche Förderbegrenzung derzeit den Ölpreis wieder kräftig steigen. Andererseits steht laut IEA ein mögliches Ende des Überangebots im Raum.

Sollte auf dem Treffen im September, wie schon bei den Zusammenkünften zuvor, jedoch wieder keine Einigung erzielt werden, dann könnten die weiterhin hohen Förderquoten den Ölpreis auch sehr schnell wieder einbrechen lassen, wie von Anfang Juni bis Anfang August gesehen.

Vor diesem Hintergrund macht die bisherige Prognose einer Seitwärtsbewegung zwischen ca. 46 und 53 USD weiterhin Sinn (siehe Geldanlage-Brief vom 20. Juli). Angesichts der aktuellen Kursentwicklung muss man die Range am unteren Ende zwar möglicherweise auf 40 USD anpassen. Allerdings ist es meist so, dass sich ein Kurs nach dynamischen Bewegungen unter abnehmender Volatilität einpendelt. Insofern könnte der Ölpreis auf einen Mittelwert von ca. 46 USD zusteuern und sich die Range entsprechend wieder einengen.

Sollte allerdings die IEA mit ihrem aktuellen Bericht Recht behalten und das Überangebot in der zweiten Jahreshälfte aufgrund einer höheren Nachfrage schwinden, dürfte dies den Ölpreis tendenziell stützen. Und weil durch die 50-Prozent-Korrektur der zum Jahresanfang begonnene Aufwärtstrend nach der Fibonacci-Methode formal noch intakt ist, könnte mit den jüngsten Kursgewinnen auch eine zweite Aufwärtstrendwelle eingeleitet worden sein, die den Preis auf deutlich über 50 USD zurückführt. - Dies bleibt jedoch abzuwarten. Wir werden hier im Geldanlage-Brief die weitere Entwicklung für Sie genau im Auge behalten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

Tradingchancen im Ölpreis (Brent)

Für eine Aufwärtsbewegung im Ölpreis könnte folgendes Produkt interessant sein:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Call, WKN: XM93XJ, aktueller Hebel: 2, Briefkurs: 22,01 Euro
Für fallende Kurse im Ölpreis könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Put, WKN: XM5JDG, aktueller Hebel: 3, Briefkurs: 14,13 Euro


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›› Ölpreise laufen genau nach Plan
von Geldanlage-Brief-Team

Unser Depot hat übrigens auch vom jüngsten Auf und Ab bzw. Ab und Auf des Ölpreises profitiert. Nachdem wir vor einer Woche hier an dieser Stelle bereits über einen Gewinn in Höhe von rund 37 Prozent berichtet haben, können sich unsere Leser des Geldanlage Premium Depotschon über den nächsten Gewinn freuen.

So hatten wir nahe dem jüngsten Tief im Ölpreis einen Long-Trade ins Depot geholt und konnten so in dieser Woche nach der Ölpreiserholung Gewinne in Höhe von mehr als 20 Prozent realisieren - nach nur 22 Tagen.

Rohöl-Trade bringt 20 Prozent Gewinn

Zuvor brachte uns bereits ein Short-Trade einen Gewinn in Höhe von immerhin 8,7 Prozent ein, als die Ölpreise im Juni abwärts tendierten. Auch dieser Trade benötigte nur 22 Tage.

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