Der Geldanlage-Brief wird zur Börse Intern: Zukünftig noch aktueller und näher am Markt

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Der Geldanlage-Brief wird zur Börse Intern: Zukünftig noch aktueller und näher am Markt
  2. Sind der EZB die wirksamen Mittel ausgegangen?
  3. Fundamentale Aktienanalyse – Börsenseminar für Fortgeschrittene
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Der Geldanlage-Brief wird zur Börse Intern: Zukünftig noch aktueller und näher am Markt
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefich habe interessante und gute Neuigkeiten für Sie: Der Geldanlage-Brief wird in Zukunft noch aktueller und näher am Markt sein als bisher schon. Denn ab der kommenden Woche erhalten Sie die relevanten Börsenhintergründe nicht mehr mittwochs und sonntags, sondern jeden Tag schon kurz nach Börsenschluss. So werden Sie börsentäglich und damit noch aktueller über die wichtigsten kursbewegenden Fakten informiert.

Börsentäglich topaktuell informiert

Möglich macht dies eine intensivere Kooperation mit Stockstreet.de. Wie Sie vielleicht wissen, arbeite ich nicht nur für Geldanlage-Brief.de, sondern auch für Stockstreet.de schon seit einigen Jahren als Analyst und Redakteur. Stockstreet veröffentlicht ebenfalls einen kostenlosen Börseninformationsdienst, den täglich erscheinenden Newsletter „Börse-Intern“. Seit Beginn des aktuellen Jahres schreibe ich die Analysen dafür. Da ich für den "Geldanlage-Brief" und den Newsletter „Börse-Intern“ mit denselben Augen auf die Märkte blicke, sind die Inhalte der beiden Dienste inzwischen weitestgehend gleich. Da liegt es nahe, die Arbeit zusammenzulegen. Denn so kann ich nun für Sie durch die Umstellung auf tägliche Ausgaben die Informationsdichte und die Aktualität erhöhen.

Neue einzigartige Analysemethoden

Doch nicht nur das. Ab sofort können Sie auch von den einzigartigen Analysemethoden profitieren, die bislang nur den Stockstreet-Lesern vorbehalten waren. So zum Beispiel von der Target-Trend-Methode, die perfekte Prognosen für den Verlauf des DAX und anderer Märkte zulässt. Oder von den Analysen zu den Verfallstagen. Auch profitieren Sie von dem neuen innovativen Prognosetool, das erst vor wenigen Tagen an den Start gegangen ist: "Google Trends Trading" – hier werden die Suchanfragen bei Google untersucht, um das Interesse an einer Aktie oder eines Index zu hinterfragen und daraus Rückschlüsse über den zukünftigen Kursverlauf zu ziehen.

Das alles ist ab sofort auch für die Leser des Geldanlage-Briefs erhältlich – und zwar zeitnah an jedem Börsenhandelstag – denn der Geldanlage-Brief wird ab sofort zur: Börse-Intern!

 



›› Sind der EZB die wirksamen Mittel ausgegangen?
von Sven Weisenhaus

Die EZB belässt die bisherige Geldpolitik vorerst unverändert. Das hat der EZB-Rat im Anschluss an seine Sitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen. Weder wurden die Leitzinsen angetastet, noch das Anleihekaufprogramm verändert. Die Notenbanker bestätigten lediglich, dass die Zinsen „für längere Zeit und weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden“. Und die monatlichen Anleihenkäufe im Umfang von 80 Mrd. Euro sollen zunächst unverändert bis März 2017 fortgesetzt werden. In jedem Fall aber so lange, bis eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennbar ist, die mit dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent im Einklang steht.

Zinsentscheidung sorgte für ein kleines Börsenbeben

Die Märkte zeigten sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. Während sich EZB-Chef Mario Draghi in einer Pressekonferenz noch erklärte, brach der DAX kräftig ein (roter Pfeil im Chart). Im Maximum verlor der Index über 170 Punkte, was zumindest im Vergleich zu den moderaten Kursschwankungen der vorangegangenen Tage eine kleine Welt war.

DAX - EZB sorgt für kleines Börsenbeben

Im größeren Bild (siehe folgender Chart) rutschte der Index allerdings lediglich in die kurzfristige Seitwärtsrange von ca. 10.440 bis 10.660 Punkten zurück (siehe Geldanlage-Brief vom 31. August), ohne das April tief in Gefahr zu bringen (rote Ellipse). Charttechnisch hat sich daher nicht viel verändert.

DAX - Target-Trend-Analyse

Erwartung an weitere Maßnahmen wurde enttäuscht

Zu dem kleinen Börsenbeben kam es, weil im Vorfeld der EZB-Entscheidung einige Experten davon ausgegangen waren, dass die Notenbank die Modalitäten des Anleihekaufprogramm ändern und dessen Laufzeit verlängern würde. Auch eine weitere Reduzierung der Leitzinsen, insbesondere des Einlagesatzes, wurde diskutiert.

Nun ist die Politik gefragt

Doch wenn man die Pressekonferenz und die Aussagen Draghis aufmerksam verfolgt hat, dann konnte man erkennen, dass die EZB die Politik verstärkt in der Pflicht sieht. Nach Meinung der EZB sei es Sache der Euro-Länder, endlich für ein wachstums- und investitionsfreudigeres Klima zu sorgen, damit sich die bisher bereits beschlossenen geldpolitischen Maßnahmen voll auswirken können.

Und damit passt die EZB-Entscheidung hervorragend zu den Daten, die im Geldanlage-Brief vom 4. September besprochen wurden. Dort war zu lesen, dass die Liquidität der EZB nur begrenzt Abnehmer findet, weil im aktuellen Wirtschaftsumfeld niemand etwas mit der massenhaften Geldschwemme anfangen kann. Neu-Investitionen würden sich mangels positiver Perspektiven nicht lohnen, hieß es in der Analyse.

Banken horten bei der EZB mehr als eine Billion Euro

Diesen Eindruck bestätigt eine aktuelle Nachricht, wonach die sogenannten Überschussreserven der Banken im Euroraum bei der EZB ein neues Rekordniveau erreicht haben. Sie beliefen sich nach letzter Meldung von Anfang September auf fast 1.023 Milliarden Euro. – Normalerweise liegt der Wert nahe null. Doch aufgrund der massiven Wertpapierkäufe der EZB sind die Guthaben der Banken dramatisch angeschwollen.

Anleihenkäufe der EZB verfehlen ihr Ziel

Eigentlich sollen die Anleihenkäufe der EZB die Kreditvergabe in der Eurozone ankurbeln. Im ersten Schritt gelingt dies auch, denn wie die genannten Zahlen zeigen, schwimmen die Geldhäuser in Geld und könnten somit massenhaft Kredite ausgeben. Doch offenbar kann die Wirtschaft dieses Geld aus den oben genannten Gründen zurzeit nicht gebrauchen. Die Maßnahmen der EZB laufen also ins Leere. - Wohl nicht ganz zufällig haben die Überschussreserven und das Gesamtvolumen der Anleihenkäufe fast zeitgleich die Schwelle von einer Billion Euro überschritten.

Für die Banken kann es bald teuer werden

Dramatisch ist dies für die Banken. Denn für sie ist das eigentlich ein Minusgeschäft, weil die EZB für das geparkte Geld derzeit einen Negativzins von minus 0,4 Prozent nimmt (Einlagesatz). Die Kursgewinne der vorher an die EZB verkauften Anleihen dürften diese Verluste ein wenig mindern. Doch nicht auf Dauer, weshalb diese Entwicklung irgendwann zu einem großen Problem werden könnte.

EZB scheint ohne eine stärkere Wachstumspolitik machtlos

Und so verwundert es auch nicht, dass die EZB nun keine Änderungen an ihrer Geldpolitik vorgenommen hat. Eine Ausweitung der Anleihenkäufe würde wohl nur die Überschussreserven weiter anschwellen lassen und ein niedrigerer Einlagezins die schon schwer angeschlagenen Banken weiter belasten.

Die EZB müsste daher noch kreativer werden, um dieser Fehllenkung von Kapital entgegenzuwirken. Doch vielleicht ist das einzige Mittel, was nun noch hilft, eine wirtschafts- und wachstumsfreundliche(re) Politik. Wohl auch deshalb hat Draghi in seiner Rede am Donnerstag noch einmal explizit den Stab an die Politik weitergereicht. Doch ob seine Worte je erhört werden?

Fazit

Die Märkte müssen nun auf absehbare Zeit jedenfalls ohne weitere geldpolitische Hilfen auskommen. Ob ihnen dies in der sowieso schon saisonal schwachen Phase gelingt, bleibt abzuwarten. Die Charttechnik wird es uns verraten. Achten Sie also weiterhin einfach auf die relevanten Marken im DAX.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


P.S.: Diese Analyse haben die Stockstreet-Leser bereits am vergangenen Donnerstag erhalten. Sie sehen also, durch die Umstellung erhalten Sie derartige Informationen zukünftig sehr viel zeitnäher.

 



›› Fundamentale Aktienanalyse – Börsenseminar für Fortgeschrittene
von Geldanlage-Brief-Team

Ob Einsteiger oder Profi – die Börse Düsseldorf bietet wieder Seminare zu wichtigen Themen rund um die Geldanlage und den Wertpapierhandel an. Erfahrene Referenten vermitteln Expertenwissen und geben praxisnahe Tipps. Diese sollen den Teilnehmern dabei helfen, Anlageentscheidungen selbstständig und kompetent treffen zu können und an der Börse erfolgreich zu handeln.

Fundamentale Aktienanalyse
- Relevante Informationen ermitteln, verstehen und bewerten

Was sind die Gründe, Aktien eines bestimmten Unternehmens zu kaufen? Professionelle Investoren interessieren sich zum Beispiel für das Geschäftsfeld und die Kennzahlen eines Unternehmens, um eine Bewertung vornehmen zu können.

In einem zweiteiligen Seminar können auch Sie nun erfahren, auf welche Informationen es dabei ankommt, wo man diese findet und wie man sie als Grundlage einer persönlichen Einschätzung in Beziehung setzt. Damit werden Sie in die Lage versetzt, wie ein Profi zu handeln.

Theoretisches Fachwissen wird in diesem Seminar durch praxisnahe Anwendung mit Beispielen aus dem aktuellen Börsenkontext vertieft.

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefReferent dieses Seminars ist Ihr Chefanalyst des Geldanlage-Briefs - Sven Weisenhaus.

Termine: 20. und 27.09.2016, jeweils von 18:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr

Zielgruppe: Fortgeschrittene Privatanleger (= bereits Erfahrungen mit eigenen Wertpapiergeschäften)

Anmeldung: www.boerse-duesseldorf.de/seminare

Teilnahmegebühr: 25,- Euro inkl. MwSt. (für beide Termine zusammen), Mitglieder im Quality Trader Club der Börse Düsseldorf erhalten 20 % Nachlass

Melden Sie sich jetzt hier zum Seminar an und werden Sie zum Börsen-Profi!

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 37: Handelswoche vom 12.09.2016 bis 16.09.2016)

Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen liefert (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten).

Termine der kommenden Woche
(Quelle: Investing.com)

Die weiteren Termine der kommenden Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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